UniFi Network 10 6 Release  Bild © UbiquitiUniFi Network 10 6 Release (Bild © Ubiquiti)

Optimierte Topologieanalyse für große Installationen

Visuelle Unübersichtlichkeit verlangsamt oft die Fehlerbehebung in dichten Umgebungen. Um dem entgegenzuwirken, ermöglicht die Funktion „Topology Spotlight“ Benutzern, bestimmte Gruppen von Clients zu isolieren. Das System blendet nicht relevante Geräte automatisch aus, wodurch unnötige Daten aus der Ansicht entfernt werden und IT-Teams sich auf das Verhalten einer bestimmten Teilmenge des Netzwerks konzentrieren können. Diese Änderung reduziert den Zeitaufwand für das manuelle Durchsuchen von Gerätediagrammen während aktiver Vorfälle.

UniFi Network 10 6 Time MachineUniFi Network 10 6 Time Machine (Bild © Ubiquiti)

Drahtlose Überwachung und Funkautomatisierung

Die WLAN-Verwaltung in Version 10.6 umfasst nun eine historische Leistungsüberwachung über „Time Machine“ innerhalb der Funkübersicht. So können Administratoren vergangene Access-Point-Ereignisse und Leistungstrends überprüfen, anstatt sich allein auf Echtzeitdaten zu verlassen.

Für die proaktive Wartung unterstützt „Channel AI“ nun die nächtliche Automatisierung, wodurch die Kanaloptimierung in Zeiten mit geringem Datenverkehr verlagert wird. Zusätzlich wird ein „Multicast Suppressor“-Tool eingeführt, um Broadcast-Stürme in Bereichen mit hoher Geräte-Dichte zu verhindern. Diese Funktion erfordert UAP 8.8 oder neuer und wird zunächst über Early Access verfügbar sein.

UniFi Network 10 6 Port LockUniFi Network 10 6 Port Lock (Bild © Ubiquiti)

Aktualisierungen zur Port-Transparenz und physischen Sicherheit

Die Port-Übersicht wurde um „Time Machine“ erweitert und bietet nun eine historische Aufzeichnung der Port-Aktivität. Das hilft dabei, den Beginn bestimmter Verbindungsprobleme zurückzuverfolgen oder Muster in der Port-Nutzung im Zeitverlauf zu erkennen. Die Sicherheit der physischen Infrastruktur wird zudem durch die Einführung der Port-Sperre erweitert. Diese erste Phase der Port-Sicherheit konzentriert sich auf den Schutz von PoE-Verbindungen für UniFi-Geräte. Die Funktion erfordert Switch-Firmware 7.6 oder neuer und soll im Rahmen von Early Access veröffentlicht werden.

UniFi Network 10 6UniFi Network 10 6 SafeOpsUniFi Network 10 6UniFi Network 10 6 SafeOps (Bild © Ubiquiti)

Konfigurationssicherheit und Massenverwaltung von Geräten

Das Aktualisieren einer großen Geräteflotte birgt oft das Risiko weitreichender Ausfallzeiten aufgrund einer einzigen Fehlkonfiguration. Network 10.6 mindert dieses Risiko durch die Einführung detaillierterer Massenaktualisierungen für Geräte und die Erweiterung von SafeOps. SafeOps deckt nun auch Änderungen am Management-VLAN ab. Wenn eine neue Konfiguration übertragen wird, die die Konnektivität unterbricht, nutzt das System einen Rollback-Schutz mit Test-und-Bestätigungs-Funktion, um die Geräte automatisch in ihren letzten bekannten funktionsfähigen Zustand zurückzusetzen. Das verhindert, dass Administratoren während VLAN-Migrationen keinen Zugriff mehr auf die Remote-Hardware haben.

Standortausfallsicherheit und Blueprint-Nachverfolgung

Für diejenigen, die mehrere Standorte verwalten, identifiziert der Drift Inspector in Blueprints nun Konfigurationsabweichungen. Er markiert, an welchen Stellen ein Standort vom genehmigten Blueprint abgewichen ist, und ermöglicht gleichzeitig dokumentierte Ausnahmen. Zur Beurteilung der Hardware-Redundanz führt das Update einen „High Availability Readiness Score“ ein. Dieser liefert eine Kennzahl, die darauf basiert, ob das Netzwerk einzelne Ausfallpunkte in den Bereichen Internetdienstanbieter, Stromversorgung und Gateway beseitigt hat.