Ubuntu Core 26 Release  Bild © CanonicalUbuntu Core 26 Release (Bild © Canonical)

Ein Hauptschwerpunkt von Ubuntu Core 26 ist die Reduzierung der Bandbreitenanforderungen für Over-the-Air-Updates (OTA). Durch die Optimierung der Berechnung und Bereitstellung von Delta-Updates hat Canonical die Größe der Update-Datenpakete reduziert. So wird sichergestellt, dass Geräte, die in Netzwerken mit begrenzten Ressourcen laufen, ohne übermäßigen Datenverbrauch auf dem neuesten Stand bleiben können.

Das System nutzt weiterhin eine streng isolierte, auf Snaps basierende Architektur, die sicherstellt, dass das Kernbetriebssystem und alle Anwendungen voneinander getrennt sind. Dies verhindert unbefugte Änderungen und vereinfacht den Rollback-Prozess im Falle eines fehlgeschlagenen Updates.

Anpassung an den EU-Cyber-Resilience-Act

Ubuntu Core 26 wurde entwickelt, um Hersteller bei der Einhaltung des EU-Cyber-Resilience-Act (CRA) zu unterstützen. Das Betriebssystem bietet die notwendige Infrastruktur für „Secure-by-Default“-Konfigurationen, darunter:

  • Strenge Isolierung: Anwendungen laufen in isolierten Umgebungen, um die Angriffsfläche zu minimieren.
  • Automatische Updates: Eine optimierte Pipeline für die Bereitstellung kritischer Sicherheitspatches in großen Flotten.
  • Verified Boot: Integration mit hardwarebasiertem Vertrauen, um sicherzustellen, dass nur signierter, authentischer Code ausgeführt wird.

Renesas RZ V2LRenesas RZ V2L (Bild © Canonical)

Verbesserte Build-Architektur und Bereitstellung

Die neue Version führt ein aktualisiertes Build-System ein, mit dem Entwickler effizienter maßgeschneiderte, unveränderliche Images erstellen können. Dieses System verkürzt die Zeit vom Entwicklungsstadium bis zur Produktion und ermöglicht so schnellere Iterationszyklen für industrielle Anwendungen.

Zudem wurde der Bereitstellungsprozess optimiert, um eine breitere Palette an Hardware-Architekturen zu unterstützen. So lässt sich Ubuntu Core 26 von kleinen Edge-Gateways bis hin zu leistungsstärkeren industriellen Steuerungen skalieren.

Langfristiger Support und Wartung

Um den Anforderungen industrieller Lebenszyklen gerecht zu werden, wird Ubuntu Core 26 durch ein erweitertes Support-Modell unterstützt. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Geräteflotten bis zu 15 Jahre lang mit Sicherheitsupdates zu warten, wodurch die Notwendigkeit häufiger Hardware-Erneuerungen reduziert und die Betriebsstabilität für langfristige Bereitstellungen gewährleistet wird.

Tools für das IoT-Ökosystem

Für Entwickler bietet Ubuntu Core 26 aktualisierte Toolchains zur Erstellung von „System Snaps“ – Paketen, die den Kernel, den Bootloader und zentrale Systemdienste verwalten. Diese Verbesserungen, kombiniert mit erweiterten Fernüberwachungs- und Diagnosefunktionen, ermöglichen es Betreibern, Tausende von Geräten zentral über ein einziges Dashboard zu verwalten, was den Aufwand für die manuelle Wartung reduziert.