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MP3HD: Verlustfreies MP3 Format vorgestellt

Vor einiger Zeit standen audiophile Personen immer vor einem Problem: CDs mussten in zweierlei Formaten gespeichert werden. Einmal im MP3 Format für den tragbaren Player und in einem anderen verlustfreien Format für die heimische HiFi Anlage. Dies soll sich nun endlich mit dem abwärts kompatiblen MP3HD Format ändern. Diese Dateien sind logischerweise etwas größer als normale MP3 Dateien, allerdings werden sie von einem tragbaren Gerät problemlos in gewohnter Qualität abgespielt während andere Programme die HD Spur wiedergeben.

Allerdings kommt man schnell zu der Frage nach dem Sinn, da mittlerweile viele Abspielgeräte auch in der Lage sind, andere, bessere Formate wie AAC (Advanced Audio Coding) oder FLAC (Free Losless Audio Codec) abzuspielen. Jedoch ist das altbewährte MP3 Format am verbreitetesten, viele kennen nicht einmal die anderen Dateitypen. Kürzlich erschienene Tests zeigen allerdings Schwächen des neuen Codecs auf, denn andere arbeiten effizienter und das FLAC Format ist dazu auch noch frei von teuren Patenten.  


Entwickelt wurde MP3HD von Thomson in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut, Urvater des MP3 Formats. Wie das AAC SLS Format auch, beinhaltet eine Datei einen verlustbehafteten Kern und zusätzlich den verlustfreien Datenstrom. Somit ist es möglich - wie bereits oben genannt - dass MP3 Spieler den Kern abspielen und Programme und Geräte mit MP3HD Decoder komplett verlustfrei. Dieser ist bereits als kostenloses Winamp Plug-In erhältlich, mit dem jeder seine eigenen Erfahrungen machen kann. Zusätzlich kann man sich auch einen De- und Encoder herunterladen, der per Kommandozeile funktioniert. Erzeugt werden damit MP3HD Dateien mit einer Datenrate von 900 bis 400 kBit/s. Zum Vergleich, FLAC ermöglicht eine Bitrate von 700 bis 1050 kBit/s, WAV ca. 1500 bis 2900 kBit/s und AAC 16 bis 320 kBit/s.
Ob sich dieses neue Format in Zukunft durchsetzen wird, oder ob es eine kleine Revolution gibt und sich andere Formate gegenüber MP3 behaupten können, werden wir wohl in absehbarer Zeit sehen. Unserer Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings sollte der Codec weiter optimiert und damit effizienter gemacht werden.   Quelle: Thomson


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