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Logitech Gaming Keyboard G510 im Test

Vermutlich werden uns die meisten zustimmen wenn wir behaupten, dass die Leistung eines Sportlers vor allem von seinem Können abhängt. Egal ob Rennfahrer, Fußballer oder Schwimmer, schon oft erzielten Neulinge unerwartete Siege, doch auch deren Ausstattung ist nicht zu verachten. Und was für den einen der Sportwagen, das Schuhwerk oder der Neopren Anzug ist, das sind für den Gamer Maus, Tastatur und Headset. Um dieser damals noch frischen anspruchsvollen Zielgruppe gerecht zu werden entwickelte Logitech die neue G-Serie, die mittlerweile umfangreiches Gaming Zubehör bereithält.

Im Jahre 2005 stellte man mit der Logitech G15 eine Tastatur vor, die auch heute noch den meisten bekannt sein sollte. Mit einem monochromen Bildschirm, blau beleuchteten Tasten und 18 zusätzlichen Gaming Tasten setzte man damals ein Zeichen, wenngleich sie auch deutlich teurer als jede Standard Tastatur war. 2007 folgte eine Refresh Version, bei der man die Anzahl der Tasten deutlich gekürzt und neben anderen kleinen Änderungen auch die Farbe der Beleuchtung zu einem orange-rot gewechselt hatte.

Mit der G19 sollte später eigentlich die neueste Generation mit einem farbigen Bildschirm Einzug halten, doch aufgrund des enorm hohen Preises kam dieses Konzept nur bedingt an und so hieß es dann: Back to the roots. Die nun folgende G510 sollte alle beliebten Elemente vereinen, darunter der monochrome Bildschirm, die vielen G-Tasten und auch die Multicolor-Beleuchtung der G19. Zwar mag man einen Moment über die Namensgebung grübeln, doch das Wortspiel der "G-5-10" macht durchaus Sinn und spielt auf deren Großvater an. Ob es die neueste Stufe der Evolution schafft an alte Erfolge anzuknüpfen wollen wir in diesem Review klären.

Wie immer geht dabei ein großer Dank an Logitech, ohne deren Testmuster der Bericht nicht entstanden wäre.

Lieferumfang - Logitech G510 Es ist ja mittlerweile nichts Neues mehr, dass Gamer gern ein paar Euro mehr für ihr Equipment ausgeben und so schossen nach und nach immer mehr Unternehmen aus dem Boden, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben: Razer, Roccat oder Raptor-Gaming, um nur wenige zu nennen. Logitech hat seine Wurzeln jedoch im schlichten Desktop Markt, für den man früher günstige, funktionale Mäuse und Tastaturen herstellte. Das ist wohl auch nach wie vor ein Grund für die eher schlichten Verpackungen im Gegensatz zur BlackWidow Ultimate o.ä. Das muss aber natürlich noch nichts heißen und so nehmen wir das gute Stück einmal genauer unter die Lupe.

Das Design in Blau-Grün-Schwarz ähnelt dem von anderen Produkten wie der Logitech G700 sehr stark und präsentiert auf der Vorderseite die Tastatur im englischen Layout und verrät schon einmal die drei wichtigsten Features: Das Display, die Beleuchtung und die integrierte Soundkarte.

Dreht man den Karton um 180° bekommt man einen kleinen Überblick über die restlichen Produkte der G-Reihe und sechs Features, die einem auch in sechs Sprachen vorgestellt werden – nämlich englisch, deutsch, französisch, italienisch, spanisch und niederländisch. Neben den bereits erwähnten Features werden hier noch die 18 programmierbaren G-Tasten, die Multitasteneingabe und die speziellen Desktop-/Spielmodi genannt. Was diese genau bewirken werden wir euch später noch erläutern. Auch hier finden wir natürlich die Systemvoraussetzungen, die uns einen PC mit Windows XP, Vista oder 7 oder wahlweise ein Apple Produkt ab Mac OS X 10.4 empfehlen. Da man hier im Gegensatz zu anderen Produkten eine Treiber CD mitliefert wird ein Internetzugang nicht zwangsweise benötigt. Ansonsten finden sich auf den anderen vier Seiten nur die sechs Features in 22 anderen Sprachen.   Wenn wir uns dem Auspacken widmen kommt ein weißer Karton zum Vorschein, der im aufgeklappten Zustand die sorgfältig verpackte G510 präsentiert. Glücklicherweise ist sie schnell herausgenommen und dahinter kommen Anleitung und Treiber CD zum Vorschein. Gräbt man sich noch eine Ebene tiefer findet man auch noch die Handballenauflage, die auch schon bei den Vorgängermodellen stets dabei war.

Zu dem Papierkram gehören ein sog. Feature Guide, wichtige Informationen über Entsorgung und Nutzung, eine kleine Einladung zu einer Kundenumfrage und eine umfrangreiche Anleitung in 28 Sprachen.

Dass hier zur Abwechslung eine Treiber CD mitgeliefert wird ist natürlich sehr löblich, kommt so etwas heutzutage ja nur noch selten vor. Ansonsten präsentiert sich die Tastatur auf den ersten Blick sauber verarbeitet und alle glänzenden Teile sind sorgfältig mit Folien abgeklebt. Bei dem knapp 1,90 Meter langen Kabel hat man zwar auf Spielereien wie eine Umwebung verzichtet, dafür bietet es aber immerhin einen Ferritkern und ist lang genug für die meisten Arbeitsplätze.

Die Tastatur im Detail - Logitech G510 Wenn man einmal die G510 betrachtet und bereits im Besitz einer G-Tastatur von Logitech war, dann fühlt man sich gleich heimisch. Die Mischung aus dem grauen, glatten und dem rauhen, schwarzen Kunstoff ist nichts Neues, hat jedoch den Nachteil, dass die zahlreichen kleinen Ritzen wie durch Magie kleine Krümel anziehen, was auch für das Logitech Logo am unteren Ende der Tastatur gilt. Die schwarzen Tasten sind alle konkav geformt, um ein angenehmes Schreiben zu bieten, lediglich Profiltasten und Mediakeys haben eine gerade Oberfläche.

Wie bei den Vorgängern auch hat man einen kleinen Schriftzug mit der Modellbezeichnung eingelassen, hier zwischen Pfeiltasten und dem darüberliegenden Tastenblock. Auf der rechten Seite des Keyboards finden sich ansonsten noch die vier bereits erwähnten Mediatasten, um beispielsweise den Windows Media Player zu steuern, sowie eine Taste um den Ton auszustellen und ein Rädchen um die Lautstärke zu regeln. Weiter links finden sich sowohl drei gelbe LEDs, die den aktuellen Status von Caps Lock und Co. angeben, als auch eine Taste zur Steuerung der Beleuchtung. Leider lässt sich diese nicht in der Helligkeit regeln, sondern nur komplett ausschalten.

Geht man weiter nach links kommt man zu dem in schwarzem Hochglanzkunststoff umrandeten monochromen Display, das 160 x 43 Pixel darstellen kann. Das ist ebenfalls beleuchtet, nämlich in derselben Farbe wie die restliche Tastatur auch. Dazu sind fünf Navigationstasten zum Bedienen der sog. Applets auf dem Bildschirm zu finden. Bei unserer weiteren Reise auf dem Weg zur linken Seite treffen wir auf die Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon sowie die passenden Stummschalter für beide, den altbekannten Schalter zum Deaktivieren der Windows Taste und weitere Buttons für die verschiedenen Profile, die wir später erläutern. Der erwähnte Schalter hat jedoch das gleiche Problem wie eh und je: Die Qualität passt nicht zum Rest der Tastatur, er ist wackelig und wirkt billig. Auf einen zusätzlichen USB Anschluss wird hier verzichtet.

Die zahlreichen G-Tasten am linken Rand machen die Logitech G510 um einiges breiter als eine normale Tastatur und sollten jedem genug Möglichkeiten für seine Makros bieten. Dadurch, dass die erste Reihe auf gleicher Höhe mit der Escape Taste liegt kann es jedoch passieren, dass man diese Tasten gern mal vertauscht, allerdings ist das nur eine Sache der Gewöhnung.

Auf der Unterseite des Keyboards verstecken sich Sachen wie Produkt ID und Produktnummer sowie zahlreiche Füße, die der G510 einen festen Stand verleihen sollen. Leider sind nur die unteren beiden gummiert, wodurch das gute Stück bei heftigeren Szenen schnell verrutschen kann. Das ca. 1,90 Meter lange Kabel der Tastatur ist gummiert, ziemlich flexibel und besitzt auf der Seite des USB Steckers einen Ferritkern um eventuelle Störungen zu vermeiden. Der Stecker selbst ist nicht vergoldet, sondern normal in silber ausgeführt.

Die Handballenauflage hilft einigen möglicherweise dabei das Schreiben etwas angenehmer zu gestalten, allerdings hätte man sie etwas flacher gestalten sollen, da die hohen seitlichen Kanten den eigentlichen Vorteil wieder zunichtemachen. Immerhin finden sich hier drei weitere Gummifüße, die dem Keyboard mehr Stabilität verleihen.

Technische Details:
-    17 x 60 Millimeter LC-Display mit 160 x 43 Pixeln
-    Größe: 510 x 210 x 35 mm bzw. 510 x 265 x 46 mit Handballenauflage und aufgeklappt
-    Individuelle Beleuchtung durch Multi Color LEDs
-    18 programmierbare G-Tasten
-    3 verschiedene Tastenbelegungen pro Profil
-    Schalter zum Deaktivieren der Windows Taste
-    Rädchen zur Lautstärkesteuerung
-    Integrierter Soundchip
-    Maximal 5 Tasten gleichzeitig (5KRO)

Treibersoftware - Logitech G510 Wie so oft ist natürlich auch eine Logitech G510 ohne eine ordentliche Treibersoftware nur halb so nützlich, deswegen nehmen wir diesen gründlich unter die Lupe. Wem das Medium Internet vorübergehend nicht zur Verfügung steht, der kann die Treibersoftware in Version 3.05 direkt von der CD installieren. Sollte der Zugang zum World Wide Web kein Problem darstellen empfiehlt es sich allerdings die neuste Logitech Gaming Software in der Version 8.00.127 herunterzuladen. Diese ist knapp 40 Megabyte schwer und entweder in der 32 Bit oder 64 Bit Version erhältlich.

Bereits direkt nach der Installation greift der Treiber dem gemeinen Gamer unter die Arme, indem er ihm Links zu Ventrilo und ähnlichen Tools anbietet. Anschließend präsentiert sich die Tastatur in ihrem Gewand – wenn auch wieder im englischen Layout. Dort kann man entweder per Klick auf die jeweiligen Bereiche (blau beleuchtet) oder auf die unteren Buttons in die jeweiligen Menüs wechseln.

Für viele vermutlich ein wichtiges Menü ist die individuelle Belegung der zahlreichen G-Tasten. Zu Beginn ist bereits das Standardprofil ausgewählt, das auf die G-Tasten die Befehle F1-F12 und 1-6 legt. Insgesamt lassen sich über 20 Profile mit jeweils 3 Tastenbelegungen (M1, M2 und M3) erstellen, macht dann insgesamt also eine Menge möglicher Tastenkombinationen. Wir stellen fest: Viel zu viele Möglichkeiten, als dass man sich alle Kombinationen merken kann - aber man will dem Gamer hier keine Grenzen setzen.

Die in der linken Liste aufgeführten Befehle lassen sich einfach per Drag & Drop auf die einzelnen Tasten oder wahlweise in den Mülleimer verschieben. Dort sind anfangs lediglich einige Mausbefehle und Standardtasten aufgeführt (bspw. Strg, F1-F12 etc.), über das große "+" lassen sich jedoch leicht neue erstellen. Für viele Spiele gibt es auch bereits eine vorgefertigte Liste mit oft genutzten Befehlen wie das Annehmen einer Einladung o.ä.

Ja, auch Mausbefehle. Das bedeutet, ihr könnt über eine G-Taste einen linken Mausklick ausführen oder die DPI-Zahl ändern. Ansonsten lassen sich einzelne Tastenanschläge, wahlweise mit Wiederholung, längere Makros oder sogar ganze Textblöcke auf eine Taste legen. Dazu kommen noch die genannten Mausbefehle, Mediabefehle, Sondertasten (siehe Screenshot), Programm-/Ordnerverknüpfungen oder Funktionen wie der E-Mail Client oder Arbeitsplatz aufrufen.

Was natürlich nicht weniger interessant ist, ist die Steuerung des integrierten LC-Displays. Auch hier werden bereits eine Reihe vorgefertigter Applets mitgeliefert, die man bereits von der ersten G15 Tastatur kennt, beispielsweise der RSS Reader, Performance Monitor oder die Uhr. Diese lassen sich nun in der Gaming Software per Häkchen aktivieren oder deaktivieren und auch schnell konfigurieren. Neue individuelle Applets von Spielen oder Tools wie AIDA64 werden auch in dieser Liste angezeigt, was die Verwaltung sehr praktisch gestaltet.

Abgesehen davon gibt es aber auch bei der Auswahl des jeweiligen Applets zwei verschiedene Typen: Entweder man blättert mit dem 5. Button neben dem LCD zwischen den Applets durch, oder man lässt sich alle derzeit ausgeführten Applets auflisten und wählt dann per Tastendruck das gewünschte aus (rechte Abbildung). Die Möglichkeit die Applets wie früher alle paar Sekunden zu wechseln existiert leider nicht mehr.

Und eine echte Spielertastatur muss was? Natürlich, leuchten! Deswegen hat Logitech den Käufern auch ein Menü zur Steuerung des Lichtermeers spendiert, in dem man zwischen unzähligen Farbkombinationen wählen kann. Dank den drei Reglern für Rot, Grün und Blau kann theoretisch jede mögliche Farbe ausgewählt und auch in der Helligkeit variiert werden. Dazu kann jeder der drei Tastenbelegungen der Profile (M1, M2, M3) eine Farbe zugeordnet werden, was einen schnellen Wechsel und Identifikation des Profils ermöglicht. Hier wäre die Möglichkeit eines Farbverlaufs wünschenswert gewesen.

Zu guter Letzt sei noch ein relativ frisches Feature genannt mit Namen Profiles To Go. So verfügt auch die Logitech G510 über einen kleinen internen Speicher, auf dem Spielprofile abgelegt und zu einem anderen PC transportiert werden können. Die Anzahl der möglichen Profile ist dabei abhängig von der Komplexität der Tastenbelegungen, grob geschätzt können hier rund 16 Profile abgelegt werden. Diese müssen auf dem anderen PC allerdings gar nicht wieder zurückkopiert werden, sondern können direkt von der Tastatur genutzt werden – eine Treiberinstallation ist dennoch Pflicht.

Ansonsten ist im Treiber noch ein "Lernprogramm" integriert, was einem Neukäufer die Software etwas näher bringt, aber auch eine Funktion um direkt nach Treiberupdates zu suchen.

Makros lassen sich übrigens nicht nur über die Gaming Software anlegen, sondern auch direkt im Spiel aufnehmen. Der Ablauf ist recht einfach gehalten: MR-Taste drücken – gewünschte G-Taste drücken – Tastenkombination drücken – wieder Druck auf MR. Fertig. Zusätzlich kann im Treiber gewählt werden, ob man die Verzögerung zwischen den Tastendrücken aufnehmen möchte.

Praxiseinsatz - Logitech G510 Wie beim Führerschein auch kommen wir nun vom theoretischen Teil zum Praxistest. Wie bereits erwähnt fühlen sich Logitech Anhänger bei der G510 relativ heimisch, sowohl Design als auch Form der Tasten kommen einem sehr bekannt vor. Wie alle anderen Tastaturen auch muss sie sich sowohl im Gaming Bereich – für den sie ja ausgelegt ist – als auch im täglichen Einsatz beweisen.   Beim Einsatz in verschiedenen Spielen zeigt die Logitech G510 ihre Stärken. Dadurch, dass bis zu 5 Tastendrücke gleichzeitig erkannt werden, sind Duckjumps oder schnelle Tastenfolgen keinerlei Problem. Durch die zahlreichen G-Tasten lassen sich vereinzelte Abläufe vereinfachen, auch wenn sich wohl nur die wenigsten die Belegung von 18 unbeschrifteten Tasten merken können. Dank der MR-Taste sind auch innerhalb des Spiels schnell neue Makros gespeichert und einsatzbereit, wahlweise auch mit Verzögerung.
Der kleine Schalter zum Deaktivieren zur Windows Taste ist zwar wie bereits erwähnt ein wenig klapprig, funktioniert aber nichts desto trotz einwandfrei.   Im normalen Office Einsatz erledigt sie selbstverständlich ihren Dienst auch anstandslos, alle Tasten haben eine angenehme Größe und auch einen guten Abstand zueinander, so kommt es eher selten zu Tippfehlern. Allerdings könnte der Anschlag etwas stärker gewählt werden.

Die Media Keys und der große Mute-Button sind jederzeit gut erreichbar und funktionieren auch anstandslos, solange der Treiber installiert ist. Gleiches gilt für das Rädchen zur Regelung der Lautstärke. Das arbeitet quasi stufenlos und ist demnach nur schwach gerastert und braucht ca. eine ganze Umdrehung um den Ton von stumm voll aufzudrehen.

Die Beleuchtung der Tastatur ist tagsüber verglichen mit einem Flutlicht wie der BlackWidow Ultimate zwar eher schwach, die Ausleuchtung erfolgt hier allerdings auch über weitaus weniger LEDs, die eine Leuchtfolie bestrahlen. Abends beziehungsweise allgemein in abgedunkelten Räumen ist sie allerdings völlig ausreichend und alle Tasten inklusive G510 Schriftzug werden ordentlich ausgeleuchtet.

Ein Feature, dass die Tastatur zu etwas Besonderem macht, wurde bisher jedoch kaum beleuchtet: Der integrierte Soundchip. Anstatt wie bei dem genannten Razer Konkurrent die Anschlüsse an die Rückseite des PCs weiterzuleiten steckt in der G510 eine eigene Audiolösung, die Kopfhörer / 2.1 Boxen und ein Mikrofon bedienen kann. Die Treiber dafür werden bei der ersten Nutzung von selbst installiert, was wenige Minuten dauert. Sind die Treiber einmal installiert dauert es vom Einstecken des Kabels bis zum Ton aus den Kopfhörern ca. 6 Sekunden. Innerhalb von Windows wird die Audioquelle dabei automatisch von der primär genutzten Soundkarte auf den Logitech-Sound umgestellt, was sehr praktisch ist und weitere Einstellungen erspart.

Idealerweise sind direkt unter den Anschlüssen zwei Buttons angebracht, mit denen sich Mikrofon bzw. Kopfhörer stumm schalten lassen und dies falls aktiviert auch mit einer leuchtenden LED anzeigen.

Zu guter Letzt bleibt nur noch zu sagen, dass die Logitech G510 leider nicht ganz so stabil ist, wie die mechanischen Kollegen. So lag unser Modell im Test in der Mitte nicht auf dem Untergrund auf, weswegen es beim Tippen leicht durchgedrückt wurde. Dazu kommt, dass zwei weitere Gummifüße der Tastatur keineswegs geschadet hätten.

So viel also zum Praxiseinsatz, bevor wir zum abschließenden Fazit kommen noch eine Reihe Fotos mit den verschiedenen Farben der G510:

Fazit - Logitech G510 Zum Abschluss folgen wie immer noch ein paar abschließende Worte zu der heute getesteten G510. In jedem Fall bekommt man eine hochqualitative Tastatur eines Herstellers mit langjähriger Erfahrung. Demnach hat sich die G510 zwar gegenüber der altgedienten G15 etwas weiterentwickelt, ein wirklicher Mehrwert oder Grund zum Umstieg ist allerdings nicht gegeben. Die hohe Anzahl der G-Tasten mag zwar auf den ersten Blick praktisch wirken, allerdings muss man schon sehr in sein Spiel vertieft sein, um sich die Belegung komplett zu merken und die Tasten auch sinnvoll zu nutzen. In den meisten Fällen sorgen die Tasten vermutlich nur dafür, dass man auf dem Tisch bei einer LAN Party noch weniger Platz für Maus und Unterlage hat.

Ohne Frage hat die G510 natürlich auch ihre Vorteile. So lässt sich mit der Beleuchtung nicht nur Eindruck schinden sondern man kann auch wunderbar bei Nacht tippen, ohne die ganze Tastatur mit einer Lampe auszuleuchten. Dazu kommt das kleine Display, dessen Nützlichkeit für Spiele zwar eher beschränkt ist, aber dennoch nützliche Informationen wie CPU-Temperatur ausgeben kann oder einen Blick in die Musik Playlist oder den TeamSpeak Channel erlaubt. Auch der USB Sound könnte für viele nützlich sein, die an der Soundkarte des PCs Boxen betreiben und zum Zocken schnell zum Headset wechseln wollen.

Doch wie bei allen Produkten gibt es auch hier ein paar Nachteile. So ist der USB Sound für ambitionierte Gamer mit USB Headset oder teurer Soundkarte im Prinzip nutzlos, hier hätten wir uns eher wie früher einen zusätzlichen USB Port gewünscht. Die übertrieben hohe Zahl an G-Tasten haben wir bereits erwähnt, weswegen nur noch zu sagen bleibt, dass auch eine höhere Standfestigkeit wünschenswert wäre.

Zwar ist der umfangreiche neue Treiber auch noch lobend zu erwähnen, allerdings stellt man fest, dass Logitech zumindest mit neuen Trends etwas hinterher hängt. Deswegen würden wir Logitech ans Herz legen über die Entwicklung einer mechanischen Gaming Tastatur nachzudenken, da sich diese im Moment immer mehr durchzusetzen scheinen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass es sich bei der Logitech G510 um eine solide Tastatur mit ein paar netten Features handelt, die allerdings nicht für eine Empfehlung unsererseits ausreichen. Mit 69,95 Euro (idealo.de / Stand 2.7.2011) ist der Preis immerhin seit dem Release vor einem Jahr so weit gefallen, dass sie mittlerweile ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat.


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