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Scythe Kama Connect 2

Seit der Erfindung der externen Laufwerke wächst diese Technik immer weiter. Eine Festplatte oder ein DVD-Brenner ganz einfach über USB oder FireWire anschließen, klingt sehr komfortabel. Dabei muss sich die Übertragungsrate auch nicht verstecken. Ganz im Gegenteil, sie kann sogar recht gut mit den internen Übertragungsraten wie IDE oder Serial-ATA mithalten. Diese sogenannten externen Laufwerke bleiben zumeist kühler, da sie nicht im engen PC-Gehäuse liegen und außerdem können sie ohne Probleme ganz einfach von einem Ort zum anderen getragen werden. Das macht sie eigentlich zu einem Allroundtalent.

Leider sind die externen Laufwerke meist teurer als vergleichbare interne Modelle. Grund genug für Scythe ein Produkt zu entwickeln, welches möglich macht, interne Laufwerke extern per USB zu betreiben. Aber nicht nur IDE 3,5 Zoll, sondern auch IDE 2,5 Zoll und Serial-ATA Laufwerke lassen sich daran betreiben. Damit kann zum einen Geld gespart werden und zum anderen Platzproblemen aus dem Weg gegangen werden, denn gerade kleine Rechner sind sehr schnell mit Laufwerken überfüllt. Das genannte Produkt trägt den Namen „Kama Connect 2“ und wir wollen herausfinden, ob es mit den eigentlichen Übertragungsraten der Laufwerke mithalten kann oder ob man Leistungseinbußen hinnehmen muss.

An dieser Stelle möchten wir uns recht Herzlich bei Scythe bedanken, für die problemlose Bereitstellung des Testmusters.

Herstellerangaben Modellname:
Kama Connect 2
Modell-Nr.:
SCUPS-2000
Hersteller:
Scythe Co., Ltd. Japan
Maße:
90 x 62 x 20 mm (Kama Connect 2)
115 x 57,5 x 32 mm (Adapter)
107 x 77 x 13,4mm (Silikontasche für 2,5” Festplatten)
151 x 108 x 29,5mm (Silikontasche 3,5” Festplatten)
Kompatibilität:
- S-ATA Laufwerk (2,5" / 3,5" Festplatte oder optisches Laufwerk)  
- 40-pin ATAPI Laufwerk
- 2,5"/3,5" Festplatte, optisches Laufwerk, IDE/EIDE, TA33/66/100/133 Unterstützung
- 44-pin 2,5" Festplatte
Kompatible Betriebssysteme:
Windows Me / 2000 / XP / Vista
Eingebaute LED:
Betriebs-LED und Zugriffs-LED
AC Adapter: 
Eingang: 100?240V, 50/60Hz
Ein- und Ausschaltknopf integriert

Lieferumfang
  • Kama Connect 2 USB Adapter
  • Externes Netzteil und dazugehörige Kabel
  • USB Kabel
  • 4-pin-Y-Stecker
  • Mehrsprachige Installationsanleitung
  • 2 Silikontaschen
Verpackung/Zubehör
Scythe setzt bei der Verpackung des Kama Connect 2 auf maximale Information. Auf dem stabilen Karton ist alles Wissenswerte aufgedruckt. Durch die bunte, bebilderte Verpackung bleiben zunächst keine Fragen mehr offen. Auf der Rückseite sind alle Anschlussmöglichkeiten aufgelistet. Es grenzt schon fast an eine Anleitung.
   
 
Wir waren echt gespannt, was sich im Inneren der Verpackung alles befinden wird, also öffneten wir den Karton. Alle Teile des Kama Connect 2 waren sicher und gut verpackt. Neben den Kama Connect 2 liegt ein externes Netzteil, dazugehörige Kabel, ein USB Kabel welches kompatibel zum 2.0 Standard ist, ein 4-pin Y-Stecker, 2 Silikontaschen zum Transport und eine Mehrsprachige Installationsanleitung bei.
Details
Werfen wir als erstes einen Blick auf den Scythe Kama Connect 2 USB Adapter. Das Gehäuse ist aus einem stabilen Hartplastik gefertigt. Selbst einen Fall aus rund 3 Meter Höhe hält es locker stand. Der Kama Connect 2 besitzt 2 LEDs. Eine blaue, die im Betrieb dauerhaft leuchtet und eine rote, die beim Laufwerkszugriff aufleuchtet. Anschlüsse für Serial-ATA, IDE 2,5 Zoll und IDE 3,5 Zoll befinden sich jeweils an den Seiten. An der vorderen Seite befinden sich Anschlüsse für DC IN, Power Out und USB. Der Power Schalter ist trotz der geringen Größe sehr stabil und lässt sich sehr leicht betätigen. Durch das Design des Kama Connect 2 ist es auch kein Problem gleichzeitig eine IDE und eine SATA Platte zu betreiben. 
Bootbarkeit Die Bootbarkeit spielt heutzutage eine wichtige Rolle. Wir haben diese Funktion mit dem Kama Connect 2 getestet und versucht, zum einen Windows XP von einer Serial-ATA Platte zu booten und zum anderen eine Vista DVD zu starten. Als erstes versuchten wir es mit der Vista DVD. Wir schlossen ein DVD Laufwerk extern an den Kama Connect 2 an und verbindenden es mit dem PC. Das Laufwerk wurde wunderbar im BIOS erkannt und das Vista Installationsprogramm konnte ohne Fehler gestartet werden. Anders sah es bei dem Windows XP aus. Wir versuchten es zwei mal, schlossen die Serial-ATA Platte an den Kama Connect 2 an und das USB-Kabel an den PC, doch es schlug jedes mal fehl. Das BIOS hat die Platte einfach nicht erkannt. Als wir den Versuch am nächsten Tag wiederholten, wurde die Platte auf einmal wie aus heiteren Himmel erkannt und Windows XP konnte ganz normal gestartet werden. IDE-Benchmark

Testsystem

Prozessor

Intel Core2Duo E6600 2,4GHz

Motherboard

EVGA nForce 680i SLI

Arbeitsspeicher

G.Skill F2-6400CL5D-2GBNQ (2x1 GB, 5-5-5-15, DDR800)

Grafikkarte

NVIDIA Geforce 7900GTO

Software

Microsoft Windows XP Professional
Microsoft DirectX 9
SiSoftware Sandra Lite XIIc
HDTune

IDE-Festplatte

Samsung SV2042H

Als erstes wollen wir herausfinden, ob der der Kama Connect 2 mit den IDE Geschwindigkeiten einer internen Platte mithalten kann. Mit den Programmen HDTune und SiSoftware Sandra ermittelten wir Geschwindigkeit und Zugriffszeit, einmal intern ohne und einmal extern mit Kama Connect 2.
Die Schreibgeschwindigkeit und die Lesegeschwindigkeit sind die zwei bedeutendsten Geschwindigkeiten. Diese bleiben im IDE-Benchmark absolut gleich wodurch die IDE-Platte mit Kama Connect 2 nicht langsamer Arbeit. Die Zugriffszeit verschlechtert sich nur um 0,4 ms was in der Praxis aber kaum Nachteile bietet. Die wenig aussagekräftige Burstrate, die den maximal möglichen Datendurchsatz angibt, bricht sehr stark von 73,3 MB/s auf 26,3 MB/s ein, was aber keinerlei Einflüsse auf die anderen Geschwindigkeiten hat. SATA-Benchmark

Testsystem

Prozessor

Intel Core2Duo E6600 2,4GHz66,8

Motherboard

EVGA nForce 680i SLI> 70

Arbeitsspeicher

G.Skill F2-6400CL5D-2GBNQ (2x1 GB, 5-5-5-15, DDR800)55,1

Grafikkarte

NVIDIA Geforce 7900GTO> 70

Software

Microsoft Windows XP Professional
Microsoft DirectX 9
SiSoftware Sandra Lite XIIc
HDTune

SATA-Festplatte

Hitachi HDS722525VLSA80VLSA80


Nun ist die Serial-ATA Schnittstellen dran. Wir wollen genauso wie beim IDE-Benchmark testen, ob der Kama Connect 2 mit den Serial-ATA Geschwindigkeiten mithalten kann oder ob man große Einbußen hinnehmen muss. Die Programme gleichen den obigen, HDTune wird verwendet um die Burstgeschwindigkeit, die Lesegeschwindigkeit und die Zugriffszeit zu testen. SiSoftware Sandra ermittelt die Schreibgeschwindigkeit.
Einen Unterschied in der Schreibgeschwindigkeit gibt es nicht, mit 26,7 MB/s liegen beide Werte gleichauf. Die Zugriffszeit unterscheidet mit 0,9 ms wie beim IDE-Benchmark nur ganz wenig. Die Lesegeschwindigkeit nimmt leider mit größeren Werten ab. Intern eingebaut betrug die Lesegeschwindigkeit unserer Serial-ATA Platte noch 58,5 MB/s, mit Kama Connect 2 liegt sie nur noch bei 33,2 MB/s. Dies liegt aber am USB-Standard. Irgendwann ist dieser ausgeschöpft und bietet nur begrenzte Datenraten. Er kann mit den Datenraten der Serial-ATA Schnittstelle nicht mithalten. Der maximal mögliche Datendurchsatz, genannt Burstrate, liegt intern bei 110,2 MB/s. Mit dem Kama Connect 2 sinkt diese extrem und liegt dann nur noch bei 27,7 MB/s. Trotzdem bietet der Wert wenig Aussagen, solange die anderen Geschwindigkeiten stimmen. Fazit
Der Scythe „Kama Connect 2“ hat uns überzeugt. Interne Laufwerke ganz einfach mit so einem kleinen Gerät extern zu nutzen, kann recht praktisch sein, vor allem wenn man wenig Platz im Gehäuse hat oder Geld sparen möchte. Von der Geschwindigkeit her muss sich der Kama Connect 2 auch nicht verstecken. Meist erreicht er die gleichen Geschwindigkeiten, wie interne Laufwerke. Lediglich beim SATA-Benchmark sind Verschlechterungen der Lesegeschwindigkeit zu verzeichnen was aber nicht am Kama Connect 2 liegt sondern an den USB-Standard. Er lässt keine schnelleren Datenraten zu. Die Burstgeschwindigkeit nimmt ebenfalls beim SATA-Benchmark sowie auch beim IDE-Benchmark meist sehr stark ab, aber diese sagt sehr wenig über die eigentliche Geschwindigkeit der Laufwerke aus. Mit dem Kama Connect 2 lassen sich natürlich nicht nur Festplatten verbinden, sondern auch DVD-Laufwerke oder Brenner. Einen Unterschied in der Geschwindigkeit haben wir hierbei aber nicht gemessen. Egal ob eingebaut oder extern, unser DVD-Laufwerk und unser Brenner arbeitete stets gleich schnell. Mit rund 24€ (Geizhals / Stand: 26.12.2007) ist der Kama Connect 2 eine Empfehlung. Verschlechterungen bringt er, wie oben erwähnt, kaum, dafür hat man die Möglichkeit jedes beliebige Laufwerk extern zu betreiben ohne irgendwelche zusätzlichen Treiber. 2 Schutzhüllen, einmal 3,5 Zoll und einmal 2,5 Zoll sorgen außerdem für einen sicheren Transport. Rundum können wir den Kama Connect 2 jedem empfehlen, der kein extra Geld für externe Laufwerke ausgeben möchte oder der keinen Platz mehr für weitere Laufwerke hat. Deshalb hat er sich bei uns einen Empfehlungsaward verdient.


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