Razer BlackWidow V4 Low-Profile HyperSpeed Test/Review (Bild © PCMasters.de)
Firmengeschichte
Razer Wurde 1998 in Kalifornien gegründet, als erstes Produkt wurde eine Maus mit dem Namen Boomslang, mit damals überwältigen 1000 dpi Auflösung auf den Markt gebracht. Die Konkurrenz war damals mit ca. 400 DPI unterwegs. Nach dem um die Jahrtausendwende es etwas kriselte und Marktanteile verloren gingen, wurden 2004 wieder auf die Tube gedrückt und verlorene Anteile wurden zurückerobert. Das Geschäftsfeld wurde 2005 erweitert und umfasste nun Tastaturen, Mauspads und Gamepads. Eine Stete Erweiterung des Produktfelds begann und so gibt es bis zum heutigen Tage sogar Laptops von Razer. 2016 kaufte Razer den Audiospezialisten THX und erstand damals eine weithin bekannte Marke im Audiobereich. So dass heute über 1400 Mitarbeiter im Unternehmen angestellt sind.
Technische Daten
| Razer BlackWidow V4 Low-Profile HyperSpeed - Technische Daten | |
|---|---|
| Switch Typen | zur Auswahl stehen Clicky, Taktil o. Liniare Low Profile mechanical Switches, allerdings abhängig von Version und Layout |
| Gewicht | ca. 1.052 g |
| Maße | 437 x 161,5 x 24,5 mm |
| Handballenauflage | Keine, kann jedoch als extra im Razershop separat erworben werden |
| Interner Speicher | für 5 Profile |
| Media Tasten | Ja, Drehregler mit 3 eigenen Media Tasten |
| Konnektivität | Wireless 2,4 GHz, Bluetooth oder USB-C |
| Tastenkappen | Doubleshoot PBT Tastenkappen |
| Ausführungen | Volles Tastaturlayout, TKL Tastaturlayout |
| Maße LxBxH | 445 x 140 x 43 mm |
| Polling Rate | 1.000 Hz |
| Beleuchtung | ja volles RGB Spektrum per Software konfigurierbar |
| UVP | UTKL ab 189,99€,Volles Layout 219,99€ |
| Preis | 211 € (Affiliate) |
Verpackung und Lieferumfang
Die Black Widow v4 wird in einem schwarz grünem Karton geliefert, die Front ziert ein Produktbild was die Tastatur in seinem Vollem RGB Spektrum erscheinen lässt, durch den dunklen Hintergrund und die in Schwarz gehaltene Tastatur auf dem Bild gehen ein paar Details verloren, jedoch wird klar es handelt sich vornehmlich um ein Gaming-Produkt.
Als Lieferumfang bekommt man natürlich die Tastatur, einen Razer Hyperspeed Dongle, einen Adapter, ein USB-C auf USB-A Kabel, ein Paar Razer Aufkleber und ein wenig Lektüre. Das ist nun keine üppige Ausstattung aber reicht für die meisten Anwendungsfälle aus.
Verarbeitung und Materialanmutung
Die Tastatur wirkt sogar eingepackt in der schwarzen Schutztüte sehr wertig, da das Gewicht und die Steifigkeit der Tastatur sich hervorragend anfühlen. Nach dem auspacken reißt der sehr gute Gesamteindruck nicht ab. Die Oberfläche macht echt was her. Die nicht sehr hoch aufbauenden Tastenkappen lassen das ganze schön flach und noch einmal hochwertiger anmuten. Der Höhenvergleich mit unserer 5 Cent Münze zeigt den flachen Aufbau der Tastatur deutlich.
Die Ausschnitte in der schwarzen Grundplatte in denen die Tasten ruhen sind wie mit einem Laser ausgeschnitten, einfach eine tolle Präzision die hier an den Tag gelegt wird und dadurch nochmals die extrem gute Verarbeitungsqualität zeigt. Die Aufsteller gehen erfreulich schwer umzulegen und sind dadurch stramm sitzend was uns nochmals positiv auffiel. Der Lautstärkeregler in Form einer Walze gibt ein leicht rastendendes Feedback und bei schnellem drehen ist es wie eine Massage für die Finger. Die Oberfläche ist durch die Schwarze Gestaltung ein wenig Fettfingeranfällig an den frei liegenden Oberflächen z.B. über den Pfeiltasten. Allerdings ist das relativ schnell behoben und so sehr oft kommt man an diese ja nicht ran. Der obere Rahmen ist aus schwarzem Plastik und dort ist kaum eine solche Anfälligkeit festzustellen.
Die Verarbeitung und Materialanmutung sind auf einem hohem Niveau und hat uns außerordentlich gut gefallen. Die runden Tasten für z.B. Profile oder auch für die Konnektivität fallen etwas aus dem Rahmen da hier nicht wie bei den Tastenkappen der Buchstaben die Beleuchtung außen herum als Corona erscheint, dadurch wirken diese ein wenig nicht dazu gehörend. Hier hätten wir wie bei den Tasten eine Kleine runde Corona um diese Tasten für stilistisch etwas passender empfunden. Allerdings ist dies jammern auf sehr hohem Niveau. Vielleicht ja dann bei der v5?
Hinter einer kleinen Klappe auf der Rückseite befindet sich der Dongle und kann somit sicher transportiert werden.
Schreibgefühl
Man muss sich schon etwas an den kurzen Anschlag gewöhnen, wenn man von einer nennen wir es mal „Langhubversion“ kommt. Ist dies geschehen geht das Schreiben jedoch flott von der Hand. Es fiel uns auf, dass der Anschlag sehr schroff erfolgt so dass hier ein recht harter Anschlag entsteht und der Primäre Einsatzzweck eher im Gaming zu sehen ist. Schreiben geht mit ihr auch, aber es gibt unserer Meinung nach andere Tastaturen die da einen besseren Job machen. Positiv hat uns aber der flache Aufbau gefallen so dass die Handhaltung als recht entspannt entpuppt und eine der wenigen Tastaturen ist, welche für uns auch ohne Handballenauflage funktioniert.
Spielgefühl
Kommen wir nun zum Haupteinsatzzweck der Tastatur dem Gaming. Hier macht der recht harte Anschlag mehr Sinn da hier die Haptik das Feedback gibt und dadurch die Rückmeldung besser wahrgenommen werden kann. Der recht kurze Einfahrweg der Tasten trägt zur subjektiv schnellen Reaktion bei. Die Tastaturschalter sind jedoch nicht so weich wie z.B. bei einer Endorfy Thock v2 und daher, recht, wie soll man es nennen, stramm um mal eine Analogie zu bringen: wenn die Switches der Thock v2 das Englisch Ausgesprochene „The“ ist, dann sind die Switches der Blackwidow v4 das „The“ eines Urdeutschen.
Sehr gerade aus eben ohne zu verkünsteln, ehrlich, direkt „in your Face“. Dies ist eigentlich genau das was die meisten Gamer haben wollen ein ehrliches Feedback. Da hat Razer seine Hausaufgaben gemacht. Auch hier ist durch die sehr flache Bauform langes zocken auch ohne Handballenauflage gut möglich. Wer bei lange Spielen möchte und per Dongle, 1000Hz und voller Beleuchtung Spielen möchte, der wird nach ca. 6 Stunden zum Anschluss an den USB Port genötigt, denn dann ist der Saft alle.
Die Software
Als Software kommt die Razer Synapse Software zum Einsatz, welche noch durch die Razer Chroma Software ergänzt werden kann und damit kann dann das gesamte Setup synchronisiert werden. Für diesen Test wird nur für die Tastatur notwendige Teile der Software getestet, da es sonst hier den Rahmen des Tests sprengen würde. Kommen wir zur Software, hier gibt es 3 Reiter. Der erste Reiter ist für die allgemeinen Grundeinstellungen hier können Einstellungen zum Gaming Modus vorgenommen werden oder auch die Abtastrate. Auch die Snap Tap Funktion kann hier aktiviert werden, was z.B. in Shootern helfen kann fehleingaben beim links, rechts sprinten zu reduzieren. Auch das Tastenanschlagverhalten kann zwischen Tippen und Gaming geändert werden.
Der zweite Reiter ist für die Beleuchtung zuständig, hier gibt’s quasi drei einfache Einstellungen, die Helligkeit der Beleuchtung kann hier frei zwischen aus und 100% eingestellt werden. Die zweite Einstellung ist für den Stromsparmodus der Beleuchtung zuständig.
Die dritte Option ist eine einfache Einstellung für die Effekte der Beleuchtung zuständig hier kann z.B. Farbwechsel oder Wellenform und die Farbe eingestellt werden das ist quasi der easy Mode für die Beleuchtung wer mehr will geht in die Chroma Software und kann dann richtig abgehen. Beim Wechsel der Effekte Faden die einzelnen Effekte in einander über dies fanden wir mal ganz chic gemacht. Jedoch dauert es ein paar kurze Sekunden bis der neue Effekt, den alten Effekt abgelöst hat.
Der dritte Reiter ist für die Allgemeine Energieoptionen. Ist einfach gehalten und stellt niemanden vor unlösbare Probleme.
Fazit
Razer hat mit der Blackwidow v4 eine extrem gut verarbeitete, sehr flache Tastatur auf den Markt gebracht. Welche eine schöne Beleuchtung mitbringt. Der kurze Hub der Tasten gibt ein sehr direktes Feedback und ist für viele Spieler sicherlich sehr wünschenswert, beim Schreiben mit ihr ist das etwas gewöhnungsbedürftig. Durch die Flache Bauform kann auf eine Handballenauflage verzichtet werden, da der Winkel der Handgelenke sich als recht angenehm herausstellt.
Die Software ist Simpel aufgebaut und dadurch leicht verständlich. Kommen wir zum Preis der Razer BlackWidow V4 Low-Profile HyperSpeed Tastatur der mit 211€ (Affiliate) recht happig ausfällt und die Laufzeit bei Dongle Einsatz mit maximaler Disco-Beleuchtung ist hier unserer Meinung nach etwas zu kurz.
Positiv
- Extrem gute Verarbeitung
- Sehr direktes Tastenfeedback, durch kurzen Hub
- Schöne flächige Beleuchtung
- Einfach gestrickte Software
- Sehr flache Bauweise
- Auch ohne Handballenauflage gut nutzbar
Negativ
- Akkulaufzeit überschaubar
- Preis recht hoch
- Schreiben auf ihr etwas gewöhnungsbedürftig, durch recht harten Anschlag

















