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Mechanische Switches und jede Menge RGB-Beleuchtung

SteelSeries Apex 5 im Test: Die Speerspitze der Mittelklasse-Tastaturen für Gamer

Die Tastaturen der Apex-Serie von SteelSeries bieten RGB-Beleuchtung, erstklassige Verarbeitung und weitere Features – je nach Modellvariante. In diesem Test haben wir das Mitteklasse-Modell SteelSeries Apex 5 unter die Lupe genommen und verraten euch, was dieses Modell von den Geschwistern unterscheidet und wer hier zugreifen sollte.

Mit der Apex 5 präsentiert SteelSeries eine Tastatur die sich preislich und hinsichtlich der technischen Ausstattung zwischen der Einsteiger-Tastatur Apex 3 und dem Highend-Modell Apex Pro bewegt. Sie bestitzt eine vielseitigere RGB-Beleuchtung als die Apex 3, punktet jedoch mit dem Display welches schon von der Apex Pro bekannt ist – den zusätzlichen durchgeschliffenen USB-Port sucht man jedoch vergebens.

SteelSeries Apex 5

Aktuell kostet die SteelSeries Apex 5 etwa 120€. Dafür erhält man einen ebenso spartanischen Lieferumfang wie bei den Schwestermodellen. Im stabilen und ordentlich bedruckten Karton befindet sich neben der Tastatur eine magnetisch an der Tastatur zu befsetigende Handballenauflage.

Sowohl die Handballenauflage, die bei allen Apex Tastaturen der aktuellen Produktfamilie identisch ist, als auch die Apex 5 selbst sind hochwertig verarbeitet. Die Handballenauflage wird auch bei dieser Tastatur mit Hilfe zweier magnetischer Verbindungen an der Tastatur angebracht. Die gummierte Oberfläche bietet in Verbindung mit dem leicht ansteigenden Neigungswinkel ein hohes Komfortlevel.

SteelSeries Apex 3

Die Switches unterhalb der Keycaps bezeichnet SteelSeries als „Mechanische Hybrid-Blue-Gaming Schalter“ beschrieben, garaniert wird eine Haltbarkeit bis zu 20 Millionen Tastenahschlägen. Tatsächlich erinnern Haptik und Klang der Switches, die zudem auch aus blauem Kunststoff gefertigt sind, an die ebenfalls „Blau“ assoziierten Schalterr aus dem Hause Cherry.

SteelSeries Apex 3An der Unterseite der Tastatur finden wir das Apex typische Kabelmanagement. Das USB-Kabel kann wahlweise rechts, links oder mittig von der Tastatur abgehen, was einen aufgeräumten Look auf dem Schreibtisch unterstützt.

Unser Testmodell wurde uns von SteelSeries zur Verfügung gestellt, diese Unterstützung bei der Durchführung unseres Tests hat keinen Einfluss auf die Bewertung.

Bilder

Schreibgefühl

Das Schreibgefühl, welches man als Anwender mit der SteelSeries Apex 5 erlebt, ist durchgehend positiv. An den Druckpunkt und das Klickgeräusch der Tasten gewöhnt man sich innerhalb weniger Stunden – auch wenn es sich bei diesen Geräuschen ganz eindeutig um eine Geschmacksfrage handelt. Das eigentliche Schreiben von Texten, egal ob kurze Chatnachricht oder eine Hausarbeit fürs Studium, geht mit dieser Tastatur sehr angenehm und vonstatten, da sich alle Tasten zielsicher ansteuern lassen. Eine Schreibblockade oder ein kreativer Durchhänger können natürlich auch weiterhin vorkommen, lassen sich jedoch nicht auf die Tastatur abwälzen.

Die Tastatur ist neben einem vollständigen Tastensatz inklusive Nummernblock auch mit einer Walze zur Steuerung der Lautstärke und mit einem Multimedia-Taster zur kontextsensitiven Steuerung verschiedener Medien-Funktionen ausgeestattet. Wie bereits erwähnt, fehtl der integrierte USB-Hub der Apex Pro, das von diesem Modell bekannte Schwarz-Weiß-Display ist jedoch auch an der Apex 5 vorhanden.

Apex 5 im täglichen Gebrauch

Der wahre Nutzen einer Tastatur zeigt sich in ihrem täglichen Einsatz. Egal ob man Texte schreibt, chattet oder spielt: Nur wenn eine Tastatur wirklich genutzt wird, zeigt sich ihr Nutzwert. Das bereits genannte positive Schreibgefühl der SteelSeries Apex 5 kommt beim verfassen zusammehängender Texte, aber auch ingame voll zum tragen. Das optionale Kabelmanagement an der Unterseitze sorgt neben einem aufgreäumten Schreibtisch auch für weniger verhedderte Kabel und andere Ärgernisse dieser Kategorie. Wer an dieser Tastatur einen Schwachpunkt suchen will, der wird sich an den nicht vorhandenen Status-LEDs für NumLock, Capslock oder die Rollfunktion stören. Diese Statusinformation ist leidlgich in der Beleuchtung der jeweilgen Taste hinterlegt. Das geschieht, indem die Taste nach erfolgter Betätigung in der „normalen“ RGB-Konfiguration erstrahlt, oder eben, nach ihrer bei Aktivierung, in weiß beleuchtet wird. Bei der NumLock Taste stört dies nicht und kann als überzeugende Lösung angesehen werden. Die Capslock jedoch, eine Taste die bei Schnellschreibern oft mehr oder weniger vom Handrücken verdeckt ist, kann dies gelegentlich für Irritationen sorgen.

RGB-Beleuchtung und Display

SteelSeries Apex 5 SoftwareWie bei Produkten mit Gaming-Label üblich, verfügt auch die Apex 5 über eine ausgefeilte RGB-Beleuchtung. Wer das möchte, kann für jede Taste eine einzelne Beleuchtungsfarbe und einen Effekt, der bei Betätigung der Taste ausgelöst wird, einstellen und die Tastatur so sehr vielseitig individualisieren.

Zusätzlich ist es möglich, unterschiedliche Profile für verschiedene Spiele und Anwendungen zu erstellen, sodass die Tastatur visuell auch hier immer zum jeweiligen Einsatzszenario passt. Diese Profile beziehen teilweise auch das Display mit ein. Da dieses Display mit demjenigen, wie es in der SteelSeries Apex Pro verbaut ist, identisch ist, verzichten wir an dieser Stelle darauf, die Beschreibung des Displays zu wiederholen.

SteelSeries Apex 5 Software

Die Konfiguration von Display, Beleuchtung und weiteren Eigenschaften der Tastatur erfolgt wie auch bei den Schwestermodellen über die SteelSeries Engine 3, eine zuverlässige und logisch aufgebaute Software des Herstellers.

Fazit

SteelSeries Apex 5 AwardIn Form der Apex 5 hat SteelSeries eine hervorragende Tastatur im Bereich der Mittelklasse-Gaming-Tastaturen vorgelegt. Die Tastatur hat einen einwandfreien Alltagsnutzen, kann vielseitig individualisiert und mit der RGB-Beleuchtung an den persönlichen Geschmack angepast werden.

Der aktuelle Preis von etwa 120 Euro ist aus unserer Sicht durchaus fair. Die Tastatur bietet eine bessere Verarbeitung als viele andere Tastaturen mit ähnlicher Ausstattung und setzt sich durch kleine Details wie die magnetische Arretierung der Handballenauflage von vielen Konkurrenzprodukten ab.

Das Tippgefühl der an MX-Blue-Switches erinnernden Schalter macht sich sowohl ingame als auch beim Arbeiten am Rechner positiv bemerkbar, da der Auslösepunkt gut zu spüren ist und so keine Notwendigkeit besteht, die Taste bis zum Anschlag durchzudrücken.

Der im Vergleich zu anderen Modellen fehlende USB-Hub. bzw durchgeschliffene Port, die eher minimalistische ausführung von Multimedia-Tasten und die nicht vorhandenen Status-LEDs kann auch das nette Gimmick des verbauten dsiplays nicht vollständig aufwiegen. Letztlich vergeben wir nach unserem Test der SteelSeries Apex 5 eine durchaus vorzeigbare Wertung von 86%.


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