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Nvidia GeForce GTX 260, GTX 275 und GTX 285 für tot erklärt

Wir wollen heute nicht lange um den heißen Brei reden und wiederholen deshalb gleich noch einmal den Inhalt der Überschrift: Nvidia hat alle Karten der GeForce GTX 260, 275 und 285 Reihe für tot erklärt (zu Englisch: EOL - End of Life). Warum man das macht? Im grünen Lager hat man mehr als einmal massive Konstruktionsfehler begangen, was nicht zuletzt dazu führte, dass man die aktuellen Karten zu einem Preis anbieten muss, der im Zweifelsfall gerade so die Fertigungskosten deckt. Das Schlimmste was passieren konnte, war der Launch von ATIs neuester Grafikkarten Generation - und es ist passiert, wie inzwischen wahrscheinlich jeder weiß.

Diese Informationen kamen angeblich direkt aus einem Gebäude mit der Adresse 2701 San Tomas Expressway: Nvidias Hauptquartier in Santa Clara. Demnach gilt für die GTX 285 ab sofort der Status EOL, die GTX 275 soll diesen innerhalb der nächsten zwei Wochen erreichen. Das Mainstream Modell, die GTX 260, soll im November / Dezember folgen, jedoch ist dies abhängig von anderen mehr oder weniger wichtigen Themen.  

  Folglich bleibt im High-End Segment lediglich die Dual-GPU Karte GTX 295, welche jedoch nur noch komplett und direkt von Nvidia erhältlich sein wird. Dazu kommt, dass es nur eine begrenzte Stückzahl geben wird, der EOL Status wird vermutlich erreicht, wenn alle Restbestände verkauft sind. Ein weiteres Problem ist wohl, dass man derzeit schlichtweg nicht in der Lage ist, mit Konkurrent ATi mitzuhalten. Sicherlich hat man Karten, die mit der Performance mithalten können, wenn man jedoch bedenkt, dass die GTX 295 zu keinem Punkt günstiger war, als ATIs frische HD 5870 bemerkt man, dass die Preise in keinem Verhältnis stehen, den Verbrauch wollen wir vorerst außer Acht lassen.   Kommen wir nun zum neuen Fermi Chip. Zwar ließ die GPU Technology Conference vorerst etwas Hoffnung in den Fans aufleben, als jedoch öffentlich gemacht wurde, dass es sich um ein gefälschtes Exemplar handelte, dämpfte dies die Stimmung wieder. Dazu kommen die Gerüchte über eine Chip Ausbeute von 2 % sowie Berichte über einen riesigen Chip mit einer Fläche von über 530 mm², womit er doppelt so groß wäre, wie ATIs Cypress Chips. Ein auf die Hälfte beschnittener Chip würde weniger Kosten verursachen, jedoch wäre so ein Exemplar gerade so in der Lage, mit den Juniper Karten der HD 57X0 Serie mitzuhalten.   Zusammenfassend: Nvidia hat ein riesiges Problem. Es gibt keinen rettenden Chip, keinen Plan B. Zwar hat man mit dem Tegra auf dem Markt für mobile Geräte Fuß gefasst, jedoch sieht es auf dem Grafikkarten Markt sehr düster aus. Das Beste wäre vermutlich, das Management umzustellen, jedoch ist dies leider nicht ohne Weiteres möglich, jedoch wäre es noch ungünstiger, falls ATI eine Monopolstellung auf dem Markt einnehmen würde.   Quelle: SemiAccurate.com


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