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Astroburn Pro 3.2.0 im Test

Ihr habt gewählt! Astroburn Pro ist das erste Programm, das wir in diesem Monat für euch testen durften. Es tritt an gegen den MP3 Cover Finder von den Entwicklern von Ashampoo. Während der MP3 Cover Finder ein vollkommen neuentwickeltes Programm ist, wird Astroburn Pro schon seit einigen Jahren von den Entwicklern gepflegt und erhielt zuletzt ein kleineres Update. Doch was ist Astroburn Pro eigentlich?

AstroBurn Pro

Die meisten Anwender werden schon einmal etwas vom Brennprogramm Nero oder einem der Konkurrenzprodukte gehört haben. Astroburn Pro ist ebenfalls ein Brennprogramm, das jedoch für deutlich weniger Geld zu haben ist und das ebenfalls alle wichtigen Funktionen abdecken können soll. Doch was ist da wirklich dran?

Wir haben einen Blick auf die Benutzerfreundlichkeit, auf den Funktionsumfang, die Umsetzung, die Performance sowie das Gesamtpaket geworfen. Außerdem werden wir euch im Verlaufe des Tests die wichtigsten Fragen beantworten. Für uns war zudem wichtig, was das Programm für sein Geld bietet und ebenso, wie dies umgesetzt wurde.

Übrigens: Astroburn Pro wird von denselben Leuten entwickelt, die auch für DAEMON Tools zuständig sind – der Disc Soft Ltd.

Vorab sei gesagt: Astroburn Pro funktioniert mit jedem Windows Betriebssystem seit Windows 2000. Ansonsten sollte der PC den Anforderungen des jeweiligen Betriebssystems entsprechen, damit Astroburn installiert und verwendet werden kann. Allerdings kann die Programm- und Brennleistung mit besseren Komponenten höher sein. Ein leistungsstarker Prozessor konvertiert große Dateien unter Umständen besser, als ein schwacher. Ein gutes Laufwerk mit hoher Brenngeschwindigkeit und entsprechenden Rohlingen kopiert diese Dateien dann wiederum schneller (aber unter Umständen nicht fehlerfrei) auf den Datenträger.

AstroBurn Pro

Wir testeten Astroburn Pro auf einem Desktop-PC mit folgender Ausstattung:

  • Prozessor: Intel Core i5-3550 auf 4,0 GHz übertaktet
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 580
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3 RAM
  • Betriebssystem: Windows 7 Ultimate x64
  • SSD (System): OCZ Vertex 3, 120 GB, SATA 6 Gb/s
  • Festplatte (Daten): Samsung EcoGreen F4, 1.500 GB, 5.400 RPM

Bevor es losgehen kann, müssen wir Astroburn Pro downloaden und installieren. Es ist ausschließlich online erhältlich und kostet 9,90 Euro pro Lizenz, allerdings kann auch erst eine kostenlose Testversion heruntergeladen werden, in dem man das Programm erkunden und die eine oder andere Funktion ausprobieren kann, bevor man eine Entscheidung trifft.

Der Download ist rund 9,5 MB groß und trotz unserer schlechten Internetanbindung mit nur 3 Mbit/s innerhalb weniger Sekunden heruntergeladen. Das Setup kann dann geöffnet werden. Die Sprache der Installation muss ausgewählt und die Lizenzvereinbarung akzeptiert werden, ehe wir angeben müssen, ob wir die Testversion ausprobieren wollen oder bereits eine Lizenz erworben haben.

Nachdem das Installationsverzeichnis ausgewählt wurde kann Astroburn Pro installiert werden. Erfreulicherweise bringt das Brennprogramm keinerlei Adware mit sich, was von einem kostenpflichtigen Programm auch absolut zu erwarten ist. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, müssen wir entscheiden, ob sich Astroburn Pro direkt öffnen soll, oder ob wir das manuell zu einem späteren Zeitpunkt in die Hand nehmen.

Sobald Astroburn Pro geöffnet wurde, lässt sich am Kopf des Fensters die Restlaufzeit der Testlizenz ablesen: Ganze 20 Tage lang lässt sich Astroburn kostenlos testen.

Beim ersten Start lassen sich bereits die meisten Funktionen erahnen, da sie in sechs Kategorien geordnet sind:

  • Datenträger (Brennen von eigenen Dateien auf einen Datenträger, der optional auch verschlüsselt werden kann)
  • Datenträger kopieren (Erstellen einer Kopie eines Datenträgers)
  • Datenträger-Image (Erstellung eines Images eines Datenträgers)
  • Image brennen (Brennen eines Images auf einen Datenträger)
  • Audio-CD (Erstellen einer Audio-CD)
  • Datenträger löschen (Wiederbeschreibbare Datenträger löschen)

AstroBurn Pro

Wer von der recht einfachen Übersicht nicht überzeugt ist, der kann auch in den klassischen Modus wechseln. Dort gibt es dann alle notwendigen Informationen in einem einzigen Fenster: Die Datenträgerinformationen (zum Beispiel „verwendeter & freier Speicherplatz“), einen Explorer zur Suche von den zu brennenden Dateien auf dem System, die aktuelle CD-Ansicht sowie sämtliche Funktionen, die vorhin übersichtlich in Kategorien aufgeteilt wurden, in einer Symbolleiste.

Die Funktionen können also entweder klassisch verwendet werden, oder ausschließlich mithilfe des Assistenten, der vor allem unerfahrenen Nutzern eine enorme Hilfe sein dürfte. Der Assistent verzichtet komplett auf die klassische Ansicht und ist durch die einzelnen Schritte vergleichsweise leicht zu durchschauen. Routinierte Anwender werden sich mit Astroburn Pro aber leichttun, denn es ist wirklich nicht überfüllt mit einer Masse an Funktionen und sehr überschaubar.

AstroBurn Pro

In der Tat kann Astroburn Pro all das, was es verspricht. Datenträger können gebrannt, verschlüsselt und kopiert werden. Images können erstellt und wieder gebrannt werden. Wer möchte kann sich unkompliziert Audio-CDs brennen und wiederbeschreibbare Datenträger in einem schnellen Modus oder in einem vollständigen Modus löschen, sodass man ihn weiterwenden kann. Zwar bietet auch Windows eine Funktion für die meisten Features von Astroburn Pro, allerdings liegt der Vorteil von Astroburn Pro auf der Hand: Man hat alles beieinander und kann auf ein zuverlässiges Programm setzen, das auch in Zukunft weiterentwickelt werden wird.

Die Funktionen wurden allesamt gut umgesetzt, auch wenn die Möglichkeiten manchmal etwas begrenzt sind. Das Ausgabeformat bei der Erstellung eines Images muss beispielsweise MDX, MDS/MDF oder ISO sein. Die notwendigsten Formate sind hier mit dabei, aber mehr leider auch nicht. Ansonsten muss gesagt werden, dass AstroBurn Pro keine spezielle Funktion zum Brennen von Filmen liefert. Wer also eine .MPEG-Datei ins DVD-Format umwandeln möchte, der muss dies erst tun und die umgewandelten Dateien dann auf eine DVD brennen, oder man greift zu einem anderen Programm, das beides in einem Schritt erledigt.

Bis hierhin lässt sich sagen, dass AstroBurn Pro eine stabile Lösung zum Brennen von CDs, DVDs, Blu-rays und Audio-CDs ist, allerdings ohne die Möglichkeit Filme zu konvertieren und zu brennen. Gut gefällt uns, dass Images erstellt und gebrannt werden können und sich Datenträger zusätzlich verschlüsseln lassen. Die Performance des Programms liegt mit seinen normalen Ladezeiten im Durchschnitt.

Die Tatsache, dass es einen standardmäßigen Assistentenmodus und eine optionale klassische Ansicht gibt, macht AstroBurn Pro sowohl attraktiv für unerfahrene Nutzer, die sich einmal mit der Marterie auseinandersetzen möchten, sowie auch für routinierte Anwender, die durch das Preis-/Leistungsverhältnis vom Programm überzeugt sind und regelmäßig Gebrauch von den grundlegenden Funktionen machen wollen.

AstroBurn Pro

Der Assistentenmodus punktet durch die einzelnen Funktionsschritte, die sparsam mit Optionen gespickt sind und deshalb sehr übersichtlich gestaltet wurden. Außerdem verliert man sich nicht so schnell in einer Fülle an Fenstern, die in der klassischen Ansicht angezeigt werden. Der Assistentenmodus bietet gegenüber der klassischen Ansicht so gut wie gar keine objektiven Nachteile, weshalb sie durchaus von jedem Nutzer verwendet werden kann. Wer sich mit der vereinfachten Form jedoch einfach nicht anfreunden kann, der kann jederzeit zur anderen Ansicht wechseln.

Die Oberfläche des Assistentenmodus wirkt durch seine moderne Gestaltung in weiß-grauem Design zudem einladender, als die des klassischen Modus. Das Design ist schön schlicht. Die Funktionen werden im Assistentenmodus in wenigsten Sätzen auch gut beschrieben. Sollte man einmal nicht weiterwissen, dann gelangt man über „Hilfe“ -> „Hilfe“ (am oberen rechten Bildrand im Assistentenmodus) zur Onlinehilfe von AstroBurn Pro. Dort werden sämtliche Vorgehensschritte für den klassischen Modus demonstriert – eine Anleitung für den Assistentenmodus sucht man jedoch vergeblich.

Die Oberfläche des klassischen Modus hingegen ist sehr kompakt, weshalb eine Anleitung für ihn vollkommen angebracht ist. Den klassischen Modus kennt man aus quasi allen Brennprogrammen, die zu Zeiten von Windows XP entwickelt und veröffentlicht wurden. Mit der Zeit etablierten sich jedoch strukturierte Menüs, die dann nur noch zur eigentlich Funktion weiterführen, anstatt dass alles innerhalb eines Fensters untergebracht ist. Umso erfreulicher ist es deshalb, dass man Nutzern die Möglichkeit bietet, den klassischen Modus noch zu benutzen.

Die Benutzerfreundlichkeit befindet sich insgesamt auf einem recht hohen Niveau, auch wenn man an der einen oder anderen Stelle noch einmal etwas nachbessern sollte. Das Design hingegen ist schlicht und modern aber nicht zu überladen. Zwar lässt sich über Geschmack streiten, die meisten Nutzer dürften mit dem Design trotzdem keine großen Probleme haben.

AstroBurn Pro ist ein gelungenes Brennprogramm, das die wichtigsten Funktionen einer Brennsoftware abdeckt. Für nur 9,90 Euro pro Lizenz erhält man etwas, das den Ansprüchen absolut genügen sollte. Zwar fehlen Brennfunktionen wie das Konvertieren und anschließende Brennen von Filmen auf DVDs oder das Erstellen und Drucken eines Covers, zum Preis von 9,90 Euro kann man das jedoch auch nicht erwarten.

AstroBurn Pro

Wer zusätzliche Funktionen will, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Ab 50 Euro erhält man Programme wie Nero Burning ROM, deren Funktionsumfang etwas größer ist und die die oben genannten Funktionen auch abdecken. AstroBurn Pro liefert für sein Geld das, was es soll: Grundlegende Brennfunktionen, eine Benutzerfreundlichkeit, die sich durchaus sehen lassen kann und einen nicht zu klein geratenen Funktionsumfang.

Die Funktionen wurden ansehnlich umgesetzt. Mit dem Assistenten- und dem klassischen Modus werden sowohl erfahrene Anwender wie auch Neulinge angesprochen. Sollte man lediglich ein paar Daten- oder Audio-CDs brennen wollen, dann ist AstroBurn Pro eine zuverlässige Lösung hierfür. Alternativ geht es natürlich auch mit den Windows-eigenen Programmen, wobei jeder für sich selbst wissen sollte, was ihm besser gefällt.

Sollte sich jemand unsicher sein, ob AstroBurn Pro das Richtige für ihn ist, dann verweisen wir an dieser Stelle nochmals auf die kostenlose 20-tägige Testversion des Programms, die ihr bei uns im Downloadbereich finden könnt. Solltet ihr darüber hinaus noch Anregungen oder Fragen zu dem Programm haben, so würden wir uns sehr freuen, wenn ihr uns in den Kommentaren darauf ansprecht.

Wir bewerten AstroBurn Pro abschließend wie folgt:

Funktionsumfang: 13/20
Umsetzung: 26/30
Performance: 15/20
Benutzerfreundlichkeit: 13/15
Sonstiges (Preis-/Leistungsverhältnis): 14/15
Gesamtergebnis: 81/100

AstroBurn Pro - Wertung


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