M26 NVLS ATX09 (Bild © Decenta)
LGA1954-Sockel als Grundlage
Das M26-NVLS-ATX09 nutzt den neuen LGA1954-Sockel für Nova Lake-S-CPUs und unterstützt Prozessoren mit einer thermischen Verlustleistung von bis zu 125 W. Zur Steuerung der Stromversorgung verfügt das Board über ein 8+1+1-phasiges Spannungsreglermodul. Die Speicherkapazitäten sind für industrielle Workloads von großer Bedeutung: Das Board verfügt über vier DDR5-6400-UDIMM-Steckplätze in einer Dual-Channel-Konfiguration. Die Architektur unterstützt eine maximale Speicherkapazität von 256 GB und bietet damit erheblichen Spielraum für speicherintensive industrielle Anwendungen.
Steckplätze und Legacy-Unterstützung
Ein Hauptmerkmal des M26-NVLS-ATX09 ist sein umfangreiches E/A-Layout, das insgesamt sieben Erweiterungssteckplätze umfasst. Die Platine verfügt über sechs PCIe-5.0-Steckplätze:
- 2 x PCIe-5.0-x16-Steckplätze, die entweder als einzelne x16-Verbindung oder als zwei x8-Verbindungen konfigurierbar sind.
- 4 x PCIe-5.0-x4-Steckplätze, von denen zwei mit voller x4-Verdrahtung und zwei mit x2-Geschwindigkeit betrieben werden.
Um die Kompatibilität mit älterer Industriehardware zu gewährleisten, hat Decenta einen einzelnen Legacy-PCI-Steckplatz integriert, der die Einbindung älterer Erweiterungskarten ermöglicht, die in vielen Fabrik- und Automatisierungsumgebungen nach wie vor benötigt werden.
RAM, Netzwerk und Konnektivität
Das Motherboard bietet zahlreiche Optionen für Hochgeschwindigkeitsspeicher und drahtlose Kommunikation:
- M.2-Speicher: Zwei M.2-Key-M-Steckplätze, die die Formfaktoren 2242 und 2280 unterstützen.
- Drahtlos: Ein M.2-Key-E-2230-Steckplatz, der für Wi-Fi 7- und Bluetooth 6.x-Module über PCIe 4.0 oder CNVio3 ausgelegt ist.
- Vernetzung: Das Board integriert Intel I219-V- und Intel I210-Ethernet-Controller, wobei ein weiterer Steckplatz für den Intel I226-V reserviert ist.
- Bildausgabe: Die Unterstützung von drei Bildschirmen wird über integrierte VGA-, HDMI- und DisplayPort-Ausgänge bereitgestellt.
Zur weiteren Hardware gehören ein Realtek ALC897-Audio-Codec und TPM 2.0 für erhöhte Systemsicherheit.
Technischer Vergleich der Q970 und B960 Chipsätze
Decenta bietet das M26-NVLS-ATX09 in zwei unterschiedlichen Versionen an, die als SKU1 und SKU2 bezeichnet werden und den Intel-Chipsätzen Q970 bzw. B960 entsprechen.
Intel Q970
Die Q970-Konfiguration ist für höhere Bandbreitenanforderungen ausgelegt. Sie verfügt über:
- 2 x PCIe 5.0 x16-Steckplätze (konfigurierbar als 1x16 oder 2x8).
- 4 x PCIe 5.0 x4-Steckplätze (zwei mit x4-Geschwindigkeit, zwei mit x2-Geschwindigkeit).
- 1 x M.2-Steckplatz mit PCIe 5.0 x4 und einen zweiten M.2-Steckplatz, der entweder PCIe 4.0 x4 oder SATA 3.0 unterstützt.
- 4 x SATA-Anschlüsse.
Intel B960
Die B960-Konfiguration bietet eine angepasste Lane-Verteilung:
- 1 x PCIe 5.0 x16-Steckplatz.
- 2 x PCIe 4.0 x4-Steckplätze (einer mit x4-Geschwindigkeit, einer mit x2-Geschwindigkeit).
- 1 x M.2-Steckplatz mit PCIe 5.0 x4 und ein zweiter M.2-Steckplatz, der auf SATA 3.0 beschränkt ist.
- 3 x SATA-Anschlüsse.
In beiden Konfigurationen führt die Installation des Intel I226-Ethernet-Controllers zu einer gemeinsamen Nutzung der Lanes, wodurch ein PCIe-x4-Steckplatz von x2- auf x1-Geschwindigkeit herabgestuft wird.
Die Plattformen sollen darauf ausgelegt sein, die KI-Beschleunigungsfunktionen der Nova Lake-S-Plattform zu nutzen. Die gesamte KI-Leistung des Systems verteilt sich auf drei Komponenten:
- NPU: 74 TOPS
- CPU: 39 TOPS
- GPU: 25 TOPS
Leider muss man betonen, dass NPUs bisher für KI-Anwendungen gänzlich wertlos waren, weil sie nicht nutzbar sind.


