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BenQ stellt Touchscreen-Kamera vor

Seit der Insolvenz der Siemens Handy-Sparte BenQ und der damit verbundenen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit ist es still geworden um den taiwanesischen Technikhersteller (vor allem Monitore und Peripherie). Die Krise hat hohe Wellen geschlagen und das Ansehen von BenQ in Deutschland erheblich erschüttert. Am Freitag wurde nun ein Produkt vorgestellt, was aktuellen Trends folgt und unbefangene junge Leute wieder zum Kauf eines BenQ-Produktes animieren soll: Die neue DC T850 (als Nachfolger der T700) Kompaktkamera besitzt einen großen Touchscreen und kommt im Hemdtaschen-Format daher und soll sich so aus der Masse des Marktes hervorheben.

Der angesprochene Touchscreen auf der Rückseite der Kamera hat eine üppige Größe von 3 Zoll (230.000 Pixel) und fungiert sowohl als Anzeige der Vorschau des Bildes (in Ermangelung eines Suchers) als auch als Haupt-Bedienelement. Mit ihm werden Motivprogramme ausgewählt, Menü-Einstellungen gewählt oder die Bilder nachträglich bearbeitet. Bearbeitung nicht im Sinne von Optimierung des Bildes, sondern Hinzufügen von Sprechblasen, Rahmen und sonstigem, wie man es von Mobiltelefon-Kameras her kennt. So wird auch der Einsatzzweck der DC T850 nicht als ernsthafte Kamera, um Beobachtetes optimal zu digitalisieren, sondern als Kamera zum Festhalten von Urlaubs- oder Party-Momenten. Die Daten: Das von Pentax gefertigte Objektiv hat einen Brennweitenbereich von 38 – 114mm, was einem 3fachen optischen Zoom entspricht. Das ist üblich für diese Klasse, während 38mm-Weitwinkel eher negativ auffallen. So lassen sich beispielsweise Gebäude nur schwer ohne genügend Abstand aufnehmen. Die Anfangsblende liegt bei F2,7 bzw. F5,2. Der Sensor hat eine Auflösung von 8 Megapixeln, die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 2000.

Neben einer Vollautomatik steht auch eine mit mehr Einstellungsmöglichkeiten versehene Programmautomatik sowie 30 Motivprogramme für spezielle Situationen bereit. Für Aufnahmen von Personen ist eine Gesichtserkennung eingebaut, die automatisch die Gesichter hervorhebt und fokussiert. Bei Bedarf gibt es als besonderes Schmankerl einen Selbstauslöser, der durch das Lächeln einer Person ausgelöst wird. Ob das in der Praxis gut funktioniert, muss getestet werden. Zur generellen Verbesserung der Bilder kommt ein elektronischer Bildstabilisator zum Einsatz, der gegebenenfalls die Empfindlichkeit erhöht, um die Verschlusszeit verringern zu können. So steigt allerdings auch die Rauschgefahr. Neben der Fotofunktion besteht auch die Möglichkeit, Videos aufzunehmen. Die Auflösung beträgt 640x480 Pixel, es werden 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen, die Empfindlichkeit kann hier sogar auf ISO 6400 erhöht werden. Als Fomat wird der MPEG-4 Standard verwendet.


Gespeichert wird das Material nur zur Not auf dem verlöteten 3 Megabyte großen Speicher, normalerweise werden  kompakte SD bzw, SDHC-Karten genutzt. Theoretisch kann so der Speicher auf bis zu 16 Gigabyte ausgeweitet werden. Wer keinen Kartenleser besitzt, kann die Bilder auch direkt von der Kamera per USB-Kabel auf den PC übertragen, auch Direktdruck ist dank „PictBridge“ bei geeigneten Druckern möglich.

Wie lange der spezielle Lithium-Ionen-Akku die 91x59x16,9mm große und (ohne Akku) etwa 120g schwere Kamera  im Fotobetrieb mit Energie versorgen kann, ist noch nicht bekannt. Der Preis wird indes mit 190€ (UVP) beziffert. Die DC T850 soll im Juni in den Handel kommen.

Quelle: BenQ -  DC T850 Produktseite


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