NiPoGi Pinova P1 Test  Bild © PCMasters.deNiPoGi Pinova P1 Test (Bild © PCMasters.de)

NiPoGi Pinova P1 im Detail

NiPoGi führt seit einiger Zeit die Pinova P1 Mini-PC-Serie im eigenen Sortiment. Diese Modelle legen den Fokus auf Sparsamkeit und einen günstigen Preis. Einen Wettbewerbsvorteil hat NiPoGi vor allem durch die Verwendung von chinesischen SSDs sowie DDR4 und DDR5-Speicher, den man hier gar nicht bekommt. Den Pinova P1 Pro findet man bei Amazon in mehreren Konfigurationen:

Für diesen Testbericht haben wir vom Hersteller die Ryzen Embedded R2544 Konfiguration mit 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher und 512 GB M.2-SATA-SSD erhalten, die wir in diesem Test genau unter die Lupe nehmen. Die Ryzen Embedded-Prozessoren findet man teilweise in NAS-Lösungen, doch abseits davon sind sie eher selten, da sie nicht in Notebooks verwendet werden.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 (Bild © PCMasters.de)

AMD Ryzen Embedded R2544

Die Spezifikationen des Ryzen Embedded R2544 kann man bei AMD nicht finden, auch wenn das Modell noch als aktuelle APU gilt. Als Plattform wird der FP5-Sockel genutzt, bei dem eine Verlötung mit dem Motherboard vorgesehen wird, wie bei allen mobilen Plattformen. Die Serie läuft unter dem Codenamen BendedKestrel und wird im preiswerteren 12-nm-Fertigungsprozess von TSMC hergestellt. Die CPU ist noch teil der Zen+-Architektur, die recht alt ist, denn aktuell befindet sich Zen5 als Bleeding-Edge auf dem Markt. Die CPU bietet 4-Kernen und 8 Threads was für Büro-Arbeiten ausreichende Leistung im mittleren Segment liefern sollte. Die CPU sollte mit einem Basistakt von 3,35 GHz und Boost-Takt von maximal 3,7 GHz arbeiten, wobei wir unter Last nur maximal 3.693 MHz mit OCCT messen konnten. Die TDP soll auf dem Papier 45 Watt betragen, auch wenn AMD Konfigurationen mit 35 bis 54 W vorsieht. Unser Exemplar ist scheinbar bei 28 Watt gelockt, da unter Volllast dieser Wert nicht überschritten wurde. Es wäre also eine durchaus höhere Leistung möglich, doch NiPoGi beschränkt die CPU.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUzNiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz (Bild © PCMasters.de)

Den Kernen steht ein 128 KB großer L1-Data-Cache zur Verfügung. Dazu gibt es noch einen 2 MB L2-Cache und 4 MB an 16-Way-L3-Cache. Der Cache samt iGPU und Controllern wird in ein Package gepackt und auf einem Custom-Board von NiPoGi verlötet. CPU-Z erkennt Hersteller und Modell des Motherboards nicht, da NiPoGi die entsprechenden Parameter wohl nicht im BIOS vermerkt.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz MotherboardNiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz Motherboard (Bild © PCMasters.de)

Für die Anbindung der Komponenten mit APU wird auf PCI-Express 3.0 mit 8 GT/s zurückgegriffen. Die iGPU wird pber 16 Lanes angebudnen, befindet sich aber auf dem gleichen Package, wodurch die Wege kurz sind.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 Radeon Graphics GPUzNiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 Radeon Graphics GPUz (Bild © PCMasters.de)

Radeon Graphics iGPU

In disem günstigen Preissegment bekommt man für Gewähnlich eine integrierte Grafiklösung, die auf hohe Effizienz setzt. Für eine dedizierte Grafikkarte ist damit weder Platz noch Budget über. Bei AMD hat sich die Kombination aus CPU und iGPU seit vielen Jahren bewährt und wir bekommen bei dieser Architektur die etwas alte Radeon Graphics GPU. Die Schnittstelle zwischen Grafikkarte und CPU wird als PCI-Express 3.0 angegeben, wobei sich die CPU und iGPU auch den Arbeitsspeicher teilen. Der Grafikkarte werden bei dem System nur 256 MB freigegeben, was sehr minimalistisch ist.

Die Radeon Graphics iGPU verfügt über 512 Unified Shader, 16 ROPs und 32 TMUs. Die Speicherbandbreite ist mit 64 bit gering und Bandbreite von 12,3 GB/s fällt auch gering aus. Bei dieser Konfiguration sollte man keine hohe Spielleistung erwarten.

NiPoGi Pinova P1 Yinchu 16 GB DDR4-2666NiPoGi Pinova P1 Yinchu 16 GB DDR4-2666 (Bild © PCMasters.de)

Ein 16 GB DDR4-RAM-Stick

Während der Testphase ist die Marktsituation beim RAM nicht besser geworden und die Preise liegen exorbitant hoch. Viele Hersteller, wie auch Valve bei seiner Steam Maschine, verbauten lediglich einen 8 GB RAM-Stick, weil die Kosten für RAM zu hoch sind. Bei NiPoGi, wie auch bei der Hauptmarke Acemagic bekommen wir weiterhin 16 bis 32 GB. Beim Öffnen des Mini-PC finden wir einen einzigen DDR4-SO-DIMM-Speicherriegel. Mit 16 GB ist das Modul nur im Single-Channel, aber Aufrüsten ist so möpglich, indem man ein zweites DDR4-Modul einsteckt. Überraschenderweise hat NiPoGi Wärmeleitpads auf die Rückseite des RAMs geklebt, was wir bei anderen Systemen bisher nicht gesehen haben.

NiPoGi Pinova P1 Yinchu 16 GB DDR4-2666 RAMNiPoGi Pinova P1 Yinchu 16 GB DDR4-2666 RAM (Bild © PCMasters.de)

Wir haben mehrfach HOGE in den Systemen von Acemagic gefunden, doch dieses Mal ist der RAM von Yinchu und ist laut Aufkleber ein Modell mit DDR4-2666 Spezifikation. Auf dem Modul sind vier Speicherchips von Yinchu pro Seite verlötet, die die Bezeichnung H5ANAG8NMMR UHC 824V tragen. Zu den Chips konnten wir keinerlei Informationen finden. Der Hersteller war auch nicht auffindbar.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz SPDNiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz SPD (Bild © PCMasters.de)

Laut SPD-Readout von CPU-Z ist der RAM mit mehreren JDEC-Profilen ausgestattet. Demnach soll der Speicher von SK Hynix stammen und die Teilnummer 16G 26666 N8 8P tragen. Geladen wird das JEDEX#11-Profil bei einer 1,2-V-Spannung.

NiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz MemoryNiPoGi Pinova P1 Ryzen Embedded R2544 CPUz Memory (Bild © PCMasters.de)

Der Readout der laufenden Taltraten udn TImings besagt, dass der DDR4-RAM mit 2.666 MT/s bzw. 1.333 MHz und den Timings CL 20-19-19-43-62-1T arbeitet. Im BIOS konnten wir die Timings nicht ändern, was bei Mini-PCs oft der Fall ist.

NiPoGi Pinova P1 InnenaufbauNiPoGi Pinova P1 Innenaufbau (Bild © PCMasters.de)

Preiswerte 512GB SATA-SSD

NiPoGi bietet den Pinova P1 in Konfigurationen mit 256 GB und 512 GB. Aus Kostengründen wird ein 512-GB-Modul verbaut, jedoch handelt es sich um eine langsamere SATA-600-SSD und keine NVMe-SSD. Für diesen PC ist sie in akzeptabel, weil es zum Rest der Konfiguration passt, wen das stört, der kann auch eine M.2 2280-NVMe mit PCI-Express 3.0-Interface installieren. Das System hat zwei M.2-Slots, also kann man einfach ein zweites Modul installieren und das andere Laufwerk behalten.

NiPoGi Pinova P1 CrystalDiskInfo SSDNiPoGi Pinova P1 CrystalDiskInfo SSD (Bild © PCMasters.de)

Da es eine SATA-SSD ist, wird sie nicht besodners heiß und liefert auch nicht besonders herausragende Leistung. Nachfolgend die Benchmarks der SSD im Vergleich zu anderen Mini-PCs und Notebooks.

WI-FI 5 und Bluetooth 4.2

Durch die Tatsache, dass wir hier eine etwas ältere Plattform haben, wird auch ein Kombo-Module für WLAN und Bluetooth verbaut, das nicht die neuesten Standards abdeckt. Das Modul befindet sich direkt unter der SSD. Dieses bietet mit Wi-Fi-5-Unterstützung einen gängigen Standard nach IEEE 802.11ac sowie Abwärtskompatibilität mit 802.11a/b/g/n. Im Gehäuse sind auch entsprechend Antennen verlegt.

Als Bluetooth-Standard wird Version 4.2 genannt, der uns zu unzuverlässig und unsicher eingestuft wird. Bluetooth ist grundsätzlich problematisch und man sollt es abschalten, wenn man es nicht braucht. Wir empfehlen es zu deaktivieren. Das Modul füllt den kürzeren M.2 (NGFF) 2230 Key A+E-Slot. Wer Budget hat, sollte das Modul upgraden oder auf kabelgebudene Anbidnungen setzen.

NiPoGi Pinova P1 Top AnsichtNiPoGi Pinova P1 Top Ansicht (Bild © PCMasters.de)

Design und Äußeres

NiPoGi setzt beim Design seiner Pinova P1 Mini-PCs auf ein schickes Gehäuse, das aus komplett schwarzem Plastik besteht. Die abgerundete Form und das matte Finish lassen den PC in den meisten Arbeitsumgebungen sehr edel aussehen. Verfeinert wird das Design durch eine Gold-/Kupferfarbig lackierte Öffnung weit oben, die zum Einsaugen der Frischluft für den Kühler genutzt wird. Oben gibt es dann ein silbernes Logo und einen AMD-Aufkleber. Die Verabreitung ist gut, wenn man bedenkt, dass es sich hier Kunststoff handelt. Der PC fühlt sich dennoch sehr solide und hochwertig an.

NiPoGi Pinova P1 DesignNiPoGi Pinova P1 Design (Bild © PCMasters.de)

Mit den Maßen 128 x 128 x 51 mm ist das Gehäuse noch immer viereckig, aber die Proportionen passen und der PC passt auf jeden Schreibtisch oder per VESA-Mount auch hinter einen Monitor. Der runde Power-Button vorne sieht gut aus und ist auch leicht erreichbar.

NiPoGi Pinova P1 SeitenansichtNiPoGi Pinova P1 Seitenansicht (Bild © PCMasters.de)

Auf den beiden Seiten gibt es oben einige große Öffnungen, die für den Luftabfluss vorgesehen sind. Der Radial-Lüfter zieht die Luft oben ein und drück die Luft dann zu den Seiten hin nach draußen. Unten gibt es dann noch ein rundes Lochmuster, dass auch bis nach innen führt, aber wohl kaum nennenswert zur Kühlung von SSD und RAM beiträgt. Es lockert das Design an den Seiten dennoch auf.

NiPoGi Pinova P1 UnterseiteNiPoGi Pinova P1 Unterseite (Bild © PCMasters.de)

Das untere Element ist eine Platte, die über vier Schrauben mit dem Gehäuse verschraubt ist. Die Öffnungen dafür werden von den Gummipads in den Ecken bedeckt. Man kann sie vorsichtig abziehen und kommt dann an die Schrauben. Wenn man an die M.2-SSD-Slots und den RAM rankommen will, müssen die Schrauben raus. An den gelben beiden Elementen kann die Platte aus dem Lieferumfang angeschraubt werden, damit man den Mini-PC an den Monitor, den Tisch oder die Wand hängen kann.

NiPoGi Pinova P1 Rückseite 1NiPoGi Pinova P1 Rückseite 1 (Bild © PCMasters.de)

Anschlüsse des NiPoGi Pinova P1

Wir finden an der Front und der Rückseite alle Anshclüsse, die der Mini-PC zu beiten hat. Für den Anschluss von Bildschirmen gibt es auf der Rückseite einen DisplayPort 1.4 und einen HDMI 2.0-Port auf der Rückseite. Bei der Auflösung gibt es die Anghabe auf Amazon, dass die Ports 3840x2160px bzw. 4K@60Hz unterstützten. Dazu kommt, dass der USB-C (DP-Alt-Modus an der Front auch für videoausgabe genutzt werden kann. Der 1-Gbit-Ethernet-Port wird von einem Aufkleber bedeckt, der verhidnern soll, dass man sich bei Microsoft ein Online-Konto anlegt beim ersten Einrichten.

NiPoGi Pinova P1 FrontanschlüsseNiPoGi Pinova P1 Frontanschlüsse (Bild © PCMasters.de)

Die vier USB Ports hinten und zwei USB-Typ-A-Ports vorne setzen den USB 3.2 Gen1 (5 Gbit/s)-Standard um. An der Front finden wir auch einen 3,5-mm-Klinke-Anschluss für Kopfhörer. So bekommen wir eine eher göngige Port-Bestückung, die im Alltag den meisten Nutzern ausreichen wird.

NiPoGi Pinova P1 NetzteilNiPoGi Pinova P1 Netzteil (Bild © PCMasters.de)

Die Stromzufuhr wird über ein kleines, externes Netzteil realisiert. Als Stecker dient ein 2-poliger runder Connector verwendet, den den Mini-PC mit 19 Volt mit maximal 3,42 A speist. Damit liegt der maximale Output des Netzteils bei 64,98 Watt. Da der Pinova P1 aber ein 28-Watt-TDP-Capping hat, reicht das locker aus.

NiPoGi Pinova P1 VerpackungNiPoGi Pinova P1 Verpackung (Bild © PCMasters.de)

Verpackung und Lieferumfang

Der NiPoGi Pinova P1 wird in einem sehr schlichten, weißen Pappkarton ausgeliefert. Auf der Rückseite sind einige Optionen abgehakt, die auf die Konfiguration des Mini-PC hinweisen. Die Front wird von dem Pinova-Schriftzug und dem Logo geprägt.

NiPoGi Pinova P1 InnenverpackungNiPoGi Pinova P1 Innenverpackung (Bild © PCMasters.de)

Der Karton besteht aus zwei Teilen, wobei man den oberen Teil nach oben herauszieht. Im Inneren befindet sich ganz oben der Mini-PC und darunter dann das Zubehör. Zu beiden Seiten haben wir durch eine Pappkonstruktion etwa 5-mm-Pufferzone als Transportschutz.

NiPoGi Pinova P1 LieferumfangNiPoGi Pinova P1 Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Der Lieferumfang ist für NiPoGi sehr typisch und beinhaltet neben des MiniPCs und Netzteils auch noch einen VESA-Mount, ein Mini-Handbuch sowie ein HDMI-Kabel. Es ist ein solides Paket, auch wenn nicht zu üppig.

Windows 11 vorinstalliert

Der NiPoGi Pinova P1 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert und bietet ein modernes Betriebssystem. Mit fortschrittlichen Funktionen, die auf professionelle Umgebungen zugeschnitten sind, können die Nutzer nahtloses Multitasking und einen robusten Schutz vor modernen Bedrohungen genießen, da die von Microsoft selbst gepflegte Antivirus-Lösung besser ist als viele der anderen Tools auf dem Markt. Wenn man regelmäßig patcht, ist man auch auf der sicheren Seite.

Die Pro Lizenz ist an den PC gebunden und der Windows 11 Key kann auch ausgelesen werden, ist jedoch im Geräte-BIOS hinterlegt, weshalb nach der Neu-Installation keine Aktivierung erforderlich war. Die Windows 11 Pro-Installation erlaubt eine schnelle Einrichtung und hat keinen Online-Konto-Zwang, den man sonst bei Microsoft hat. Es ist auch keine Bloatware installiert gewesen. Zur Sicherheit haben wir jedoch die SSD formatiert und Win 11 sauber darauf installiert. Die Treiber, die Windows 11 nicht findet, kann man bei NiPoGi herunterladen.

NiPoGi Pinova P1 Benchmarks

Mit Hilfe von Benchmarks testen wir den Mini-PC auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen.

  NiPoGi Pinova P1 SAPPHIRE EDGE AI 370 ACEMAGIC AM06 PRO HUAWEI MateBook 14 Ryzen 7 3700X NiPoGi AM06 PRO ACEMAGIC RX16 ACEMAGIC V1 ACEMAGIC AMR 5 ACEMAGIC TK11
CPU AMD Ryzen Embedded R2544 AMD Ryzen AI 9 HX 370 AMD Ryzen 5 7430U Intel Core i5-1340P AMD Ryzen 7 3700X AMD Ryzen 7 5825U AMD Ryzen 7 H255 Intel N97 AMD Ryzen 5 5600U Intel Core i5 11320H
RAM 16 GB Yinchu DDR4-2666 (SO-DIMM) 32 GB Kingston DDR5-5600 32 GB (SO-DIMM) 16 GB HOGE DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) G.SKILL Trident Z DDR4 (F4-3600C14D-32GTZN) 16 GB SODIMM, DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB HOGE DDR5-4800 (SO-DIMM) 16 GB Kinsotin DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM)
SATA/NVMe-SSD Colorfire 512 GB (SATA600) Kingston OM8TAP41024K1-A00 1 TB (NVMe, PCie 4) AirDisk 512 GB (SATA600) WD SN740 512 GB (NVMe, PCie 4) Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB (NVMe, PCie 4) UDSS UD2CS1HT301-512G 512 GB (SATA) G932E1M 512 GB (NVMe, PCie 3) Rayson RS512GSSD310 512 GB (SATA) CYX-SSD-S1000 512 GB (SATA)> 512 GB (SATA)>
TBP/TDP 28 W 45 W 15 W 25 W 88 W 15 W 45 W 19 W 20 W 32 W

 

Nachfolgend noch Anmerkungen zum Test auf dem EDGE AI 370 Mini-PC:

  • SAPPHIRE EDGE AI 370 (Performance): Hierbei handelt es sich nicht um die Windows-Power-Management Option, sondern die BIOS-Einstellung, die das System so optimiert, dass der Fokus auf Leistung liegt und nicht auf Lautstärke oder Stromsparsamkeit.
  • SAPPHIRE EDGE AI 370 (Balance): Das ist die Standard-Option des Mini-PCs und das ist die Leistung, die man bekommt, wenn man den PC auspackt und so benutzt, wie er voreingestellt ist.

Hinweis zum Vergleichssystem

Beim Testen des AMD Ryzen 7 3700X nutzten wir das Standardsystem für Desktops.

  • Mainboard: ASUS ROG Strix X570-I Gaming
  • Grafikkarte: GeForce RTX 3090 Founders Edition
  • SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
  • m.2 SSD: Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB
  • RAM: G.SKILL Trident Z DDR4 F4-3600C14D-32GTZN bei DDR4-3600
  • CPU-Kühler: MSI MEG CORELIQUID S360
  • Netzteil: Corsair RM-750X - 750 W
  • Lüfter: 0
  • Gehäuse: Offener Aufbau
  • Betriebssystem: Windows 11 21H2

NiPoGi Pinova P1 Benchmark (Synthetische)

In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.

Cinebench R15

Cinebench R20

7-Zip

Corona 1.3

HandBrake

WinRAR

Geekbench 5 CPU-Benchmark

POV-Ray v3.7

3DMark CPU Benchmark

3DMark Time Spy

PCMark 10

Bei PCMark ist zu beachten, dass die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielt und beim Ryzen 7 3700X die RTX 3090 FE verwendet wurde. Der Vergleich ist also nicht direkt anwendbar. Später werden weitere MiniPCs verglichen, die einen besseren Vergleich ergeben, da hier das gesamte System bewertet wird.

Unigine Superposition (720p, Low)

NiPoGi Pinova P1 Spiele Benchmarks

Spiele konnten nur bedingt getestet werden. Die Spiele, die wir sonst verwenden, setzten eine potentere Grafikkarte voraus, die auch notfalls Raytracing packt. Es soll schließlich nur geschaut werden, inwieweit die CPU das Spiel limitiert. Hier kommt jedoch eine iGPU zum Einsatz, die in ihrer Leistung limitiert ist.

Final Fantasy XV Benchmark

Resident Evil VILLAGE

Shadow of The Tomb Raider

NiPoGi Pinova P1 KühlerNiPoGi Pinova P1 Kühler (Bild © PCMasters.de)

NiPoGi Pinova P1 Kühlung

Im Pinova P1 wird ein flacher Kühler verbaut, der schwarz lackiert ist. Er wird über vier Schrauben mit der APU verschraubt und setzt auf Extrude-Kühler, der ohne Heatpipes auskommt. Der Lüfter ist mittig platziert und sollte mit Modellen in Notebooks vergleichbar sein, auch wenn keine Heatpipes verwendet werden, setzt der Kühler auf einen dicken Aluminium-Uniblock.

Die Kühlleistung ist in Ordnung und passt zu dem 28-W-Design der Ryzen Embedded-APU.

Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur rausgerechnet wurde.

Lautstärke und Geräuschkulisse

Bei konstanter Volllast wird der Pinova P1 ein leiser Vertreter. Bei der Messung auf 20 cm Distanz war der PC etwas hörbar aber erträglich.

Verbrauch und Leistungsaufnahme

Der NiPoGi Pinova P1 ist mit seiner 28-W-TDP-CPU-Konfiguration stark limitiert, denn AMD erlaubt bei dieser CPU Konfigurationen von 45 bis 54 Watt. So ist auch der Verbrauch der APU insgesamt nicht über 28 Watt gegangen, wie von NiPoGi auf Amazon beworben. Der Idle-Wert von ca. 7,2 Watt ist sehr sparsam.

Wenn man den Verbrauch des ganzen Mini-PCs misst, kommt dieser auf ca. 36 Watt unter Volllast. Die anderen Komponenten müssen ebenfalls betrieben werden und so fällt die Messung nicht überraschend aus. Insgesamt also ein sparsames System.

Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)

Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen, reiht sich der Piniva P1 Mini-PC fast auf dem letzten Platz ein, denn wir haben hier eine sparsame APU, die auf einer alten Architektur aufsetzt. Die Leistung eines Threads entspricht in etwa den Erwartungen und weil die APU für Sparsamkeit von NiPoGi auf 28-W limitiert ist.

Die Multi-Thread-Anwendung ist wichtiger im Alltag, weil alle Betriebssysteme viele Prozesse nutzen und von Multi-Tasking profitieren. Der Pinova P1 liegt auch hier gemäß den Erwartungen und ist auf dem vorletzten Platz. Das ist nicht schlecht, da er leise ist, aber der Limitierung muss man sich bewusst sein. Für nicht zu aufwendige Arbeiten reicht die Leistung dennoch aus.

Bei Spielen haben wir bereits zu Beginn keine hohen Erwartungen gehabt, denn die iGPU mit ihrem 256 MB Speicher alles andere als stark ist. Überraschend hat sich die Konfiguration besser insgesamt positioniert, aber für Spiele stufen wir sie als unbrauchbar ein.

NiPoGi Pinova P1 DesignNiPoGi Pinova P1 Design (Bild © PCMasters.de)

Fazit zum NiPoGi Pinova P1

NiPoGi bringt mit dem Pinova P1 einen sehr modern aussehenden Mini-PC auf den Markt. Die Konfigurationen, die der Hersteller verkauft, sind auf Low-Budget getrimmt und bringen dadurch gewisse Einschränkungen. Das Herzstück des Systems ist der Ryzen Embedded R2544, der aber leider noch auf der Zen+-Architektur aufbaut und in sparsamen Systemen verwendet wird. Ihm zur Seite steht ein 16-GB-DDR4-2666-Speichermodul als Single-Slot-DIMM. Den Speicher teilt sich die CPU mit der Radeon Graphics iGPU. Bereits verbaut ist auch eine 512 GB große M.2-SATA-SSD, die für die meisten Nutzer in diesem Segment ausreichen wird. RAM und SSD kommen von hierzulande unbekannten Herstellern aus China, doch so wird der niedrige Preis von 359 € (Affiliate) für diese Konfiguration realisiert.

Es gibt dann noch ein WLAN-5-Combo-Modul, dass Bluetooth 4.2-Support bringt. Auf der SSD ist Windows 11 Pro vorinstalliert und an den Mini-PC ist die entsprechende Lizenz gebunden und aktiviert, was für die Neuinstallation wichtig ist.

Die Leistung bei Anwendungen ist ausreichend, aber man sollte keine zu hohen Erwartungen an das System setzen, weil es ein sparsamer Ryzen Embedded Prozessor ist, der auf 28 W limitiert ist, auch wenn AMD diesen für 45-54 Watt ausgelegt hat. Für Spiele ist dieser PC unbrauchbar, auch wenn er für ältere Games verwendet werden könnte. Dafür ist die CPU aber sparsam und das System geht sehr leise zu Werke.

Wer auf der Suche nach einem günstigen Mini-PC ist, der für Office-Arbeiten gedacht ist, wird mit dem PC gut auskommen, vor allem, weil man hier 16.GB.DDR4-Arbeitsspeicher und 512-GB-SSD bekommt.

Pro

  • Akzeptable Single- und Multi-Thread-Leistung
  • Leiser Betrieb unter Volllast
  • Integriertes WiFi 5-Combo-Modul
  • 16 GB DDR4-2666-SO-DIMM-RAM-Modul installiert (chinesischer Hersteller)
  • Schickes Design
  • 512 GB SATA600-SSD installiert (chinesischer Hersteller)
  • Zwei M.2-Slots SSDs, einer bereits belegt
  • RAM-, SSD- und NVMe-Slot zugänglich für Upgrades
  • Windows 11 Pro installiert und Lizenz vorhanden
  • Guter Preis für diese Konfiguration
  • Linux-tauglich

Contra

  • Basiert auf älterer Zen+-Architektur
  • Spielleistung unzureichend (256 MB Shared Memory)
  • Auf 28-Watt limitiert (AMD lässt 45 bis 54 W zu)