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Foxconn erhöht Mitarbeiterlöhne nach FLA-Ermittlungen

Der weltgrößte Elektrogeräte-Produzent Foxconn war bereits mehrmals durch schlechte Arbeitsbedingungen, größeren Arbeitsunfällen und sogar Berichten über Selbstmorde unter den Mitarbeitern negativ in die Schlagzeilen gekommen. Doch nicht nur Foxconn, sondern auch der kalifornische Konzern Apple kam ins schlechte Licht, denn dieser wusste angeblich von den schlechten Arbeitsbedingungen und nahm diese stillschweigend hin.

Nach mehreren negativen Schlagzeilen wurde auch Apple die Situation zu brisant, so dass der Konzern selbst die Fair Labor Association, kurz FLA, kurzerhand zu den Foxconn-Werken schickte, die die Arbeitsbedingungen und Umstände innerhalb der Werke untersuchen sollte. Kurz danach erhöhte Foxconn die Löhne der Mitarbeiter um 16 bis 25 Prozent, was zu Verwunderung führte. Man könne glauben, Foxconn möchte nur schnell auf die negativen Kritiken reagieren, um halbwegs gut aus der Sache raus zu kommen, doch die Lohnerhöhung soll schon am 1. Februar stattgefunden haben. Eine Ankündigung gab es bisher nicht, denn man hätte bisher aufgrund der Ermittlungen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen keine Möglichkeit dazu gehabt. Die höheren Kosten sollen sich aber im Endeffekt nicht auf die Produktpreise auswirken, so Sprecher Simon Hsing.

Laut FLA-Mitarbeiters, der die Bedingungen in den Werken mituntersucht, erleben Apple und Foxconn einen „Nike Moment“. Mitten in den 90ern kam der Hersteller Nike ebenfalls in Bezug auf die Arbeitsbedingungen in die Kritik. Die schlechtesten Bedingungen waren sie zwar nicht, allerdings wurde es sehr von der Öffentlichkeit hochgespielt und so wurde der Konzern zum handeln gedrungen. Genau dies erlebt Apple zur Zeit.

Die ausführlichen Ergebnisse der Untersuchungen sollen im März präsentiert werden. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Bedingungen in den Werken so schlecht sind, wie sie in den Medien beschrieben wurden.

Quelle: Hamburger Abendblatt, VR-Zone


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