Proxmox Backup Server 4 2 Dashboard (Bild © Proxmox)
Updates für Infrastruktur und Speicher
Die neue Version wechselt zu Linux-Kernel 7.0 als standardmäßige stabile Version und integriert ZFS 2.4 für die Speicherverwaltung in Unternehmen. Ein Haupt-Highlight dieser Version ist der offizielle Übergang von S3-kompatiblen Objektspeichern von der Technologie-Vorschau-Phase zur vollen Unterstützung.
Mit dieser offiziellen Integration enthalten S3-gestützte Datenspeicher nun Tools zur Betriebsüberwachung. Benutzer können die Anzahl der Anfragen und Verkehrsstatistiken direkt über die Datenspeicher-Übersicht verfolgen, was die Konfiguration von Benachrichtigungsschwellenwerten ermöglicht, wenn der Datenverkehr erwartete Grenzen überschreitet.
Datenmanagement und Synchronisationsoptimierung
Um die administrative Flexibilität zu verbessern, ermöglicht Proxmox Backup Server 4.2 die Verschiebung von Backup-Gruppen und Namespaces innerhalb desselben Datenspeichers. Dies ermöglicht die Neuorganisation bestehender Backups unter Wahrung der Datenkonsistenz.
Synchronisations-Workflows haben sowohl Sicherheits- als auch Leistungsverbesserungen erhalten. Für Push-Synchronisierungsaufträge ist nun serverseitige Verschlüsselung verfügbar, wodurch sichergestellt wird, dass Snapshots verschlüsselt werden, bevor sie an externe oder weniger sichere Remote-Standorte gesendet werden. Umgekehrt können Pull-Synchronisierungsaufträge nun so konfiguriert werden, dass aus Remote-Datenspeichern abgerufene Snapshots entschlüsselt werden.
Um Leistungsrückstände in Netzwerken mit hoher Latenz zu beheben, haben die Entwickler eine worker-threads-Eigenschaft eingeführt. Dadurch kann das System mehrere Gruppen parallel verarbeiten, was den Gesamtdurchsatz bei Synchronisierungsaufgaben deutlich erhöht.
Verbesserungen an der Benutzeroberfläche und am System
Die Weboberfläche enthält mehrere Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit und Fehlerbehebungen. Das Datenspeicher-Nutzungsfenster auf dem Dashboard behält nun den Spaltenstatus bei, und eine neue Option ermöglicht es Remote-Verbindungen, den HTTP-Proxy des Knotens zu nutzen.
Die Entwickler haben auch die Darstellung der Speicherinformationen verfeinert; so listen beispielsweise S3-gestützte Datenspeicher nun explizit die lokale Cache-Nutzung auf, anstatt nur die allgemeine Speichernutzung. Auf der technischen Seite behebt das Update ein kritisches Problem mit OpenID Connect, bei dem angeforderte URLs verloren gingen, was zuvor die Funktion von Deep Links verhinderte. Zudem wurde ein Fehler beseitigt, der dazu führte, dass sich der vorab ausgewählte Bereich des angemeldeten Benutzers bei der Erstellung neuer Benutzer änderte.
Das Update schließt mit einer erweiterten Lokalisierungsunterstützung ab, wobei Übersetzungen für eine Vielzahl von Sprachen aktualisiert wurden, darunter Spanisch, Französisch, Deutsch, Russisch und traditionelles Chinesisch.
