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Aus DualShock wird DualSense

Was kann der DualSense Controller?

Als Sony den Coontroller der PlayStation 5 vorgestellt hat, der überraschenderweise nicht “DualShock 5” sondern schlicht DualSense heisst, war der Aufruhr im Internet groß. Viel wurde über die Optik geschrieben und gewitzelt. Deutlich weniger Leute haben sich die Zeit genommen, die bestätigen Informationen unter die Lupe zu nehmen und zu analysieren was das für Games, Gaming und Gamer heisst.

DualSense Wireless Controller

Welche technischen Daten sind bekannt?

  • Der Controller wird kabellos nutzbar sein: Das ist keine Überraschung, schließlich lautet die offizielle Bezeichnung “DuaSense-Wireless-Controller”.
  • Haptisches Feedback: Der Controller soll z.B. durch unterschiedliches Vibrationsverhalten besser simulieren auf welchem Untergrund oder durch welche Umgebung ein Nutzer gerade läuft oder fährt.
  • Adaptive Trigger (L2 und R2): ForceFeedback für die einzelnen Trigger. Heute auf der XboxOne schon verfügbar und nur Bedingt von Spielen genutzt.
  • Create-Taste: Die vom DualShock 4 bekannte ShareTaste hat nun einen neuen Namen und wird im Betriebssystem der PlayStation 5 zusätzliche Funktionen verfügbar machen.
  • Integriertes Mikrofon: Der Controller wird mit einem integrierten Mikrofon ausgeliefert, sodass der Zugang zum Voice-Chat auch ohne Headset möglich ist.
  • Veränderte Lichtleiste: Sony hat die Lichtleiste so gestaltet dass sie um das Touchpad herum verläuft. Ergonomie: Auch das physische Design des Controllers wurde verändert, sodass der Controller ergonomischer sein und besser in der Hand liegen soll als sein Vorgänger.

DualSense Wireless Controller

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Was bedeutet das für Gamer?

Die veränderten Features haben teilweise beachtliche Konsequenzen für Gamer, falls sich Entwickler die Mühe machen, diese auch entsprechend in ihren Spielen zu unterstützen.

  • Kabellose Verbindung: Hier wird sich voraussichtlich nicht viel ändern. Beim DualShock 4 wird die kabellose Reichweite (via Bluetooth) mit 10 Metern angegeben. Der seit 2016 bekannte Bluetooth 5 Standard erlaubt zwar Reichweiten bis zu 100 Metern, eine derartige Erhöhung dürfte aber unwahrscheinlich sein. Eine leichte Erhöhung, etwa auf 15 oder 20 Meter, ist natürlich möglich.
  • Über haptisches Feedback im Gaming-Bereich wird seit Jahren viel geschrieben. Grundsätzlich ist haptisches Feedback keine neue Erfindung. Smartphones die bei jeder einzelnen Eingabe leicht vibrieren sind seit Jahren üblich und auch die im Gaming seit langer Zeit bekannte ForceFeedback Technologie ist eine form der haptischen Rückmeldung vom Eingabegerät an den Nutzer. Es wäre also denkbar, dass der Controller mehr Möglichkeiten zum situationsbedingten und auch verfeinerten Vibrieren bietet. Ob und wie dies in Games zum tragen kommt, hängt letztlich von der Umsetzung auf Seiten der Spieleentwickler ab.
  • Adaptive Trigger: Dies ist definitiv kein neues Feature. Seit Jahren bieten Xbox One Controller diese Funktion bereits, sie wird jedoch nur bedingt von Entwicklern genutzt. Weshalb dies Sony-Kosmos anders sein sollte ist nicht ersichtlich, die Auswirkungen auf Gamer werden also in überschaubarem Rahmen bleiben.
  • Zur Create-Taste will sich Sony in den kommenden Monaten näher äußern. Welche Funktionen zum Aufnehmen, bearbeiten und Teilen von Ingame-Sequenzen letztlich angeboten werden, ist im Augenblick eher Spekulation.
  • Welche Qualität das integrierte Mikrofon hat, und wie gut man damit am Voice-Chat teilnehmen kann, insbesondere im Vergleich zu regulären Headsets, wird sich erst durch Tests der finalen Version zeigen. Sicher ist aber, dass dieses Feature eine gewisse Hassliebe erzeugen dürfte, wenn Sony sich nicht sehr genau mit der Entfernung von unerwünschten Geräuschen beschäftigt hat. Man stelle sich vor jemand packt mitten in der Unterhaltung den Controller lautstark auf den Tisch. Anders als bei regulären Headsets wäre das Mikrofon hier buchstäblich mitten im Geschehen und wäre dem Aufschlag und den Vibrationen im Gehäuse stärker ausgesetzt. Auch die Auswirkungen des haptischen Feedbacks auf das Mikrofon wird man abwarten müssen.
  • Die veränderte Lichtleiste hat, so sagt es Sony selbst in seinem offiziellen Blog, optische Gründe. Hier sind keine technischen Änderungen zu erwarten.
  • Wie die veränderte Ergonomie letztlich ankommt, wird man erst wissen wenn der Controller auf dem Markt bzw. zum anspielen verfügbar ist. Nachdem die E3 abgesagt wurde liegen die Hoffnungen für den ersten Blick der breiten Gamer-Öffentlichkeit auf den neuen Controller wohl auf der Gamescom. Branchenverband und Koelnmesse wollen im Mai entscheiden, ob und wie die Gamescom 2020 stattfinden kann. Grundsätzlich scheint der DualSense jedoch dem ergonomisch oft als besser bewerteten Xbox One Controller, sowie dem mit besonders griffiger Unterseite ausgestatteten Xbox One Elite Controller, ähnlicher zu werden als der DualShock 4.

DualSense Wireless Controller

Was ist noch unbekannt?

Obwohl der DualSense Controller mit einer USB-Schnittstelle, ober die sein Akku geladen werden kann und der Controller mit der Konsole verbunden wird, ist noch nichts zur Verwendbarkeit am PC bekannt. Beim Vorgänger war dieses Feature gegeben, man kann den DualShock 4 am PC benutzen und auch der Xbox One Controller ist mit dem PC verwendbar. Auch zur Akkulaufzeit hat sich Sony noch nicht geäußert, lediglich dass diese länger sein soll als beim Vorgänger kann man aus dem Blogpost zur Vorstellung des Controllers ableiten.

Quelle: Sony

Welovetech