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Nvidia GeForce GTX 750 (Ti): Detaillierte Informationen zur "Maxwell"-Architektur enthüllt

Am nächsten Dienstag soll Nvidia, zumindest wenn man den zahlreichen Gerüchten Glauben schenken darf, seine neue GPU-Generation vorstellen. Informationen zu den neuen Mittelklasse-Grafikkarten, der GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti, gab es die letzten Wochen reichlich, doch scheinbar entsprechen diese nicht alle der Wahrheit. Wie die gut informierte Seite Videocardz berichtet, sind die bisher aufgetauchten GPU-Z-Screenshots nicht korrekt, da die veränderte Architektur der Karten zu Auslesefehlern führt.

Schema der Nvidia Maxwell-GPU GM107

Fast täglich kommen neue Details zu den neuen Nvidia-Modellen ans Tageslicht, doch anscheinend sind nicht alle Informationen korrekt. Wie bereits hier berichtet, zeigt ein GPU-Z-Screenshot aus Asien an, dass die GeForce GTX 750 768 Shader-Einheiten besitzen soll, die schnellere GTX 750 Ti-Version soll es sogar auf 960 "CUDA Cores" bringen. Da die eingesetzte GPU-Z-Version 0.7.6 die neuen Nvidia-Modelle unterstützen soll, was von TechPowerUp sogar höchstpersönlich bestätigt wurde, sollte doch alles seine Richtigkeit haben, oder?

Mitnichten, denn laut Videocardz liegt der Fehler in der neuen "Maxwell"-Architektur, mit dem das Ausleseprogramm noch nicht ganz klar kommen soll. So soll die GM107-GPU über lediglich 640 Shader-Einheiten verfügen, bei der abgespeckten GeForce GTX 750 sollen davon nur 512 aktiv sein. Entspricht die schematische Darstellung der GM107-GPU der Wahrheit, gibt es bei den neuen Karten nur noch 128 Shader-Einheiten pro SMX-Einheit; bei fünf SMX-Blöcken ergeben sich so die bereits angesprochen 640 ALUs. Interessanteste Neuerung an der "Maxwell"-Architektur soll allerdings der deutlich größere L2-Cache sein. Gab es beim "Kepler"-Vorgänger nur 256 Kilobyte Speicher, sollen es bei "Maxwell" satte 2 MB sein. Wie man anhand der erste Benchmarks erkennen kann, liefert die neue Architektur pro Shader-Einheit also deutlich mehr Leistung ab, als "Kepler", und benötigt dabei sogar weniger Energie. Weitere Details nennt Videocardz auch zur Die-Fäche, die mit 148 mm² angegeben wird. Auch ein kurzer Ausblick auf die weitere "Maxwell"-GPUs wird gegeben: Wie Videocardz verrät, werden die aktuellen Chips "GM107" und "GM108" weiterhin in (deutlich optimierter) 28-nm-Fertigung hergestellt, die zukünftigen Varianten ("GM200", "GM204", "GM206") sollen hingegen im neuen 20-nm-Prozess von TSMC gefertigt werden. Wann die Karten erscheinen, ist jedoch noch unklar.

Die Gerüchte, dass die GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti ohne zusätzlichen Sechs-Pin-Stromanschluss auskommen, sind ebenfalls nicht ganz richtig. Zwar benötigt der "GM107"-Chip lediglich 60 Watt, sodas die 75 Watt des PCIe-Busses ausreichen, allerdings können die Hersteller hier wohl schalten und walten, wie sie möchten. Ein weiterer Stromanschluss könnte durchaus in speziellen Overclocking-Modelle zum Einsatz kommen, wie die Bilder von Chinadiy zeigen.

Zusammenfassung: Das ist neu an der "Maxwell"-Architektur

  • Größerer L2-Cache: Die GM107-GPU besitzt 2 MB L2-Cache, der "Kepler"-Vorgänger G107 hingegen nur 256 Kilobyte
  • Verbessertes Workload-Balancing sowie Compiler-basierte Planung
  • Höhere Anzahl an Befehlen pro Taktzyklus
  • Überarbeitetes Design
  • "Maxwell" bietet noch schnellere H.264-Codierung und -Decodierung
  • Neuer GC5-Energiezustand (niedriger Ruhezustand)
Quelle: Videocardz

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