Microsoft Surface Laptop Ultra (Bild © Microsoft)
Copilot+ PCs-Anforderungen
Als Microsoft im Mai 2024 die Kategorie Copilot+ PC einführte, legte es strenge Hardware-Grundlagen fest, um die nächste Generation von Windows-Computern zu definieren. Für die Qualifikation waren 16 GB Arbeitsspeicher und eine NPU mit mindestens 40 TOPS vorausgesetzt und dann kamen diverse Modelle von AMD und Intel, die diese Anforderungen erfüllt haben. Das Steckenpferd war weiterhin X86, auch wenn es einige ARM-Optionen gibt, doch die Kombination “Windows + ARM-CPUs” ist ein jahrelang anhaltendes Desaster mit vielen Fehlschlägen. Bisher hat nur Apple eine erfolgreiche Umsetzung geliefert und Microsoft scheitert weiter vor sich hin.
Datenschutzbedenken und Microsofts Ignoranz
Der Ruf der Marke Copilot+ wurde durch die Einführung von Recall massiv geschädigt. Micosoft versucht immer wieder mit der Brechstange dieses Feature rein zu drücken, obwohl Sicherheitsforscher und Menschen, die zumindest etwas von der Materie verstehen, den Irrsinn dahinter kritisieren! Die Funktion, mit der ein durchsuchbarer fotografischer Verlauf des Bildschirms eines Nutzers erstellt werden sollte, ist Überwachung auf höchstem Level und solche Eingriffe würde man nicht mal bei vertrauenswürdigen Firmen dulden, niemals aber einer Firma wie Microsoft. Obwohl Microsoft die Funktion später so umgestaltete, dass sie mit einer verbesserten Authentifizierung verbunden war, blieb die Verbindung zwischen Copilot+ und Datenschutzrisiken bestehen.
Im Laufe des Jahres 2025 wuchs die Frustration der Nutzer, als Microsoft die Copilot-KI aggressiv in fast jede Komponente von Windows 11 integrierte. Keiner hat nach den Features gefragt und keiner wollte sie haben. Der Vorstoß in Richtung eines agentenbasierten Betriebssystems in Verbindung mit einer speziellen KI-Taste auf der Tastatur führte dazu, dass das Betriebssystem eher als Werbekanal für Microsoft-Dienste denn als Produktivitätswerkzeug wahrgenommen wurde. Windows 11 entwickelt sich immer weiter zu einem benutzer-unfreundlichen Betriebssystem und verliert damit stetig Nutzer!
Surface Laptop Ultra und der RTX Spark Shift
NVIDIA hat auf der Computex dann noch eine große Schippe drauf gelegt! Bei der Vorstellung des Surface Laptop Ultra hat NVIDIA Zuschauer massiv verunsichert und es waren kaum Pressevetreter zu der Keynote geladen, denn man wollte nur die Fanboys und Investoren – doch selbst die waren "not amused" und der Appluas blieb weitestgehend aus.
NVIDIA und Microsoft sind der Meinung, dass die neuen Notebooks für KI-Agenten und nicht Menschen gebaut sind. Das allein, ist eine Anti-Consumer-Aussage, die einem sehr zu Denken gibt. Dazu kommt, dass diese RTX Spark Systeme mit satten 128 GB Arbeitsspeicher gekoppelt sein werden und dazu scheinbar eine GeForce RTX 5070 als Grafikprozessor eingepackt wird. Man kann also davon ausgehen, dass der Preis absurd hoch sein wird, da 128 GB DDR5 über 1.000 € kosten und die Grafikkarte auch nicht billig ist. Der RTX Spark Chip ist keine Neuentwicklung und basiert auf einem bereits etablierten System von MediaTek ist. Damit packt NVIDIA seine starken Markennamen auf ein Produkt, dass nicht wirklich von NVIDIA kommt.
Unstimmigkeiten bei den Zertifizierungsstandards
Der aktuelle Stand des Copilot+-Programms wird durch Widersprüche bei den Hardware-Anforderungen weiter erschwert. Während das Minimum von 16 GB RAM als nicht verhandelbarer Standard für die KI-Kategorie dargestellt wurde, hat Microsoft vor kurzem den Surface Laptop for Business mit einer 8-GB-RAM-Variante auf den Markt gebracht und vermarktet ihn weiterhin als Copilot+ PC. Das bringt Inkonsistenz und Microsoft bekleckert sich auch sonst seit Monaten nicht mit Ruhm. Unserer Ansicht nach ist es ein interessantes Experiment gewesen und an der Stelle sollte Microsoft das Copilot+-Programm einfach aufgeben und anfangen mehr auf die eigentlichen Nutzer zu hören. Stattdessen verschwerzt sich der Konzern es mit Entwicklern und Enthusiasten. Die Qualität der Releases ist seit Monaten in der Kritik und hinzu kommen nun Zero-Days, die Windows als Plattform aber auch Github (das Microsoft gehört) im Visuer haben.


