ASUS ProArt Display PA32KCX Test Review (Bild © PCMasters.de)
ASUS ProArt PA32KCX im Detail
ASUS hat mit dem ProArt Display PA32KCX einen extravaganten Monitor vorgestellt, der sich primär an Pro-User und Firmen richtet, die spezielle Anforderungen an Monitore haben und der Preis an hinterster Stelle steht. Auch wenn ich mich persönlich als einen Poweruser und Enthusiasten einstufen würde, würde der ProArt PA32KCX nicht auf meiner Liste stehen, weil der Montior mit ca. 8.500 € weit über meinem Montior-Budget liegt. Für Spieler ist dieser Monitor auch auf keinen Fall gedacht.
8K UHD-Mini-LED-Panel
ASUS hat bei dem ProArt Display PA32KCX sichtlich den Fokus auf höchste Leistung gesetzt. Das 32”-Display stellt unserer Meinung nach die Maximalgröße für Arbeiten auf kurze Distanz (Tisch) dar. Das Herzstück des Monitors ist das 8K-Mini-LED-Panel, das mit 4.032 Zonen Local Dimming ausgeleuchtet wird. Die hohe Pixeldichte von 275 Pixel pro Zoll (PPI) liegt über den 220 PPI des MacBooks aber unter 458 ppi des iPhone X (Super Retina), jedoch ist man auch nie so nah am Monitor, wie an einem Smartphone. Im Vergleich dazu hat der Dell UltraSharp UP3218KA 8K-FUHD-Monitor bei 31,5"-Diagonale minimal höhere 280 ppi.
Mit 1.200 nits Spitzenhelligkeit ist der Monitor hell, wobei auf Dauer eher 1.000 nits ohne partielle Patch-Begrenzung ermöglicht werden. Mit 10-Bit-Farbtiefe und Quantum Dot-Technologie bietet der Monitor eine 100%ige sRGB-, 99%ige Adobe RGB-, 97%ige DCI-P3-Farbabdeckung und den Support für Rec. 2020 Farbraum. Laut ASUS soll das Panel einen minimalen Farbunterschied Farbgenauigkeit Delta E<1 gewährleisten und vor allem durch das eingebaute, motorisierte Farbmessgerät punkten, das eine Kalibrierung vor Ort zu jeder Zeit erlaubt. So soll die professionelle Farbgenauigkeit jederzeit gewahrt werden. Die Auflösung mit 8K UHD, was 7680 x 4320 Pixeln entspricht, ist auch alles andere als normal.
ASUS wirbt beim ProArt Display PA32KCX auch mit LuxPixel, das für die entspiegelte Beschichtung mit geringer Reflexion (AGLR) sorgen soll. Im Alltag konnten wir keinerlei Spiegelungen erkennen und Spiegelungen wurden auf ein Minimum reduziert, wobei auch die Schutzabdeckung oben und an den Seiten auch noch positiv dazu beiträgt.
Integriertes Colorimeter
Ein starkes Kaufargument des ProArt Display PA32KCX ist neben dem 8K-Mini-LED-Panel auch das integrierte Colorimeter. Man kann über das Menü die ganzen Farbräume oder spezifische Farbräume jeden Tag zu einer bestimmten Zeit kalibrieren, oder es einfach direkt starten. Während der Kalibrierung ist der Monitor nicht nutzbar, weshalb man das wohl vor der Arbeit oder danach machen sollte, um die Zeit mit Warten zu verschwenden. Das OSD bietet einem hier die nötigen Optionen. Weiterhin wird die Kalibrierung über Kalibrierungssoftware Calman und Light Illusion ColourSpace CMS unterstützt. Diesen Part haben wir nicht getestet, da uns die Software nicht bereitgestellt wurde.
ASUS ProArt Calibration
ASUS bietet außerdem eine eigene ProArt Hardware-Kalibrierungssoftware, die sowohl SDR- als auch im HDR-Modus funktioniert. Die Software kann genutzt werden, um Farbparameterprofile direkt auf dem internen Scaler-IC-Chip des ProArt-Monitors zu speichern, was eine systemunabhängige Verwaltung ermöglicht. Mit ProArt Calibration können auch regelmäßige Kalibrierungsintervalle festgelegt werden. Das Tool gibt es für Windows und macOS und wir haben es unter macOS in der Version 4.2.0.6 ausprobiert. Auch wenn die Software den Monitor erkennt, konnte die Kalibrierung nicht gestartet werden, weil das ASUS Kalibrierungsgerät nicht in der Liste zu finden war und die ProArt-Option war nicht nutzbar.
Nach einem Update der Software konnte die Kalibrierung auch über die App gestartet werden. Ein Durchlauf für das P3-Profil hat ca. 40 Minuten über die OSD-Steuerung und ca. 30 Minuten über die App gedauert. Wir würden hier ganz klar zu einer automatischen Kalibrierung raten, damit man nicht auf die Verfügbarkeit des Monitors warten muss.
Wir konnten nach der Kalibrierung eine Änderung der Helligkeit, des Kontrasts und der Farbsättigung feststellen. Am Ende des Durchlaufs gab es dann einen PDF-Report und ein passendes Profil, das man nutzen oder ins Display laden kann.
Lichtschutzhaube
Der ProArt Display PA32KCX will sich einen guten Namen machen und dem hohen Preis gerecht werden. Dafür legt ASUS auch eine Lichtschutzhaube bei, die man aus mehreren Teilen zusammensetzen muss. Dabei werden Schrauben zum Fixieren der Plastikelemente verwendet, die zuerst an den Seiten und anschließend oben befestigt werden. Die Innenseite der Lichtschutzpaneele ist mit einem schwarzen, matten Material beklebt, das Lichtstreuung und Reflexionen eliminiert.
Damit werden vor allem die Ränder des Bildschirms verdunkelt, was auf den ersten Blick seltsam erscheinen mag, wenn man es nicht gewöhnt ist. Das einfallende Licht von den Seiten und von oben wird damit aber gut zurückgehalten, auch wenn die Lichtschutzhauben der Konkurrenz deutlich weiter herausragen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase empfanden wir die Lichtschutzhaube als akzeptabel und haben sie aufgrund dessen bis zum Schluss nicht mehr entfernt.
Anschlussmöglichkeiten und KVM
Das ProArt Display PA32KCX versucht durch gute Ausstattung zu punkten. Dank zwei Thunderbolt 4-Anschlüssen, die Daisy-Chaining unterstützen, kann man PCs und Notebooks bestens versorgen. Zu den separaten Videoeingängen gehört dann noch ein DisplayPort 2.1 mit hoher Bandbreite und auch zwei HDMI 2.1 (FRL)-Anschlüsse für Grafikkarten.
Ein nachgeschalteter USB-Hub bietet drei USB 3.2 Gen2 Typ A und einen USB 3.2 Gen2 Typ C für Peripheriegeräte. Das Display liefert außerdem USB-C Power Delivery mit bis zu 96 W, genug, um High-End-Notebooks zu versorgen und hat einen USB-C (Signal)-Anschluss für KVM-Switching, damit Tastatur/Maus und Hub-Geräte der aktiven Videoquelle folgen können. Dies ist eine wichtige Ergänzung bei so einem Pro-Gerät.
Der typische Verbrauch des Geräts liegt bei unter 81 Watt, im Energiesparmodus bei unter 0,5 W. Ein Hardware-Schalter mit Null-Watt-Funktion schaltet die Stromversorgung vollständig ab, wenn der Monitor ausgeschaltet ist.
Standfuß und Montage
Der Standfuß ist wirklich massiv und lässt sich um +23° bis –5° neigen, um ±30° schwenken und ±90° drehen für die Verwendung im Hochformat. Auch in der Höhe kann man den ProArt Display PA32KCX zwischen 0 und 100 mm verstellen. Dazu kann man den Monitor auch auf einen Monitor-Arm über den standardmäßigen 100×100 mm VESA-Mount und für gemeinsam genutzte Umgebungen ist ein Kensington-Schloss enthalten.
Bei der Nutzung wackelt der Monitor nicht und der Standfuß ist Teil des Lieferumfangs, was bei Apple für den XDR nochmals 1.000 EUR kostet.
Konkurrenz: Dell, Apple und teils EIZO
Wenn man die Spezifikationen des Monitors betrachtet und vergleichbare Modelle sucht, stellt man fest, dass es in diesem Kaliber bisher kaum etwas gibt. Bei Geizhals findet man viele Modelle mit 5K-Auflösung, doch größere sind schwer zu finden. Damit sehen wir die Hauptkonkurrenz des ProArt Display PA32KCX vor allem im Dell UltraSharp UP3218KA, der mit einer Diagonale von 31,5" und gleicher 7680x4320 (8K FUHD)-Auflösung am nächsten dran ist. Dieser bietet aber nur ein IPS-Panel und nicht einmal OLED, hat deutlich schwächere Spezifikationen, kostet aber auch “nur” 2.800 €. ASUS verlangt für den ProArt Display PA32KCX zwischen 9.200 und 10.000 €, wobei er zwischendurch für 8.500 € positioniert wurde. So kann man drei von Dells Monitoren kaufen für den Preis eines ProArt Display PA32KCX von ASUS, aber Dell hat vermutlich eine andere Zielgruppe in Aussicht und es fehlen die Pro-Features. Damit ist der direkte Vergleich etwas schwierig.
Der andere Konkurrent für den PA32KCX ist das Apple Pro Display XDR mit Nanotextur. Apple hat den Monitor 2019 vorgestellt und ihm steht wohl ein Update bevor, doch so wie er ist, scheint ASUS sich an diesem Monitor zu richten. Mit einer Auflösung von 6016x3384 Pixeln kann der XDR zwar bei etwa gleicher Diagonale nicht mit dem PA32KCX mithalten, doch er galt lange als ein wirklich hervorragender Monitor, der vor allem Pro-User und Firmen angesprochen hat. Apple hat zwar ein IPS-Panel verwendet, doch für damalige Verhältnisse war Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit Full Array Local Dimming (576 Zonen) herausragend. Mit dem Pro-Standfuß und Nanotexturglas kostet der Pro Display XDR offiziell 7.598,00 €. Das kommt dem Preis des PA32KCX schon näher und wir vermuten, dass ASUS die zusätzlichen Features teuer einpreist, da die Zuelgruppe das auch hergeben sollte.
Bei Eizo finden wir bisher nur den ColorEdge CG3100X mit 30,5"-Diagonale. Auch wenn dieser Pro-Features bietet, setzt der 2025 vorgestellte Monitor “nur” 4096 x 2160 px (4K DCI) Auflösung mit 152 ppi. Das ist deutlich weniger als was der PA32KCX von ASUS liefert. Hinzu kommt, dass Eizo für den Monitor rund 5.000 € angesetzt hat.
ASUS ProArt PA32KCX Verpackung und Lieferumfang
ASUS liefert den Monitor in einem großen Karton, der im ProArt-typischen Design gestaltet ist. Der Großteil ist in schwarzer Farbe gehalten und Sticker an der Seite geben Informationen über das genaue Modell preis.
Die geschaffenen Puffer im Inneren des Papp-Kartons sollen für Schutz beim Transport sorgen. Öffnungen an den Seiten helfen beim Tragen des Monitors. An der Stelle keine Überraschungen und alles Standard.
Im Inneren des Kartons finden wir den Monitor und den Standfuß in Einzelteilen. Im Lieferumfang enthalten ist folgendes:
- Bericht zur Farbvorkalibrierung
- DisplayPort 2.1 (DP40) Kabel
- HDMI Ultra High Speed Kabel
- Bildschirmhaube
- Power-Kabel
- Standfuß mit Schnellverschluss
- Anleitung/Handbuch
- Thunderbolt 4 Kabel
- USB-C zu A Kabel
- Warranty Card
- Welcome Card
ASUS ProArt PA32KCX Erfahrungsbericht
Wir konnten uns über einen längeren Zeitraum mit dem ProArt PA32KCX vertraut machen und haben einen ASUS ProArt PA27JCV 27-Zoll-5K-Monitor als unseren Daily vorher verwendet, weshalb der Sprung nicht von einem 2K-Panel vollzogen wurde. Der Wechsel von 27” auf 32” bringt seine Vor- und Nachteile, doch die größte Umgewöhnung gibt es bei der Auflösung, denn die ca. 8K (7680 × 4320) fährt man nicht nativ, sondern in einem herunterskalierten UI-Verhältnis. Bei macOS Tahoe 26.2 stellten wir 3840 x 2160 px ein, um Icons und das User Interface im Alltag nutzen zu können. Texte und Bilder wurden dabei richtig scharf und hervorragend wiedergegeben. Wir konnten an den Seiten kein Bleeding feststellen und die Hintergrundbeleuchtung erschien uns homogen und gut ausgeglichen. Über das OSD haben wir das P3-Preset eingestellt, das die Farbwiedergabe für unseren Geschmack hervorragend abbildete und auch einen starken Kontrast geboten hat.
Für die täglichen Arbeiten mit CANON CR3-RAW-Dateien in 8192 × 5464 px und dem P3-Farbraum (DCI-P3) haben wir hauptsächlich das MacBook Air (13-inch, M4, 2025) genutzt, das auch schnell ins Schwitzen kam, jedoch kam es sowohl mit der Auflösung als auch mit der parallelen Nutzung mehrerer Anwendungen bestens klar. Auch Video-Bearbeitung mit Final Cut Pro klappte gut, gerade weil man so viel Platz hat und auch mit 4K-Videomaterial arbeitet. Käufer dieses Monitors werden jedoch eher mit teureren Workstations arbeiten, doch der Monitor kann auch mit normalen Notebooks verwendet werden, die gerade mal ein Achtel des Monitorpreises kosten. Sehr angenehm an der Stelle war, dass man den Monitor angenehm über das Thunderbolt 4-Kabel am MacBook anschließen kann und alles einfach läuft.
An einem Windows 11-System haben wir natürlich auch damit gearbeitet, wobei wir hier eher mit Games experimentiert haben – ein Szenario, für das der Monitor wohl nicht wirklich gemacht wurde. Die NVIDIA GeForce RTX 5080 Founders Edition kam bei der Auflösung etwas an ihre Grenzen.
Hierbei stellte sich auch die Frage, ob DLSS mit und ohne Frame Generation für 8K-Gaming einen Unterschied macht und hier den Spielspaß rettet. Counter Strike 2 ohne FSR (DLSS gibt es nicht als Option) schafft bei der “Sehr hoch”-Grafikvoreinstellung etwa 68 fps und ist damit durchaus gut spielbar. Hier ist die 7680 x 4320-Auflösung zwar eine Belastung für das System, aber es hält sich in Grenzen bei diesem Grafikkartenkaliber. Wenn wir FSR Ultra Qualität einstellen, erreichen wir 85 fps.
Bei Battlefield 6 bei Ultra-Grafikvoreinstellung waren im Schnitt 22 fps möglich, doch das Spiel machte so keinen Spaß. Wenn wir DLSS mit Multi Frame Generation auf 2 spielen, konnten wir 87 fps messen.
Bei Valorant mit High-Grafikvoreinstellung haben wir mit der 8K-Auflösung gespielt und bei diesem Titel konnten 227 fps messen. Das Spiel besticht nicht durch höchsten Detailgrad, doch die Framerates sind gut. Das Spiel unterstützt aber kein DLSS oder FSR, weshalb man darauf nicht zurückgreifen kann.
Das Display bietet zwar ab Werk aktiviertes Adaptive Sync aber mit einer max. Refresh Rate von 60 Hz ist das kein ausschlaggebendes Feature. Für den Preis des Monitors wird man sich eher einen absurd guten Gaming-PC kaufen, aber wir haben uns das Szenario dennoch mal angeschaut.
Klarstellen möchten wir auch, dass wir bei weitem nicht alle Menüpunkte und Features ausgereizt haben, da wir beispielsweise Picture-in-Picture für den Alltag für irrelevant halten, auch wenn es sicher Nutzer gibt, die das aktiv verwenden. Somit haben wir die für uns relevanten Features betrachtet und so gut es geht ausgereizt.
Was uns als störend aufgefallen ist, war die Lautstärke des Displays im aktiven Betrieb. Das liegt daran, dass das Panel Abwärme produziert, die dann durch Lüfter immer wieder abgeführt werden muss. Somit ist es mal lauter mal leiser, aber ist grundsätzlich hörbar. Mit unserem Messgerät haben wir auf 20-cm-Distanz einen Schallpegel von 45,7 dB(A) gemessen.
Lautsprecher
ASUS verbaut bei diesem Display ebenfalls Lautsprecher. Es gibt kaum Informationen über diese, außer der Angabe, dass es zwei 3 Watt-Lautsprecher sind. Sie bieten keinen überragenden Klang, aber sind für den Alltag akzeptabel. Die Stimmen werden gut wiedergegeben, für Musik sind sie, je nach Genre, auch brauchbar, aber können nicht ansatzweise mit externen Lautsprechern oder Kopfhörern mithalten.
OSD
Wie bei so ziemlich jedem Monitor gibt es auch bei dem ProArt PA32KCX direkte Konfiguration des Monitors über ein OSD. ASUS hat die Steuerelemente vorne platziert und diese Umsetzung ist sehr praktisch. Neben den sechs Tasten, von denen einer für Ein- und Ausschalten gedacht ist, gibt es ganz rechts ein Steuerkreuz, um durch die Menüpunkte zu navigieren.
Wenn man in das vollständige Menü geht, landet man in einem gut organisierten Interface, das alle Einstellungen in Kategorien aufgeteilt präsentiert. Man wechselt dabei vom Hauptmenü links in die Untermenüs.
Unter den Presets können wir den Farbraum einstellen, für den die Voreinstellungen vorliegen. Nach Kalibrierung können wir angepasste Profile verwendet werden, aber die Einstellung bleibt.
Weiter darunter sind weitere Einstellungen für die Farbpalette zu finden. Neben der Helligkeit, dem Kontrast und der Sättigung, kann man auch Gamma und RGB Tuning, aber auch die Farbtemperatur auswählen.
Weiter darunter ist der Menüpunkt “Image”. Hier sind weitere Einstellungen für Schärfe oder auch die Uniformity Compression zu finden.
Wer die Kalibrierung des Monitors manuell über das OSD starten möchte, kann dies im Menü “Calibration” initiieren. Es können alle Profile oder nur bestimmte kalibriert werden und jeder Durchlauf dauert mehr als 30 Minuten.
Im Menüpunkt “Input” kann man den Videoeingang aussuchen und die Autoerkennung von angeschlossenen Ports aktivieren oder deaktivieren.
Der wohl umfangreichste Bereich ist “Settings/Einstellungen”, denn hier finden wir die Lautstärkeeinstellungen für die Speaker, aber auch diverse Optionen, die in die anderen Menüpunkte nicht reinpassen.
So finden wir hier auch Optionen, die den Lichtsensor und KVM-Switch betreffen.
Weiterhin kann man Stromspareinstellungen anpassen oder auch die Sprache wechseln, denn Deutsch wird auch unterstützt. Adaptive Sync kann hier übrigens auch aktiviert werden.
Wer den Monitor schonen und Strom sparen möchte, kann unter “Proximity Sensor” einstellen, ob der Monitor ausgehen soll, wenn der Nutzer sich vom Arbeitsplatz entfernt.
Wenn man im OSD unter Einstellungen DisplayPort Stream von DP1.4 auf DP1.4-USB3.2 stellt, geht die Auflösung nicht mehr auf volle 7680 x 4320 Pixeln sondern maximal 3840 x 2160 px.
Fazit zum ASUS ProArt Display PA32KCX
ASUS liefert mit dem ProArt Display PA32KCX seinen ersten 8K-Mini-LED-Monitor mit 32”-Diagonale und er ist auch der erste Monitor auf dem Markt mit solchen Spezifikationen. Die Zielgruppe ist aufgrund dessen klein, was nicht zuletzt durch den sehr hohen Verkaufspreis von 9.200 bis 10.000 € untermauert wird. Wir sehen hier primär Firmenkunden im Pro-Segment, die mit 8K-Video- und Bildmaterial arbeiten und das nötige “Kleingeld” haben.
Der hohe Preis wird nicht nur durch das 8K-UHD-Mini-LED-Panel gerechtfertigt, mit dem ASUS ein Alleinstellungsmerkmal hat. Dazu bekommt man ein integriertes Colorimeter, das über das OSD oder die ASUS ProArt Calibration-Software bedient werden kann. Es werden passende Profile und Reports erstellt, um sicherzustellen, dass hohe Farbgenauigkeit erreicht wird. Wir empfanden den DCI-P3-Farbraum am angenehmsten auf dem Mac, weil er für uns natürlicher wirkte. Es gibt aber auch andere, wie sRGB, BT.2020 oder auch DICOM. Interessanterweise konnte man bei der hohen Auflösung auch wunderbar mit einem MacBook Air (13-inch, M4, 2025) bei der Auflösung arbeiten, auch wenn die Zielgruppe wohl deutlich stärkere Systeme nutzen wird.
Auch wenn das wohl nicht für die Zielgruppe gedacht ist, kann man mit einer GeForce RTX 5080 in 8K-Auflösung durchaus viele Spiele zocken - DLSS/FSR trägt hier auch bei, um die Framerates weiter zu steigern.
Die Verarbeitung des Monitors ist auf einem sehr hohen Niveau und der Standfuß ist ebenfalls sehr solide. Der mitgelieferte Standfuß erlaubt stufenlose Drehung des Monitors in den Vertikalmodus aber auch Höhenverstellung. Außerdem gibt es eine Lichtschutzhaube, die im Lieferumfang enthalten ist. Der Monitor hat viele positive Aspekte aber auch einige wenige Negativpunkte. So fiel uns die Lautstärke im Betrieb immer wieder auf. Wir verstehen, dass das Panel Abwärme produziert, jedoch könnte man die Lautstärke der Lüfter sicher leise bekommen mit größeren Lüftern. Auch die Herstellergarantie von 3 Jahren ist bei dem hohen Preis unserer Meinung nach nicht angemessen, auch wenn ASUS diese auf 5 Jahre nach Registrierung erweitert.
Innovativ ist der ProArt Display PA32KCX-Monitor auf jeden Fall und gibt einen Ausblick auf zukünftige Mini-LED-Monitore, die irgendwann zum Mainstream werden könnten.
Pro
- Robuster Monitor
- Schickes Design
- 8K UHD-Mini-LED-Panel
- Integriertes Colorimeter
- ProArt Calibration mit Profilen über Software
- Lichtschutzhaube inklusive
- Drehbar (Vertikalausrichtung) und schwenkbar
- Stabiler Standfuß
- KVM-Switch für zwei Upstreams
Contra
- Lautstärke im Betrieb
- Sehr hoher Preis
- 3 Jahre Garantie, 5 nach Registrierung






























