UniFi Network 10 4 Infrastructure (Bild © Ubiquiti)
Verbesserungen bei Routing und SD-WAN
Eine der wichtigsten Neuerungen in dieser Version ist die Unterstützung für SD-WAN-Underlay im Port Manager. Diese Funktion ermöglicht direkte Underlay-Verbindungen zwischen SD-WAN-Hubs, was den Datenverkehr mit geringer Latenz erleichtern soll. Die Unterstützung ist zwar bereits im Port Manager vorhanden, die vollständigen Konfigurationsmöglichkeiten werden jedoch erst in einer späteren Version des Site Managers integriert. Zu den weiteren Verbesserungen der Konnektivität gehört die Unterstützung von 1500 MTU für PPPoE. Zudem haben die Entwickler das IPsec Policy-Based Routing verfeinert, indem sie WireGuard- und OpenVPN-Clients aus der Auswahl „Lokales Netzwerk“ entfernt haben, was präzisere Routing-Konfigurationen gewährleistet.
Sicherheitsmigration und Systemstabilität
Das Update ermöglicht eine Migration von Suricata 6 auf Suricata 8. Für dieses Upgrade ist UniFi OS 5.1.20 oder eine neuere Version erforderlich. Benutzer sollten beachten, dass der Migrationsprozess bis zu einer Stunde dauern kann. Um Systeminstabilität auf Konsolen zu vermeiden, die bereits eine hohe Ressourcenauslastung aufweisen, überspringt die Anwendung das automatische Upgrade, sodass Administratoren den Vorgang manuell über die CyberSecure-Einstellungen auslösen können.
Was die Stabilität angeht, wurde die Anwendung optimiert, um unter hoher Last zuverlässiger zu laufen. Die Auslösungslogik für den abgesicherten Modus wurde ebenfalls verbessert, und im SafeOps-Menü steht nun eine neue Option zum Schutz der Datenebene zur Verfügung.
Verbesserungen bei der Verwaltung und der Benutzeroberfläche
Die Verwaltungstools wurden erweitert, um detailliertere Daten bereitzustellen. Der Port-Manager zeigt nun „Last Seen“-Informationen in den Tooltips zu Anomalien an, und die Policy-Tabelle wurde um die Spalten „Hits“ und „Last Hits“ ergänzt, um eine genauere Verkehrsanalyse zu ermöglichen. Für die Client-Verwaltung steht auf der Seite „Clients“ nun ein Filter „Person“ für Nutzer von One-Click-WLAN zur Verfügung.
Das Update behebt außerdem bestimmte Hardware-Verhaltensweisen. Die EAV-Bridge unterstützt nun eine Infrarot-Statusanzeige, sofern auf dem Gerät die Firmware 1.0.9 oder höher läuft. Außerdem wurde die „Auto STP Edge“-Logik angepasst, um Sonos-Geräte von automatischen BPDU-Guard-Zuweisungen auszuschließen, wodurch potenzielle Netzwerkkonflikte reduziert werden.
Wichtige Fehlerbehebungen
In diesem Build wurden mehrere hardwarespezifische Fehler behoben. Eine wichtige Korrektur betrifft den UX7, bei dem das Deaktivieren eines LAN-Ports zuvor die Konfigurationsbereitstellung für andere Mesh-Access-Points blockierte. Ebenso wurde ein Problem behoben, das EF-Core-LAG-Ports betraf und bei dem Jumbo-Frames nicht korrekt angewendet wurden.
Zu den weiteren Korrekturen gehören die Behebung seltener Fehler bei der Switch-Einbindung sowie eine Korrektur am AV-Manager, der zuvor nicht angezeigt wurde, wenn an einem Standort keine Switches eingebunden waren. UI-Fehler, wie die falsche Statusanzeige der WLAN-Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Broadcast-Einstellungen, wurden ebenfalls beseitigt.
