FRITZOS 8 50 Firmware Update (Bild © FRITZ)
Erweiterte DNS-Filterung
Eine wichtige Sicherheitserweiterung in FRITZ!OS 8.50 ist die Einführung von DNS-Filtern. Mit dieser Funktion kann der Router den Zugriff auf bestimmte Internetdomains für alle angeschlossenen Geräte, einschließlich Computern und Smartphones, blockieren. Das System unterstützt Standardformate für den Import von Listen mit gesperrten Domainnamen.
Nutzer können öffentliche DNS-Filterlisten einsetzen, um Werbeserver, Tracker und bekannte Malware-Quellen zu blockieren. Zudem lässt sich der Filter so konfigurieren, dass der Zugriff auf Phishing-Seiten und Botnetz-Befehls- und Kontrollserver verhindert wird. Diese Funktionalität wird schrittweise auf ausgewählten Hardware-Modellen bereitgestellt.
Integrierte Netzwerkdiagnose über Smart Check
Die MyFRITZ!App verfügt nun über eine Funktion namens „Smart Check“, die direkt auf dem Startbildschirm der App eine Echtzeit-Statusübersicht über das Heimnetzwerk bietet. Dieses Diagnosetool überwacht verschiedene Kategorien:
- Internetverbindung und Telefonie
- Stabilität des Heimnetzwerks, des WLANs und des LANs
- Status der USB-Schnittstelle
- Smart-Home-Integration und allgemeine Sicherheit
Der Smart Check identifiziert konkrete Probleme, wie beispielsweise eine fehlende Mesh-Verbindung zu einem Repeater und bietet technische Anleitungen zur Behebung des Problems. Auf der Startseite wird eine Statusübersicht angezeigt, eine detaillierte Analyse ist nach Auswahl verfügbar.
Automatische Datenverkehrspriorisierung für Echtzeitanwendungen
Um die Latenz bei bandbreitenintensiven Aufgaben zu reduzieren, führt FRITZ!OS 8.50 eine automatische Priorisierung für Echtzeit-Datenströme ein. Der Router kann nun Datenverkehr, der mit Online-Gaming und Videokonferenzen zusammenhängt, eigenständig identifizieren. Sobald dieser erkannt wird, priorisiert das System diese Pakete gegenüber anderem Netzwerkverkehr, um die Verbindungsstabilität zu gewährleisten. Nutzer können aktive Priorisierungen über die Benutzeroberfläche überprüfen, und ein Protokoll dieser Ereignisse bleibt bis zu 24 Stunden nach der Sitzung verfügbar. Diese Funktion wird in den kommenden Wochen für ausgewählte Modelle eingeführt.
Erweiterte Verbindungsredundanz mit FRITZ! Failsafe
Das FRITZ! Failsafe-Redundanzsystem wurde auf die FRITZ!Box 4G- und 5G-Modelle ausgeweitet. Diese mobilen Geräte unterstützen nun den Internetzugang über einen LAN-Anschluss und können so mit externen Geräten wie einem Optical Network Terminal (ONT) für Glasfaseranschlüsse zusammenarbeiten. Bei einem Ausfall der primären Festnetzverbindung schaltet das System das Heimnetzwerk automatisch auf die mobile Datenverbindung um, um die Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten.
Barrierefreiheitsverbesserungen für FRITZ!Fon
Das Telefonier-Erlebnis für FRITZ!Fon-Nutzer wurde durch die Einführung eines „Einfachmodus“ optimiert. Dieser Modus vereinfacht die Menüstruktur und erhöht so die Benutzerfreundlichkeit. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
- Kurzwahl: Die Auswahltasten können direkt bestimmten Telefonnummern oder Funktionen zugewiesen werden.
- SOS-Anruffunktion: Nutzer können bis zu vier Notfallkontakte programmieren. Im Notfall kontaktiert das Gerät diese Personen nacheinander. Die Intervalle zwischen diesen Anrufen lassen sich individuell anpassen, um die Reaktionszeiten zu optimieren.
Smart-Home-Automatisierung und Matter-Integration
Das Update führt neue Energieverwaltungs- und Automatisierungsoptionen für Smart-Home-Hardware ein:
Energieverwaltung
Die FRITZ!Smart Energy 200, 210 und die in Kürze erscheinenden 201-Innensteckdosen können nun so konfiguriert werden, dass sie sich automatisch abschalten, wenn ein definierter Stromschwellenwert für eine bestimmte Dauer überschritten wird.
Geofencing und Routinen
Neue Automatisierungsprofile wie „Das Haus verlassen“, „Nach Hause kommen“ und „Urlaub“ können mithilfe von Geofences ausgelöst werden, die in der FRITZ!App Smart Home eingerichtet wurden. Zukünftige Updates werden die Kombination mehrerer Auslöser ermöglichen, beispielsweise dass alle registrierten Bewohner eine definierte Zone verlassen müssen, bevor eine Routine aktiviert wird.
Matter-Bridge-Support
Die FRITZ!Box 5690 Pro fungiert nun als Matter-Bridge. Dadurch lassen sich FRITZ!-Smart-Home-Geräte und andere kompatible Hardware von Drittanbietern, die bei der 5690 Pro registriert sind, in Matter-Netzwerke integrieren, die von Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa verwaltet werden, wodurch eine plattformübergreifende Sprachsteuerung ermöglicht wird.
