UniFi Protect 7 2 Release  Bild © UbiquitiUniFi Protect 7 2 Release (Bild © Ubiquiti)

Beweisüberprüfung und Signaturen

Eine der wichtigsten Neuerungen in Version 7.2 ist ein neues Beweissystem, das die Integrität von Videoaufzeichnungen gewährleisten soll. Das System nutzt kryptografische SHA-256-Fingerprints und digitale Signaturen zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. So kann über ein spezielles Überprüfungsportal unter evidence.ui.com sicherstellt werden, dass heruntergeladene Clips nicht verändert wurden.

UniFi Protect 7 2 Signature HashUniFi Protect 7 2 Signature Hash (Bild © Ubiquiti)

Ergänzt wird dies durch ein aktualisiertes Fallmanagementsystem, das die Nachverfolgung der Beweiskette implementiert. Diese Funktion erstellt einen detaillierten Prüfpfad, der dokumentiert, welche Mitarbeiter einen Fall eingesehen haben, auf welche spezifischen Ressourcen zugegriffen wurde und welche Beweismittel heruntergeladen wurden und bietet so eine transparente Aufzeichnung vom Beginn eines Vorfalls bis zu seiner Klärung.

UniFi Protect 7 2 AnbieterUniFi Protect 7 2 Anbieter (Bild © Ubiquiti)

Integration von Drittanbietern und POS-Funktionen

UniFi Protect 7.2 erweitert seine ONVIF-Unterstützung, um eine breitere Kompatibilität mit Kameras von Drittanbietern zu ermöglichen. Administratoren können nun Aufzeichnungs- und Kodierungseinstellungen zentral verwalten, Geräte von Drittanbietern mit einem gemeinsamen UniFi-Zeitserver synchronisieren und Kamera-I/O-Ports für spezifische Trigger-und-Aktion-Workflows konfigurieren.

UniFi Protect 7 2 ZahlungUniFi Protect 7 2 Zahlung (Bild © Ubiquiti)

Zudem führt das Update eine flexible Point-of-Sale-API (POS) ein. Damit können Gewerbe und Einzelhandelsbetreiber Transaktionsmetadaten direkt mit dem entsprechenden Videomaterial verknüpfen, was die Suche nach bestimmten Geschäftstransaktionen effizienter macht.

UniFi Protect 7 2 ErkennungUniFi Protect 7 2 Erkennung (Bild © Ubiquiti)

KI-Verbesserungen und Sicherheitsüberwachung

Die Software bietet nun eine Echtzeit-Erkennung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) über AI Key. Diese Funktion ist für risikoreiche Umgebungen wie Lagerhallen und Baustellen konzipiert und meldet Sicherheitsverstöße, wenn erforderliche Ausrüstung nicht erkannt wird.

Um die Genauigkeit der Warnmeldungen zu erhöhen, wurde ein Verifizierungsdienst der zweiten Stufe implementiert. Wenn die anfängliche Edge-KI ein Ereignis mit geringer Konfidenz oder widersprüchlichen Klassifizierungen erkennt, sendet das System die Daten zur Überprüfung an ein robusteres Modell der zweiten Stufe, wodurch die Häufigkeit von Fehlalarmen reduziert wird.

Mobile Benutzeroberfläche und globales Standortmanagement

Die mobile App wurde aktualisiert und unterstützt nun das Bild-für-Bild-Scrollen direkt in der Zeitleiste. Außerdem wurden neue anpassbare Widgets hinzugefügt, mit denen Nutzer einheitliche, dimmbare POE-Flutlichter steuern und Türschlösser über Superlink-Relais bedienen können.

Für Unternehmen, die verteilte Umgebungen verwalten, bietet der Site Manager nun eine native Multi-Tenant- und Multi-Site-Ansicht. Dieses zentralisierte Dashboard ermöglicht es Sicherheitsteams, globale Bereitstellungen zu überwachen und die Infrastruktur über mehrere Standorte und Mandanten hinweg von einer einzigen Oberfläche aus zu verwalten.