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USB 3.1 Typ C: Erste Renderbilder des "multi-direktionalen" USB-Ports veröffentlicht

Intel hat auf dem IDF (Intel Developer Forum) in China erste Renderbilder und Daten des zukünftigen USB-Anschlusses Typ C präsentiert. Der Nachfolger der bisherigen Typ A- und Typ B-Standards soll mit zahlreichen Verbesserungen punkten, dazu gehört unter anderem eine geringere Größe, abgerundete Kanten, ein "multi-direktionaler" Port, sodass der Stecker in jeder Ausrichtung passt, sowie eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde.

USB-Anschluss Typ C

Bereits Ende des letzten Jahres sind erste Informationen zum neuen USB-Standard ans Tageslicht gelangt, nun legt Intel nach und veröffentlicht nicht nur erste Renderbilder der neuen Schnittstelle, sondern auch einige Informationen zu den technischen Besonderheiten.

Wie bereits bekannt, unterstützt der neue Typ C, der zu den aktuellen USB-Steckern und -Buchsen nicht abwärtskompatibel ist, USB 3.1, USB-AV sowie Power Delivery. Im Vergleich zu den bisher zum Einsatz kommenden Typ A- und B-Standards führt das USB-Konsortium zudem eine neue Klasse an USB-Ports und -Steckern ein, die noch kleiner ausfallen, als die aktuelle Micro-USB-Schnittstellen vom Typ Micro-B.

Wie Intel verrät, misst die Öffnung einer Typ-C-Buchse lediglich 2,5 x 8,3 mm. Um den neuen USB-Stecker einfacher in den Anschluss zu bekommen, sind die Ecken stark abgerundet. Ein Highlight des neuen USB-Standards ist sein "multidirektionaler Port", denn die Platine der Buchse wird nun mittig platziert und ist beidseitig belegt, sodass das Kabel immer passt; ein "verstecken" ist zukünftig also nicht mehr möglich. Viel wichtiger ist jedoch die neue Übertragungsgeschwindigkeit, denn während USB 3.0 "lediglich" bis zu 4,8 GBit/s erreicht, soll USB 3.1 satte 10 Gigabit pro Sekunde schaffen.

Neben einer höheren Datenübertragung unterstützt der neue Typ C auch USB Power Delivery, sodass angeschlossene Geräte, per "Standardkabel", mit bis zu 3 Ampere (bei 5 Volt immerhin 15 Watt) versorgt werden. Golem spekuliert zudem, ob auch 20 Volt bei 3 Ampere (60 Watt) unterstützt werden. Sollte dies der Fall sein, können Anwender selbst ihr Notebook über den USB-Anschluss laden. Hier liegt auch das anvisierte Ziel des neuen Standards, denn USB soll in Zukunft deutlich mehr können, als nur Daten von A nach B zu transportieren. So soll die Schnittstelle von Ein- und Ausgabegeräten, Monitoren, Netzwerken sowie als Stromlieferant genutzt werden; also zu einem Intel "Thunderbolt"-Äquivalent werden.

Quelle: Golem

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