GDDR7 Temperaturüberwachung (Bild © Videocardz)
Technische Experten aus verschiedenen Bereichen der GPU-Community, darunter Reparaturspezialisten, Tool-Entwickler und Linux-Programmierer, haben ein Plugin für MSI Afterburner entwickelt, das als „Hotspot.dll“ bekannt ist. Während sich dieses Plugin zuvor auf den Zugriff auf versteckte Daten aus dem GPU-Chip konzentrierte, wurde es nun aktualisiert, um eine Schnittstelle zu den direkt in die GDDR7-Speicher-ICs eingebetteten Temperatursensoren herzustellen.
Das Tool ermöglicht es Nutzern, separate Temperaturdaten für jedes Speichermodul anzuzeigen. Bei einer GeForce RTX 5090, die über sechzehn 2-GB-GDDR7-Module verfügt, kann die Software potenziell sechzehn unterschiedliche Messwerte abrufen. Die Anzahl der verfügbaren Messpunkte hängt jedoch vom physischen Layout der Leiterplatte ab. In Systemen mit einer Clamshell-Konfiguration – bei der Speicherchips sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Platine montiert sind – kann die Gesamtzahl der zugänglichen Sensorpositionen reduziert sein. Beispielsweise würde eine RTX 5090 mit diesem Layout acht statt sechzehn primäre Messpunkte bieten.
Die Möglichkeit, die Temperaturen pro Modul zu überwachen, bietet einen entscheidenden Vorteil für die Systemstabilität und die Lebensdauer der Hardware. Da einzelne Module überhitzen können, wenn Wärmeleitpads fehlen oder sich im Laufe der Zeit abgenutzt haben, ermöglichen diese detaillierten Messwerte es dir, spezifische Kühlungsfehler zu identifizieren, die sonst durch einen einzigen durchschnittlichen Speichertemperaturwert verdeckt würden. Durch die Ergänzung dieser modulbezogenen Kennzahlen zu bestehenden Daten wie GPU-Die-Hotspots, Hotspot-Delta und Speicher-Junction-Temperaturen bietet die Blackwell-Serie nun eine umfassende thermische Überwachbarkeit.
