Acemagic Retro X3 Test Review  Bild © PCMasters.deAcemagic Retro X3 Test Review (Bild © PCMasters.de)

AceMagic Retro X3 im Detail

Den Mini-PC in diesem auffallenden Retro-Look gibt es bei Amazon und beim Hersteller im eigenen Shop. Im Shop listet Acemagic deutlich mehr Optionen, darunter eine Variante mit dem AMD Ryzen AI 9 HX 370, die jedoch zum Testzeitpunkt ausverkauft ist. In unserem Test betrachten wir die Variante mit AMD Ryzen 7 H 255 CPU. Diese gibt es bei Amazon nur in der Konfiguration mit 16 GB LPDDR5 und 1 TB SSD und beim Hersteller selbst mit gleicher Menge an RAM aber mit einer 512 GB SSD. Interessant an der Stelle ist, dass der Shop die kleinere Variante für 499 € verkauft und man bei Amazon die größere Variante mit 1 TB für €559.90 (Affiliate) mit Rabatt bekommt oder für 529 € mit dem Rabatt-Code L5WKRN5S.

Damit ist man mit der Variante bei Amazon besser bedient und hat mehr Sicherheit durch die Amazon-Garantie und Services.

Acemagic Retro X3 100 000001795 Ryzen 7 255 H255Acemagic Retro X3 100 000001795 Ryzen 7 255 H255 (Bild © PCMasters.de)

Ryzen 7 H255 „Hawk Point“

Für ordentlich Leistung sorgt der Ryzen 7 255 aka H 255. Diese APU verwendet Acemagic auch für das starke Laptop ACEMAGIC RX16 (Test) und diese Konfiguration ist grundsolide. Der Ryzen 7 H 255 ist primär für den chinesischen Markt vorgesehen. Dieser „Hawk Point“-Chip ist ein aufgewerteter Ryzen 7 8745H. Beim neuen AMD-Schema herrscht leider noch immer viel Chaos und so wanderten Modelle von einer Serie zur anderen, ohne gravierende Unterschiede aufzuweisen.

Wenn man den Ryzen 7 H 255 mit dem Ryzen 7 250 vergleicht, gibt es nur einen 50-MHz-Unterschied beim Boost, der generell aber auch variabel ist. Eine konkrete NPU für AI-Beschleunigung fehlt, weshalb die Ryzen-200-Serie kein „AI“ im Namen trägt. Für die NPU gibt es bis heute auch kaum eine Anwendung, wodurch die Ersparnis beim Silizium auch durchaus positiv ist. Wenn man es genau nimmt, kann die CPU über die integrierte Grafikkarte kleinere KI-Modelle beschleunigen, vor allem, wenn man Shared Memory verwendet.

ACEMAGIC Retro X3 PC CPUz CPUACEMAGIC Retro X3 PC CPUz CPU (Bild © PCMasters.de)

Im Detail bietet der Ryzen 7 H 255 der Hawk-Point-H-Serie acht Zen-4-Kerne und kann dank SMT auch 16 Threads parallel verarbeiten. Die Taktung variiert im Bereich zwischen 3,8 und 4,9 GHz. Bei unseren Messungen konnten wir bei einzelnen Kernen die maximale Taktrate von 4.916 MHz und bei durchgehend voller Auslastung 4.441 MHz messen. Die CPU ist mit 45 Watt TDP spezifiziert und diesen Wert hat sie unter Last nicht überschritten.

Bei dieser CPU bekommen wir insgesamt 8 MB an 8-Way-Level-2-Cache und weitere 16 MB 16-Way-Level-3-Cache. Jedem Kern stehen dann noch flotte 32 KB an L1-Data- und 32 KB L1-Instruction-Cache zur Verfügung, die beide ebenfalls 8-Way sind. Gefertigt wird diese CPU von TSMC im 4-nm-Verfahren.

ACEMAGIC Retro X3 PC CPUz MainboardACEMAGIC Retro X3 PC CPUz Mainboard (Bild © PCMasters.de)

Das Standard-BIOS ist vom Anbieter AMI und bietet wenig Spielraum für Anpassungen. Man findet zwar die üblichen Security-, CPU- und TPM-Einstellungen sowie Boot-Konfigurationsmöglichkeiten, doch OC oder erweiterte Einstellungen fehlen. Man kann ein spezielles BIOS über einen speziellen USB-Stick laden, um an die ganzen anderen AMD-Features von AGESA zu kommen, jedoch ist das ein Workaround und wird hier nicht weiter betrachtet.

AACEMAGIC Retro X3 GPUzAACEMAGIC Retro X3 GPUz (Bild © PCMasters.de)

Radeon 780M iGPU

Der Grafikbeschleuniger kommt ebenfalls von AMD und ist eine integrierte GPU. Genauer gesagt ist es die Radeon 780M, die keinen eigenen Grafikspeicher hat und mit 512 MB vom LPDDR5-Speicher auskommt. Die GPU verfügt über 16 ROPs und 48 TMUs und bietet 768 Unified Shader. Man kann damit durchaus Spiele spielen, jedoch sollte man nicht zu viel von ihr erwarten, denn 512 MB bis 1 GB VRAM sind sehr mager.

Acemagic Retro X3 SamsungK3LK7K70BM BGCP LPDDR5Acemagic Retro X3 SamsungK3LK7K70BM BGCP LPDDR5 (Bild © PCMasters.de)

Verlöteter LPDDR5-RAM mit 16 GB-Kapazität

Direkt neben der APU ist auch der RAM angeordnet. Acemagic geht dazu über den RAM zu verlöten. Wir finden hier zwei BGA-Bausteine, die jeweils 8 GB an Kapazität fassen. Die Kennung auf den Speicherchips lautet K3LK7K70BM BGCP, wonach es sich dabei um Samsung-Chips handelt.

ACEMAGIC Retro X3 CPUz SPDACEMAGIC Retro X3 CPUz SPD (Bild © PCMasters.de)

CPUz erkennt auch, dass der RAM von Samsung ist und den mit 6.400 MT/s arbeitet. Wieder einmal können keine SPD-Werte gelesen werden, weil der RAM verötet ist.

ACEMAGIC Retro X3 CPUz MemoryACEMAGIC Retro X3 CPUz Memory (Bild © PCMasters.de)

Unter Memory kann CPUz aber auslesen, dass der LPDDR5-6400-RAM mit den Timings 19-15-17-34-51 arbeitet.

Acemagic Retro X3 Faspeed SSDAcemagic Retro X3 Faspeed SSD (Bild © PCMasters.de)

1 TB NVMe-SSD

Unser Muster des Retro X3 wird mit einer 1 TB großen SSD ausgeliefert. Der Mini-PC bietet zwei M.2-2280-NVMe-Slots, von denen der primäre auf jeden Fall PCIe 4.0 als Interface verwendet. Damit ist die eine SSD an den Chipsatz und die andere direkt an die CPU angebunden. Wir gehen davon aus, dass der belegte Slot der PCIe-Gen-4-konforme Slot ist, haben es jedoch nicht validiert. So kann man bei Bedarf mit geringem Aufwand auch eine zweite M.2-NVMe-SSD nachrüsten. Die verbaute SSD wird von einem Wärmeleitpad bedeckt, das etwas kurz erscheint. Dennoch stellt es Kontakt zu der Metallplatte her, was zur Kühlung beiträgt. Die verwendete Lösung ist benutzerfreundlich und die Erweiterbarkeit ist gut umgesetzt. Der Plastikdeckel wird mit zwei Hebeln gesichert. Nach dem Lösen kommt man dann an die Metallplatte, die mit wenigen Schrauben fixiert ist.

ACEMAGIC Retro X3 PC SSDACEMAGIC Retro X3 PC SSD (Bild © PCMasters.de)

Die SSD kommt von faspeed und ist Teil der P9-Serie. Sie unterstützt das NVMe-2.0-Protokoll und wird dank des Kühlers auch bei voller Auslastung nicht zu heiß.

Die Messwerte im Vergleich zu anderen SSDs fallen akzeptabel aus.

Acemagic Retro X3 PCBAcemagic Retro X3 PCB (Bild © PCMasters.de)

WI-FI 6 und Bluetooth 5.2

Unter der SSD befindet sich noch ein kleines Modul im M.2-2230-Formfaktor, das auf eine Key-A/E-Schnittstelle zurückgreift. Hierbei handelt es sich um das WLAN-Modul, das auf dem Mediatek MT7922A22M basiert. Acemagic verbaut meist Realtek-Module, doch hier ist es ein anderes. Es trägt die Kennung CDW-C97922E-00, zu der es keine Informationen gibt.

Der Mediatek MT7922A22M wird unter anderem auch von Tuxedo verwendet und sollte damit auch Linux-tauglich sein. Das Modul vereint Wireless LAN nach 802.11 a/b/g/n/ac/ax und unterstützt die Frequenzbänder 2,4 GHz, 5 GHz sowie 6 GHz. Es wird mit 2x2-Aufbau verwendet. Die Übertragungsrate soll bei 300 Mbit/s (2,4-GHz-WLAN) und 2,5 Gbit/s (5-GHz-WLAN) liegen.

Bei dem Bluetooth Standard bekommen wir aber mal wieder "nur" BT 5.2.

Acemagic Retro X3 DesignAcemagic Retro X3 Design (Bild © PCMasters.de)

Design und Äußeres

Das Design des Retro X3 ist auf jeden Fall etwas Besonderes und dadurch sticht er immens aus der Masse hervor. Das Gehäuse ist zwar im typischen Mini-PC-Aufbau, doch die Front ist dunkelgrau und die anderen Elemente hellgrau. Die ab Werk aufgeklebten AMD-Sticker stechen dadurch stark hervor und weisen auf die verbaute CPU und iGPU hin. Rot ist auch das Acemagic-Logo und der Schriftzug „1985 Reimagined“, was aber gut zum Gesamtbild passt.

Acemagic Retro X3 FrontAcemagic Retro X3 Front (Bild © PCMasters.de)

Die eigentliche Front ist dabei nur zur Hälfte dunkelgrau, das hat alles einen totalen Retro-Flair. Der Power-Button ist auffällig rot und die Anschlüsse sind gut in den Bereich integriert.

Acemagic Retro X3 SeiteAcemagic Retro X3 Seite (Bild © PCMasters.de)

Acemagic Retro X3 SeiteAcemagic Retro X3 Seite (Bild © PCMasters.de)

An den Seiten finden wir unten viele viereckige Öffnungen, die zur Kühlung verwendet werden. Der Bereich ist dabei schwarz gehalten, was edel aussieht. Ansonsten fällt auf beiden Seiten noch der Lock-Mechanismus auf, der dafür benutzt wird, um den Deckel zu lösen.

Acemagic Retro X3 Rückseite PortsAcemagic Retro X3 Rückseite Ports (Bild © PCMasters.de)

Die Rückseite ist im gleichen Stil gehalten und die Ports sind ordentlich ins Gehäuse gefasst.

Acemagic Retro X3 UnterseiteAcemagic Retro X3 Unterseite (Bild © PCMasters.de)

Im unteren Bereich kommt ebenfalls ein totaler Retro-Look durch die vielen Schlitze hervor und die dunkelgrauen Gummifüße tragen dazu bei. Unter den Füßen sind übrigens Schrauben zu finden, die den oberen Teil des Gehäuses mit dem unteren zusammenhalten. Die Füße kann man abziehen und auch wieder ankleben, das Klebeband hält gut. Außerdem gibt es zwei Sticker, die auf die Garantie sowie auf die Modellnummer und Seriennummer hinweisen.

Acemagic Retro X3 Abdeckung und KühlerAcemagic Retro X3 Abdeckung und Kühler (Bild © PCMasters.de)

Unter der Plastikabdeckung oben befindet sich eine sehr schön gestaltete Metallplatte. Sie ist einem Gamepad nachempfunden, wenn es um das Design geht. Der eigentliche Zweck ist aber die Kühlung von NVMe-SSDs, die sich darunter befinden.

Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität hervorragend und lobenswert.

Acemagic Retro X3 Anschlüsse vornAcemagic Retro X3 Anschlüsse vorn (Bild © PCMasters.de)

Anschlüsse des AceMagic Retro X3

Der Mini-PC bietet insgesamt eine für moderne Mini-PCs typische, wenn auch nicht üppige Anschlusskonfiguration. An der Front finden wir insgesamt drei USB-Ports: Zwei der USB-Typ-A-Ports vorne setzen auf USB 3.2 Gen 2 und der dritte bietet sogar flottes USB 4.0 mit Typ-C-Stecker. Neben dem roten Power-Button bekommen wir noch einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Acemagic Retro X3 AnschlüsseAcemagic Retro X3 Anschlüsse (Bild © PCMasters.de)

Weitere Anschlüsse gibt es dann auf der Rückseite. Für den Anschluss von Bildschirmen gibt es einen moderneren DisplayPort 2.0 und einen HDMI-2.1-Port. Bei der Auflösung wird im Amazon-Listing beworben, dass der DP-2.0-Port satte 8K@60Hz unterstützt und der HDMI-2.1-Port ebenfalls. Dazu kommt, dass der USB-C-Port (DP-Alt-Modus) an der Front auch für die Videoausgabe genutzt werden kann, dann aber bei der maximalen Auflösung von 4K bei 60 Hz.

Dazu gibt es dann noch einen 2,5-Gbit-Ethernet-Port, auf dem ab Werk ein Aufkleber geklebt ist, der vermutlich verhindern soll, dass man sich bei Microsoft bei der Installation ein Onlinekonto anlegt. Diesen kann man getrost entfernen.

Die vier USB-Typ-A-Ports unterstützen den USB-3.2-Gen1-Standard. Somit sind alle USB-Ports sehr modern aufgestellt und auf alte Ports wird verzichtet.

Acemagic Retro X3 NetzteilAcemagic Retro X3 Netzteil (Bild © PCMasters.de)

Die Stromzufuhr wird über ein kleines, externes Netzteil realisiert. Als Stecker dient ein 2-poliger, runder Connector, der den Mini-PC mit 19 Volt und maximal 6,32 A speist. Damit liegt der maximale Output des Netzteils bei satten 120 Watt, was für einen Mini-PC viel ist.

Da der Retro X3 mit einer 45-Watt-TDP bei Dauerlast arbeitet und Acemagic auf Amazon von einer kurzzeitigen Peak-Leistung von 65 Watt spricht, ist das Netzteil stark überdimensioniert, was auch gut ist.

Acemagic Retro X3 VerpackungAcemagic Retro X3 Verpackung (Bild © PCMasters.de)

Verpackung und Lieferumfang

Der AceMagic Retro X3 wird in einem schicken Pappkarton geliefert, der bunt bedruckt ist und die passenden grauen und roten Akzente aufweist. Auf der Front ist der Mini-PC abgebildet und auf der Rückseite befinden sich einige angehakte Optionen, die auf die Konfiguration des Mini-PCs hinweisen.

Acemagic Retro X3 Verpackung offenAcemagic Retro X3 Verpackung offen (Bild © PCMasters.de)

Der Karton besteht aus zwei Teilen, wobei man den oberen Teil nach oben herauszieht. Im Inneren befindet sich ganz oben der Mini-PC und darunter dann das Zubehör. Zu beiden Seiten haben wir durch eine Pappkonstruktion etwa 5-mm-Pufferzone als Transportschutz.

Acemagic Retro X3 LieferumfangAcemagic Retro X3 Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Der Lieferumfang ist ausreichend und beinhaltet neben des MiniPCs und Netzteils auch noch einen VESA-Mount samt Schrauben, ein Mini-Handbuch sowie ein HDMI-Kabel. Es ist ein solides Paket, auch wenn nicht zu üppig.

Windows 11 vorinstalliert

Der AceMagic Retro X3 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert und bietet ein modernes Betriebssystem. Mit fortschrittlichen Funktionen, die auf professionelle Umgebungen zugeschnitten sind, können die Nutzer nahtloses Multitasking und einen robusten Schutz vor modernen Bedrohungen genießen, da die von Microsoft selbst gepflegte Antivirenlösung besser ist als viele der anderen Tools auf dem Markt. Wenn man regelmäßig Updates installiert, ist man auch auf der sicheren Seite.

Die Pro-Lizenz ist an den PC gebunden und der Windows-11-Key kann auch ausgelesen werden, ist jedoch im Geräte-BIOS hinterlegt, weshalb nach der Neuinstallation keine Aktivierung erforderlich war. Die Windows-11-Pro-Installation erlaubt eine schnelle Einrichtung und hat keinen Onlinekonto-Zwang, den man sonst bei Microsoft hat. Es ist auch keine Bloatware installiert gewesen. Zur Sicherheit haben wir jedoch die SSD formatiert und Win 11 sauber darauf installiert. Man kann bei Bedarf auch Linux installieren, was sich hier auf jeden Fall auch anbieten würde.

AceMagic Retro X3 Benchmarks

Mit Hilfe von Benchmarks testen wir den Mini-PC auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen.

ACEMAGIC Retro X3 CTONE Kron Mini K2 NiPoGi Pinova P1 SAPPHIRE EDGE AI 370 ACEMAGIC AM06 PRO HUAWEI MateBook 14 Ryzen 7 3700X NiPoGi AM06 PRO ACEMAGIC RX16 ACEMAGIC V1 ACEMAGIC AMR 5 ACEMAGIC TK11
CPU AMD Ryzen 7 255 (H255) Intel Core i5 12450H AMD Ryzen Embedded R2544 AMD Ryzen AI 9 HX 370 AMD Ryzen 5 7430U Intel Core i5-1340P AMD Ryzen 7 3700X AMD Ryzen 7 5825U AMD Ryzen 7 H255 Intel N97 AMD Ryzen 5 5600U Intel Core i5 11320H
RAM 16 GB SAMSUNG LPDDR5-6400 verlötet) 24 GB LPDDR5-5200 (verlötet) 16 GB Yinchu DDR4-2666 (SO-DIMM) 32 GB Kingston DDR5-5600 32 GB (SO-DIMM) 16 GB HOGE DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) G.SKILL Trident Z DDR4 (F4-3600C14D-32GTZN) 16 GB SODIMM, DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB HOGE DDR5-4800 (SO-DIMM) 16 GB Kinsotin DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM) 16 GB DDR4-2666 (SO-DIMM)
SATA/NVMe-SSD faspeed P9 1TB (NVMe, PCIe 4) KPART512GBC2DVT 512 GB (NVMe, PCIe 3) Colorfire 512 GB (SATA600) Kingston OM8TAP41024K1-A00 1 TB (NVMe, PCIe 4) AirDisk 512 GB (SATA600) WD SN740 512 GB (NVMe, PCIe 4) Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB (NVMe, PCIe 4) UDSS UD2CS1HT301-512G 512 GB (SATA) G932E1M 512 GB (NVMe, PCIe 3) Rayson RS512GSSD310 512 GB (SATA) CYX-SSD-S1000 512 GB (SATA)> 512 GB (SATA)
TBP/TDP 45 W 45 W 28 W 45 W 15 W 25 W 88 W 15 W 45 W 19 W 20 W 32 W

Nachfolgend noch Anmerkungen zum Test auf dem EDGE AI 370 Mini-PC:

  • SAPPHIRE EDGE AI 370 (Performance): Hierbei handelt es sich nicht um die Windows-Power-Management Option, sondern die BIOS-Einstellung, die das System so optimiert, dass der Fokus auf Leistung liegt und nicht auf Lautstärke oder Stromsparsamkeit.
  • SAPPHIRE EDGE AI 370 (Balance): Das ist die Standard-Option des Mini-PCs und das ist die Leistung, die man bekommt, wenn man den PC auspackt und so benutzt, wie er voreingestellt ist.

Hinweis zum Vergleichssystem

Beim Testen des AMD Ryzen 7 3700X nutzten wir das Standardsystem für Desktops.

  • Mainboard: ASUS ROG Strix X570-I Gaming
  • Grafikkarte: GeForce RTX 3090 Founders Edition
  • SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
  • m.2 SSD: Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB
  • RAM: G.SKILL Trident Z DDR4 F4-3600C14D-32GTZN bei DDR4-3600
  • CPU-Kühler: MSI MEG CORELIQUID S360
  • Netzteil: Corsair RM-750X - 750 W
  • Lüfter: 0
  • Gehäuse: Offener Aufbau
  • Betriebssystem: Windows 11 21H2

AceMagic Retro X3 Benchmark (Synthetische)

In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.

Cinebench R15

Cinebench R20

7-Zip

Corona 1.3

HandBrake

WinRAR

Geekbench 5 CPU-Benchmark

POV-Ray v3.7

3DMark CPU Benchmark

3DMark Time Spy

PCMark 10

Bei PCMark ist zu beachten, dass die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielt und beim Ryzen 7 3700X die RTX 3090 FE verwendet wurde. Der Vergleich ist also nicht direkt anwendbar. Später werden weitere MiniPCs verglichen, die einen besseren Vergleich ergeben, da hier das gesamte System bewertet wird.

Unigine Superposition (720p, Low)

AceMagic Retro X3 Spiele Benchmarks

Spiele konnten nur bedingt getestet werden. Die Spiele, die wir sonst verwenden, setzten eine potentere Grafikkarte voraus, die auch notfalls Raytracing packt. Es soll schließlich nur geschaut werden, inwieweit die CPU das Spiel limitiert. Hier kommt jedoch eine iGPU zum Einsatz, die in ihrer Leistung limitiert ist.

Final Fantasy XV Benchmark

Resident Evil VILLAGE

Shadow of The Tomb Raider

Acemagic Retro X3 KühlerAcemagic Retro X3 Kühler (Bild © PCMasters.de)

AceMagic Retro X3 Kühlung

Acemagic verbaut in dem Retro X3 einen kompakten Kühler, der aber gut verarbeitet ist. Durch das begrenzte Innenvolumen, wird ein flacher Kühler aus Kupfer verbaut. Der obere Bereich ist schwarz lackiert und der Übergang zwischen Lüfter und Lamellen mit Gewebeband überkleb, um den Luftfluss besser zu lenken und jegliche Abweichung zu verhindern. Die Schrauben befinden sich teils unter derm Gewebeband und man muss dieses erst entfernen, um den Lüfter abnehmen zu können.

Der Kühler unten ist nicht eloxiert und man erkennt Kupfer als Material. Es werden zwei gepresste Kupfer-Heatpipes genutzt. Die Base besteht aus Kupfer und liegt gut auf der CPU auf, bietet aber auch gute Puffer zu den Seiten. Der Abdruckd er Wärmeleitpaste sieht auch gut aus. Der LPDDR5-RAM wird nicht durch diesen Kühler bedeckt und somit auch nicht gekühlt. An dem Kühler ist auf jeden Fall nicht gespart worden.

Die Kühlleistung ist gut und passt zu dem 45-Watt-Design der CPU.

Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur rausgerechnet wurde.

Lautstärke und Geräuschkulisse

Bei konstanter Volllast ist der Retro X3 nicht der leiseste Mini-PC, aber er ist bei der Messung auf 20 cm Distanz hörbar und erträglich.

Das Lüftergeräusch klingt etwas tiefer als bei Notebook-Lüftern und fällt mit den ca. 39,5 dB(A) eher positiv auf. Bei normalem Betrieb dreht der Lüfter immer mal wieder kurz auf und dreht dann wieder runter. Es ist nicht zu störend, jedoch finden wir den Volllast-Schallpegel etwas hoch.

Verbrauch und Leistungsaufnahme

Der AceMagic Retro X3 ist mit seiner 45-W-TDP-CPU-Konfiguration im Mittelfeld und wir würden ihn hier als effizientes Kraftpaket einstufen.

Wenn man den Verbrauch des ganzen Mini-PCs misst, kommt dieser auf ca. 71,1 Watt unter Volllast.

Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)

Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen landet der Retro X3 ziemlich genau in der Mitte der Vergleichswerte. Die Leistung eines Threads liegt etwas hinter der des Ryzen 7 H255 des ACEMAGIC-RX16-Notebooks, weil dieses der CPU deutlich mehr Strom gönnt.

Die Multi-Thread-Anwendung ist im Alltag wichtiger, weil alle Betriebssysteme viele Prozesse nutzen und von Multitasking profitieren. Der Retro X3 zeigt hier seine Stärken und liegt weit vorne, und das vor dem ACEMAGIC RX16 mit gleichem Chip.

Auch in Spielen kann der Retro X3 flexen und liegt nur knapp hinter dem deutlich teureren Sapphire-EDGE-AI-370-Mini-PC. Damit zeigt sich die Leistung der iGPU als eine der Stärken des X3, auch wenn es nur eine iGPU ist.

Acemagic Retro X3 Anschlüsse vornAcemagic Retro X3 Anschlüsse vorn (Bild © PCMasters.de)

Fazit zum AceMagic Retro X3

Insgesamt vereint Acemagic in dem Retro X3 ein sehr spannendes Gesamtkonzept. Das Design ist richtig schick und die Technik im Inneren liefert gute Leistung. Dabei ist der Ryzen 7 (H) 255 eine starke APU mit der Radeon 780M iGPU, die mit 16 GB LPDDR5-Speicher von Samsung kombiniert wird. Da der RAM verlötet ist, kann man ihn nicht tauschen und auch nicht erweitern, dafür ist er aber richtig flott, wovon die CPU und iGPU profitieren. Leistungstechnisch positioniert sich der Retro X3 weit oben in unserem bisherigen Mini-PC-Vergleichstest.

Die obere Abdeckung ist abnehmbar und darunter befindet sich eine große und schick designte Kühlplatte. Wenn man die Schrauben löst, kommt die 1 TB große interne PCI-Express-4.0-NVMe-SSD zum Vorschein sowie das Wi-Fi-6-Bluetooth-5.2-Combo-Modul. Man kann hier easy eine weitere SSD nachrüsten.

Gerade weil wir in einer Speicherkrise stecken, ist der Retro X3 eine spannende Option. Die verbaute SSD ist so gesehen No-Name, aber der Speicher von Samsung und die CPU sind ebenfalls sehr stark. Für einen Preis von 529 € (Affiliate) (mit dem Rabattcode L5WKRN5S) bekommt man ein empfehlenswertes Gesamtpaket.

Pro

  • Tolle Single- und Multi-Thread-Leistung
  • Integriertes WI-FI 6+Bluetooth 5.2-Combo-Modul
  • Schneller 16 GB LPDDR5 (von Samsung)
  • Cooler Retro-Design
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • 1 TB PCIe Gen 4 NVMe-SSD installiert (chinesischer Hersteller)
  • Zwei M.2-Slots SSDs, einer bereits belegt
  • NVMe-Slots leicht zugänglich für Upgrades
  • Windows 11 Pro installiert und Lizenz vorhanden
  • Guter Preis für diese Konfiguration
  • Linux-tauglich

Contra

  • Arbeitsspeicher fest verlätet