UniFi OS Server 5 1 40 Dashbaord  Bild © UbiquitiUniFi OS Server 5 1 40 Dashbaord (Bild © Ubiquiti)

Eine der wichtigsten Neuerungen in Version 10.5.67 ist die 24-Stunden-Aktivitätszeitleiste. Mit diesem Tool können Administratoren die Client-Konnektivität, Roaming-Muster, die Anwendungsnutzung und den allgemeinen Netzwerkzustand über eine einzige Oberfläche verfolgen. Die Überwachungssuite enthält nun spezifische Kennzahlen zur Verbindungsqualität, wie Signalstärke, Latenz, Paketverlust und Übertragungswiederholungen (TX-Retry). Nutzer können zudem analysieren, wie sich die Leistung der Access Points und der Roaming-Verlauf über einen gesamten Tageszyklus auf das Endnutzererlebnis auswirken.

Safe Ops: Netzwerkresilienz und Wiederherstellungsmechanismen

Das Update führt „Safe Ops“ ein, eine Reihe von Funktionen, die darauf abzielen, Ausfallzeiten zu reduzieren und die Betriebsstabilität in allen Bereitstellungen zu verbessern.

Zu den wichtigsten technischen Neuerungen gehören:

  • Auto STP Edge: Das System weist Ports, die mit Endgeräten verbunden sind, nun automatisch als Edge-Ports zu.
  • Link-Debounce-Steuerung: Diese Steuerung dient dazu, Link-Flapping zu mindern, das durch instabile Verbindungen oder kurze Unterbrechungen verursacht wird. Für diese Funktion ist die USW-Firmware 7.5.4 oder neuer erforderlich.
  • Test and Confirm Rollback: Um einen Verbindungsverlust während Updates zu verhindern, kann das System nun Konfigurationsänderungen automatisch rückgängig machen, falls die Verbindung zum Gerät unterbrochen wird. Dies gilt derzeit für Internet- und Netzwerkeinstellungen und erfordert UniFi OS 5.1.12 oder neuer.
  • Device Supervisor: Es wurden globale Steuerungen für die automatische Wiederherstellung hinzugefügt, die konfigurierbare Schwellenwerte für die Zustandsüberwachung und Wiederherstellung ermöglichen.

UniFi OS Server 5 1 40 OpsUniFi OS Server 5 1 40 Ops (Bild © Ubiquiti)

Verbesserungen an der Routing- und Sicherheitsinfrastruktur

Das Update der Netzwerkanwendung enthält mehrere Verbesserungen an Routing-Protokollen und Sicherheitsdiensten. Eine wesentliche Änderung ist die Unterstützung für die Migration von Suricata 6 auf Suricata 8 (erfordert UniFi OS 5.1.20 oder neuer), die während des Upgrade-Vorgangs bis zu einer Stunde dauern kann.

Weitere technische Verbesserungen umfassen:

  • BGP und OSPF: Sortierfunktion für Nachbarentabellen und eine neue Option zum Anzeigen von BGP an SD-WAN wurden hinzugefügt.
  • VPN-Verbesserungen: Die Konfiguration lokaler Subnetze ist nun für richtlinienbasierte IPsec-Site-to-Site-VPNs verfügbar, und die Validierung wurde sowohl für BGP- als auch für VPN-Client-Konfigurationen verbessert.
  • Firewall-Verwaltung: Die Richtlinien-Tabelle unterstützt nun eine Aktion zum Duplizieren und enthält Spalten für „Firewall-Treffer“ und „Letzter Treffer“.
  • Netzwerkgrenzen: Das VLAN-Limit für EFG IDS/IPS wurde von 25 auf 64 erhöht.

Siehe auch:

Aktualisierungen der Infrastruktur-Topologie und der Hardware

Die Ansicht „Infrastruktur-Topologie“ wurde erweitert und umfasst nun auch Access Points mit kabelgebundenen Downlinks sowie Ereignisse im Zusammenhang mit Uplink-Änderungen und Geräte-Updates. Verbindungsereignisse von Geräten von Drittanbietern sind nun ebenfalls auf der Topologie-Zeitleiste sichtbar.

Zu den spezifischen Hardware-Aktualisierungen gehören:

  • UDM Beast: Hinzufügung einer Hardware-Beschleunigungsoption.
  • EAV Bridge: Integration einer Infrarot-Statusanzeige (erfordert Firmware 1.0.9 oder neuer).
  • WAN-Verwaltung: Ein neues, anpassbares Verhalten für den Neustart bei Internetausfall ermöglicht es Administratoren, Verzögerungen festzulegen und Wiederherstellungszyklen zu begrenzen, um wiederholte Modem-Neustarts bei längeren Ausfällen zu verhindern.

Fehlerbehebungen und Systemstabilität

UniFi OS Server 5.1.40 behebt mehrere kritische Systemprobleme, darunter verbesserte Linux-Verzeichnisberechtigungen und eine Korrektur für den Windows Elevation Service in Bezug auf aktive Benutzer-Token. Benutzer, die von Letzterem betroffen sind, müssen das Installationsprogramm im Vordergrund ausführen, um das Update manuell anzuwenden.

In der Netzwerk-App behebt diese Version Sicherheitslücken, die im Sicherheitshinweis 067 beschrieben sind. Weitere Korrekturen umfassen die Behebung von Fehlern bei der WPA-Enterprise-SSID-Übertragung, die durch veraltete RADIUS-Geheimnisse verursacht wurden, die Behebung von LTE-Pro-Failover-Problemen sowie die Korrektur eines Fehlers, bei dem das Wiederherstellen eines Backups die Hardware-Offloading-Funktion auf kompatiblen Konsolen deaktivierte.