Grundsatzfrage zu Mainboards

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Hallo Gemeinde,
ich bin neu hier und hätte mal eine grundsätzliche Frage zu Mainboards:

Wenn ich meine System- Festplatte mit allen Programmen bei einem Mainboarddefekt weiterverwenden will, muß ich dann zwingend das GLEICHE Mainboard besorgen und einbauen oder kann es auch ein anderes sein?
Würden dann alle Programme und XP noch funktionieren?

Ich hatte jetzt einen Defekt und konnte das Mainboard noch bekommen, war also kein großes Problem.
Was aber, wenn das MB nicht mehr zu bekommen ist? Reicht dann der gleiche Prozessor und Chipsatz, oder brauche ich wirklich absolut die gleiche Konfiguration?

Vielleicht (nein, sicher) hat hier jemand mehr Ahnung als ich und kann Rat geben.
Gruß Ernst

PS:
Ich muß noch hinzufügen, daß das MB schon 5 Jahre auf dem Markt ist: ein Gigabyte GA-K8NMF-9.
Mir ist aber wichtig, daß alle Programme zuverlässig weiterlaufen und ich nicht alles neu installieren muß.



 
Zuletzt bearbeitet:
Jenachdem zu welchem Board du nach einem möglichen Defekt wechselst kannst du ja deinen Prozessor weiter verwenden, das ist also das kleinere Problem.

Grundsätzlich ist es möglich die Hardwareumgebung fast komplett zu wechseln (Mainboard, Prozessor, Speicher, Grafikkarte) und danach ein lauffähiges Windows zu haben. Dazu empfiehlt es sich bei einem geplanten Umbau vorher im abgesicherten Modus zu starten und alle Treiber zu deinstallieren, danach kann man den Umbau vornehmen und nach erfolgreichem erstem Hochfahren die Treiber für die neue Hardwareumgebung installieren. Das funktioniert häufig aber nicht immer. Ein so übernommenes Windows funktioniert zwar weitgehend, arbeitet aber häufig langsamer und gelegentlich auch instabiler als ein in der neuen Hardwareumgebung installiertes Windows.

Bei einem unplanmäßigen Umbau (nach einem Defekt) geht das so ähnlich, da sollte man dann nach dem Umbau versuchen beim ersten Hochfahren in den abgesicherten Modus zu kommen, dort deinstalliert man dann alle alten Treiber und startet den Rechner danach neu. Jetzt sollte man die Treiber für die neue Hardware installieren können und hat ein System wie oben beschrieben.
 
Normalerweise sind sich die Mainboards eines Sockel meist nicht so unänlich.
Oft kommen die gleichen Chipsätze, Soundmodule und Netzwerkkomponennten zum Einsatz.
Schaut man mal auf die aktuellen Sockel AM3, LGA 1156 und LGA 1366 und vergleicht die mit der jeweiligen Plattform fällt einen das auch sehr schnell auf.
Man kann durchaus ein AM3 Board von ASUS haben und auf ein Gigabyte Board wechseln, ohne das man Treiber deinstallieren müßte oder Gefahr läuft, dass nach einem Wechsel das System nicht mehr läuft.
Allerdings muß man dann vor einem Kauf halt genau nachsehen, welche Komponennten auf den neuen Board stecken. Sind die identisch mit dem alten Board, sollte es grundsätzlich keine Probleme geben.
Aber wie @olf schon geschrieben hat, 100% verlassen darf man sich darauf nicht. So kann es trotdem sein, dass ein System perdu nicht mehr booten will, obwohl das neue Board die gleiche Ausstattung wie das alte hat.
Die Treiber sollten in jedem Fall vorher deinstalliert werden und nach dem ersten richtigen Hochfahren neu aufgespielt werden.
Oft nutzt auch ein "einfaches" Deinstallieren nicht und man muß mit einem Programm wie CC Cleaner noch einmal nachhelfen um wirklich alle treiberreste vom System zu bekommen.
 
Also ich fasse mal zusammen:

Bei gleichem Board funktioniert alles ohne Probleme.

Bei gleichem Chipsatz und Prozessor, aber anderer Grafik muß ein neuer Grafiktreiber installiert werden.

Wenn alles anders ist als ursprünglich, gibts sehr wahrscheinlich unüberwindbare Schwierigkeiten und es muß alles neu installiert werden.

Habe ich das alles so richtig verstanden?
Gruß E.
 

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