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Sony Project Morpheus: Unternehmen präsentiert VR-Headset für die PlayStation 4

Pünktlich zur Halbzeit der gerade stattfindenden Game Developers Conference (GDC) hat Sony, genauer gesagt Shuhei Yoshida, Präsident der SCE Worldwide Studios, einen ersten Prototypen der Virtual-Reality-Brille für die PlayStation 4 präsentiert. Die "Project Morpheus" getaufte Lösung, an der das Unternehmen seit über drei Jahren herumexperimentiert, soll deutlich mehr Funktionen bieten, als das Kickstarter-Projekt "Oculus Rift". Wie der Hersteller verrät, hat man auch an eine Lösung für die Steuerung im virtuellen Raum gedacht.

VR-Headset Project Morpheus

Lange ist über die VR-Brille von Sony spekuliert worden, nun hat das Unternehmen endlich Nägel mit Köpfen gemacht und sein "Project Morpheus" erstmalig vorgestellt. Wie Yoshida im Sony PlayStation-Blog mitteilt, forsche man bereits seit über drei Jahren an einem Prototypen, auf den Namen hat man sich allerdings erst vor einer Woche geeinigt.

Um Spielern ein ultimatives Spielerlebnis bieten zu können, müssen Hersteller immer schwerere Geschütze auffahren. Eines davon ist mit Sicherheit das Thema "Virtual Reality", denn so tauchen Gamer noch intensiver in das Geschehen ein. Mit dem Kickstarter-Projekt "Oculus Rift" ist der Einstieg geglückt, doch perfekt war das Ganze noch lange nicht. Sony verspricht Besserung, denn anstatt nur den 3D-Effekt genießen zu können, hat das Unternehmen auch direkt eine Steuerung implementiert. Diese soll ähnlich funktionieren, wie beim aktuellen DualShock-Controller der PlayStation 4, schließlich befinden sich auch hier an bestimmten Fixpunkten Lichtquellen, die von der PlayStation-Kamera erfasst werden können. Dank der in der VR-Brille vorhandenen Sensoren kann so nicht nur die Blickrichtung, sondern auch die Bewegung des Spielers gemessen und umgesetzt werden. Selbst der PlayStation "PlayStation Move"-Controller kann, falls vom Spiel unterstützt, zur Steuerung verwendet werden.

An der technischen Aussstattung des "Project Morpheus"-Prototypen gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Anwender können sich auf einen 5 Zoll großen LCD-Bildschirm freuen, der eine Full HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) besitzt. Das Sichtfeld der VR-Brille soll, mit Hilfe des Beschleunigungssensors und Gyroskops, Kopfbewegungen "in Echtzeit" umsetzen können; das Sichtfeld beträgt hier 90 Grad. Die Drehung des Kopfes erfolgen beim vorgestellten Prototypen in 360 Grad; mit einer Abtastrate von 1.000 Hz.

Wie Sony mitteilt, soll "Morpheus" mittels HDMI- und USB-Kabel mit dem PlayStation 4 verbunden werden können. Besonders interessant ist auch die Funktion "Social Screen", denn so lassen sich Partien nicht nur auf der Brille, sondern auch auf dem Fernseher darstellen; sehr nützlich für ein asymmetrisches Gameplay. Die Sony-Brille soll aber nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für die Ohren bieten. So verfügt "Project Morpheus" über die Technik "3D Audio", die die Soundkulisse noch eindrucksvoller wirken lassen soll. Schon der präsentierte Prototyp soll dazu in der Lage sein, Geräusche stereoskopisch wiederzugeben.

Derzeit arbeitet das Unternehmen mit zahlreichen Partner zusammen, um das Gaming-Erlebnis noch weiter zu optimieren; genannt werden hier unter anderem Unity, Havok, Crytek und Epic Games. Einen Termin, wann "Project Morpheus" erscheinen wird, nennt Sony leider nicht, auch einen Preis bleibt das Unternehmen schuldig.

Technische Spezifikationen der VR-Brille für die PlayStation 4:

  • Display-Technik: LCD
  • Panel-Größe: 5 Zoll
  • Panel-Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel (960×1080 je Auge)
  • Field of View: 90 Grad
  • Sensoren: Beschleunigungsmesser, Gyroskop
  • Schnittstelle: HDMI + USB
  • Funktionen: 3D Audio, Social Screen
Quelle: Sony PlayStation-Blog

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