Synology DSM 7 4 (Bild © Synology)
Hardware-Unterstützung und Versionsendgültigkeit
Ein wesentlicher Teil der DSM 7.4-Version betrifft den Lebenszyklus älterer Synology-Hardware. Für eine große Anzahl von Geräten der Serien FS, XS, Plus, Value und J ist DSM 7.4 die letzte Version, die von der Hardware unterstützt wird. Nutzer dieser älteren Modelle sollten sich bewusst sein, dass nach dieser Installation keine weiteren Betriebssystem-Upgrades mehr verfügbar sein werden.
Zudem erhalten bestimmte Modelle keine Update-Benachrichtigung über die Standard-DSM-Oberfläche. Besitzer dieser speziellen Geräte müssen den Update-Patch manuell aus dem Synology Download Center herunterladen, um das Update anzuwenden. Nutzer werden darauf hingewiesen, dass das System nach Abschluss der Installation nicht mehr auf eine frühere DSM-Version zurückgesetzt werden kann.
Neue Funktionen und Systemübersicht
DSM 7.4 führt mehrere funktionale Verbesserungen ein, die für Power-User und Unternehmensumgebungen konzipiert sind. Eine wichtige Neuerung ist die erweiterte Übersicht bei der LDAP-Server-Integration. Beim Beitritt zu einem LDAP-Server zeigt das System nun explizit die unterstützten SMB-Authentifizierungsmethoden an, sodass Administratoren überprüfen können, ob Benutzer Kerberos, NTLM oder die CIFS-Klartext-Authentifizierung nutzen können.
Auch die Systemüberwachung wurde verbessert: Im Info-Center werden nun GPU-Informationen angezeigt, was einen besseren Einblick in die Hardware-Ressourcen ermöglicht. Darüber hinaus hat Synology die Handhabung von KMIP-Zertifikaten (Key Management Interoperability Protocol) aktualisiert, um den aktuellen Richtlinien öffentlicher Zertifizierungsstellen zu entsprechen. Zu diesen Änderungen gehören die Möglichkeit, zusätzliche CA-Dateien für die KMIP-Client-Authentifizierung zu exportieren, sowie detailliertere Einträge im Log-Center bezüglich des Ablaufs von Zertifikaten. Softwarekompatibilität und Auslaufende Funktionen
Das Update erfordert die Aktualisierung mehrerer Kernpakete, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten. Dazu gehören Synology Chat Server, High Availability, MailPlus Server, QuickConnect und Snapshot Replication.
Umgekehrt bedeutet diese Version das Ende des Supports für mehrere veraltete Komponenten. PHP 8.1, Mail Station und Synology Mail Server werden in DSM 7.4 nicht mehr unterstützt, und Nutzer, die auf diese Tools angewiesen sind, müssen nach alternativen Lösungen suchen. Sicherheitspatches und technische Fehlerbehebungen
Aus Sicherheitssicht behebt DSM 7.4 eine kritische Schwachstelle im Zusammenhang mit Ghostscript (CVE-2023-43115) und enthält zahlreiche weitere Maßnahmen zur Sicherheitshärtung.
Update behebt außerdem mehrere technische Stabilitätsprobleme:
- Netzwerkstabilität: Es wurde ein Fehler behoben, bei dem die IEEE 802.3ad-Link-Aggregation bei bestimmten Schnittstellengeschwindigkeiten fehlschlug, sowie ein Problem, bei dem die Aktivierung von IPv6 zu fehlerhaften Systemabschaltungen führen konnte.
- Authentifizierung und SSO: Es wurde eine kritische Schleife behoben, bei der Systeme, die sowohl als SSO-Server als auch als Client konfiguriert waren, in einen endlosen Weiterleitungszyklus gerieten. Außerdem wurden Anmeldefehler für Konten behoben, deren Benutzernamen Sonderzeichen enthielten.
- Speicherverwaltung: Ein Synchronisationsfehler wurde behoben, bei dem Dateien, die über NFS in gemeinsam genutzte WriteOnce-Ordner hochgeladen wurden, nicht korrekt gesperrt wurden.
- Systemadministration: Eine falsche Überprüfung auf unzureichenden Speicherplatz, die zuvor einige Benutzer daran hinderte, Systemaktualisierungen durchzuführen, wurde behoben, ebenso wie Probleme mit der IPv6-Konnektivität im Package Center.
