PowerColor Radeon RX 9070 XT Red Devil Fazit  Bild © PCMasters.dePowerColor Radeon RX 9070 XT Red Devil Fazit (Bild © PCMasters.de)

Die Preisanpassungen sind auf anhaltende Engpässe bei GDDR6-Speicher zurückzuführen. Amds Produktionsprozess umfasst die Beschaffung von GPU-Chips bei TSMC und die Abstimmung mit Speicherlieferanten wie Samsung, Micron und SK Hynix. Diese Komponenten werden zu GPU-Kits gebündelt, bevor sie an Add-in-Board-Partner (AIB) zur Endmontage und zum Verkauf weitergeleitet werden. Da die Kosten für diese Kits stark von der Verfügbarkeit und den Preisen der Speicherchips beeinflusst werden, hat die Verknappung eine grundlegende zweistellige prozentuale Erhöhung der an die AIB-Partner weitergegebenen Kosten erforderlich gemacht.

Das Ausmaß der Preiserhöhung wird voraussichtlich je nach der Größe des auf den jeweiligen Modellen verbauten Video-RAMs (VRAM) variieren. Da höhere VRAM-Kapazitäten mehr GDDR6-Chips erfordern, wird für High-End-Modelle , wie die Radeon RX 9070 XT 16 GB (Test), mit Preisaufschlägen gerechnet, die über die 10-Prozent-Grundmarke hinausgehen. Umgekehrt wird bei Einsteigermodellen oder OEM-exklusiven Versionen mit geringerer Speicherkapazität, wie der Radeon RX 9050 4 GB, aufgrund ihrer geringeren Abhängigkeit von Speicherkomponenten ein Preisanstieg erwartet, der näher an der Mindestmarke von 10 Prozent liegt.

Wettbewerbsorientierte Preisstrategie

Berichten zufolge hat AMD diesen Zeitpunkt so abgestimmt, dass er mit den von NVIDIA umgesetzten Preisänderungen übereinstimmt. Durch die Anpassung seiner Strategie in Zusammenarbeit mit den AIB-Partnern beabsichtigt AMD, sich in konkurrierenden Produktkategorien preislich an NVIDIA anzupassen. Derzeit ist die RDNA-4-Produktreihe vor allem für das Mittelklassesegment des Marktes positioniert. Dem Unternehmen fehlt weiterhin eine High-End-Hardwarelösung, die sowohl hinsichtlich der absoluten Leistung als auch der Preisgestaltungsmacht direkt mit den Top-GPUs von NVIDIA konkurrieren kann.