Ryzen Threadripper 9965WX und 9975WX (Bild © AMD)
Der technische Fortschritt in den „Mustang Peak“-Dokumenten ist die Unterstützung von PCIe Gen 6. Dieser Wechsel sorgt für eine erhebliche Steigerung des Datendurchsatzes und verdoppelt die Bandbreite pro Lane im Vergleich zum PCIe-Gen-5-Standard, der in aktuellen High-End-Systemen zum Einsatz kommt. Die Plattform wird weiterhin DDR5-Speicher nutzen.
Diese kommende TR6-Plattform soll die aktuelle TR5-Infrastruktur ablösen. Die bestehende TR5-Plattform, auf der die Ryzen-Threadripper-9000-Serie basiert, läuft auf TRX50- und WRX90-Mainboards. Diese aktuellen Systeme lassen sich auf bis zu 96 Kerne und 192 Threads skalieren, bei einer thermischen Verlustleistung von 350 W und 128 PCIe-5.0-Lanes. Der Wechsel zu TR6 stellt den ersten großen Plattformwechsel seit der Einführung der Threadripper-7000-Serie dar.
In den durchgesickerten Unterlagen gibt es einige Unklarheiten bezüglich des genauen Zielmarktes für diese Prozessoren. Während die Seite den Titel „Ryzen Threadripper TR6 Desktop-Prozessoren“ trägt, wird in der internen Beschreibung ausdrücklich von einer Threadripper Pro-CPU gesprochen. Es bleibt unklar, ob AMD beabsichtigt, unter dem Namen „Mustang Peak“ sowohl HEDT-Modelle für Enthusiasten als auch professionelle Pro-Modelle auf den Markt zu bringen.
Derzeit fehlen in der Dokumentation konkrete kommerzielle Details. AMD hat noch keine Informationen zu einzelnen SKUs, Kernkonfigurationen, Taktfrequenzen, Cache-Kapazitäten oder den spezifischen Chipsätzen bereitgestellt, die die TR6-Prozessoren begleiten werden. Ein offizieller Zeitplan für die Veröffentlichung wurde noch nicht festgelegt.
