AMD stellte im Mai 2022 seine Pläne für die Ryzen 7000-Prozessorserie vor. Im weiteren Verlauf des Jahres kamen die CPUs auf den Markt und wir haben am Launchtag die Testberichte online gehabt. Die neuen Prozessoren basieren auf der 5-nm Fertigungsverfahren und nutzten die Zen-4-Architektur. Die Generation läuft unter dem Codenamen „Raphael“ und brachte neben dem neuen Sockel AM5 auch Marktneuheiten wie DDR5- und PCIe-5.0-Unterstützung.
AMDs offizielle Ankündigung der Ryzen 7000-Serie erfolgte auf der Computex-Keynote am 23. Mai 2022 und die Markteinführung ist für Herbst 2022. Erst erschien die 16-Kern-CPU, die eine Boost-Geschwindigkeit von 5,5 GHz erreicht und eine Steigerung der Single-Thread-Leistung um 15% versprach. Die ersten vier Modelle der Ryzen 7000-Serie, die von Ryzen 5 bis Ryzen 9 reichen, wurden am 27. September 2022 vorgestellt.
Die Prozessoren der Ryzen 7000-Serie stellen einen echten Sprung dar gegenüber Zen 3 und verfügen über einen doppelt so großen L2-Cache pro Kern mit 1 MB. Der IO-Die, der jetzt in einem 6-nm-Prozess gefertigt wird und als Chiplet auf dem Substrat angebracht ist, verfügt bei allen Ryzen 7000-Modellen über eine integrierte RDNA 2-GPU und unterstützt DDR5 und PCIe 5.0. Die Belastbarkeit des neuen AM5-Sockels wurde von 105 Watt beim AM4-Sockel auf 170 Watt gesteigert. Die maximale Leistungsaufnahme oder "Power Package Tracking" (PPT) liegt aber bei 230 Watt.
MSI hat eine aktualisierte UEFI-Firmware für seine gesamte AM5-Motherboard-Produktreihe veröffentlicht, die nun den neuesten AGESA 1.2.0.3F-Mikrocode von AMD enthält. Die neue Firmware bereitet die Motherboards auf die kommenden Prozessoren der Ryzen 9000-Serie vor, darunter sowohl die Ryzen 9000F- als auch die Ryzen 9000G-APUs und bietet erhebliche Funktionsverbesserungen und verbesserte Kompatibilität.