FlexiSpot E7 Pro 018 - Komplett eingefahrener Tisch (Bild © PCMasters.de)
FlexiSpot
FlexiSpot ist ein international agierender Anbieter von ergonomischen Büromöbeln und Arbeitsplatzlösungen mit Hauptsitz in Livermore, Kalifornien (USA). Das Unternehmen ist seit 2016 auf dem deutschen Markt aktiv und vertreibt seine Produkte primär über den eigenen Onlineshop direkt an Endkunden.
Auch wenn dieser kalifornische Hauptsitz auf den ersten Blick ein rein amerikanisches Unternehmen vermuten lässt, liegen die eigentlichen Wurzeln in Asien: FlexiSpot ist nämlich die direkte internationale Vertriebs- und Submarke der Loctek Ergonomic Technology Corp., einem börsennotierten Konzern mit Sitz im chinesischen Ningbo.
Deswegen kurz als Exkurs: Loctek gehört seit den Anfängen in 2002 weltweit zu den größeren Entwicklern und Produzenten von Hubsäulen sowie ergonomischer Mechanik und Mobiliar. Das bedeutet: Auch wenn die Produktion der Tische in den asiatischen Werken China und Vietnam stattfindet, kauft man hier eine branchenweit bewährte Technik ein, deren Komponenten zum Teil auch in den Gestellen diverser anderer namhafter Büromöbelhersteller zu finden sind.
Das Kernsortiment bei FlexiSpot konzentriert sich auf elektrisch höhenverstellbare Schreibtischgestelle, wurde jedoch schrittweise um ergonomische Bürostühle, einfache Aufbewahrungssysteme sowie wohnliche Möbelstücke wie Sessel und Couches erweitert. Der Hersteller setzt bei seinen Produkten auf eine Kombination aus standardisierten Rahmenkonstruktionen und variablen Tischplattenoptionen, um ein breites Portfolio im Home-Office- und Consumer-Bereich abzudecken.
Bestellvorgang, Verpackung und Lieferumfang
Bestellung
Das elektrisch verstellbare Tischgestell ist im FlexiSpot-Onlineshop in den Standardfarben Weiß, Schwarz und mittlerweile auch in Grau erhältlich. Die Rahmenkonstruktion ist für Tischplatten mit einer Länge von 1.200 mm bis 2.000 mm sowie einer Tiefe von 600 mm bis 800 mm ausgelegt. Die Materialstärke der verwendeten Platte sollte laut Hersteller mindestens 18 mm betragen, um eine ausreichende Stabilität und Einschraubtiefe zu gewährleisten.
Ihr könnt euch entweder vorkonfektionierte Platten des Herstellers in verschiedenen Dekoren und Größen wählen oder eine bereits vorhandene, eigene Tischplatte nach Maß montieren. Hier hat Flexispot sein aktuelles Tischplattenportfolio leicht erweitert und bietet nun neben den bisherigen Platten auch die "Massive Buche" und "Massiver Nussbaum" an. Einen Vergleich zwischen Selbstausbau und Flexispot Rundum-Sorglos Tischplatte findet ihr im Kapitel "Flexispot-Tischplatten im Kurz-Check".
Verpackung
Für unseren Praxistest kam das schwarze Tischgestell in Kombination mit einer 2,00 x 0,80 Meter großen Tischplatte im Ahorn-Dekor zum Einsatz. Aufgrund des Gewichts der Komponenten erfolgt die Lieferung des Gestells in zwei Paketen mit jeweils 12,9 kg und 26,6 kg standardmäßig per DHL. Je nach Tischplatte, kann diese auch durch ein Speditionsunternehmen geliefert werden, unser Paket der Tischplatte wog beispielsweise 30,5 kg und wurde uns durch das Speditionsunternehmen GEL Express Logistik. Auch dies lief ohne Beanstandungen.
Aufgrund der Sperrigkeit und des Gewichts der beiden separaten Pakete ist der Transport und das Handling durch zwei Personen dringend anzuraten – es geht aber mit etwas Kraft auch allein. Die Transportsicherung ist solide gelöst: Die Tischkanten werden innerhalb des Kartons durch zusätzliche Kunststoffschalen geschützt, während großflächige Styroporeinlagen die Oberflächen absichern. Das Tischgestell wird in mehreren logisch geschichteten Ebenen im Karton gelagert; bei uns kamen alle Teile sicher und ohne Kratzer an.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des E7 Pro umfasst unter anderem:
| Nr. | Bezeichnung | Menge |
|---|---|---|
| 1 | Stützbalken | 1 |
| 2 | Hubsäulen | 2 |
| 3 | Füße | 2 |
| 4 | Linke Seitenstütze | 1 |
| 5 | Rechte Seitenstütze | 1 |
| 6 | Kabelkanal | 1 |
| 7 | Kabelhalterung | 1 |
| 8 | Kabelrinne | 1 |
| 9 | Netzstecker | 1 |
| 10 | T-Schlüssel | 1 |
| 11 | Fußpolster | 4 |
| 12 | Kabelmanager | 1 |
| 13 | Klettverschluss | 2 m |
| 14 | Steuerelement | 1 |
| 15 | Tastaturschrauben | 2 |
| 16 | Schraubenschlüssel | 1 |
| 17 | Unterlegscheiben | 4 |
Neben den Hauptkomponenten und den Werkzeugen wird eine Beutel mit Buchstaben gekennzeichneten Schrauben [A-F] beigelegt.
| Schraubenart | Menge |
|---|---|
| A | 4 |
| B | 4 |
| C | 8 |
| D | 8 |
| E | 11 |
| F | 3 |
Aufbau
Da die grundlegende Rahmenarchitektur der 2026er-Version mit der des 2024er-Modells identisch ist, verläuft der Aufbau in weiten Teilen analog. Das beiliegende Handbuch visualisiert die einzelnen Schritte anhand von schematischen Zeichnungen mal mehr, mal weniger intuitiv verständlich.
Für die Montage empfiehlt es sich, die Tischplatte auf den Styroporplatten der Verpackung liegen zu lassen, um Kratzer zu vermeiden. Obwohl FlexiSpot ein Kombi-Werkzeug 10 beilegt, beschleunigt der Einsatz eines eigenen Akkuschraubers mit passenden Bits den Prozess erheblich und sorgt für ein entspannteres Arbeiten.
Im ersten Schritt werden die Seitenstützen links 4 und rechts 5 am zentralen Stützbalken 1 montiert. Für diesen Schritt haben wir den Rahmen auf ein Bein hingelegt und dazwischen ein Stück der Verpackung gelegt, sodass diese einfacher mit den vier A-Schrauben befestigt werden können.
Hier fällt direkt eine Ungenauigkeit in der Anleitung auf: Dem Paket liegen vier stoßdämpfende Unterlegscheiben 17 bei. Die Anleitung zeigt in diesem Schritt jedoch nur den Einsatz von zwei Scheiben, führt die verbleibenden zwei im weiteren Verlauf aber nirgendwo anders auf. Wir haben daher direkt alle vier Scheiben eingesetzt. Zudem ist der Schritt mechanisch etwas unglücklich gelöst: Da die Scheiben aus einem weichen Material bestehen, drückt sich die Schraube beim Festziehen unweigerlich durch das Material, wodurch die Scheibe kurzzeitig deformiert wird, bevor sie wieder in ihre Form springt.
Nach diesem ersten Schritt folgt das Ausrichten des Rahmens auf der Tischplattenunterseite.
Laut Anleitung (Schritt 2 und 3) soll der Rahmen zunächst lose in der Größe verstellt und erst nach dem Positionieren final fixiert werden. Um uns die Arbeit zu erleichtern und unnötige Frickelarbeit – wie wir sie noch vom 2024er-Modell kannten – zu vermeiden, haben wir die Reihenfolge umgedreht: Wir haben zuerst die Seitenteile des Rahmens an den vorgebohrten Löchern der Tischplatte mit den 11 E-Schrauben festgeschraubt.
Hierbei zeigte sich eine kleine qualitative Auffälligkeit: Ein Vorbohrloch für die erste Befestigung am Rahmen in der Mitte fehlte vollständig. Dies ließ sich zwar leicht selbst korrigieren, sollte bei einem Produkt dieser Preisklasse jedoch ab Werk vorhanden sein. Liegt wohl aber eher daran, dass andere Flexispot-Tischgestelle dieses nicht unbedingt benötigen.
Erst nach der Fixierung der Außenstützen haben wir die mittlere Schiene mithilfe eines Maßbands zentriert und mit den vier B-Schrauben arretiert.
Steht die Grundkonstruktion des Rahmens, werden die beiden Hubsäulen 2 mit jeweils vier C-Schrauben (insgesamt 8 Stück) eingesetzt.
Anschließend werden die Standfüße 3 mit den 8 D-Schrauben montiert. Hierbei muss zwingend auf die Ausrichtung geachtet werden, da es sich um ein asymmetrisches C-Fuß-Design handelt (die längere Seite der Füße zeigt nach vorne).
Für die Steuerungseinheit (Handbedienteil) 14 befinden sich sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite der Tischplatte werksseitige Vorbohrungen, sodass die Position zwischen diesen frei gewählt werden kann. Natürlich könnt ihr das Bedienfeld dahin platzieren, wo ihr wollt, müsstet dann jedoch einmal abmessen und vorbohren. Wir haben uns für eine klassische Befestigung auf der rechten Seite entschieden und das Bedienfeld zusammen mit dem Tastaturschrauben 15 befestigt.
Die Verkabelung der Motoren und des Handbedienteils mit der zentralen Motorsteuerung ist dank farbcodierter Stecker 9 fehlerfrei und zügig erledigt.
Der aufwendigste Teil des Aufbaus bleibt die Montage der Kabelhalterung 7. FlexiSpot sieht hier leider keinerlei mittige Vorbohrungen an der Platte vor, weshalb man selbst messen und bohren muss.
Unschön: Beim Anbohren platzte das Laminat am Rand der Bohrungen bei unserer Platte leicht ab – ein kleiner optischer Makel, der nach dem Umdrehen zwar unsichtbar ist, aber dennoch vermeidbar gewesen wäre.
Wir haben uns für einen Abstand von ca. 19 cm zum Rahmen entschieden, um die Rinne nah genug am Rand, aber außerhalb des direkten Beinbereichs zu positionieren. Für das Anbringen der Kabelhalterung werden die drei F-Schrauben verwendet.
Vor dem Wenden des Tisches können noch die einschraubbaren Fußpolster 11 angebracht werden, mit denen sich Unebenheiten im Boden später millimetergenau ausgleichen lassen. Das anschließende Umdrehen des Tisches sollte aufgrund des Gesamtgewichts von über 60 kg zwingend zu zweit durchgeführt werden.
Nach dem Aufstellen wird die Kabelrinne 8 bestückt, die Kabel ordentlich verlegt und mit der magnetischen Abdeckung 6 am Rahmen fixiert. Hierbei ist auch der Klettverschluss 13 hilfreich, um überlange Kabel u.a. im Kabelkanal zu fixieren. Schneidet hierfür einfach vom 2 m langen Klettverschluss die benötigte Länge ab.
Der magnetische Kanal hielt diesmal im Gegensatz zum 2024er-Modell auf Anhieb stabil am Stützbalken. Auf das zusätzliche Aufkleben des ebenfalls mitgelieferten Kabelmanagers 12 haben wir diesmal verzichtet, da dieser erfahrungsgemäß sehr schnell Staub fängt.
Bedienung
Höhenverstellung und Memory
Die Steuerung des E7 Pro erfolgt über das digitale Touch-Bedienfeld. Die Tasten ∧ und ∨ auf der linken Seite dienen der manuellen Höhenverstellung, wobei das LED-Display die aktuelle Höhe in Echtzeit anzeigt. Der Verstellbereich liegt unverändert zwischen minimal 635 mm und maximal 1.285 mm.
Das Speichern von bis zu vier Höhenprofilen erfolgt über die Memory-Funktion: Nach dem Anfahren der gewünschten Höhe drückt man nacheinander die M-Taste und anschließend die gewünschte Zielbelegung (1, 2 oder die Symbole für Sitzen/Stehen). Ein kurzer Druck auf die jeweilige Taste genügt danach, um den Tisch automatisch auf die hinterlegte Höhe zu fahren. Das System arbeitet hier identisch zuverlässig wie das 2024er-Modell.
Kindersicherungsfunktion
Zur Vermeidung unbeabsichtigter Verstellungen verfügt das Bedienfeld über eine integrierte Kindersicherung. Wird die M-Taste für fünf Sekunden gedrückt gehalten, sperrt sich die Oberfläche. Eine blaue LED über der Taste signalisiert den aktiven Status. Jede Berührung der Tasten im gesperrten Zustand wird mit einem akustischen Signalton quittiert. Das Entsperren erfolgt auf demselben Weg durch erneutes, fünfsekündiges Halten der M-Taste.
Kollisionsschutzempfindlichkeit
Der integrierte Sensor-Kollisionsschutz stoppt den Tisch automatisch, sobald er beim Herunter- oder Hochfahren auf einen Widerstand stößt. Die Empfindlichkeit dieses Systems lässt sich anpassen, indem die Tasten ∧ und ∨ gleichzeitig für fünf Sekunden gedrückt werden. Das Display zeigt die gewählte Stufe an, die sich wie folgt aufteilt:
| Kollisionsempfindlichkeit - Displaycode | Auswirkende Empfindlichkeit |
|---|---|
| A-3 | Hohe Empfindlichkeit |
| A-2 | Mittlere Empfindlichkeit |
| A-1 | Niedrige Empfindlichkeit |
| A-0 | Ausgeschaltete Antikollisionsfunktion |
USB-Port
Neben dem Bedienelement wird nun, im Gegensatz zum 2024er Modell welches noch USB-A nutzte, ein USB-C Port angeboten zusammen mit dem USB Power Delivery 3.0 (PD 3.0) Standard. Mit Spezifikationen von bis zu 12 V / 1,67 A liefert der Anschluss intelligente 20 Watt Ladeleistung. Das reicht aus, um moderne Smartphones am Schreibtisch zügig aufzuladen, ersetzt aber leider nicht das große Netzteil für den Arbeits-Laptop.
Spezifikation & Technische Daten und Unterschiede zur 2024 Version
Im direkten Vergleich der technischen Spezifikationen fallen neben dem bereits erwähnten USB-Upgrade drei wesentliche Leistungswerte auf, die FlexiSpot optimiert hat: die maximale Verstellgeschwindigkeit, die Traglast sowie der Standby-Verbrauch.
Die maximale Verstellgeschwindigkeit wurde von 40 mm/s auf 50 mm/s angehoben. Der Tisch überbrückt den Hubweg damit schneller. Im Alltag zeigt sich dies bei groben Anpassungen als Vorteil, macht die präzise Feinjustierung im Millimeterbereich jedoch etwas kniffliger, da die Motoren sehr direkt ansprechen. Die Geräuschentwicklung der zwei Motoren bleibt trotz der höheren Geschwindigkeit moderat und liegt laut Messung weiterhin unter der 50-dB-Marke.
Zudem wurde die maximale Traglast von 160 kg auf 180 kg gesteigert. Zieht man das Gewicht unserer zwei Meter langen Test-Tischplatte ab (ca. 27 kg), verbleibt eine Netto-Zuladung von 153 kg – ausreichend Kapazität selbst für komplexe Setups mit mehreren Monitoren, schweren Gehäusen und Audio-Equipment. Ein weiterer, positiver Aspekt ist die Reduzierung des Standby-Verbrauchs: Dieser wurde von zuvor 0,5 Watt/Minute auf zeitgemäße 0,2 Watt/Minute mehr als halbiert.
| Technische Daten im Vergleich (Herstellerangaben) | ||
|---|---|---|
| Bezeichnung | E7 Pro (2026) | E7 Pro (2024) |
| Material | Stahl, diverse Kunststoffe | |
| Farbe (innen / außen) | Schwarz | |
| Tischplatten Breite | 800 mm - 2000 mm | |
| Tischplatten Tiefe | 600 mm - 800 mm | |
| Tischgestell Breite | 1100 mm - 1900 mm | |
| Tischgestell Höhe | 635 mm - 1285 mm | |
| Verstell Geschwindigkeit | 50 mm/s | 40 mm/s |
| Traglast | 180 kg | 160 kg |
| Hub-Säulen | 3 | |
| Motoren | 2 - Für jedes Tischbein jeweils ein Motor | |
| Schallpegel | < 50 dB | |
| Besonderheiten | C-förmiges Tischgestell, 20W USB-C (PD 3.0) | C-förmiges Tischgestell, Standard USB-A |
| Verbrauch im Standby | 0,2 W/min | 0,5 W/min |
Flexispot-Tischplatten im Kurz-Check
Da wir den FlexiSpot E7 Pro im Bundle mit der 200 x 80 cm großen Tischplatte im Ahorn-Dekor getestet haben, stellt sich unweigerlich die Frage: Lohnt sich der Preis von regulär rund 200 Euro (je nach aktueller Rabattaktion) für die herstellereigene Spanplatte, oder ist ein Gang in den Baumarkt die schlauere Alternative?
Ein transparenter Preis- und Aufwandsvergleich zeigt schnell, wofür man hier eigentlich bezahlt:
- Der Baumarkt-Standard
Ein einfacher Plattenzuschnitt (16 bis 19 mm Stärke) kostet in großen Baumärkten wie Bauhaus, toom oder Hornbach aktuell gerade einmal zwischen 30 und 50 Euro. Rein materiell ist die Ersparnis hier also enorm. Der Haken: Es handelt sich oft um rohe Zuschnitte, bei denen man die Kanten noch selbst mit Umleimern aufbügeln muss. Zudem muss man die unhandliche Platte selbst transportieren, das Gestell millimetergenau ausmessen und alle Befestigungslöcher selbst vorbohren. Ein kleiner Fehler beim Messen oder der falsche Bohrer, und das Laminat platzt unschön auf.
- Die Vollholz-Alternative
Echte Eichen-Massivholzplatten in 26 bis 27 mm Stärke liegen in dieser Dimension zwischen 149 Euro (z. B. bereits vorgeölt) und 225 Euro (für aufwendigere Designs mit echter Baumkante oder Schweizer Kante). Preislich liegt man hier also auf einem sehr ähnlichen Niveau wie bei der FlexiSpot-Spanplatte, erhält haptisch aber ein deutlich hochwertigeres Naturmaterial. Allerdings kommt hier noch Handarbeit hinzu: Unbehandelte Platten müssen noch geschliffen und geölt werden, und auch hier steht man vor der Herausforderung des Transports und der exakten Eigenbohrung.
- Das FlexiSpot-Original
Für die rund 200 Euro kauft man hier bei einer einfachen melaminharzbeschichteten Spanplatte in erster Linie den "Out-of-the-box"-Komfort. Die Platte wird per Spedition bis vor die Tür geliefert. Der absolut größte Pluspunkt ist die Passgenauigkeit: Die meisten Bohrungen für das Tischgestell und das Bedienteil sind maschinell millimetergenau gesetzt, was den Aufbau massiv beschleunigt und Messfehler völlig ausschließt. Zudem ist die Platte samt sauberen Kanten sofort einsatzbereit und extrem pflegeleicht.
Fazit zur Tischplatte
Wer auf jeden Cent achtet und keine zwei linken Hände hat, spart mit einer simplen Baumarkt-Spanplatte locker 150 Euro. Wer bereit ist, 200 Euro auszugeben, bekommt im Baumarkt dafür bereits massives Eichenholz – muss aber Schweiß, Öl und handwerkliche Präzision investieren. Wer jedoch den eigenen Stundenlohn und Nerven gegenrechnet, keine Lust auf Bohrschablonen und Spediteur-Spielen im Privat-PKW hat, bekommt mit der FlexiSpot-Platte ein nahtlos passendes "Rundum-sorglos-Paket".
Fazit zum FlexiSpot E7 Pro (2026)
Der FlexiSpot E7 Pro in der Version 2026 erweist sich im Test als ein solider und alltagstauglicher Begleiter für das Home-Office und Gaming-Setups, der das Rad jedoch nicht neu erfindet. In den typischen Arbeitshöhen – wie den von uns genutzten 74 cm im Sitzen und 110 cm im Stehen – vermittelt die Konstruktion eine unverändert hohe Stabilität. Die C-Füße sorgen für eine angenehme Beinfreiheit und werten den Tisch optisch auf. Erst wenn man den Tisch fast auf die maximale Höhe von 1,28 Metern ausfährt, wird er bauartbedingt ein bisschen wackeliger. Man muss sich aber schon dagegenstemmen, um ihn ins Wanken zu bringen.
Wo Licht ist, ist bei der Neuauflage allerdings auch Schatten, insbesondere beim Aufbau. Kritik üben wir an der teilweise verwirrenden Anleitung, deren Montageschritte und Übersetzungen stellenweise nicht ganz sauber durchdacht wirken. Noch ärgerlicher sind die fehlenden Vorbohrungen für die Kabelhalterung an der Tischplatte. Wer hier selbst zum Bohrer greifen muss, riskiert – wie in unserem Fall – leichte Abplatzungen an der Beschichtung.
Auch das mitgelieferte Kabelmanagement an sich bietet Raum für Kritik: Für ein minimalistisches Setup aus Laptop und Monitor ist die mitgelieferte Rinne ausreichend. Kommen jedoch ein Desktop-PC, externe Lautsprecher, Router und diverse Netzteile hinzu, stößt die Konstruktion rasch an ihre Kapazitätsgrenzen. FlexiSpot bietet in seinem Shop zwar alternative, deutlich massivere Systeme wie das integrierte Kabelmanagement- und Stromversorgungssystem CMP061 zum Zukauf an. Da wir diese optionalen Lösungen in diesem Test jedoch nicht vorliegen hatten, können wir an dieser Stelle keine Wertung darüber abgeben, wie gut diese das Platzproblem in der Praxis lösen.
Ein zwingendes Upgrade vom 2024er-Modell ist die 2026er-Version somit nicht. Die Erhöhung der Traglast auf 180 kg und die Verstellgeschwindigkeit von 50 mm/s sind auf dem Papier nette Ergänzungen, im normalen Büroalltag aber kaum spürbar. Der wirkliche Alltags-Mehrwert der Neuauflage liegt im Handbedienteil: Der Wechsel von einem langsamen USB-A-Port auf einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss mit 20 Watt (PD 3.0) ist praktisch, um das Smartphone während der Arbeit zügig aufzuladen. Nichtsdestotrotz: Ein 100-Watt-Anschluss wäre hier das absolute Sahnehäubchen gewesen, um als echte Alternative auch Laptops und alle möglichen anderen Geräte direkt ohne zusätzliches Netzteil versorgen zu können.
Im firmeninternen Vergleich ordnet sich das Modell präzise in der Mitte ein: Wer eine einfache, budgetorientierte Basisvariante sucht, greift zum E7H. Wer maximale Verwindungssteifigkeit für extrem schwere Aufbauten benötigt, findet in den 4-Bein-Gestellen wie dem E7Q oder dem E7 Plus die stabileren Alternativen.
Doch wie schlägt sich der E7 Pro gegen generische Konkurrenzprodukte? Ein spontaner Blick auf Plattformen wie Amazon zeigt, dass elektrisch höhenverstellbare Tischgestelle teils schon für deutlich unter 200 Euro zu haben sind. Hier muss man jedoch in Betracht ziehen, dass das E7 Pro Gestell preislich bei regulär rund 350 € liegt. Das wirft die Frage auf: Zahlt man hier den doppelten Preis für doppelt so gute Qualität?
Eigentlich schon fast. Günstige Alternativen bieten oftmals nicht dieselben Optionen bei der Traglast, den Hub-Säulen, der Verstellhöhe oder eben der massiven Stabilität. FlexiSpot liefert hier als renommierter Hersteller eine bewährte, robuste Technik ab – was nicht zuletzt durch die großzügige 10-jährige Garantie unterstrichen wird.
Zusammenfassend stimmt die Qualität für den aufgerufenen Preis absolut. Wer über die kleinen Tücken beim Aufbau und das einfache Kabelmanagement hinwegsehen kann, erhält ein langlebiges und optisch ansprechendes Tischgestell.
Pro
- Hohe mechanische Stabilität in den relevanten Arbeitshöhen
- Edles Erscheinungsbild und viel Beinfreiheit durch C-Füße
- Aufgewertetes Bedienpanel mit 20W USB-C (PD 3.0) Ladefunktion
- Hohe maximale Traglast (180 kg)
- 10 Jahre Herstellergarantie auf das Gestell
Contra
- Fehlende Vorbohrungen für die Kabelhalterung führten im Test zu Abplatzungen an der Platte
- Mitgelieferter Kabelkanal für umfangreiche Desktop-Setups zu klein dimensioniert
- Anleitung stellenweise verwirrend oder unpräzise übersetzt

























