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Sommer, Sonne, Energie - Logitechs K750 Solarkeyboard im Test

Zugegeben, Sommer ist es noch nicht. Die Temperaturen purzeln noch um den Gefrierpunkt herum, doch der nächste Sommer wird kommen. Dann kann die Sonne wieder ihre UV-Strahlen auf die Erde schicken und die Bevölkerung kann sich wärmen und bräunen. Aber wohl das wichtigste, was wir von der Sonne nutzen, ist die abgegebene Energie. Immer wichtiger wird diese sogenannte Solarenergie und in den letzten Jahren hat sich das besonders gezeigt, denn immer mehr Haushalte speichern diese Art von Energie für einen späteren Gebrauch ab. So lassen sich jegliche Haushaltsgeräte damit nutzen.

Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch Eingabegeräte dieses Element zu nutzen machen. Doch Sonne im Zimmer? Relativ unwahrscheinlich, wenn sie nicht gerade durchs offene Fenster herein scheint.   Logitech hat nun ein Solarkeyboard auf den Markt gebracht, welches mittels Solarpanel Energie speichert. Der Hersteller verspricht einen einwandfreien Betrieb, auch im Haus. Das K750 soll sich durch einfaches Licht aufladen und auch bei völliger Dunkelheit ganze drei Monate die Akkuladung halten können. "Keine Kabel, Keine Batterien, Keine Sorgen", mit dem Spruch wirbt der Schweizer Hersteller Logitech zumindest auf der Verpackung. Ob diese Aussage stimmt und das Keyboard wirklich mit einfachen Glühbirnenlicht funktioniert, wird sich zeigen. Wir werden das K750 jetzt im Anschluss mit künstlicher Energie vollladen und schauen, ob es das hält, was es verspricht.  

  An dieser Stelle geht ein Dank an Logitech für die problemlose Bereitstellung des K750 Samples.

Lieferumfang - Logitech K750 Im typischen Logitech-Grün erreichte das Solarkeyboard unsere Redaktion. Ein schmaler Karton welcher auf der Oberseite die Front des K750 zeigt. Auch erste Informationen finden wir bereits hier, so zum Beispiel dass das Board nur 7,5mm dünn ist und wie schon gesagt mit Licht betrieben wird. Die Rückseite offenbart uns dann noch mehr nennenswerte Informationen. Das K750 soll vor allem komfortabel im Umgang mit Notebooks sein. Ein weiterer, immer wichtiger werdender Punkt, ist der Klimaschutz. Logitech setzt sich dafür ein und hat das komplette Design der K750-Tastatur PVC-frei konstruiert. Auch die Verpackung ist recycelbar. Ein kleiner Schritt, aber in die richtige Richtung. An der Unterkante lässt sich noch erkennen, dass das K750 für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 kompatibel ist. Und auch hier steht noch einmal, dass sowohl Innenlicht als auch Außenlicht funktioniert.   Eine kurze Anleitung zur Inbetriebnahme des Gerätes gibt es bereits auf dem gelbbraunen Innenkarton. Schneidet man jetzt die grüne Außenverpackung auseinander, so erhält man auch den Rest der Schriften in verschiedenen Sprachen. Ganz oben liegt nun das Solarkeyboard, nochmals geschützt durch eine Schutzfolie. Alles in allen ist der komplette Verpackungsinhalt sehr stabil verpackt und transportsicher. Durch das Solarpanel und die Klavierlack-Oberfläche ist alles ziemlich empfindlich. Zur Reinigung legt Logitech daher ein weiches Mikrofasertuch in schwarz bei. Somit verhindert man Kratzer, die durch falsche Tücherarten kommen können.   Um die Verbindung zu einem PC aufzubauen, brauch es auch ein Gegenstück. Logitech liefert einen sehr kleinen Unifying-Empfänger mit. Dieser schaut nur ein paar Millimeter aus einem USB-Port heraus und arbeitet mit 2,4 GHz und 128-Bit-Verschlüsselung. Er ist also fast unsichtbar und kann so problemlos immer im USB-Port bleiben, denn normalerweise stört er nicht. Als letztes gibt es von Logitech noch einen Wireless Extender, um die Entfernung zwischen Empfänger und Rechner zu verlängern. So können Empfangsprobleme eventuell beseitigt werden. Wenden wir nun unseren Blick auf das Solarkeyboard.  

Logitech K750 im Detail Das Keyboard kommt, wie vorher schon erwähnt, mit einer Schutzfolie daher. Dadurch ist die Hochglanzschicht optimal geschützt und gerade das braucht sie. Die Oberfläche ist relativ empfindlich. Das ist man aber inzwischen von schwarzen Hochglanzlack gewohnt. Das K750 ist nur acht Millimeter dick. Gepaart mit den flachen 104 Tasten möchte Logitech so das Notebookgefühl auch an einem Desktop-PC möglich machen. Links und Rechts neben dem Logitech-Logo sind die Herzstücke des K750, die Solarzellen. Dadurch soll erst die Speicherung der Energie möglich sein. Das Solarkeyboard besitzt wie auch Notebook eine FN-Taste, wodurch die Tasten F1-F12 nützliche Funktionen bekommen, wie etwa Multimedia, Email und Suche. Rechts oben direkt unter der Solarzelle finden wir dann auch noch einen On-Off-Schalter und eine kleine Akkuanzeige mit zwei Smileys.   Die Rückseite ist aus silber-weißem Kunststoff gefertigt und bringt zwei schmale Füße mit sich. Damit lässt sich der Tastaturwinkel zum positiven hin verändern. So ist das Schreibgefühl gleich um einiges angenehmer, als wenn alles zu flach ist. Die K750 bringt auch noch sechs graue Antirutschfüße mit. So hat sie bei Benutzung einen festen Halt, auch wenn man die Füße nicht ausklappt. Das so ein Keyboard trotzdem nicht ganz ohne Batterie funktioniert, ist klar. An der Seite hat deshalb Logitech einen kleinen Einschub eingebaut, der eine Knopfzelle beinhaltet.   Technischer Überblick
  • Layout: Deutsch
  • Art des Geräts: Tastatur
  • Farbe: schwarz (hochglanz)/silber
  • Anschlüsse: 2,4-GHz-USB-Empfänger
  • Verbindung: Funk
  • Tastatur: 104 Tasten
  • Kompatibel zu Windows XP, Windows Vista, Windows 7
  • Eigenschaften: Akkuaufladung über Solarzellen, kabellose Advanced 2,4-GHz-Technologie
  • Zubehör: Anleitung auf recycelbaren Karton, Unifying-Empfänger, Wireless Extender, Reinigungstuch
 

Handhabung, Treiber & Co. - Logitech K750 Nun wollen wir uns einmal anschauen, was das Solarkeyboard K750 von Logitech leisten kann. Dazu beginnen wir Schritt für Schritt mit der Installation, so wie es die Anleitung vorsieht. Als erstes stecken wir unter Windows 7 den kleinen USB-Empfänger in einen freien Port. Sofort beginnt automatisch die Treiberinstallation, da müssen wir uns also um nichts kümmern. Ist die Installation abgeschlossen, was normalerweise knapp eine Minute dauert, gibt Windows die entsprechende Meldung raus. Bevor jetzt die Tastatur eingeschaltet wird, entfernen wir natürlich die Schutzfolie und alle gelben Papiermarkierungen. Einmal wäre das oben im Batteriefach. Dieser Pfeil sorgt dafür, dass die Batterie in der Verpackung noch keinen Kontakt hat und leer gesaugt wird. Wir ziehen ihn also raus. Dann noch recht oben am ON-OFF-Schalter. Die Markierung hat keine Funktion, sie zeigt uns einfach wo man die Tastatur anschaltet. Ist alles entfernt, schieben wir einfach den Schalter auf ON. Kurze Zeit später ist die Tastatur auch schon hundertprozentig einsatzbereit. Windows gibt uns jetzt noch eine Meldung raus, dass eine sogenannte Solar-App zur Verfügung steht. Unter Windows gibt es jetzt auch schon Apps. Ein einfacher Klick und schon beginnt der Download und die Installation.  

  Diese Solar-App ist ein sehr nützliches Tool, was Logitech da für die Nutzer der K750 bereit stellt. Im oberen Bereich sieht man wieviel Licht aktuell dem Keyboard zur Verfügubng steht. Die Anzeige ist ziemlich genau, dass merkt man sehr gut durch Zuhalten der Solarzellen. Daraufhin sinkt die Anzeige gleich gegen Null, klar denn die Zelle kann so kein Licht aufnehmen. Diese Anzeige schaltet sich nach mehreren Minuten automatisch ab. Im mittleren Abschnitt geht es eher um die verfügbare Akkuladung. Ein optisch hübsch wirkender Akku zeigt grafisch die genaue Ladung an. So behält man immer einen Überblick über die Dauer der Restladung. Man kann aber auch die Anzeige umschalten. In dem Bild sieht man auch die Akkuladung, verteilt aber auf die jeweilige Reichweite. Im einen Meter Bereich hat man natürlich die meiste Ladung als auf zwölf Meter Entfernung. Ist der Akku voll geladen, merkt man aber relativ wenig an der Anzeige. Zu guter letzt im unteren Bereich sehen wir einen Daumen nach oben für die perfekte Akkuladung. Dieser verändert sich im Laufe der Zeit wenn das Licht lange aus bleibt. Alles in allem ein sehr nützliches Tool was uns Logitech hier dazu liefert. Das beste ist aber, dass die App keinesfalls im Hintergrund mitlaufen muss. Logitech hat aus dem Grund neben dem ON-OFF-Schalter eine "Licht testen Taste" eingebaut. Ein einfacher Klick und schon startet die App binnen Sekunden. Sehr nützlich wie wir finden. Aber nun einmal weg von der App und hin zum Solarboard.   Das K750 von Logitech ist nicht als Gamerkeyboard zu betrachten. Vielmehr ordnet es sich im Bereich Multimedia an. Mit seinen 104 Tasten bietet es wenig bis keine Sondertasten. Dafür hat der Hersteller die F1-F12 Tasten doppelt belegt. Wie man es von Notebooks kennt, aktiviert man die Doppelfunktion mit einer gelben FN-Taste. F1-F4 ist für den Home/Office Bereich gedacht. Email, Suchen oder der Taschenrechner gehören hier dazu. Die restlichen F-Tasten sorgen für die richtige Stimmung und sind für den Multimedia-Bereich gedacht. Musikprogramm starten, Titel vor und zurück, Play/Pause, Laut, Leiser und Stumm. Damit stehen die wichtigsten Funktionen direkt zur Verfügung. Ansonsten hat die Tastatur neben den normalen Standardtasten keine zusätzlichen zu bieten. Hier geht es aber nach dem Motto "Weniger ist oft mehr". Das gesamte Solarboard wirkt aufgeräumt. Dank der niedrigen Tasten, die leicht konkav geformt sind, lässt sich sehr angenehm und vor allem leiste Tippen. Bei etwas stärkeren Druck auf die Tasten gibt das Keyboard leicht nach, was aber weniger schlimm ist und sich auch kaum Bemerkbar macht. Um auch ohne App schnell zu sehen, wie der Akku steht, sind recht neben der Licht-Testen-Taste noch zwei kleine LEDs mit Smileys eingebaut. Lacht das Smiley ist der Akku gut, demzufolge schlecht ist er bei einem traurigen Smiley. Das Solarkeyboard K750 kam bereits voll aufgeladen zu uns und selbst nach mehreren Stunden ohne Licht machte sich das am Akku kaum bemerkbar. Ob Logitech mit den 3 Monaten recht hat, konnten wir zwecks zu kurzem Testzeitraum nicht testen, aber die Vermutung liegt nahe, dass es durchaus stimmen kann. Auf jedenfall hat man auch ohne Licht lange Freude an dem Akku und mal ehrlich, wer sitzt schon mehrere Tage ohne Licht am Rechner? Irgendwo kommt immer etwas Licht her, auch wenn nur in geringen Mengen. Fazit Wo Licht ist, ist auch Schatten. Zugegeben das stimmt zwar, trifft aber auf den heutigen Test nicht zu. Logitech hat mit dem Wireless Solar Keyboard K750 saubere Arbeit geleistet. Eine Funktastatur war bisher immer mit lästigem Batteriewechsel verbunden. Durch die Solartechnik hat das K750 diese Hürde übersprungen. Dazu kommt noch eine aufgeräumte, wirklich gut durchdachte Oberfläche hinzu. Und wer möchte heutzutage noch auf solchen "Klopper-Tastaturen" arbeiten? Immer mehr flache Tastaturen und Tasten kommen auf den Markt wie es auch die K750 gemacht hat. Das ist eindeutig die Zukunft. Ebenso müssen wir was für die Umwelt tun, auch wenn nur in kleinen Abschnitten. Das Logitech dies unterstützt, finden wir stark und durch das PVC-freie Modell leidet auch keinesfalls die Optik. Mit den Zusatztasten ist jeder Multimedia-Fan gut beraten und kann ganz einfach auf seine Musik zugreifen. Wie schon erwähnt, ist durch die dünne Bauweise die Stabilität nicht ganz so gut und so biegt sich die Tastatur bei einem harten Tastendruck leicht durch was in der Praxis kaum bis gar nicht auffällt. Der Preis von aktuell 65,01€ (guenstiger.de / Stand: 12.02.2011) ist nicht ganz billig aber auch nicht zu teuer. Für die gebotene Technik also ganz gut. Für wen ist das Solarkeyboard schlussendlich zu empfehlen? Zum einen für Anwender, die Wert auf das Aussehen legen und hauptsächlich am Rechner arbeiten. Auch Multimedia-Freunde werden auf ihre kosten kommen. Auf jedenfall noch für jene, die umbedingt eine kabellose Tastatur brauchen, aber den ständigen Batteriewechsel hassen. Nicht oder nur bedingt zu empfehlen ist das K750 für Spielbegeisterte. Hier bietet das Keyboard einfach zu wenig Sondertasten und eine Tastenbeleuchtung fehlt auch. Generell sollten Gamer lieber zu einem kabelgebundenen Keyboard greifen. Mit dem Solarkeyboard hat sich Logitech selbst übertroffen. Gute Leistung, super Technik und hübsche Optik verschaffen dem Board unseren begehrten Empfehlungs-Award.  


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