CTONE AM23 Mini PC Test Review (Bild © PCMasters.de)
CTONE AM23 im Detail
CTONE ist als Mini-PC-Hersteller vor allem auf Amazon zu finden. Dort verkauft der Hersteller aktuell nur drei Modelle, die dann noch in mehreren Konfigurationen erhältlich sind. Wir schauen uns in diesem Test den "AM23" Mini-PC genauer an. Bei diesem Modell setzt CTONE auf Intel-CPUs, die mit verlötetem als auch mit steckbarem SODIMM-RAM erhältlich sind. Die Konfigurationen bewegen sich eher im gehobenen Segment und bieten sogar eine High-End-Option. Einen Wettbewerbsvorteil hat CTONE aktuell vor allem durch den Einsatz von chinesischen NVMe-SSDs sowie DDR4 und DDR5-Arbeitsspeicher, den man in Europa so nicht kaufen kann. Der AM23 ist zum Testzeitpunkt im Preis massiv im Preis gestiegen und ist nur in einer Variante erhältlich:
Intel Core Ultra X7 358H Mini-PC
Unser Testmuster ist mit dem dem High-End-Prozessor der aktuellen Generation bestückt, genauer gesagt dem Intel Core Ultra X7 358H. Die CPU ist im Q1 2026 vorgestellt worden und ist damit besonders spannend. Als Teil des Mobile-Segments gehört sie der Panther-Lake-Generation an. Der Prozessor kombiniert mal wieder die drei unterschiedlichen Kerntypen von Intel und hat insgesamt 16 Kerne. Für höchste Leistung bietet er vier Performance-Cores, dazu gibt es dann noch acht Efficient-Cores und vier sparsamere Lower Power Efficient-Cores. Die Anzahl der Threads beträgt 16, weil es kein Hyperthreading mehr gibt. Der Panther Lake SoC vereint auch die ganzen Tiles auf einem Chip, weshalb man die Kacheln auf dem Chip erkennen kann.
Durch die Aufteilung in E- und P-Kerne, unterscheidet sich auch der Takt der Kerne deutlich voneinander. Die maximaler Turbo-Taktfrequenz der Performance-Kerne beträgt 4,80 GHz, bei den Efficient-Kernen sind es 3,50 GHz und die Lower Power Efficient-Cores erreichen maximal 3,3 GHz. Der BUS-Takt bleibt immer bei ca. 100 MHz und es wird entsprechend der Multiplikator gewechselt.
Die Grundleistungsaufnahme beträgt nur 25 Watt, kann jedoch beim maximale Turbo-Leistungsaufnahme auf bis zu 80 Watt steigen, um die maximale Leistung zu liefern. Als minimal sichergestellte Leistung wird 15 Watt spezifiziert. CTONE limitiert das System auf 65 W für die CPU.
Der Panther-Lake-Chip ist der bisher fortschrittlichste Chip bei Intel und wird inhouse in 1,8 nm im Intel-18A-Prozess gefertigt. Der Weg zu diesem Node war schwer und voller Hürden, weshalb es erfreulich ist, dass Intel den Umschwung geschafft hat.
Das Package ist nach dem Entfernen des Kühlers sichtbar und misst 50 x 25 mm für den Chip. Als Sockel wird FCBGA2540 verwendet, der vorsieht, dass die CPU verlötet ist. Die Tjunction der CPU beträgt 100 °C.
Die Cache-Konfiguration des Core Ultra X7 358H ist so aufgebaut, dass jeder Kern einen eigenen L1-Data- und L1-Instruction-Cache vorhält. Dieser unterscheidet sich nach Kern-Typ. Während jedem P-Kern 48 KB L1-DATA- und 64 KB L1-Instruction-Cache zur Seite stehen, haben die E- und LPE-Kerne 32 KB L1-DATA und 64 KB L1-Instruction-Cache. Beim Level-2-Cache wird ebenfalls nach Kerntyp unterschieden und so hat jeder P-Kern 3 MB und vier E-Kerne teilen sich einen 4-MB-Cache-Block. Insgesamt gibt es hier 24 MB des sehr schnellen L2-Cache. Dahinter wird noch ein 18 MB großer L3-Cache geschaltet, den die CPU insgesamt teilt.
Der Panther Lake-H PCH Chipsatz ist ebenfalls auf dem Package nah an den CPU-Tiles angesiedelt und unterstützt Thunderbolt 4. Die CPU unterstützt laut Spezifikation PCI-Express Gen 5 und 4, wobei der PCH über PCIe Gen 4 mit 16 GT/s angebunden ist. Laut Spezifikation ist die Konfiguration wie folgt:
- x4 PCIe5 (1x4,2x2)
- x4 PCIe4 (1x4, 2x2, 4x1)
- x4 PCIe4 (1x4, 2x2, 4x1)
Auf dem PCB finden wir außerdem noch den Realtek RTL8127AT (PADA5E2) Chip, der für die 10-GBit-NIC-Netzwerkschnittstelle verantwortlich ist.
Weiterhin ist neben den Ports ein Realtek RTS5453P Power Delivery Controller zu finden, der für die Stromversorgung über Type-C-Ports zuständig ist.
Für Thunderbolt 4 wird der Intel S5365T48 JHL9040R Retimer verwendet
Intel Arc B390 GPU
Eine Besonderheit von Panther Lake ist auch die deutlich stärkere iGPU, die auch für Gaming geeignet ist. Dafür verfügt der Chip über 12 Xe3-Cores, die mit maximal 2,5 GHz takten. Die Gesamtleistung der iGPU soll bei 122 TOPS (Int8) liegen.
Der Chip muss sich aber den Grafikspeicher mit der CPU teilen, wie so oft bei mobilen CPUs. Damit greift die Arc B390 in der Standardausführung auf 18 GB des LPDDR5-8533-Arbeitsspeichers zurück.
Da Intel hier auf unterschiedliche Tiles setzen kann, wird die GPU von TSMC in N3E Verfahren hergestellt. Als Videoausgänge nennt Intel eDP1.5, DP 2.1 UHBR20, HDMI 2.1 FRL und die max. Auflösungen (DP) 7680 x 4320 @ 60Hz.
Als kompatible KI-Software-Frameworks nennt Intel OpenVINO, WindowsML, DirectML, ONNX RT, WebGPU sowie WebNN.
OcuLink-Port für externe Grafikkarten
Eine weitere Besonderheit des CTONE AM23 ist der OcuLInk-Port. Dieser erlaubt es uns eine externe Grafikkarte oder NVMe an den PC anzuschließen. Am meisten Sinn würde aber nur die Grafikkarte machen, da der interne NVMe-Port für die Zwecke ausreicht. Man muss hier darauf achten, dass der Port keinen Strom über den Stecker befördert und die GPU damit von einem externen Netzteil gespeist werden muss, was auch der beste Ansatz ist.
Man kann aber grundsätzlich über dieses Interface jegliche Art von PCI-Express-Hardware anschließen. CTONE implementiert hier PCIe 4.0 und so haben wir Zugriff auf 4 Lanes. Dies ermöglicht einen Datendurchsatz von 7 bis 7,4 GB/s.
Wir haben es aus zeitlichen Gründen für diesen Test nicht geschafft, einen dedizierten Versuchsaufbau zu erstellen, wollen wir aber noch nachholen. Beachten muss man, dass man den Mini-PC ausschalten muss, wenn man ein OcuLink-Kabel anschließt, da die PCIe-Enumerierung beim Boot passiert und wir kein Hot-Plug-Support haben.
Verlöteter LPDDR5-RAM mit 32 GB-Kapazität
Beim Speicher gibt es bei unserer Konfiguration viel Gutes zu sagen. Da CTONE hier auf 32 GB LPDDR5-RAM setzt, arbeitet er richtig flott mit 8.533 MT/s. Der Nachteil ist, dass man diesen verlöteten RAM nicht einfach erweitern oder austauschen kann.
Mit 32 GB Kapazität bekommen wir aber für dieses System gut dimensionierte Speichermengen. Viele Hersteller, wie auch Valve bei seiner Steam Maschine, verbauten lediglich einen 8-GB-RAM-Stick, weil die Kosten für RAM zu hoch sind. Der CTONE AM23 hat damit deutlich mehr und sollte für die meisten Einsatzzwecke bestens gerüstet sein.
Der Blick in CPUz verrät uns, dass der Speicher von SK Hynix stammt und die Speicherchips besagen das gleiche. Die Kennung auf den Chips lautet H58G66BK8BX967 606A.
Weitere Informationen kann uns das Programm leider nicht verraten.
Bestoss GM888 1TB NVMe-SSD
Unser Exemplar des AM23 ist mit einer vorinstallierten 1 TB NVMe-SSD ausgeliefert worden. Der Mini-PC bietet zwei M.2 2280-NVMe-Slots, von denen einer sogar über PCI-Express Gen 5 mit 4 Lanes angebunden ist. Das eigentliche NVMe-Modul ist mit einem schwarzen Sticker überklebt und trägt keine Kennung. Das System erkennt dabei aber eine GM888 1TB SSD von Bestoss.
Auf der SSD wird ein relativ dickes Wärmeleitpad platziert, das zur Wärmeführung gedacht ist und die SSD bei der Kühlung unterstützt.
CrystalDiskInfo erkennt die SSD und informiert uns, dass PCI-Express 4 als Interface verwendet wird, auch wenn PCIe 5.0 unterstützt wird. Ab Werk war die SSD aber in dem falschen Slot drin, denn einer der Slots hat nur eine PCIe-4-Lane und der andere hat 4 Lanes. Nach dem Wechsel des Slots haben wir erst ordentliche Datentransferraten erreicht. In dem anderen Slot waren nur maximal 1,7 GB/s sequenzielles Lesen und Schreiben möglich und in dem PCIe-4x4-Slot waren es dann 7 GB/s bzw. 6,3 GB/s (siehe Diagramme unten).
Die Messwerte sind damit nach Umstecken der SSD in einem guten Bereich.
WI-Fi 7 und Bluetooth 5.4
Unterhalb der SSD gibt es auch hier einen M.2-2230-Formfaktor-Slot, der auf eine Key-A/E-Schnittstelle zurückgreift. Dieser Steckplatz wird mit einem Modul von Mediatek mit der Kennung MT7925B22M belegt. Dieser setzt den Wi-Fi-7-Standard nach 802.11be um und bietet einen theoretischen maximalen Durchsatz von bis zu 30 Gbit/s bei passendem Router. Dabei setzt das Modul auf die drei Bänder 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz. Das Modul selbst ist wohl für einen Datendurchsatz von bis zu 5,4 Gbit/s spezifiziert. Dafür werden 2x2-Antennen verwendet, die im Mini-PC verlegt sind.
Dieses Combo-Modul bietet außerdem Support für Bluetooth 5.4.
Design und Äußeres
Der Mini-PC von CTONE ist in Sachen Design ein echter Hingucker. Mit den Maßen 131 × 138 × 49,9 mm ist er mittelgroß und passt gut auf den Tisch. Das Gehäuse mutet an wie Aluminium an, doch es ist Kunststoff. Der Deckel oben ist jedoch aus Aluminium und hat damit nicht nur das Aussehen. Die Verarbeitung würden wir als hervorragend einstufen und der Mini-PC fühlt sich sehr hochwertig an. Der obere Deckel hat ein reflektierendes CTONE-Logo und es befindet sich noch ein schwarzer Intel-Sticker auf dem Deckel.
An den Seiten gibt es saubere Ausschnitte mit abgerundeten Ecken, was ebenfalls sehr gut ist. Zwischen dem Deckel und dem Gehäuse gibt es auch ca. 3 mm Abstand, was das Design auflockert. Der innere Bereich besteht aus schwarzem Material und dient auch der Kühlung, weil in der Mitte ein kleiner Lüfter angebracht ist. Unten gibt es viele Schlitze, die den gleichen Zweck haben.
Die Rückseite hat weitere viele Öffnungen, die für den Luftfluss gedacht sind. Die abgerundete Form sieht auch noch cool aus. Die Anschlüsse sind darüber angebracht.
Unten sieht es ähnlich aus, denn wir finden hier viele Schlitze, die für den Lufteinzug gedacht sind. Die Gummifüße sorgen für den nötigen Abstand zum Untergrund und verhindern die Vibrationsübertragung. Unter den Füßen sind Schrauben, weshalb man sie entfernen muss, um an die Schrauben zu gelangen.
Anschlüsse des CTONE AM23
Die Front des Mini-PCs ist aufgeräumt und die Elemente sind ziemlich symmetrisch angeordnet. Neben dem großen Power-Knopf gibt es hier die fast schon typische Anschlusskonfiguration. Wir finden hier einen USB-2.0-Typ-A-Port und einen USB-3.2-Gen-2-Typ-A-Port. Daneben ist dann noch ein USB-4-Typ-C-Anschluss, obwohl wir davon ausgehen, dass dieser auch Thunderbolt 4 unterstützt, was über einen Chip auf dem PCB gelöst wird. CTONE nennt jedoch keine Informationen zu Thunderbolt 4. Für Kopfhörer gibt es einen Klinke-Anschluss und direkt daneben ist ein CMOS-Reset-Button, der nach innen versetzt ist.
Die Rückseite bietet für den Anschluss von Bildschirmen einen DisplayPort 1.4 und einen HDMI-2.1-Port. Bei der Auflösung wird beim Amazon-Listing beworben, dass der HDMI-2.1-Port 8K@60 Hz und 4K@120 Hz unterstützt und der DisplayPort 1.4 bis zu 8K@60 Hz. Dazu kommt, dass die beiden USB-4-Type-C-Ports auf der Rückseite ebenfalls DisplayPort mit bis zu 8K@30 Hz unterstützen. Lobenswert ist außerdem, dass die beiden USB-4-Ports eine Bandbreite von bis zu 40 Gbit/s und Power Delivery mit bis zu 100 W bieten.
Beide Ethernet-Ports werden von Aufklebern bedeckt, die verhindern sollen, dass man sich bei Microsoft ein Online-Konto anlegen muss. Diese kann man getrost entfernen. Alle Anschlüsse sind unterhalb beschriftet, damit genau geklärt ist, um welchen Port es sich genau handelt.
Die beiden erwähnten Ethernet-Ports sind recht einzigartig, denn wir bekommen sogar einen 10GbE Port, der 10G/5G/2.5G/1G/100M unterstützt. Der zweite Port arbeitet mit maximal 2.5GbE über den Intel I226-V-Chip.
Die restlichen beiden USB 2.0-Typ-A-Ports eignen sich für den Anschluss von Eingabegeräten, weil sie sehr langsam sind.
Die Stromzufuhr wird über ein großes, externes Netzteil gelöst. Als Stecker dient ein 2-poliger, runder Connector. Über diesen wird der Mini-PC mit 19 Volt und maximal 6,3 A gespeist. Damit liegt der maximale Output des Netzteils bei stattlichen 119,7 Watt. Da der AM23 mit einer 65-Watt-TDP bei Dauerlast und einer kurzzeitigen Peak-Leistung von 80 Watt arbeitet, sollte das Netzteil nicht überlastet werden. Den Gesamtverbrauch konnten wir mit ca. 100 Watt messen, was ebenfalls noch in den Rahmen passt.
Verpackung und Lieferumfang
Der CTONE AM23 wird in einem sehr schlichten, weißen Karton geliefert. Auf der Front ist der Mini-PC in Silber-Grau gedruckt und auf der Rückseite befinden sich einige angehakte Optionen, die auf die Konfiguration des Mini-PCs hinweisen.
Der Karton besteht aus zwei Teilen, wobei man den oberen Teil nach oben herauszieht. Im Inneren befindet sich ganz oben der Mini-PC und darunter dann das Zubehör. Das ist für CTONE sehr typisch. Zu beiden Seiten haben wir durch eine Pappkonstruktion etwa 5-mm-Pufferzone als Transportschutz.
Der Lieferumfang ist ausreichend und beinhaltet neben dem Mini-PC und dem Netzteil auch noch einen VESA-Mount samt Schrauben, ein Mini-Handbuch sowie ein HDMI-Kabel. Es ist ein solides Paket, wenn auch nicht zu üppig.
Windows 11 vorinstalliert
Der CTONE AM23 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert und bietet ein modernes Betriebssystem. Mit fortschrittlichen Funktionen, die auf professionelle Umgebungen zugeschnitten sind, können die Nutzer nahtloses Multitasking und einen robusten Schutz vor modernen Bedrohungen genießen, da die von Microsoft selbst gepflegte Antivirus-Lösung besser ist als viele der anderen Tools auf dem Markt. Wenn man regelmäßig patcht, ist man auch auf der sicheren Seite.
Die Pro-Lizenz ist an den PC gebunden und der Windows-11-Key kann auch ausgelesen werden, ist jedoch im Geräte-BIOS hinterlegt, weshalb nach der Neuinstallation keine Aktivierung erforderlich war. Die Windows-11-Pro-Installation erlaubt eine schnelle Einrichtung und hat keinen Onlinekonto-Zwang, den man sonst bei Microsoft hat. Es ist auch keine Bloatware installiert gewesen. Zur Sicherheit haben wir jedoch die SSD formatiert und Win 11 sauber darauf installiert. Man kann bei Bedarf auch Linux installieren, was sich hier auf jeden Fall auch anbieten würde.
CTONE AM23 Benchmarks
Mit Hilfe von Benchmarks testen wir den Mini-PC auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen.
| CTONE AM23 | ACEMAGIC Retro X3 | CTONE Kron Mini K2 | NiPoGi Pinova P1 | SAPPHIRE EDGE AI 370 | ACEMAGIC AM06 PRO | HUAWEI MateBook 14 | Ryzen 7 3700X | NiPoGi AM06 PRO | ACEMAGIC RX16 | ACEMAGIC V1 | ACEMAGIC AMR 5 | ACEMAGIC TK11 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core Ultra X7 358H | AMD Ryzen 7 255 (H255) | Intel Core i5 12450H | AMD Ryzen Embedded R2544 | AMD Ryzen AI 9 HX 370 | AMD Ryzen 5 7430U | Intel Core i5-1340P | AMD Ryzen 7 3700X | AMD Ryzen 7 5825U | AMD Ryzen 7 H255 | Intel N97 | AMD Ryzen 5 5600U | Intel Core i5 11320H |
| RAM | 32 GB SKhynx LPDDR5-8533 (verlötet) | 16 GB SAMSUNG LPDDR5-6400 (verlötet) | 24 GB LPDDR5-5200 (verlötet) | 16 GB Yinchu DDR4-2666 (SO-DIMM) | 32 GB Kingston DDR5-5600 32 GB (SO-DIMM) | 16 GB HOGE DDR4-2666 (SO-DIMM) | 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) | G.SKILL Trident Z DDR4 (F4-3600C14D-32GTZN) | 16 GB SODIMM, DDR4-2666 (SO-DIMM) | 16 GB HOGE DDR5-4800 (SO-DIMM) | 16 GB Kinsotin DDR4-2666 (SO-DIMM) | 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) | 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) |
| SATA/NVMe-SSD | Bestoss GM888 1TB (NVMe, PCIe 4) | faspeed P9 1TB (NVMe, PCIe 4) | KPART512GBC2DVT 512 GB (NVMe, PCIe 3) | Colorfire 512 GB (SATA600) | Kingston OM8TAP41024K1-A00 1 TB (NVMe, PCIe 4) | AirDisk 512 GB (SATA600) | WD SN740 512 GB (NVMe, PCIe 4) | Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB (NVMe, PCIe 4) | UDSS UD2CS1HT301-512G 512 GB (SATA) | G932E1M 512 GB (NVMe, PCIe 3) | Rayson RS512GSSD310 512 GB (SATA) | CYX-SSD-S1000 512 GB (SATA)> | 512 GB (SATA) |
| TBP/TDP | 65 W | 45 W | 45 W | 28 W | 45 W | 15 W | 25 W | 88 W | 15 W | 45 W | 19 W | 20 W | 32 W |
Nachfolgend noch Anmerkungen zum Test auf dem EDGE AI 370 Mini-PC:
- SAPPHIRE EDGE AI 370 (Performance): Hierbei handelt es sich nicht um die Windows-Power-Management Option, sondern die BIOS-Einstellung, die das System so optimiert, dass der Fokus auf Leistung liegt und nicht auf Lautstärke oder Stromsparsamkeit.
- SAPPHIRE EDGE AI 370 (Balance): Das ist die Standard-Option des Mini-PCs und das ist die Leistung, die man bekommt, wenn man den PC auspackt und so benutzt, wie er voreingestellt ist.
Hinweis zum Vergleichssystem
Beim Testen des AMD Ryzen 7 3700X nutzten wir das Standardsystem für Desktops.
- Mainboard: ASUS ROG Strix X570-I Gaming
- Grafikkarte: GeForce RTX 3090 Founders Edition
- SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
- m.2 SSD: Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB
- RAM: G.SKILL Trident Z DDR4 F4-3600C14D-32GTZN bei DDR4-3600
- CPU-Kühler: MSI MEG CORELIQUID S360
- Netzteil: Corsair RM-750X - 750 W
- Lüfter: 0
- Gehäuse: Offener Aufbau
- Betriebssystem: Windows 11 21H2
CTONE AM23 Benchmark (Synthetische)
In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.
Cinebench R15
Cinebench R20
7-Zip
Corona 1.3
HandBrake
WinRAR
Geekbench 5 CPU-Benchmark
POV-Ray v3.7
3DMark CPU Benchmark
3DMark Time Spy
PCMark 10
Bei PCMark ist zu beachten, dass die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielt und beim Ryzen 7 3700X die RTX 3090 FE verwendet wurde. Der Vergleich ist also nicht direkt anwendbar. Später werden weitere MiniPCs verglichen, die einen besseren Vergleich ergeben, da hier das gesamte System bewertet wird.
Unigine Superposition (720p, Low)
CTONE AM23 Spiele Benchmarks
Spiele konnten nur bedingt getestet werden. Die Spiele, die wir sonst verwenden, setzten eine potentere Grafikkarte voraus, die auch notfalls Raytracing packt. Es soll schließlich nur geschaut werden, inwieweit die CPU das Spiel limitiert. Hier kommt jedoch eine iGPU zum Einsatz, die in ihrer Leistung limitiert ist.
Final Fantasy XV Benchmark
Resident Evil VILLAGE
Shadow of The Tomb Raider
CTONE AM23 Kühlung
Wenn man die Gummifüße abnimmt und dann die Schrauben entfernt, kann man die untere Abdeckung abnehmen. Darunter kommt der Kühler zum Vorschein. Dazu kann man die Schrauben für den Deckel lösen.
Der verbaute Kühler ist ziemlich groß und bedeckt fast das ganze PCB. CTONE nutzt eine sehr dicke und zwei 6-mm-Heatpipes, die gepresst sind. Der Kühler ist dabei aus Kupfer, der von einer Seite schwarz lackiert ist. Die andere Seite ist unbearbeitet. Die Pipes sind mit zwei Finnenstapeln verbunden und der Lüfter liegt dazwischen und drückt die Luft hier nach draußen durch. Eingezogen wird die kühle Luft von unten.
Der Lüfter wird per 5-Volt gespeist und ist für Notebooks typisch. An den beiden Sewiten ist der Übergang zwischen Lüfter und Finnen mit einem Tape überklebt.
Auf dem Oberdeckel finden wir einen kleinen Lüfter, der die heiße Luft von SSDs abführen soll.
Betrachtet man die Peak-Temperatur, so sticht der AM23 negativ hervor, weil er eher heiß ausfällt. Auch wenn der Kühler relativ groß ist, könnte er für die High-End-Intel-CPU der Panther Lake-Generation größer sein. Damit sollten mehr Reserven geschaffen werden, auch wenn die CPU die Leistung nicht gedrosselt hat.
Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur herausgerechnet wurde.
Lautstärke und Geräuschkulisse
Bei konstanter Volllast wird der AM23 deutlich lauter als andere Modelle. Bei der Messung auf 20 cm Distanz war der PC deutlich hörbar.
Das Lüftergeräusch klingt nach Notebook-Lüftern und fällt mit den ca. 47.6 dB(A) eher laut aus, wenn man die CPU voll auslastet. Bei normalem Betrieb dreht der Lüfter immer mal wieder kurz auf und dreht dann wieder runter. Es ist nicht zu störend, jedoch finden wir den Volllast-Schallpegel etwas hoch.
Verbrauch und Leistungsaufnahme
Der CTONE AM23 ist mit seiner 65-W-TDP-CPU-Konfiguration im Mittelfeld, denn er soll auch ordentlich Leistung bieten. In Anbetracht der Leistung ist der AM23-Mini-PC durchaus sparsam und kann überzeugen.
Wenn man den Verbrauch des ganzen Mini-PCs misst, kommt dieser auf ca. 98 Watt unter Volllast. Er liegt damit über dem Verbrauch des Ryzen 9 6900H aber auch über den 72 Watt des Ryzen AI 9 HX 370.
Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)
Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen positioniert sich der AM23 weit oben auf dem zweiten Platz. Die Leistung eines Threads liegt damit über der des Ryzen AI 9 HX 370 von AMD.
Die Multi-Thread-Anwendung ist für die Alltagsarbeit wichtig, weil alle Betriebssysteme viele Prozesse nutzen und von Multitasking profitieren. Der AM23 ist zwar gut, aber der Ryzen AI 9 HX 370 ist gleichauf und liegt im Performance-Modus schneller. Das liegt daran, dass der Intel Core Ultra X7 358H keine gleichwertigen 16 Kerne, sondern nur 4 Performance-Kerne besitzt, während die anderen Efficient-Kerne mit weniger Leistung sind. Der Ryzen AI 9 HX 370 hat aber eigentlich einen Nachteil, denn er ist „nur“ mit 12 Kernen bestückt.
Was eine wirkliche Stärke des AM23 mit dem Core Ultra X7 358H sind, sind Spiele. Die Intel-Arc-B390-GPU holt ordentlich Leistung aus der iGPU heraus, wonach der Mini-PC auf dem dritten Platz landet und vor ihm nur die beiden Desktop-PCs mit dedizierten Grafikkarten stehen.
Fazit zum CTONE AM23
Auch wenn CTONE als Hersteller noch nicht so bekannt ist, sind die bisher vorgestellten Produkte erstaunlich gut. Mit dem AM23-Mini-PC hat CTONE ein wirklich leistungsstarkes Modell vorgestellt, das dank Core Ultra X7 358H Panther-Lake-CPU im Verbund mit der Arc-B390-iGPU weit oben in unserem Mini-PC-Vergleich rankt. Die hier fest verlöteten 32 GB LPDDR5 sind gut dimensioniert für diese CPU und auch die interne 1-TB-SSD (PCIe Gen 4) passt gut zum Gesamtbild, kann aber auch über einen zweiten, langsameren NVMe-Slot erweitert werden. Doch der kleine Kraftprotz bietet auch noch einen OcuLink-Port an der Seite, zwei Thunderbolt-4-Ports und sogar einen 10-Gbit- sowie einen 2,5-Gbit-LAN-Port auf der Rückseite. Diese Konfiguration macht den AM23 zu einer kleinen Workstation mit viel Potenzial.
Wie gewohnt wird der Mini-PC mit vorinstalliertem Windows 11 Pro samt Lizenz ausgeliefert und kann dank VESA-Mount auch leicht im Arbeitsbereich anderweitig montiert werden.
Die Panther-Lake-CPU kann mit dem Ryzen AI 9 HX 370 in vielen Benchmarks mithalten, ist jedoch, was die Effizienz angeht, im Nachteil. Der verbaute Kühler erscheint groß, kann die Wärmeverlustleistung des Systems gerade so bewältigen, was zur Folge hat, dass der AM23 bei Volllast laut wird. Von dem yzen AI 9 HX 370 kann er sich vor allem bei der Spieleleistung absetzen, wonach der AM23 unter den Mini-PCs den höchsten Platz belegt.
Einzig der Preis erscheint uns aktuell etwas hoch, weil es Konkurrenzprodukte für 1.600 € gibt und CTONE bei Amazon 2.499 € angesetzt hat.
Pro
- Gute Single- und Multi-Thread-Leistung
- Integriertes WiFi7-Combo-Modul
- 32 GB LPDDR5 (von SK Hynix)
- Schickes Design
- 1 TB NVMe-SSD installiert (chinesischer Hersteller)
- Zwei M.2-Slots für SSDs (PCIe5.0x4 + PCIe4x1), einer bereits belegt
- NVMe-Slot zugänglich für Upgrades
- Windows 11 Pro installiert und Lizenz vorhanden
- Starke Gaming-Leistung der Arc B390
- Linux-tauglich
Contra
- Arbeitsspeicher fest verlötet
- Preis zum Testzeitpunkt hoch
- Bei Volllast durchaus laut






































