Proxmox Datacenter Manager 1.0  Bild © ProxmoxProxmox Datacenter Manager 1.0 (Bild © Proxmox)

Die Version 1.1 verwandelt den Datacenter Manager in einen zentralen Konfigurationsserver. Dies ermöglicht es Administratoren, die Bereitstellung von Hosts in verteilten Umgebungen mithilfe von Answer Files zu standardisieren. Diese Dateien enthalten vordefinierte Parameter, die unbeaufsichtigte Installationen ermöglichen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, beschränkt ein tokenbasierter Mechanismus den Zugriff auf diese Konfigurationen ausschließlich auf autorisierte Zielsysteme. Der Installationsfortschritt kann in Echtzeit über die Weboberfläche überwacht werden.

Um die Verwaltung großer Umgebungen zu vereinfachen, wurde ein neues Abonnement-Register hinzugefügt. Dieses Register erstellt einen zentralen Pool von Abonnementschlüsseln, die bestimmten Remote-Systemen zugewiesen werden können. Darüber hinaus lassen sich diese Schlüssel direkt in Antwortdateien integrieren, sodass neue Hosts ihre Abonnements während des Installationsprozesses automatisch registrieren können.

Verbesserte Überwachung für Ceph und Infrastruktur

Für Unternehmen, die eine auf Proxmox VE basierende hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) nutzen, führt Version 1.1 eine native Überwachung für Ceph-Cluster ein. Ein konsolidiertes Dashboard bietet einen Echtzeit-Überblick über den Zustand, die Kapazität und die Leistung des Clusters. Dazu gehören detaillierte Daten zu Object Storage Daemons (OSDs), Monitoren, Metadatenservern und spezifischen Cluster-Flags.

Die Benutzeroberfläche wurde zudem mit neuen Visualisierungs-Widgets aktualisiert. Eine geografische Karte zeigt nun die physischen Standorte der verbundenen Remote-Standorte an, die über Proxmox VE oder den Proxmox Backup Server definiert wurden. Darüber hinaus bieten neue Messanzeigen sofortige Einblicke in die Auslastung von CPU, Arbeitsspeicher und Speicher. Der Manager-Host selbst meldet nun seinen eigenen Ressourcenverbrauch über integrierte Round-Robin-Database-Diagramme (RRD).

Zentrale Gast- und Snapshot-Orchestrierung

Version 1.1 führt eine einheitliche Ansicht für die Verwaltung von QEMU-VMs und LXC-Containern über mehrere Remote-Standorte hinweg ein. Administratoren können diese Gäste mithilfe sortierbarer Tabellen oder Baumstrukturen organisieren und Textfilter zur schnellen Identifizierung nutzen.

Diese Oberfläche umfasst auch eine zentrale Snapshot-Verwaltung. Benutzer können Snapshots nun über eine hierarchische Eltern-Kind-Ansicht erstellen, wiederherstellen, löschen oder bearbeiten. Zusätzlich wurde den bestehenden Energieeinstellungen ein „Resume“-Befehl hinzugefügt, mit dem Administratoren angehaltene oder suspendierte QEMU-VMs wieder aktivieren können.

Die Basis des neuen Releases

Die aktualisierte Plattform basiert auf einem modernen Open-Source-Stack und nutzt Debian 13.5 Trixie, den Linux-Kernel 7.0 und ZFS 2.4. Diese Kombination soll eine stabile Grundlage für das langfristige Infrastruktur-Lebenszyklusmanagement bieten. Proxmox Datacenter Manager 1.1 ist als Open-Source-Software verfügbar. Er kann auf Bare-Metal-Systemen mithilfe des bereitgestellten ISO-Installationsimages bereitgestellt oder auf bestehenden Debian-Systemen installiert werden. Bei bestehenden Installationen können Upgrades über das standardmäßige APT-Paketverwaltungssystem durchgeführt werden. Enterprise-Supportverträge stehen weiterhin für Organisationen zur Verfügung, die geprüfte Stabilität und direkten Zugang zu technischen Experten benötigen.