G Skill Trident Z5 NEO RGB 32 GB Kit DDR5 6000 CL26 Test Review (Bild © PCMasters.de)
G.Skill Trident Z5 NEO RGB DDR5-6000 im Detail
Die Trident Z5 NEO RGB Kits gibt es in den Farben Schwarz und Weiß, wenn es um das Design geht. Bei den Spezifikationen gibt es viel mehr Auswahl und so listet Geizhals aktuell ganze 68 Varianten der Serie. Die Bandbreite reicht von DDR5-6000 bis DDR5-8000 und die höheren Taktraten werden über dedizierte EXPO/XMP-Profile angesteuert. G.SKILL testet die Riegel auf diese Spezifikation vorab. Die Variante in unserem Test ist „nur“ für 6.000 MT/s spezifiziert, dafür arbeitet sie aber mit knackigen CL26-36-36-96. Wer den RAM per Hand noch weiter in Richtung höherer Frequenz anpassen will, hat damit noch viel Spielraum.
Bei den Kapazitäten gibt es ebenfalls viele Optionen, weil G.Skill diverse Kits mit 24 bis hin zu 256 GB anbietet. Durch die Speicherkrise sind die Preise massiv gestiegen, weshalb bereits Kits mit 32 GB sehr teuer sind. 16-GB-Kits konnten wir nicht finden und lagernd waren nur die 24 GB Varianten zu finden, die wiederum 472 € kosten. Das hat vor allem mit der Knappheit zu tun, die den Preis weiter antreibt. Das Kit in unserem Test kostete vor einem Jahr 240 € und ist zum Testzeitpunkt nur von einem Shop für 1.439 € gelistet. Die Preise sind jenseits weit über einer verschmerzbaren Grenze und dem, was ein Endkunde bereit wäre, zu zahlen.
Das Design bleibt der Trident Z Serie treu und basiert weiter auf einem Sandwich-Kühler, der viele geschwungene Formen integriert. Bei einem weißen Kit hätten wir eigentlich erwartet, dass keine dicken schwarzen Streifen an den Seiten zu sehen sind, weil das massiv hervorsticht. Die beiden Elemente an den Seiten bestehen aus Aluminium und sind zum großen Teil matt mit einigen geschliffenen Linien auf der Oberfläche. Aluminium eignet sich als Material bestens, weil es auch noch die Abwärme der DDR5-Chips besser abführen kann. Wie gewohnt, sind die Aluminium-Elemente auf den Speicher geklebt.
Mit einer Höhe von 43,5 mm ist der RAM eher im Mittelfeld anzusiedeln und sollte keine Kompatibilitätsprobleme haben.
ARGB-Beleuchtung mit tollem Effekt
Sobald das System eingeschaltet ist, geht auch die dezent eingelassene ARGB-Beleuchtung an. Das milchige Plastik in der Mitte des Speichers leuchtet dann auf und wird durch das Aluminium an den Seiten weiter gestreut, was einen sehr schönen Effekt hat. Je nach Perspektive sieht man nicht den ganzen Streifen, was das wellenförmige Design weiter unterstreicht.
Wenn man die Beleuchtung steuern will, kann man die Trident Z Lighting Control Software von G.Skill nutzen, oder man kann die Synchronisation über die Software der Motherboards durchführen. Unterstützt werden mit ASUS Aura Sync, Gigabyte RGB Fusion 2, MSI Mystic Light Sync und ASRock Polychrome Sync alle gängigen Schnittstellen.
Profile für Intel- und AMD-Plattformen
G.Skill bietet auch bei seiner Trident Z5 NEO RGB-Reihe den passenden Support sowohl für Intel- als auch AMD-Speicherprofile. Der Speicher ist mit Intel XMP 3.0 und AMD EXPO kompatibel. Der Fokus liegt aber auf der AM5-Plattform und so ist man mit Prozessoren der Ryzen 7000- und 9000-Serie immer auf der sicheren Seite. Um diese Leistungseinstellungen zu aktivieren, muss beim Systemstart im BIOS das entsprechende Profil ausgewählt werden, was einen Neustart auslöst, um die Konfiguration zu übernehmen.
Die Module verfügen über eine On-Die-Fehlerkorrektur (ECC), eine Standardfunktion von DDR5, die Bitfehler intern erkennt und korrigiert. Diese Funktion soll die Datenintegrität bei ressourcenintensiven Aufgaben wie Software-Kompilierung, 3D-Rendering und komplexen Simulationen gewährleisten. Es ist jedoch kein echter ECC-RAM und er ist ungepuffert..
Die Energieverwaltung übernimmt ein integrierter Power Management Integrated Circuit (PMIC), der sich direkt auf dem Speichermodul befindet. Diese Komponente reguliert die Spannung und minimiert Schwankungen, wodurch Stabilität gewährleistet wird, wenn Leistungsprofile aktiv sind.
G Skill Trident Z5 NEO RGB 32GB DDR5 6000 CPU z Memory (Bild © PCMasters.de)
Unter den Standard-JEDEC-SPD-Einstellungen läuft der Speicher mit 2.400 MHz und CAS-Latenzzeiten von 42-40-40-77-117 bei 1,1 V. Diese Grundeinstellungen gewährleisten eine breite Systemkompatibilität und Stabilität beim ersten Systemstart. Um die Nenngeschwindigkeiten des Produkts zu erreichen, wird das EXPO-Profil aktiviert, wodurch die Betriebsspannung auf 1,450 V erhöht wird. Die Timings gehen dann aber auf knackige 26-36-36-96-132 herunter.
G.Skill Trident Z5 NEO RGB 32 GB DDR5-6000 Spezifikationen
Die Spezifikationen der Module beinhalten zwei JEDEC- und ein dann noch ein XMP-6000- und ein EXPO-6000-Profile, Nachfolgend eine Liste der verfügbaren Profile:
| JEDEC #5 | JEDEC #6 | JEDEC #7 | EXPO-6000 | |
|---|---|---|---|---|
| Taktrate | 2.166 | 2.400 | 2.400 | 3.000 |
| MT/s | 4.332 | 4.800 | 4.800 | 6.000 |
| CAS Latency CL | 36 | 40 | 42 | 26 |
| RAS# to CAS# Read Delay | 37 | 40 | 40 | 36 |
| RAS# to CAS# Write Delay | 37 | 40 | 40 | 36 |
| RAS# PRE Time | 70 | 77 | 77 | 96 |
| Row Cycle Time (TRC) | 106 | 117 | 117 | 132 |
| Spannung | 1,1 V | 1.1 V | 1,1 V | 1.45 V |
Verpackung und Lieferumfang
Bei der Verpackung sehen wir ein für G.Skill typisches Design der Umverpackung. Die äußere Schicht ist aus bedruckter Pappe und bietet damit Platz für Informationen und Feature-Hinweise. Oben ist eine Öffnung, die einen Blick auf den eigentlichen RAM gewährt. Man sieht die Specs und Seriennummern durch die Öffnung.
Die Rückseite bietet dann noch detaillierte Infos und auch einen Sticker zum Identifizieren der Module im Karton. In der Verpackung ist der RAM in einer Blisterverpackung gesichert.
Im Lieferumfang befindet sich neben den beiden RAM-Riegel auch eine Infokarte und ein G.Skill-Aufkleber für das PC-Gehäuse.
Das Testsystem
Die Tests werden auf dem CPU-Testsystem durchgeführt. Der Aufbau sieht wie folgt aus:
Das Testsystem
- CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D
- Mainboard: ASUS ROG CROSSHAIR X870E HERO
- m.2 SSD: G.Skill MP600 Elite, WD_Blue SN580 1 TB
- CPU-Kühler: DeepCool LS720
- Netzteil: NZXT C1500 Platinum
- Lüfter: 0
- Gehäuse: CoolerMaster Benchtable (offen)
Der Speicher tritt gegen weitere Module an, die wir bereits getestet habe. Nachfolgend eine Tabelle der wichtigsten Spezifikationen.
| G.Skill Trident Z5 NEO RGB 32 GB, @DDR5-7800 | G.Skill Trident Z5 NEO RGB 32 GB, DDR5-6000 | G.Skill Trident Z5 Royal RGB 48 GB, DDR5-6800 | G.Skill Dominator Titanium 48 GB @8000 MT/s | G.Skill Dominator Titanium 48 GB @7000 MT/s | G.Skill Dominator Titanium 48 GB DDR5-6000 | Lexar ARES 2 RGB Black DIMM Kit 32GB, DDR5-8000 | Lexar ARES RGB Black DIMM Kit 32GB, DDR5-6400 | XPG LANCER NEON RGB 32 GB DDR5-6000 | G.Skill Trident Z5 Royal RGB Silver 64 GB, DDR5-6400 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modell-Nr. | F5-6000J2636H16GX2-TZ5NRW | F5-6000J2636H16GX2-TZ5NRW | F5-6800J3446F48GX2-TR5S | CMP48GX5M2B6000C30 | CMP48GX5M2B6000C30 | CMP48GX5M2B6000C30 | LD5EU016G-R6400GDLA | AX5U6000C3016G-DCLANRSG | LD5EU016G-R 6400GDLA | F5-6400J3239G32GX2-TR5S |
| Taktrate | 7.800 MT/s | 6.000 MT/s | 6.800 MT/s | 8.000 MT/s | 7.000 MT/s | 6.000 MT/s | 8.000 MT/s | 6.400 MT/s | 6.000 MT/s | 6.400 MT/s |
| Kapazität | 2 x 16 GB | 2 x 16 GB | 2 x 24 GB | 2 x 24 GB | 2 x 24 GB | 2 x 24 GB | 2 x 16 GB | 2 x 16 GB | 2 x 16 GB | 2 x 32 GB |
| CAS Latency CL | 34 | 26 | 34 | 38 | 36 | 30 | 38 | 32 | 30 | 32 |
| RAS# to CAS# Read Delay | 43 | 36 | 34 | 38 | 36 | 30 | 38 | 32 | 30 | 32 |
| RAS# to CAS# Write Delay | 43 | 36 | 46 | 48 | 44 | 36 | 48 | 38 | 40 | 39 |
| RAS# PRE Time | 43 | 36 | 46 | 48 | 44 | 36 | 48 | 38 | 40 | 39 |
| Cycle Time tRAS | 115 | 96 | 108 | 127 | 127 | 76 | 100 | 76 | 76 | 102 |
| Command Rate CR | 133 | 146 | 163 | 195 | 171 | 146 | 195 | 154 | 116 | 141 |
| Spannung | 1,45 V | 1,45 V | 1,35 V | 1,42 V | 1.42 V | 1,40 V | 1,45 V | 1,4 V | 1,35 V | 1,4 V |
G.Skill Trident Z5 NEO RGB 32 GB Übertaktung
Die Chips geben bei DDR5-Speichermodulen oft mehr her, als der Hersteller angibt. G.Skill ist auch für seine übertaktungsfreudigen Speicher bekannt. Wir haben die Module nicht geöffnet, aber in der Serie werden meist SK Hynix Chips verbaut. Neben den spezifizierten 6.000 sollte man an der Taktschraube noch drehen können, auch wenn die Latenzen etwas gelockert werden müssen.
Bei unserem Mustern konnten wir maximal bis 7.800 MT/s hoch gehen, weil ab dann der Speicher instabil wurde (30min-Stresstest). Die Spannung mussten wir nicht angehoben werden, weshalb wir weiterhin bei 1,450 Volt bleiben konnten. Die Benchmarks zeigen die Leistung des Speichers mit den höheren Frequenzen.
Synthetische Benchmarks
3D Mark
PCMark 10
GeekBench 6
7-Zip
Cinebench R20
AIDA64 v7.00
Niedrigere Latenzen sind besser.
Spiele-Benchmarks
Shadow of the Tomb Raider
Final Fantasy XV Benchmark
DDR5-RAM-Vergleich mit Rating
Die Leistung des G.Skill Trident Z5 NEO RGB Speichers ist im Auslieferungszustand mit EXPO-Profil DDR5-6000 im Mittelfeld und km sich insgesamt mit höherer Taktung auf dem AM5-System. Die Timings kon nten wir nicht stabil runter bekommen, weshalb der Trade-off eher schlecht ist. Wir würden den RAM empfehlen auf den Sweetspot von 6.400 MT/s zu setzen, ohne die Timings zu ändern.
Der Datendurchsatz ist durch den höheren Takt dennoch im Durchschnitt bessder geworden, auch wenn die Leistung in den meisten Benchmarks dabei schlechter ausfiel.
Kühlung
Die Kühler sind vergleichsweise groß und verteilen die Abwärme gut, weil die Aluminiumkühlplatten an den Seiten ihre Arbeit gut verrichten. Man sollte vor allem bei Übertaktung auf einen guten Luftfluss im Gehäuse achten, damit der RAM stabil bleibt. Bei uns war der RAM im Auslieferungszustand mit EXPO-Profil dennoch stabil.
Fazit zum G.Skill Trident Z5 NEO RGB
G.Skill kann mit dem Trident Z5 NEO RGB liefern und die Leistung des hier getesteten 32-GB-Kits mit CL26-Timings zeigt, dass der Speicher im Sweetspot für DDR5-Speicher auf AM5-Systemen mit Ryzen 7000- und Ryzen-9000er-CPUs am aller besten performt, denn 6.000 bis 6.400 MT/s sieht AMD den Speicher am effizientesten. Auch wenn es Kits mit 8.000 MT/s auf dem Markt gibt, sind sie gerade unter der aktuell prekären Lage auf dem Speichermarkt, einfach überteuert und es empfiehlt sich auf die Basics zu konzentrieren. Im Test konnten wir die Taktfrequenz zwar deutlich steigern, aber der Effekt war alles andere als positiv, weshalb es sich bei dem RAM viel mehr lohnt, das EXPO Profil mit DDR5-6000 zu verwenden.
Bei dem Design geht G.Skill keine neuen Wege, was auch nicht sein muss, denn der Speicher in Weiß sieht verdammt schick aus und wird bei eingeschalteter ARGB-Beleuchtung nochmals schöner. Die Beleuchtung betont die wellenförmigen Linien und Akzente des Alu-Kühlers und sieht im System sehr harmonisch aus. Die Kühler verrichten ihre Arbeit ordentlich, dennoch ist es immer empfehlenswert, für ausreichenden Luftstrom im Gehäuse zu sorgen.
Die eingeschränkte lebenslange Garantie ist super und lobenswert. Negativ fällt aktuell aber nur der Preis auf, der aufgrund von Knappheit utopisch hoch liegt. 32-GB-Kits der Serie, die vor einem Jahr um 240 € kosteten, sind auf einmal für 1.200 bis 1.400 € zu finden. Dabei sind größere Kits auf einmal günstiger und auf Geizhals ist mehr als die Hälfte der Modelle nicht lagernd. Das ist eine frustrierende und traurige Entwicklung, für die G.Skill selbst nicht viel tun kann, wie die Sprecher des Unternehmens bei Gamersnexus vor einigen Monaten erläutert haben.
Damit bleibt ein nüchternes Fazit, denn die Leistung und das Design des Trident Z5 NEO RGB 32 GB sagen uns sehr zu, aber bei den abgerufenen Preisen ist der Speicher nur für absolute Enthusiasten zu empfehlen, die tiefe Taschen haben oder bereit sind, auf die breitere Verfügbarkeit zu warten.
Pro
- Schickes Design
- Aluminiumkühler
- AMD EXPO-OC-Profil, geht aber auch auf Intel-Systemen
- Gut umgesetzte ARGB-Beleuchtung
- Übetraktung möglich (aktive Kühlung empfohlen)
- Modularer Ansatz mit abnehmbarem ARGB-Module
- Eingeschränkte, lebenslange Garantie
Contra
- Preise chaotisch und unberechenbar hoch










