Xeron 6 Reelase (Bild © Intel)
Xeon 6+ Prozessoren und Intel 18A-Integration
Die neuen Xeon 6+ Prozessoren sind die ersten Rechenzentrums-CPUs, die im Intel 18A-Verfahren hergestellt werden. Diese Prozessoren sind für Cloud-native und netzwerkintensive Umgebungen konzipiert und legen den Schwerpunkt auf Leistungsdichte und Energieeffizienz.
Die Hardware verfügt über bis zu 288 Efficient-Kerne, was laut Intel eine 2,5-fache Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängergeneration bedeutet. Zudem weisen die Prozessoren im Vergleich zu Konkurrenzprodukten eine um 45 % verbesserte Leistung pro Thread und Watt auf. Um Datenbewegungen mit hoher Dichte zu bewältigen, verfügt der Xeon 6+ über 12-Kanal-DDR5-Speicher und 96 PCIe-Gen-5-Lanes mit CXL-Unterstützung.
Neu auf der Plattform ist Application Energy Telemetry (AET), das Echtzeit-Einblick in den CPU-Energieverbrauch auf Workload-Ebene bietet. Aus betrieblicher Sicht ermöglichen die Prozessoren im Vergleich zu Xeon-Chips der zweiten Generation ein Serverkonsolidierungsverhältnis von bis zu 9:1. Die Sicherheit wird auf Siliziumebene durch Intel SGX und TDX gewährleistet. Diese Prozessoren werden derzeit von Partnern wie Dell, HPE, Lenovo und Supermicro in Serverplattformen integriert.
Ethernet E835 Netzwerkhardware
Um Engpässe in der KI- und Cloud-Infrastruktur zu reduzieren, hat Intel die Ethernet-E835-Controller und Netzwerkadapter eingeführt. Diese Komponenten unterstützen eine Vielzahl von Konfigurationen, die von 10GbE bis 200GbE reichen, mit spezifischen Port-Optionen wie 2x100GbE und 1x200GbE.
Der E835 ist auf Energieeffizienz in virtualisierten Umgebungen ausgelegt. Intel gibt an, dass der E835-CQDA2-Adapter eine bis zu 1,9-mal höhere Leistung pro Watt bietet als der NVIDIA ConnectX-6 DX und 1,4-mal mehr als der Broadcom BCM957508-P2100G. Um die Effizienz zu maximieren, implementieren die Controller RDMA über RoCEv2 und iWARP sowie Dynamic Device Personalization zur Optimierung der Paketverarbeitung. Die Hardware ist kompatibel mit Windows, Linux und ESXi und für eine Lebensdauer von zehn Jahren ausgelegt.
Crescent Island GPU und KI-Inferenz
Intels KI-Roadmap umfasst die Crescent Island-Rechenzentrums-GPU, die auf der Xe 3P-Architektur basiert. Dieser Beschleuniger ist darauf ausgelegt, große, tokenintensive KI-Workloads zu bewältigen, indem er LPDDR5x-Speicher mit Kapazitäten von bis zu 480 GB nutzt.
Die GPU nutzt ein luftgekühltes 350-W-PCIe-Design, um ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Stromverbrauch zu gewährleisten. Sie unterstützt verschiedene Datentypen und Mikroskalierungsformate, die von FP4 und MXFP4 bis hin zu FP64 reichen. Entwickler können die Arc Pro-Serie als Entwicklungsplattform nutzen, um Workloads zu optimieren, bevor sie auf Crescent Island-Hardware bereitgestellt werden.
Für kleine und mittlere Unternehmen hat Intel die Xeon 6300-Prozessorfamilie erweitert. Das Unternehmen hat eine 12-Kern-Variante für Einstiegsserver auf den Markt gebracht und damit die bisherige 8-Kern-Grenze erhöht. Dieser Prozessor ist als Drop-in-kompatibles Upgrade für bestehende Serverdesigns konzipiert, sodass Nutzer ihre Rechenkapazität erhöhen können, ohne den Rest ihrer Plattform austauschen zu müssen.




