AMD Ryzen 3000 RTX 2070 Radeon RX 5700 (XT) Notebooks Grafikkarten Prozessoren News Hardware
Ein Verbot von RTX-Grafikkarten?

GlobalFoundries VS TSMC: Was die Patent-Klage für Kunden bedeutet

Die durch die Klagen von GlobalFoundries eingetretene Unsicherheit bezüglich einiger Chips von AMD, Nvidia, Apple und weiterer bekannter Hardware-Hersteller könnte schwere Auswirkungen auf den deutschen und amerikanischen Hardwaremarkt haben.

Vor wenigen Tagen hatte der Chiphersteller GlobalFoundries (GF) mehrere Klagen gegen den Konkurrenten TSMC eingereicht. GF geht davon aus, dass TSMC Patentverletzungen im Wert von duzenden Milliarden US-Dollar begangen hat. GF strebt gleichzeitig eine entsprechende Entschädigung und einen Importstop aller entsprechenden Produkte, die mittels der geschützten Technologien hergestellt wurden, an.

Sollte GlobalFoundries die entsprechenden Gerichtsprozesse gewinnen, dürfte es vorerst keinen Nachschub solcher Hardware in diese beiden wichtigen Absatzmärkte geben. Weitreichende folgen für Gamer, Systembuilder und alle anderen Hardware-Fans wären mögliche Folgen.

KFA2 GeForce RTX 2080 EX

Auswirkugnen auf Grafikkarten

Von den Klagen betroffen sind bestimmte Nvidia-GPUs und damit wohl alle Grafikkarten der GeForce RTX Serie. Grafikeinheiten von AMD sind nach jetzigem stand der Dinge nicht von den Klagen betroffen. Sollte GlobalFoundries mit seinen Klagen wegen Patentverletzungen in Deutschland und den USA erfolgreich sein, droht ein Importverbot der entsprechenden Grafikkarten. Wir alle hätten für unseren Gaming-PC keine Alternative mehr zu Grafikkarten mit AMD Radeon RTX GPUs. Alle Nvidia-Karten mit Turing-Architektur basieren auf dem 12nm-Prozess von TSMC, den GlobalFoundries als Verletzung seiner Patente ansieht.

Auswirkungen auf Apple

MacBook Pro 2018 Für Apple betreffen die Klagen eines der wichtigsten Produkte: Das MacBook. Ein Importverbot von Macbooks in den USA und in Deutschland dürfte den iPhone-Konzern empfindlich treffen.

Wer ist noch betroffen?

Neben den bekannten Namen AMD, Apple und Nvidia, sind mit Qualcomm, Mediatek und Broadcom weitere Hersteller von den Klagen bedroht. Insbesondere ihre Chips im Mobil-Sektor könnten schlagartig unverkäuflich werden.

Was ist mit AMD?

AMD ist vorerst nicht betroffen, obwohl TSMC-Techniken genutzt werden. Die Prozessoren der Zen-2-Architektur sind ebenso ungefährdet wie die AMD-Grafikkarten mit Navi-GPU. Interessant daran ist: AMD und GlobalFoundries haben eine gemeinsame Vergangenheit, GlobalFoundries war bis 2009 die Produktionssparte von AMD. Heute ist AMD ein großer Kunde von GlobalFoundries. Die 7nm-Chips werden zwar von TSMC gefertigt, GF zeichnet allerdings für das I/O-Die verantwortlich. Dass AMD von der Klage nicht betroffen ist dürfte also dazu dienen, diesen Kunden nicht zu verärgern.

Nach Bekanntwerden der Klagen von GlobalFoundries hatte zwischenzeitlich TSMC mit einer Stellungnahme reagiert. Ob und wann es zu einem Gerichtsverfahren kommt, oder ob sich die beiden Unternehmen außergerichtlich einigen, ist derzeit reine Spekulation.

Quelle: techradar

Welovetech