Ryzen AI PRO 400 Desktop CPU  Bild © Saša MarinkovićRyzen AI PRO 400 Desktop CPU (Bild © Saša Marinković)

Der Chip, der im Mittelpunkt dieser Veränderung steht, ist vermutlich „Gorgon Point”, ein 4-nm-Monolith-Design, das ursprünglich für Mobilgeräte entwickelt wurde und nun für Tower- und Small-Form-Factor-Systeme vorgesehen ist. Anstatt auf die Suffix-Bezeichnung „G” für Desktop-APUs wie 8000G oder 9000G fortzusetzen, scheint AMD seine Client-Produktpalette unter dem Banner „Ryzen AI 400” für Desktops zu konsolidieren. Damit passt die Namensgebung zur allgemeinen AI-Kommunikation des Unternehmens und signalisiert eine stärkere Betonung der On-Device-Beschleunigung für Windows und Unternehmens-Workflows.

Ryzen AI PRO 400 Desktop APU bei Lenovo PräsentationRyzen AI PRO 400 Desktop APU bei Lenovo Präsentation (Bild © Saša Marinković)

AMD hat zwar noch keine vollständigen Spezifikationen veröffentlicht, aber frühere Briefings und Branchenberichte skizzieren ein bekanntes Trio unter dem Heatspreader: Zen 5-Leistungskerne gepaart mit effizienten Zen 5c-Kernen, eine integrierte RDNA 3.5-Grafikengine und eine XDNA 2-Neuralprozessoreinheit. Die Kombination zielt auf gemischte CPU-, GPU- und NPU-Workloads ab, ohne separate GPU. Das Label „PRO” deutet außerdem auf die kommerziellen Funktionen von AMD hin, darunter langfristige Stabilität, Verwaltbarkeit und erweiterter Software-Support, wodurch sich die Komponenten gut für Flotten-Desktops und verwaltete Umgebungen eignen.

Nach der Veröffentlichung der Lenovo-Präsentation wird erwartet, dass bis 2026 mehrere Ryzen AI 400-Desktop-Modelle auf den Markt kommen, die sowohl den Consumer- als auch den Commercial-Bereich abdecken und AM5 als Mainstream-Client-Plattform von AMD stärken werden.