Linux Kernel Updates (Bild © DALL-E)
Prozessor- und Architektur-Updates
Dfie Liste an Neuerungen ist sehr lang, aber ein wichtiges Core Feature ist „Cache Aware Scheduling“. Diese Funktion wurde für moderne Systeme entwickelt, die mehrere Last-Level-Cache-Domänen (LLC) nutzen. Das sorgt laut aktuellen Benchmarks für messbare Leistungssteigerungen bei bestimmten Workloads und steigert so die Leistung der Hardware.
Weiterhin bringt der Kernel Unterstützung für die AMD Zen 6-Architektur, wobei der Fokus insbesondere auf der kommenden EPYC 9006 Venice-Serie sowie kommenden Mobil- und Desktop-Prozessoren liegt. Die Mainline-Kernel-Unterstützung ist für Standardfunktionen nun weitgehend stabil, auch wenn sich einige weitere Patches noch in der Entwicklung befinden.
Auch für Komponenten von Intel gibt es im Kernel Neuzugänge, darunter eine erste Unterstützung für den Panther Lake R-SoC. Zudem wurden Vorbereitungen für Nova Lake H und Diamond Rapids implementiert und dazu gab es noch Aktualisierungen für TDX-Laufzeitoperationen.
Grafik- und Peripherieunterstützung
AMD-Grafikkarten sind bei Linux förmlioch zuhaus und so wird hier weiter optgimiert. Es gibt erste Unterstützung für HDMI 2.1 FRL, obwohl diese in Version 7.2 standardmäßig deaktiviert bleibt. Funktionen wie ALLM und VRR sind in dieser Version vorerst noch nicht enthalten. Der AMDGPU-Treiber hat nun auch den DC-Power-Modul bekommen, um das Energieverhalten unter Linux nochmals zu bessern.
Für Laptop-User wird die Integration des ISP4-Treibers für die Webcam-Funktionalität für High-End-Ryzen-Geräte aufgeführt, darunter werden HP ZBook Ultra G1a als kompatibel genannt.
Auch Apple-Hardware wird noch besser supportet: Die mit dem M3-Chip bestückten Macs bekommen nun eine grundlegende Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, in die Konsole zu booten. Vollständige Kompatibilität für die Varianten M3 Pro, Max und Ultra wird in Version 7.3 erwartet.
Leistungsoptimierungen und Netzwerk
Linux 7.2 enthält mehrere leistungsorientierte Updates:
- Intel-Grafik: Verschiedene Optimierungen zur Verbesserung der Hardware-Effizienz.
- Speicherverwaltung: Verbesserungen an MGLRU, die zu Leistungssteigerungen bei MongoDB führen.
- System-I/O: Reduzierte Latenz beim Lesen von /proc/filesystems.
Die Konnektivität wird durch die Einführung des USB4STREAM-Protokolls verbessert. Dieser Part ist von Intel entwickelt, um eine schnelle Datenpaketübertragung zwischen Systemen zu ermöglichen, die über USB4 oder Thunderbolt verbunden sind. Intel ist die treibende Kraft beim Thunderbolt-Standard und der Standard ist in Verbindung mit USB4 eine tolle Schnittstelle für vielerlei User-Cases dank PCIe-Verbundung zur CPU.
Auch die Vorbereitungen für WiFi 8 laufen auf Hochtopuren: Mit dem Kerrnel-Update wird der Intel-IWLWIFI-Treiber aktualisiert und bringt Infrastrukturverbesserungen in Bezug auf UHR und WiFi Aware.
Veraltete Komponenten
Zu Gunsten der Code-Effizienz wurden in Linux 7.2 mehrere veraltete Treiber und Komponenten entfernt. Dazu gehören die Unterstützung für Hercules-Monochrom-ISA-Grafikkarten, der Profibus-Treiber sowie ARCnet für PCMCIA und ISA. Außerdem wurde AF_ALG als veraltet markiert.
Die Liste an Neuerungen ist aber noch länger. Wer einen DeepDive will, sollte sich die volle Liste ansehen.
