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Diablo 4: Nach dem Shitstorm ist vor der Ankündigung

Viel wurde in den letzten zwei Wochen über Blizzard und Diablo diskutiert: Über Fehler in der Strategie, über den Konflikt zwischen PC-Gamern und Mobilegames, über falschen Hype und natürlich auch über den Shitstorm mit dem einige Fans Blizzard überzogen haben. Dabei geht jedoch ein Aspekt völlig unter: Diablo Immortal bedeutet keinesfalls dass Diablo 4 nicht doch in Arbeit ist. Ein Kommentar.

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Es ist völlig klar, dass Fans – insbesondere aus dem Bereich der Hardcore-PC-Gamer von Blizzard auf der hauseigenen Messe BlizzCon auch interessante Neuigkeiten über die großen Marken von Blizzard erwarten. Mit Warcraft 3: Reforged hat Blizzard auch eine durchaus schwergewichtige Ankündigung zu einer seit einiger Zeit kaum noch beachteten Marke getätigt. Diese Ankündigung wurde allgemein positiv aufgenommen.

Diablo 3: Reaper of Souls - Ultimate Evil Edition (X1 & PS4)An der neuesten Ankündigung aus dem Diablo Universum scheiden sich jedoch indes die Geister. Blizzard hat tatsächlich ein neues Spiel im Diablo Universum angekündigt: Diablo Immortal. Das vermeintliche Problem an der Sache ist jedoch dass Diablo Immortal für Smartphones und Tablets erscheint. Ja, Diablo Immortal wird ein Mobilegame. Ja, Diablo Immortal ist die Art von Spiel auf die sicher kaum ein Blizzard-Fan gewartet hat. Ja, Blizzard arbeitet mit dem chinesischen Unternehmen Netease zusammen an Diablo Immortal. Ja, Diablo Immortal scheint äußerlich einigen bereits erhältlichen Titeln von Netease zu ähneln. Ja, dass Blizzard noch keine konkreten Aussagen zum Geschäftsmodell hinter Diablo Immortal abgibt wirkt eigenartig.

Doch mit dem Betonen dieser Probleme und Fehler ist es nicht getan. Betrachtet man den etwas größeren Rahmen, so ist es nur logisch dass auch Blizzard ein Teil vom immer größer werdenden Kuchen der Mobilegames haben möchte. Dass man dabei mit einem Partner kooperiert der bereits seit einigen Jahren mit Blizzard an der Vermarktung und Monetarisierung von Spielen im asiatischen Raum arbeitet ist dabei vermutlich sinnvoller als einen neuen Partner ins Boot zu holen. Dass Blizzard einige Ressourcen dafür investiert dieses Spiel zu entwickeln, ist nachvollziehbar. Das alles bedeutet aber nicht, dass Blizzard nicht auch nebenbei an Diablo 4 oder einem Remake von Diablo 1 oder 2 arbeitet. Es ist viel eher davon auszugehen, dass ein richtiger neuer Diablo-Teil tatsächlich in Arbeit ist. Dass Blizzard seit Jahren immer wieder Stellenausschreibungen in Bezug auf Diablo-Projekte veröffentlicht, dürfte nicht allein mit Diablo Immortal und dem Nintendo Switch Port von Diablo 3 zu erklären sein.

Diablo 3 Banner

Entscheidend ist in dieser ganzen Thematik eine Formulierung von Blizzard im hauseigenen Blog, die einige Zeit vor der Blizzcon veröffentlicht wurde:

"Wir wissen genau, worauf viele von euch hoffen, und können dazu nur sagen: Gut Ding will Weile haben, aber böse Dinge brauchen oft etwas länger. Bitte habt noch etwas Geduld. Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck daran, albtraumhafte Erlebnisse zu erschaffen, die den Herrn des Schreckens zufriedenstellen."

Blizzard ist sich der Tatsache sehr genau bewusst, dass die Fans auf ein richtiges neues Diablo warten. All der Ärger ist jedoch kein Grund Entwickler während der Präsentation auf der Bühne auszubuhen oder ein neues Spiel, dessen komplette Entwicklung vermutlich ohnehin eher vom Management beschlossen und weniger von Gamedesignern ersonnen wurde, in einer Fragerunde als Aprilscherz zu verunglimpfen.


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