Hardware Testbericht Cooling Testbericht

CPU-Kühler unter 20 Euro

Für ein leistungsfähiges PC-System gibt der Enthusiast schnell mal ein kleines Vermögen aus und greift hier auf Hardware aus der oberen Preis- und Performanceklasse zurück. Dabei darf die Kühlung der einzelnen Hardwarekomponenten allerdings keineswegs zu kurz kommen, da gerade in dieser Klasse stets mit einer hohen Wärmeabgabe der Halbleiter zu rechnen ist. Grund dessen wird gerne nochmals ein kleiner Batzen Geld ausgegeben, um das System mit potenten Kühlern und Lüftern (nicht zuletzt wegen der interessanten Optik) auszustatten.

CPU-Kühler unter 20 Euro

Notwendig ist es allerdings keinesfalls viel Geld für eine gute Kühlung zu investieren. Dabei kann man zu allererst ein großen Teil bei der richtigen Auswahl des CPU-Kühlers sparen. Hier sollte sich der Käufer auch keines Falls beirren lassen, denn oftmals werden in Foren einfach nur die aktuell leistungsstärksten Kühler angepriesen, da das Wissen über die Performance in der unteren Preisklasse schlicht und ergreifend mangels benötigter Testberichte fehlt.
Grund genug, dass wir uns im heutigen Bericht mit einer kleinen Auswahl an CPU-Kühlern aus dem unteren Preissegment bis 20 Euro befassen. Hierfür haben wir in den vergangenen Wochen sieben aktuellen, teils brandneuen Kühlern auf den Zahn gefühlt. Dazu sind unter den Ergebnissen der bereits zuvor getestete Scythe Shuriken Rev. B als auch der AMD Boxed-Kühler vertreten.

Mit diesem Vergleichstest haben wir unsere Schalldruckpegelmessung komplett umgestellt. Vergleiche zu alten Tests sind somit nicht mehr möglich. Bereits getestete CPU-Kühler werden mit ihren neuen Ergebnissen nach und nach eingepflegt. Die beiden größten Vorteile des neuen Messaufbaues sind, die erhöhte Genauigkeit sowie die höhere Empfindlichkeit der Messung. Weitere Details werden im folgenden Bericht erläutert.


Unser herzlichster Dank gebührt allen teilnehmenden Herstellern (Arctic, Caseking, CoolerMaster, EKL, Reeven, Scythe, Xigmatek), jene mit ihren Testmustern diesen unabhängigen Vergleich ermöglichen.

EKL stellte uns von der Hausmarke Alpenföhn den Panorama zur Verfügung. Dieser CPU-Kühler kostet derzeit knapp unter 20 Euro und erfüllt damit wie alle anderen vertretenen Kandidaten das einzige Zulassungskriterium. Auch dieses EKL-Produkt ist wie gewohnt einwandfrei verpackt. Der kleine, bedruckte Pappkarton reiht sich nahtlos in die Verpackungslinie der Marke mit dem Edelweiß ein. Im Lieferumfang ist alles für einen reibungslosen Installationsablauf enthalten. So liegen dem Panorama CPU-Kühler neben dem Montagematerial für AMD und Intel, ein wenig Wärmeleitpaste und eine kurze Montageanleitung bei. Die Installation mittels Klemmen für Sockel AM2-AM3 geht mühelos von der Hand und sollte selbst Leihen keinerlei Probleme bescheren. Wesentlich aufwendiger gestaltet sich die Schraubmontage für aktuelle Intel-Sockel. Dafür ist bei selbiger der Anpressdruck nicht vorgegeben und kann über die Befestigungsschrauben stufenlos eingestellt werden.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

100x100x15mm

Lagerart

k.A.

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

2000 rpm

max. Luftdurchsatz

38 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

22 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

111x105x51mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

198 g o.L.

Besonderheiten

HDC-Technology

Im Falle des sehr leichten Alpenföhn Panoramas wäre eine derartig aufwendige Montage für einen festen Halt im Sockel aber absolut nicht notwendig gewesen. Der beiliegende 100x100x15 mm große PWM-Lüfter wird mittels vierer Schwingungsabsorber am Kühlkörper befestigt und sorgt dort für einen ausreichend großen Volumenstrom. Mit 61 mm Bauhöhe ist der Panorama nochmals flacher als der Scythe Shuriken Rev. B und ist damit einer der kompaktesten CPU-Kühler, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Somit ist dieser Kühler gerade für Systeme mit sehr kleinen Formfaktoren interessant. Eine Bodenplatte fehlt gänzlich. Stattdessen setzt EKL beim Panorama abermals auf die HDC-Technologie (Heatpipe Direct Contact), bei welcher die Heatpipes direkten Kontakt zur CPU haben. Dieser Aufbau erspart gerade in der unteren Preisklasse die kostspielige Kupferbodenplatte und erreicht bereits mit wenigen Pipes eine ausreichend hohe Leistung. Die Verarbeitung des gesamten CPU-Kühlers ist gut. Besonders die Kontaktfläche, die später auf der CPU aufsetzt, hat eine respektable Oberflächenbeschaffenheit. Wie gut jedoch die Heatpipes die aufgenommene Wärmeverlustleistung über die verhältnismäßig geringe Oberfläche der Aluminiumlamellen los werden können, ist allein schon wegen der geringen Masse des EKL Alpenföhn Panorama fraglich und gilt im Test zu klären.

Vor nicht all zu langer Zeit war es um den damaligen Hersteller Arctic-Cooling recht still geworden und in der Gerüchteküche brodelte es nur so vor Informationen. Fakt war, dass das schweizerische Unternehmen halt schon über einen sehr langen Zeitraum keine neuen CPU-Kühler mehr veröffentlichte. Nach einer Umstrukturierung und Namensänderung hat Arctic heute ein stetig wachsendes Produktsortiment und versteift sich keines Weges mehr auf Kühler und Lüfter. Nach wie vor ist diese Produktsparte jedoch vorhanden und beinhaltet alte Bekannte, wie auch wenige neue CPU-Kühler. Arcitc stellte uns für diesen Vergleich den Arctic Freezer 7 Pro in der zweiten Revision zur Verfügung. Dieser Kühlertyp ist ein wahres Urgestein und ging in der Vergangenheit unzählige male über den Verkaufstresen. Dabei gab es immer wieder kleinere Änderungen und Anpassungen an neue Sockel. Im Grunde genommen hat sich das Design jedoch kaum verändert. Umso spannender ist das spätere Testresultat, welches unter anderem aufdecken wird, wo sich dieser CPU-Kühler nach alle den Jahren noch einordnen kann.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (D)

92 mm

Lagerart

Fluid Dynamic Bearing

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

2500 rpm

max. Luftdurchsatz

77 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

k.A.

Maße Kühler (LxBxH)

104x58x126,5mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

520g m.L.

Besonderheiten

k.A.

Der Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 wird in einer kleinen, transparenten Kunststoffverpackung ausgeliefert. Neben dem CPU-Kühler befinden sich eine Installationsanleitung sowie erstmals auch das Montagematerial für AMD- als auch Intel- CPUs im Lieferumfang. Dabei ist anzumerken, dass der Kunde in der Vergangenheit die entsprechende Halterung nur für den aktuellen Sockel von AMD oder Intel erhalten konnte und es diesen CPU-Kühler somit immer in zwei Versionen gab. Für die erste Installation wurde auch beim aktuellen Freezer 7 etwas Wärmeleitpaste auf den Kühlerboden aufgespritzt. Ein Highlight sind immer wieder die speziellen Lüfter, jene Arctic einsetzt. Zwar hat es bei den verwendetem 92x92x34 mm großen Lüfter auch keine signifikanten Veränderungen gegeben, aber die Performance dieses Designs ist auch heute noch konkurrenzfähig. Zudem ist der aktuell verbaute Lüfter PWM-fähig und bietet neben der einmaligen Entkopplung eine sehr gute Verarbeitung. Auch wenn die Optik durch fehlende Details etwas leidet, kann der schlichte Kühlkörper ebenfalls bei der Verarbeitung punkten. Ob der Freezer 7 in der Zukunft komplett von einem anderen Produkt aus dem Hause Arctic abgelöst wird, ist sicherlich eine Frage der Leistungsdifferenz zur Konkurrenz. Wenn es sich jedoch immer noch um ein aktuelles Preis-/Leistungs- Schnäppchen handeln sollte, wird dafür kaum ein Grund bestehen.

Seit mittlerweile über 10 Jahren bietet CoolerMaster seinen Kunden Kühler für den heimischen PC. Das Produktangebot hat sich allerdings in der vergangen Zeit stark erweitert und beschränkt sich bei weitem nicht mehr auf thermale Lösungen. Für den wirtschaftlichen Standpunkt ist dies mit Sicherheit der richtige Schritt gewesen, denn der CPU-Kühlermarkt ist hart umkämpft und damit wäre ein einziges Standbein mehr als riskant für ein Unternehmen. Für den heutigen Vergleich sandte CoolerMaster einen kleinen Tower-Kühler mit der Bezeichnung Hyper TX3.
Im Lieferumfang des kleinen CPU-Kühlers befindet sich wie üblich Montagematerial für die meisten aktuellen CPU-Sockel. Für AMD-CPUs kommt hier die Standard-Haltklemme mit 6 Ösen zum Einsatz und die Intel-Fraktion wird mit „Push-Pins“ bedient. Wärmeleitpaste wird in einer kleinen Tube mitgeliefert, sodass nach der ersten Anwendung ein sicheres Aufbewahren der restlichen Paste denkbar ist. Der serienmäßige 92x92x25 mm große Axiallüfter wird bei der Installation mittels zweier Halteklammern am Kühlkörper befestigt. Lobenswert ist, dass CoolerMaster die minimalen Mehrkosten nicht gescheut hat und gleich vier statt zwei Halteklammern beilegt. Somit ist die Montage eines zusätzlichen Lüfters kein Problem. Eine knappe, mehrsprachige Installationsanleitung rundet den Lieferumfang, der einen positiven Gesamteindruck hinterlässt, ab.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

92x92x25mm

Lagerart

Gleitlager

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

2800 rpm

max. Luftdurchsatz

93,1 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

35 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

90x51x139mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

470g m.L.

Besonderheiten

Direktkontakt-Heatpipes

Der Kühlkörper hat das Design eines klassischen Tower-Kühlers und verfügt über 3 Heatpipes, welche die Wärmeenergie von der CPU bis in die Aluminiumkühllamellen ableiten. CoolerMaster verzichtet bei diesem Modell auf eine Bodenplatte und setzt die drei Kupferpipes direkt auf der CPU auf. Dabei werden die Pipes durch eine Aluminiumplatte fixiert und thermisch untereinander verbunden. Die Kontaktfläche dieses Verbundes weist allerdings viele Rillen auf, die es bei der Montage mit Wärmeleitpaste zu füllen gilt. Damit ist die Oberflächenqualität bei weitem nicht so gut, wie wir es z.B. aus dem Hause EKL gewohnt sind. Ob dieses negative Verarbeitungsmerkmal zu erwähnenswerten Leistungseinbußen führt, wird der Test zeigen. Die weitere Verarbeitungsqualität von Kühlkörper und Lüfter sind aber lobenswert und mit der Note gut zu beurteilen.

Auch der hierzulande noch sehr unbekannte Hersteller Reeven stellte uns für diesen Vergleichstest einen interessanten CPU-Kühler zur Verfügung. Auf dem europäischen Markt ist dieser Kühler allerdings noch nicht erhältlich, sodass wir nur hoffen können, dass es nicht mehr all zu viel Zeit in Anspruch nimmt die Produkte von Reeven in die Läden zu bringen. Dabei wurden schon im Jahr 2009 erste Produkte der neuen Marke auf der CeBit ausgestellt. Scheinbar wird hinter verschlossenen Türen aber eifrig am Durchbruch gearbeitet und eine entsprechende Internetpräsenz mit der gesamten Produktpalette wird ebenfalls in Kürze erwartet.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

k.A.

Lagerart

k.A.

Betriebsspannung

k.A.

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

k.A.

max. Luftdurchsatz

k.A.

max. Lautstärkeentwicklung

k.A.

Maße Kühler (LxBxH)

92x92x25 mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

k.A.

Besonderheiten

k.A.

Beim im heutigen Test vertretenen Probanden, handelt es sich um einen CPU-Kühler aus der „Tower-Klasse“. Da dieser Aufbau in heutiger Zeit mit einer der häufigsten ist, lohnt es sich aber stets einen genauen Blick zu riskieren. Setzt sich das Gehäuse im Design klar von der Masse ab? Oder erkennt man auf den ersten Blick aus welcher Fabrik der CPU-Kühler stammt, da es schon zwei drei andere nahezu identische Exemplare dieses Typs unter einem anderen Namen auf dem Markt zu kaufen gibt. Positiv überrascht ist man durchaus, wenn man sich den kleinen Reeven Chrono Guard mit einem scharfen Blick anschaut. Dabei ist es in erster Linie der Kühlkörper, der mit einem vielversprechenden Design überzeugt. Sechs Heatpipes sind in einem Aluminiumrahmen eingelassen, sodass eine plane Kontaktfläche entsteht, jene für die spätere Installation auf einer CPU stets eine maßgebliche Rolle für die Gesamtleistung des CPU-Kühlers spielt. Die Oberflächenqualität der besagten Kontaktfläche ist ok und nicht besser als bei den meisten anderen Kühlern ohne Bodenplatte. Dafür wurden die Kupferpipes sehr gut in den Aluminiumkühllamellen verteilt und nicht wie gewöhnlich in einer Reihe angeordnet. Zudem ist die komplette Oberfläche der Kühllamellen sehr groß. So kann sich die von der CPU abgegebene Wärme optimal auf dem Kühlkörper verteilen und über den Volumenstrom des Lüfters rasch an die Umgebung abtransportiert werden. Der schwarzgelbe Axiallüfter des Reeven Chrono Guard ist 92x92x25 mm groß wurde von Werk aus über vier Kunststoffklammern an den Aluminiumlamellen des CPU-Kühlers befestigt. Diese Art der Befestigung hat einen großen Abstand zwischen Kühlkörper und Lüfter zur Folge, was durchaus einen positiven Effekt auf die Lautstärkeentwicklung hat. Die Verarbeitung des Chrono Guard ist gut und hat nur kleine optische Makel, jene keine Beeinträchtigung der „Kühlleistung“ mit sich ziehen.

Will man im schnelllebigen IT-Markt bestehen, muss man stets innovative oder sehr ausgewogene Produkte bieten können. Fehler kann sich ein Unternehmen somit nur in den seltensten Fällen leisten. Gerade Scythe konnte sich in der Vergangenheit mit einer guten Produktpalette und günstigen Preisen einen Namen machen. So können wir im heutigen Vergleich abermals zwei aktuelle CPU-Kühler des japanischen Unternehmens vorstellen. Beginnen wir mit dem Scythe Katana 3.

Nachdem Scythe vor einigen Jahren mit dem Katana in der ersten Generation noch einen riesigen Erfolg feiern konnte, wurde es um die zweite Auflage des kleinen Kassenschlagers schnell ruhig. Auf der Cebit 2009 war der Scythe Katana 3 dann erstmals optisch zu begutachten, sodass es für eine genauere Analyse der Leistung, im Sinne dieses Testberichtes nun wahrlich Zeit wird. Wie gewohnt wird auch der Katana 3 in einer kleinen, bunten Pappschachtel, jene den nötigen Schutz bietet und Kühler samt Zubehör zusammen hält, ausgeliefert. Im Lieferumfang ist neben etwas Wärmeleitpaste das Zubehör für eine werkzeugfreie Installation vorhanden. In diesem Punkt ist Scythe weiterhin vielen Konkurrenten einen Schritt voraus und ermöglicht somit einen reibungslosen Montagevorgang des CPU-Kühlers. Auch ist Scythe einer der wenigen Hersteller, die derzeit keine Kühler ohne Bodenplatte anbieten.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

92x92x25mm

Lagerart

k.A.

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

2,16 W

max. Umdrehungen pro min

2500 rpm

max. Luftdurchsatz

95 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

31,07 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

94x108x143mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

495g m.L.

Besonderheiten

k.A.

Der Katana 3 verfügt über eine große Kupferbodenplatte, welche vollständig vernickelt ist und mit einer guten Oberflächenqualität glänzen kann. Auf dieser setzen 3 teils stark gebogene Heatpipes auf, jene die Wärme von der Bodenplatte abführen sollen. Negativ ist dabei vor allen Dingen, dass die Pipes nicht direkt über den CPU-Kern geführt werden. In der Praxis ist dieser Aufbau dank der verwendeten Kupferbodenplatte aber weniger nachteilig und wird sich nur minimal in der Leistung niederschlagen. Die 6 Enden der Kupferpipes führen in eine große Anzahl Aluminiumkühlrippen und sind für eine ansprechende Optik mit 6 Abschlusskappen versehen. Für einen raschen Luftaustausch zwischen den Kühllamellen sorgt ein 92x92x25 mm großer Axiallüfter, welcher mit maximal 2.500 rpm arbeitet und sich mittels PWM regeln lässt. Die Verarbeitung des CPU-Kühlers ist im Großen und Ganzen in Ordnung, an der einen oder anderen Stelle aber verbesserungswürdig.

Der zweite Kandidat aus dem Hause Scythe wird unter der Artikelbezeichnung Samurai ZZ vertrieben. Hierbei möchte man meinen, dass es sich um eine Weiterentwicklung des Samurai Z handeln müsste. Allerdings fällt schon auf den ersten Blick auf, dass das Design komplett geändert wurde und sich diese beiden CPU-Kühler kaum ähneln. Der zweite Blick zeigt dann erstaunlich große Ähnlichkeiten zwischen Samurai ZZ und Katana 3 auf. Hier hat man es sich bei Scythe recht einfach gemacht und zwei CPU-Kühler aus einem Design geformt.
Auch der Samurai ZZ wird mit Montagematerial für alle aktuellen AMD- und Intel-Sockel ausgeliefert und kann dank des von Scythe eingesetzten VTM-Systems komplett ohne Werkzeug installiert werden. Des Weiteren liegt etwas Wärmeleitpaste und eine knappe Installationsanleitung in der kleinen Pappschachtel bei.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

92x92x25mm

Lagerart

k.A.

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

2,16 W

max. Umdrehungen pro min

2500 rpm

max. Luftdurchsatz

95 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

31,07 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

94x122x94mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Cu/Al

Befestigung

Universal - Klemmen

Gesamtgewicht

472 g m.L.

Besonderheiten

k.A.

Im Gegensatz zum Katana 3 handelt es sich beim Samurai ZZ um einen „Top-Blower“. In Folge dessen hat dieser CPU-Kühler trotz der Ähnlichkeit im Aufbau kleine Abwandlungen im Design. Die 6 verbauten Kupferheatpipes haben somit noch mehr Biegeradien was absolut nicht von Vorteil für dessen Leistung ist. Zudem kommt es durch kleinere Aluminiumlamellen zu einer dezimierten Kühlkörperoberfläche des Samurai ZZ. Schlussfolgernd kann man schon an dieser Stelle schon vorab prophezeien, dass im internen Rennen der Scythe Katana 3 eine höhere Leistung liefern wird. Die Vorteile des Samurai ZZ liegen mit der geringeren Einbauhöhe und der besseren Kühlung umliegender Mainboard-Elektronik ebenfalls klar auf der Hand. Die Verarbeitung des CPU-Kühlers ist in Ordnung. Große Schwächen leistet sich Scythe hier nicht!

Seit nun mehr als 5 Jahren beliefert der taiwanische Hersteller Xigmatek den Markt mit seinen Produkten. Ein besonderes Augenmerk haben dabei nachwievor CPU-Kühler in verschiedensten Ausführungen. So konnten wir für diesen Vergleichstest den neuen Xigmatek Loki in Empfang nehmen. Der Loki kommt samt umfangreichem Montagezubehör in einer ansprechend designten Pappschachtel. Dabei handelt es sich um ein Schraubsystem mit vielen Kleinteilen, welches eine Montage auf allen aktuellen AMD- und Intel- Sockeln ermöglicht. Auch hier sollte man sicherlich den variablen Anpressdruck hervorheben, den man durch so eine Befestigungsart erlangt. Jedoch ist die Installation mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, da der Mehraufwand kaum einen Vorteil bringt und zudem einige Zeit in Anspruch nimmt. Mit der nötigen Geduld und der im Lieferumfang enthaltenen Anleitung sollte aber selbst der ungeübte Kunde einen erfolgreichen Einbau durchführen können.




Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

92x92x25mm

Lagerart

HYPRO Bearing

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

2800 rpm

max. Luftdurchsatz

88,34 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

28 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

92x50x134mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Al

Befestigung

Universal - Schrauben

Gesamtgewicht

330g o.L.

Besonderheiten

HDT

Der Xigmatek Loki hat wie viele der im Test vertretenen Konkurrenten das übliche Tower-Design, welches sich vor allen Dingen durch seinen einfachen Aufbau, ergo geringe Produktionskosten, sowie einer soliden Leistung auszeichnet. Selbstverständlich verzichtet auch Xigmatek beim neuen Loki auf eine Bodenplatte und setzt auf die H.D.T.-Technologie (Heat-pipe direct touch). Die Verarbeitung der besagten Kontaktfläche, jene durch die aufliegenden Kupferpipes und einem Aluminiumrahmen gebildet wird, ist für einen guten thermischen Kontakt zur CPU ausreichend. Der Xigmatek Loki wird mit einem schwarzen 92x92x25 mm großen PWM-Lüfter ausgeliefert, welcher über vier Gummiabsorber mit dem am Kühlkörper befestigt wird. Erfreulich ist die Zugabe von vier weiteren Gummiabsorbern für einen weiteren Lüfter. Hierdurch kann der Loki CPU-Kühler nach Belieben aufgerüstet werden, um die Leistung nachträglich zu steigern. Die Verarbeitung des Kühlkörpers als auch des Lüfters ist sehr sauber ausgeführt und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Testaufbau

Unser Anliegen ist es allen Lesern und Leserinnen stets unabhängige und qualitativ hochwertige Testberichte zu bieten. Um die Qualität zu wahren, scheuen wir daher keine Mühen die angewandten Testverfahren zeitgemäß zu halten und durch kontinuierliche Weiterentwicklung unsere Messungen zu verfeinern.

Besonders im Bereich der Komponentenkühlung erreicht man nur durch aufwendige Anwendung, ausgewählter Messtechniken, aussagekräftige Ergebnisse, die einen verlässlichen und fairen Vergleich zulassen. Im Folgenden finden Sie daher eine kurze Beschreibung unserer verschiedenen Messverfahren.

Thermischer Widerstand

Für die Messung des thermischen Widerstandes kommt bei sämtlichen CPU-Kühlern ein CPU-Dummy zum Einsatz, der die Abmessungen einer aktuellen AMD Phenom 2 CPU hat. Der CPU-Kern verfügt über eine variable Heizleistung bzw. Wärmeverlustleistung, wodurch in einem gewissen Rahmen auch ein sehr hoher thermischer Widerstand unterhalb von kritischen Temperaturen ermittelt werden kann. Dabei werden alle gemessenen Temperaturen über einen A/D-Wandler auf einen PC geschrieben der uns als Datenlogger und zur weiteren Verarbeitung der Messergebenisse dient. Der große Vorteil bei diesem Messaufbau ist die Nachvollziehbarkeit und quantitative Kenntnis aller vorhandenen Wärmeströme, wodurch eine genaue Berechnung der Ergebnisse erst möglich wird. An dieser Stelle möchten wir uns bei EKL bedanken, die uns beim Bau des neuen Dummys unterstützten!

Schalldruckpegel

Akustik, insbesondere die Ermittlung des Schalldruckpegels ist eine Wissenschaft für sich. Dabei sollten sich alle Leser und Leserinnen davon frei machen, dass die Angabe des Schalldruckpegels in dB(A) eine unabhängige Aussage über die wahrgenommene Lautstärke eines Lüfters macht. So kann die Schalldruckpegelmessung an einem und demselben Lüfter völlig unterschiedliche Werte erzeugen, die in Abhängigkeit zum Messgerät, zum Messaufbau, zur Umgebung und zu Störquellen stehen. Zudem kommt die Tatsache, dass Schall von jedem Individuum anders wahrgenommen und bewertet wird. Eines dieser Probleme würde sich durch Anwendung der entsprechenden Norm lösen lassen. In der Praxis ist dies aber selbst für vielerlei Industrieunternehmen zu aufwendig und kostspielig. Daher lässt sich speziell in der IT-Branche kein Vergleich zwischen den Angaben verschiedenen Hersteller machen. Gerade weil bei jedem Lüfter bzw. CPU-Kühler ortsabhängig unterschiedliche Schallreflexionen entstehen, treten bei verschiedenen Kunden auch andere Schalldruckpegel auf. Grunddessen wird hier in einer speziellen Box gemessen, die einerseits Störquellen von außerhalb abschottet und andererseits den Schalldruckpegel durch einen hohen Reflexionsgrad entsprechend anhebt. Dieses Verfahren stellt sicher, dass wir Messungen über eine große Bandbreite der Rotordrehzahl durchführen können. Dank der Messbox sowie einer gemittelten Langzeitaufnahme des Schalldruckpegels erreichen wir zudem eine hohe Wiederholbarkeit der Messergebnisse.

Rotordrehzahl

Verfügt der Lüfter über ein Tachosignal, wird es über einen Frequenzmesser ausgelesen. Dieses Messverfahren wird in fast allen Fällen angewandt. Bei Lüftern ohne Tachosignal wird die Rotordrehzahl mit Hilfe eines Laser-Tachometers ermittelt. Bevor die Messwerte notiert werden, hat der Lüfter ca. 5 min Zeit seine Rotordrehzahl bei vorgegebener Betriebsspannung zu erreichen.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme spielt bei den gängigen Lüfter-Typen häufig nur eine Nebenrolle. Heute sind die Unterschiede zwischen einigen Produkten jedoch so minimal, dass eben auch solch ein Punkt die Kaufentscheidung beeinflussen kann. Vor der Aufnahme der Messwerte hat der Lüfter ca. 5 min Zeit seinen Strom bei vorgegebener Betriebsspannung zu erreichen. Anschließend wird die Leistungsaufnahme ermittelt. Bei CPU-Kühlern ist der Lüfter während der Messung selbstverständlich am Kühlkörper montiert.

Anlaufspannung

Beim Ermitteln der Anlaufspannung wird der Lüfter an eine kleine Spannungsquelle angelegt, welche stufenweise in 100 mV großen Schritten erhöht wird. Sobald ein deutliches Drehen des Lüfters erkennbar ist, wird die Betriebsspannung bzw. die Anlaufspannung notiert.

Gewicht

In Anbetracht der riesigen Materialschlachten, welche sich viele Hersteller seit einiger Zeit bieten, ist speziell bei CPU-Kühlern das Gewicht ein entscheidendes Kriterium für die Bewertung des gemessenen thermischen Widerstandes. Zudem wird durch das Wiegen des jeweiligen Testmusters die Herstellerangabe überprüft. Gewogen werden zum einen der gesamte CPU-Kühler und zum anderen nur der Kühlkörper ohne Lüfter.

Wahrnehmung des Schalldruckpegels

Sektor

Schalldruckpegel Beschreibung der Akustik

I

<35 dB(A)
"lautlos"

II

35 dB(A) - 40 dB(A)
kaum wahrnehmbar

III

40 dB(A) - 45 dB(A) sehr leise (geflüster)

IV

45 dB(A) - 50 dB(A) hörbar (aber nicht störend)

V

50 dB(A) - 55 dB(A) hörbar (u.U. störend)

VI

55 dB(A) - 60 dB(A) laut

VII

60 dB(A) - 65 dB(A) sehr laut

VIII

>65 dB(A)
extrem laut

Testergebnisse

Schalldruckpegel [Lp/dB(A)]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

33,2

37,0

42,5

45,4

47,2

50,4

53,0

56,2

Arctic Freezer 7

37,0

40,8

44,2

48,0

50,4

53,7

56,3

58,4

Coolermaster Hyper TX3

30,3

31,1

32,8

39,7

49,1

58,8

59,5

62,7

EKL Alpenföhn Panorama

--

--

40,2

42,9

46,4

48,2

49,5

50,4

Reeven Chrono Guard

--

31,5

34,7

39,9

45,9

51,9

54,7

57,8

Scythe Shuriken Rev. B

--

--

--

38,7

48,0

49,7

51,2

52,9

Scythe Samurai ZZ

33,8

38,4

44,6

49,2

52,5

55,7

58,2

61,5

Scythe Katana 3

--

--

--

46,9

53,2

58,3

60,8

62,7

Xigmatek LOKI

30,8

31,0

31,2

34,0

42,9

54,0

59,3

63,3

Der Messbereich des verwendeten Schalldruckpegel-Messgerätes geht von 30 dB(A) bis 130 dB(A). Unterhalb von 30 dB(A) ist es somit nicht möglich den Kurvenverlauf korrekt darzustellen. Für eine genaue Betrachtung sind deshalb die Angaben aus den entsprechenden Wertetabellen zu beachten.

Die angegebenen Temperaturen setzen sich aus Umgebungstemperatur und Übertemperatur zusammen. Für einen bestmöglichen Vergleich wurden dabei die Umgebungstemperaturen der einzelnen Testdurchläufe rechnerisch korrigiert und auf denselben Wert gebracht. Der eingesetzte CPU-Dummy, welcher die Maße eines AMD Phenom 2 hat, ist hierbei mit 80 W bzw. 130 W Wärmeverlustleistung behaftet. (Tamb=30°C [bei 80W], Tamb=35°C [bei 130W])

Temperatur [tK/°C] bei 80W

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

100,4

75,1

62,0

57,6

53,9

51,5

50,1

49,0

Arctic Freezer 7

59,1

55,0

52,5

51,0

50,2

49,4

48,7

48,4

Coolermaster Hyper TX3

84,2

66,3

55,5

49,4

47,1

46,1

45,5

45,1

EKL Alpenföhn Panorama

--

--

59,9

57,2

55,9

55,0

54,2

53,8

Reeven Chrono Guard

--

59,2

51,8

47,8

45,9

44,6

43,8

43,3

Scythe Shuriken Rev. B

--

--

--

56,7

53,9

52,4

51,7

51,3

Scythe Samurai ZZ

62,2

58,2

55,3

54,2

53,4

52,5

51,5

51,4

Scythe Katana 3

--

--

--

48,1

46,2

45,3

45

44,4

Xigmatek LOKI

94,6

77,4

66,2

58,0

48,0

45,2

44,2

44,0

Temperatur [tK/°C] bei 130W

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

149,4

108,3

87,0

79,9

73,9

70,0

67,6

65,9

Arctic Freezer 7

82,3

75,7

71,5

69,2

67,8

66,5

65,4

64,9

Coolermaster Hyper TX3

123,1

94,0

76,5

66,5

62,8

61,1

60,2

59,6

EKL Alpenföhn Panorama

--

--

83,6

79,2

77,1

75,6

74,4

73,6

Reeven Chrono Guard

--

82,5

70,4

64,0

60,9

58,8

57,5

56,6

Scythe Shuriken Rev. B

--

--

--

78,4

73,9

71,4

70,2

69,6

Scythe Samurai ZZ

87,3

80,8

76,1

74,3

73,1

71,5

70,0

69,8

Scythe Katana 3

--

--

--

64,4

61,4

59,8

59,3

58,4

Xigmatek LOKI

140

112,1

93,9

80,5

64,3

59,7

58,0

57,8

Thermischer Widerstand [Rth/(K/W)]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

0,880

0,564

0,400

0,345

0,299

0,269

0,251

0,238

Arctic Freezer 7

0,364

0,313

0,281

0,263

0,252

0,242

0,234

0,230

Coolermaster Hyper TX3

0,678

0,454

0,319

0,242

0,214

0,201

0,194

0,189

EKL Alpenföhn Panorama

--

--

0,374

0,340

0,324

0,312

0,303

0,297

Reeven Chrono Guard

--

0,365

0,272

0,223

0,199

0,183

0,173

0,166

Scythe Shuriken Rev. B

--

--

--

0,334

0,299

0,280

0,271

0,266

Scythe Samurai ZZ

0,402

0,352

0,316

0,302

0,293

0,281

0,269

0,268

Scythe Katana 3

--

--

--

0,226

0,203

0,191

0,187

0,180

Xigmatek LOKI

0,808

0,593

0,453

0,350

0,225

0,190

0,177

0,175

Lüfterdrehzahl [n/rpm]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

933

1332

1704

2028

2379

2709

3030

3330

Arctic Freezer 7

1050

1230

1440

1620

1770

1890

1950

2040

Coolermaster Hyper TX3

420

630

840

1260

1710

2160

2520

2820

EKL Alpenföhn Panorama

--

210

1230

1530

1650

1800

1920

2010

Reeven Chrono Guard

--

810

1110

1410

1770

2040

2340

2580

Scythe Shuriken Rev. B

--

--

--

1242

1530

1782

1929

2022

Scythe Samurai ZZ

960

1200

1500

1740

1950

2160

2400

2610

Scythe Katana 3

--

--

180

1500

1950

2280

2490

2670

Xigmatek LOKI

390

510

660

840

1380

2010

2460

2820

Leistungsaufnahme [P/W]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

0,22

0,31

0,42

0,54

0,68

0,90

1,02

1,22

Arctic Freezer 7

0,40

0,56

0,76

0,98

1,23

1,51

1,82

2,16

Coolermaster Hyper TX3

0,14

0,21

0,29

0,46

0,74

1,11

1,60

2,11

EKL Alpenföhn Panorama

--

0,14

0,55

0,80

0,99

1,20

1,44

1,70

Reeven Chrono Guard

--

0,27

0,41

0,59

0,82

1,12

1,52

1,92

Scythe Shuriken Rev. B

--

0,78

0,94

1,11

1,34

1,52

1,85

2,20

Scythe Samurai ZZ

0,31

0,46

0,60

0,78

0,99

1,23

1,50

1,78

Scythe Katana 3

--

--

0,15

0,61

0,91

1,27

1,55

1,85

Xigmatek LOKI

0,14

0,18

0,23

0,29

0,51

0,93

1,45

2,03

Nach einer Menge Eindrücke und stundenlangen Messungen neigt sich auch dieser schon lange überfällige Testbericht dem Ende. Was bleibt, sind eine Hand voll aussagekräftige Ergebnisse, jene für die eine oder andere Überraschung sorgten. So kann sich heute der Reeven Chrono Guard die Leistungskrone sichern. Dieser CPU-Kühler bietet im Test die höchste Performance aus hoher „Kühlleistung“ und geringer Lautstärke. Dabei konnte der Chrono Guard vor allem durch sein alternatives Design und der außergewöhnlichen Farbgebung punkten. Kleine Verarbeitungsmängel stören dabei weniger, als die Tatsache, dass dieser Kühler noch nicht auf dem europäischen Markt erhältlich ist und bisher auch kein Termin für den Verkaufsstart feststeht. Allen Interessenten bleiben nur die Möglichkeiten zu warten oder sich für ein Produkt der Konkurrenz zu entscheiden. Unsere Empfehlung hat sich dieser überraschende Reeven-Kühler aber zweifelsohne verdient.

Des Weiteren wird die empfehlenswerte Spitzengruppe durch den Xigmatek Loki, den CoolerMaster Hyper TX3 und dem Scythe Katana 3 gebildet. Diese CPU-Kühler bieten ebenfalls eine gute Performance und unterscheiden sich nur minimal untereinander. So konnten speziell der Xigmatek Loki im oberen und der CoolerMaster Hyper TX3 im unteren Drehzahlbereich überzeugen. Erwartungsgemäß ist der Arctic Freezer 7 etwas weiter abgeschlagen. Allerdings kann sich auch dieser CPU-Kühler noch bestens gegenüber dem aktuellen AMD-Boxed behaupten und dies besonders im niedrigen Drehzahlbereich, sodass der Freezer 7 in der aktuellen Revision eine günstige Alternative zu einem Boxed-Kühler darstellt. Das beste Preis-/Leistungsergebnis erzielt jedoch der lediglich ~12 Euro teure Hyper TX3 von CoolerMaster. Die drei im Test vertretenen „Top-Blower“ bilden leistungstechnisch die Schlussgruppe. Dieser Typ von CPU-Kühler wird heute aber meist nur aus Platzgründen eingesetzt und spielt seine Vorteile in kleinen Gehäusen aus. Etwas enttäuschend war hier das Ergebnis des Scythe Samurai ZZ, jener trotz einer verhältnismäßig großen Kühlkörperoberfläche nicht die zu erwartende Performance lieferte. Das Problem scheint im Design zu liegen, sodass unter anderem die stark und häufig gebogenen Heatpipes zu Einbußen bei der Gesamtleistung beitragen. Die „Kühlleistung“ des EKL Alpenföhn Panorama ist hingegen auch nicht besser, muss aber aufgrund der sehr geringen Kühlkörpermasse von 198 g gänzlich anders bewertet werden. Der Panorama ist nämlich der im Test vertretene CPU-Kühler mit der geringsten Einbautiefe und allgemein den kleinsten Dimensionen. Für Systeme, bei denen Platz eine absolute Mangelware ist, bekommt man somit immer noch einen Kühler mit ausreichend Leistung für einen sicheren Betrieb.

Sockelkompatibilitätsliste (Herstellerangaben)

Sockel

478

775

754

939

940

AM2(+)

AM3

1156

1366

AMD Boxed Kühler

nein

nein

nein

ja

ja

ja

ja

nein

nein

Arctic Freezer 7 Pro Rev.B

nein

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Coolermaster Hyper TX3

nein

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

nein

EKL Alpenföhn Panorama

nein

ja

nein

nein

nein

ja

ja

ja

nein

Reeven Chrono Guard

nein

ja

nein

nein

nein

ja

ja

ja

ja

Scythe Shuriken Rev. B

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Scythe Samurai ZZ

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Scythe Katana 3

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Xigmatek LOKI

nein

ja

nein

nein

nein

ja

ja

ja

ja

Preisvergleich (Stand 28.11.2010)

Sockel

Preis

Bezugsquelle

AMD Boxed Kühler

--

--

Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2

14,08 EUR

Geizhals.at

Coolermaster Hyper TX3

12,68 EUR

Geizhals.at

EKL Alpenföhn Panorama

19,18 EUR

Geizhals.at

Reeven Chrono Guard

< 20 EUR

Geizhals.at

Scythe Shuriken Rev. B

18,92 EUR

Geizhals.at

Scythe Samurai ZZ

16,74 EUR

Geizhals.at

Scythe Katana 3

17,00 EUR

Geizhals.at

Xigmatek LOKI

14,13 EUR

Geizhals.at


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