UniFi Network Application 10 5 43 (Bild © PCMasters.de)
Eine wichtige Neuerung in dieser Version ist die Client-Beobachtbarkeits-Suite. Administratoren können nun auf eine 24-Stunden-Aktivitätszeitleiste zugreifen, die Verbindungsereignisse, Roaming-Verlauf und Anwendungsnutzung zusammenfasst. Dieses Tool soll die Fehlerbehebung vereinfachen, indem es Netzwerkzustandsmetriken – wie Paketverlust, Latenz und Signalstärke – in einer einzigen chronologischen Ansicht zusammenführt. Dies ermöglicht eine genaue Analyse, wie sich die Leistung des Access Points über einen ganzen Tag hinweg auf bestimmte Client-Erfahrungen auswirkt.
Betriebssicherheit durch Safe Ops
Um ungeplante Ausfälle zu reduzieren, führt das Update „Safe Ops“ ein, eine Reihe proaktiver Schutzmechanismen. Dazu gehört die „Auto STP Edge“-Funktion, die an Endgeräte angeschlossene Ports automatisch als Edge-Ports klassifiziert. Zusätzlich wurden „Link Debounce“-Steuerungen hinzugefügt, um Verbindungen zu stabilisieren, indem die Auswirkungen kurzer Unterbrechungen reduziert werden, die typischerweise zu Link Flapping führen. Für das Konfigurationsmanagement bietet die „Test and Commit“-Funktion eine Absicherung, indem sie Netzwerk- oder Interneteinstellungen automatisch zurücksetzt, falls das Gerät nach einem Update die Verbindung verliert. Diese Funktion erfordert UniFi OS 5.1.12 oder neuer. Außerdem wurde der Device Supervisor um globale Auto-Recovery-Steuerelemente erweitert, die konfigurierbare Schwellenwerte für die Zustandsüberwachung und Wiederherstellung ermöglichen. Beachte, dass bestimmte Safe Ops-Funktionen USW 7.5.4 oder neuer erfordern.
Verbesserungen bei Infrastruktur und Routing
Das Update 10.5.43 bringt mehrere technische Verbesserungen für das Routing und die VPN-Verwaltung. Benutzer können nun lokale Subnetze für policybasierte IPsec Site-to-Site-VPNs konfigurieren und die Option „Advertise BGP to SD-WAN“ nutzen. Um die Verwaltungseffizienz zu verbessern, wurde eine Sortierfunktion zu den OSPF- und BGP-Nachbartabellen hinzugefügt, und das VLAN-Limit für EFG IDS/IPS wurde von 25 auf 64 erweitert. Zu den hardwarespezifischen Updates gehören eine neue Hardwarebeschleunigungsoption für das UDM Beast und eine optimierte eSIM-Datennutzung für U5G-Geräte während der WAN-Überwachung. Die Anwendung führt außerdem ein anpassbares Verhalten für den Neustart bei Internetausfall ein, mit dem Benutzer Verzögerungen festlegen und Wiederherstellungszyklen begrenzen können, um eine Überlastung der Modems bei längeren Ausfällen zu vermeiden.
Aktualisierungen der Topologie und Schnittstellen
Die Infrastruktur-Topologiekarte wurde überarbeitet, um mehr Übersichtlichkeit zu bieten. Das System umfasst nun Access Points mit kabelgebundenen Downlinks und verfolgt Verbindungsereignisse für Geräte von Drittanbietern. Um das Protokoll zu entlasten, werden aufeinanderfolgende Offline- und Online-Ereignisse nun gruppiert, was es einfacher macht, die Ursache eines Uplink-Ausfalls zu identifizieren.
Die Verwaltungsoberflächen wurden ebenfalls aktualisiert und bieten nun anpassbare Spalten auf der Seite „Radios“ sowie in der Tabelle „Firewall Zone“, wobei letztere nun Daten zu „Firewall Hit“ und „Last Hit“ enthält.
Behobene technische Probleme
Version 10.5.43 behebt mehrere Stabilitätsfehler. Zu den wesentlichen Korrekturen gehören die Behebung eines Fehlers im LTE Pro Failover und eine Korrektur für WPA Enterprise-SSIDs, die aufgrund veralteter RADIUS-Accounting-Secrets nicht gesendet wurden. Das Update behebt außerdem ein kritisches Problem, bei dem die Wiederherstellung eines Backups versehentlich die Hardware-Offloading-Funktion auf unterstützten Konsolen deaktivierte. Darüber hinaus hat das Entwicklungsteam einen Fehler behoben, bei dem gesperrte Clients auch nach dem Entfernen aus der Sperrliste weiterhin eingeschränkt blieben, sowie Probleme mit doppelten WAN-Einstellungen bei der Verwendung mehrerer U5G-Geräte.
