AceMagic RX16 R9 Test Review (Bild © PCMasters.de)
ACEMAGIC RX16 Versionen und Testkandidat
AceMagic ist in den letzten Monaten besonders aktiv und macht sich die chaotische Marktdisruption zu nutze, denn der chinesische Hersteller hat den Vorteil, dass die Supply-Chain des Herstellers in China andere Optionen bietet. Wir haben uns im Januar bereits den RX16 Laptop in einer aufrüstbaren Variante mit Ryzen 7 H255 und 16 GB DDR5-RAM im Test angeschaut. Heute gibt es einen Test der abgewandten Variante, die mit dem Ryzen 9 6900HX sowie verlötetem LPDDR5-Speicher daher kommt. Den RX16 verkauft AceMagic unter anderem bei Amazon (Affiliate), jedoch sind nicht alle Modelle dort zu bekommen, und dann auch über Aliexpress und den eigenen EU Store für 579 €.
Ryzen 9 6900HX
Acemagic RX16 CPUz Ryzen 9 6900HX (Bild © PCMasters.de)
Bei dem RX16-Notebook gibt es zum einen eine Variante mit dem neueren Ryzen 7 H255, der eigentlich für den chinesischen Markt vorgesehen ist und auch als aufgewerteter Ryzen 7 8745H fungiert. Beim neuen AMD-Schema ist leider noch immer viel Chaos und so wanderten Modelle von einer Serie zur anderen, ohne gravierende Unterschiede aufzuweisen. Die Variante im heutigen Test setzt aber auf den Ryzen 9 6900HX, der nicht zur "Hawk Point" sondern "Rembrandt"-Generation gehört. Diese Variante hat seine Vor- und Nachteile auf dem Papier, denn anstatt der acht Zen-4-Kerne, hat der Ryzen 9 6900HX acht Zen 3+-Kerne. Mit SMT bekommen wir in beiden Fällen 16 Threads. Die Taktung variiert und liegt hier zwischen 3,3 und 4,9 GHz. In unserem Test arbeitete die CPU mit 45 Watt, was der Spezifikation von des Ryzen 7 H255 ähnelt, auch wenn dieser auch mal über die 45 Watt gehen kann.
Der CPU stehen insgesamt 4 MB an Level 2 (8-Way)-Cache und weiteren 16 MB an Level 3 (16-Way)-Cache. Gefertigt wird er bei TSMC in 6-nm, wogegen der Ryzen 7 H255 schon in 4-nm-Verfahren hergestellt wird. Die CPU ist wie gewohnt, fest verlötet auf dem Sockel FP7. Verbaut ist alles auf einem Motherboard von einem unbekannten Hersteller - im BIOS ist dies wohl nicht hinterlegt. Das Modell "RX16" ist aber eingetragen. Das Standard-BIOS ist vom AMI und bietet wenig Spielraum für Anpassungen. Man findet zwar die übliche Security, CPU und TPM-Einstellungen sowie Boot-Konfigurationsmöglichkeiten, doch OC oder erweiterte Einstellungen fehlen. Man kann ein spezielles BIOS über einen speziellen USB-Stick laden, um an die ganzen anderen AMD-Features von AGESA zu kommen, jedoch ist das ein Workaround und wird hier nicht weiter betrachtet.
Radeon 680M iGPU
In diesem Sektor kommen gerne AMD APUs zum Einsatz, die eine Kombination aus iGPU und CPU sind. Der Grafikbeschleuniger ist der Radeon 680M-Chip. Dieser ist Teil des großen Chips und hat keinen eigenen Grafikspeicher, sondern muss sich den Arbeitsspeicher mit der CPU teilen. Der Default ist hier "512 MB", was extrem wenig ist, da der Ryzen 7 H255 sich zumindest 1 GB holt. Im BIOS kann man der iGPU aber bis zu 8 GB des RAMs zuweisen, was sich in der Praxis als sehr kontraproduktiv erweist, weshalb wir davon abraten würden. Die Benchmarkergebnisse zeigen das Problem deutlich!
Die GPU verfügt über 32 ROPs und 48 TMUs und bietet 768 Unified Shaders, was identisch bis auf ROPs zum "Hawk Point" Radeon 780M-Chip ist. Man kann damit durchaus Spiele spielen, jedoch sollte man nicht zu viel von ihr erwarten, denn 1 GB VRAM sind sehr mager. Mehr Spaß wird man aber haben, wenn man auf dem Lappy SteamOS oder ähnliche Spiele-Linux-Distros installiert.
16 GB LPDDR5-RAM
Das Speicherthema hat sich seit Januar 2026 kaum gebessert, weil in EU und USA die Speicherpreise explodiert sind und viele Hersteller die PC und Notebook-Preise hochziehen - sogar Apple zieht nach. AceMagic verkauft den RX16 Laptop interessanterweise mit 16 GB verlötetem LPDDR5-Speicher, anstatt auf 8 GB zu reduzieren.
Der Blick in den SPD-Reiter von CPU-Z zeigt gähnende Leere, doch der Hinweis auf 4 GB im ersten Slot und die "MT62F"-Kennung, deuten erst einmal auf einen Speicher von Micron hin. Auf der Herstellerseite von Rayson finden wir dagegen keine entsprechenden LPDDR5-Chips, die mit der gelaserten RS1G32L05 D2FDB 31BT-Kennung übereinstimmen. Es ist also nicht ganz klar, ob es sich hier um einen umgelabelten Micron-DRAM handelt.
Im Reiter der Speicherinformationen gibt es nur den Hinweis, dass der verlötete RAM mit den scharfen CL 19-15-17-34-51 Timings arbeitet. Im BIOS kann man hier nichts ändern. Auf der AceMagic-Herstellerseite steht, dass der LPDDR5-Speicher mit 6.400 MT/s spezifiziert ist. Der RAM ist damit auch nicht erweiterbar, was bei der anderen Variante problemlos möglich war.
512 GB NVMe-SSD und weiterer NVMe-Slot
Wie gewohnt, setzt AceMagic auch bei der SSD-Wahl auf ein Produkt aus dem chinesischen Markt, weil die Verfügbarkeit sowie Preis niedrig sein müssen, um mit dem Markt konkurrieren und einen nennenswerten Preisvorteil bieten zu können. Bei einem Test mit CrystalDiskMark erreicht die verbaute SSD als Peak-Werte 3,5 GB/s beim Lesedurchsatz und 2,5 GB/s beim Schreibdurchsatz. Die installierte NVMe-SSD basiert auf PCI-Express 3.0-Interface mit 4 Lanes, was die Messwerte erklärt. Sie wird unter Last auch nicht sonderlich heiß und pendelte sich bei ca. 48 Grad Celsius ein.
Nach dem Öffnen des Notebooks finden wir die NVMe-SSD rechts. Der Aufkleber trägt die gleiche Kennung KY3100 und als Hersteller wird KEYWAY genannt. Wir konnten keine Webseite des Herstellers finden.
Auf der linken Seite bietet das RX16 einen weiteren M.2 2280-Slot für eine zweite SSD, falls man eine andere installieren möchte. Laut AceMagic unterstützt der Slot PCIe 3.0 SSDs oder M.2 SATA SSDs mit bis zu 2 TB-Kapazität.
WLAN 6
Im Inneren finden wir neben der NVMe-SSD ein kleines Modul im Standard-M.2-2230-Formfaktor, der auf Key-A/E-Schnittstelle setzt. Dabei handelt es sich um das WLAN-Modul, die auf den Realtek RTL8852BE (CDW-C9852BE) setzt. Dieser Chip unterstützt Wi-Fi 6 (802.11ax) und bietet einen theoretischen maximalen Durchsatz von 1,2 Gbit/s im 5-GHz-Band und stellt so sicher, dass das Notebook Aufgaben mit hoher Bandbreite in modernen Netzwerkumgebungen bewältigen kann. Treiberintegration und regionale Besonderheiten
Ein nennenswerter Knackpunkt ist die Treiberinstallation. Im Gegensatz zu den meisten modernen Wi-Fi-6-Modulen wurde der RTL8852BE bei unserer Neuinstallation von Windows 11 nicht automatisch erkannt. Wir mussten die Treiber daher manuell vom AceMagic-Supportportal herunterladen. Diese fehlende native Betriebssystemintegration deutet darauf hin, dass es sich bei der Hardware möglicherweise um eine regionsspezifische Version handelt, die wahrscheinlich auf den chinesischen Binnenmarkt zugeschnitten ist, und nicht um ein global standardisiertes Modul.
Realtek RTL8852BE (CDW-C9852BE) Technische Daten
- Modellbezeichnung: RTL8852BE / CDW-C9852BE
- WLAN-Standard: Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax)
- Klasse: AX1800
- Max. Durchsatz: (ax)1,2 Gbit/s
- Bluetooth-Version: 5.0 / 5.2*
- Formfaktor: M.2 2230 (NGFF)
- Schnittstelle: M.2 Key A/E
- Betriebssystemkompatibilität: Linux, Windows 10/11 (64-Bit)
Hinweis: Während die Herstellerdokumentation Bluetooth 5.2 angibt, weisen die Hardware-Identifikatoren möglicherweise auf Version 5.0 hin.
Design und Äußeres
AceMagic hat sich bei diesem Modell für eine minimalistische Designsprache entschieden. Das Gehäuse ist in einem sehr schicken Silbergrau gehalten und wird lediglich durch ein dezentes reflektierendes Logo außen veredelt. Während sich der Hersteller hinsichtlich der genauen verwendeten Materialien vage hält, deuten unsere Eindrücke auf eine Metallkonstruktion hin; insbesondere die Steifigkeit und das Geräuschverhalten der Unterseite sind denen eines Kunststoffgehäuses überlegen.
Die Bodenplatte ist eine Kombination aus Metall und Kunststoff und sitzt so fest, dass sich ihr Entfernen nur mit erheblichem Kraftaufwand gelingt. Zwei der mittleren Schrauben sind bei der Fertigung mit einem falschen Schraubendreher fixiert worden, was sie nur schwer und vorsichtig herausgedreht werden konnten.. Aus funktionaler Sicht beherbergt die Unterseite die Lüftungsschlitze, die durch ein internes Gitter geschützt sind, um das Eindringen von Schmutz in das System zu verhindern. Dies gewährleistet zwar den Luftstrom, bedeutet aber natürlich, dass das Gerät nicht wasserfest ist. Beeindruckt haben uns die dicken Gummifüße, die auf verschiedenen Oberflächen für hervorragende Stabilität sorgen.
Das Doppel-Scharniersystem wirkt robust und sicher, auch wenn ein Langzeittest zur Haltbarkeit den Rahmen dieses Testberichts sprengen würde. Insgesamt übertrifft die Verarbeitungsqualität die Erwartungen: Die Toleranzen sind eng, das Gehäuse verbiegt sich nicht und knarzt nicht, und die zurückhaltende Ästhetik ist eine willkommene Wahl.
16"-Display
Wer auf ein 16-Zoll-Modell setzt, bekommt eine größere Diagonale, aber das bedeutet nicht, dass es auch mehr Pixel gibt. Das Panel des RX16 setzt auf ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 1920 x 1200 px. Die Pixeldichte ist damit nicht so hoch, wie bei einem 4K UHD-Panel, jedoch bekommt man für den Preis ein akzeptables Panel, das bei Arbeiten mehr als ausreichend ist. Ab einem starken Winkel von 130° ist das Bild etwas weniger kontrastreich, jedoch werden die meisten frontal davor sitzen, was bei einem Notebook normal ist.
Das Seitenverhältnis von 16:10 ist eine willkommene Ergänzung, da es mehr vertikalen Platz für produktives Arbeiten bietet. Diese Auflösung lässt sich gut mit der integrierten Radeon 680M-Grafikkarte kombinieren, die die Last gut bewältigt. Wer mehr Platz braucht, kann über HDMI auch einen weiteren Bildschirm am Laptop anschließen. Das Display verfügt über eine matte Oberfläche und erreicht bei maximaler Einstellung eine zufriedenstellende Helligkeit. Leider gibt AceMagic hinsichtlich der technischen Spezifikationen kaum Details preis und man bekommt auch maximal 60 Hz Bild-Refresh-Rate.
Anschlüsse
Das RX16-Notebook ist mit einer guten Auswahl an Anschlüssen bestückt, die auf beide Seiten des Gehäuses verteilt sind. Auf der rechten Seite besteht die Anschlusstreue aus einem microSD/TF-Kartenleser, einer 3,5-mm-Audio-Kombibuchse, einem USB-3.2-Gen1-Anschluss und einem USB-2.0-Anschluss. Der Abstand zwischen diesen Anschlüssen ist zwar im Allgemeinen ausreichend für die gleichzeitige Nutzung, doch bei Nutzern mit übergroßen Steckern kann es zu Platzproblemen kommen.
Die linke Seite ist für Hochgeschwindigkeitsverbindungen und die Videoausgabe vorgesehen. Dort befinden sich ein HDMI-2.0-Anschluss und ein weiterer USB-3.2-Gen1-Anschluss. Besonders hervorzuheben sind die beiden USB-3.2-Typ-C-Buchsen, die beide über den vollen Funktionsumfang verfügen. Diese unterstützen Power Delivery (PD), DisplayPort 1.4 (bis zu 8K bei 60 Hz) und Datenübertragungsraten von 20 Gbit/s. Eine unauffällige LED-Anzeige neben dem letzten USB-C-Anschluss dient als Betriebsanzeige.
Die Stromversorgung erfolgt über ein 100-W-USB-C-Netzteil. Das Netzteil ist zwar effizient und leistungsstark, allerdings ist zu beachten, dass das USB-C-Kabel fest mit dem Netzteil verbunden ist und nicht ausgetauscht oder ersetzt werden kann.
Der Ladeadapter kann damit locker zum Laden verwendet werden und ist für europäischen Steckdosen vorgesehen.
Kamera, Lautsprecher und Mikrofon
Das RX16 verfügt zwar über eine Standardausstattung an Multimedia-Komponenten, doch was etwas heraussticht, ist die Privacy Funktion oben für die Kamera. Die physische Sichtschutzklappe für die Webcam wird über einen Switch oben hin und her geschoben, doch die Mikros sind davon nicht betroffen. Dieser mechanische Schieber befindet sich oben am Displayrahmen und ermöglicht es dem Nutzer, das Objektiv vollständig abzudecken. Im aktivierten Zustand bestätigt eine sichtbare orangefarbene Anzeige, dass die Kamera physisch blockiert ist.
In einer Zeit zunehmender Software-Sicherheitslücken ist diese physische Sicherheitsvorkehrung eine lobenswerte Ergänzung, die jegliche Unklarheit darüber beseitigt, ob eine Kamera aktiv oder inaktiv ist.
Die eigentliche Kamera ist moderat, denn sie löst nur mit 1280 x 720 px auf, was 1 Megapixel entspricht. Es reicht für gelegentliche Videocalls, ist aber ansonsten nicht gerade herausragend. Die Lautsprecher sind ebenfalls nicht in den Spezifikationen aufgeführt. Der Klang ist in Ordnung, aber nicht besonders herausragend - wie die Kamera.
Touchpad
Das Touchpad ist groß und mittig angeordnet. Für ein Mid-Range Notebook bietet es ein intuitives Navigationserlebnis, jedoch reicht das bei weitem nicht an das eines MacBook Neo heran. Zwar fühlt sich der physische Klick etwas unausgewogen an, da der obere Bereich des Touchpads schwergängiger als der untere ist, doch dank der „Tap-to-Click“-Funktion ist dies für die meisten Nutzer kein Problem. Man bekommt auch kein taktiles Feedback, das man von MacBooks kennt, da es sich hier um ein gänzlich anderes Touchpad handelt. Es ist dennoch meckern auf hohem Niveau.
Dem modernen Trend einer einheitlichen Klickfläche folgend gibt es keine separaten Links- und Rechts-Tasten; stattdessen nutzt das Gerät Mehrfinger-Gesten für sekundäre Eingaben. Die Leistung entspricht der anderer Geräte in dieser Preisklasse und bietet eine stabile und effiziente Eingabemethode. Wer aber länger arbeiten will, sollte eine Maus daran anschließen.
Tastatur und Silikon-Tastenlayouts
Die bei dem Notebook verbaute Tastatur ist etwas unkonventionell, denn sie nutzt ein natives US-ANSI-Layout. AceMagic versucht aber, durch eine Reihe von Silikon-Auflegern eine Länderübergreifende EU-Lösung zu bieten. Dieser Ansatz bietet zuerst einmal eine schnelle Lösung für verschiedene Regionen, stellt jedoch einen Kompromiss dar. Wer an einen ISO-Standard gewöhnt ist, insbesondere an die größere, vertikale „Enter“-Taste, der wird den Umstieg als störend empfinden und sich zu Beginn ärgern.
Was die Ergonomie angeht, ist das Tipperlebnis überraschend angenehm, mit zufriedenstellendem Tastenhub und gutem Feedback. Allerdings führte die Kombination aus integriertem Ziffernblock und der kompakten ANSI-Enter-Taste bei unseren ersten Tests zu einer deutlichen Zunahme von Tippfehlern. Es gibt eine deutliche Lernkurve bei diesem speziellen Layout, bevor man flüssige Tippgeschwindigkeiten erreichen kann.
Interessanterweise bieten die Silikon-Auflagen einen funktionalen Vorteil, der über das deutsche Layout hinausgeht. Sie wirken als Schutzbarriere und verhindern, dass Staub und Schmutz in das Tastaturgehäuse eindringen. Da der physische Verschleiß zudem an den austauschbaren Silikon-Auflagen und nicht an den Tasten selbst auftritt, dienen die Auflagen als Schutzschicht, um die Langlebigkeit des Laptops zu erhalten. Letztendlich handelt es sich um einen Kompromiss: Man opfert das ursprüngliche taktile Gefühl für erhöhten Schutz und regionale Flexibilität. Das Tippgefühl ist auch angenehm mit dem Silikonlayout und das Säubern der Tastatur sollte leichter ausfallen.
Verpackung und Lieferumfang
Das RX16-Notebook wird in einer minimalistischen Verpackung aus Pappe geliefert. Die Außenverpackung besteht aus gewöhnlichem braunem Karton mit dezentem Markenlogo und grundlegenden Herstellerangaben auf der Rückseite. Im Inneren ist das Notebook dann noch zusätzlich durch Polystyrol-Polster (EPS) gesichert und in eine dicke Schutzhülle aus Kunststoff eingepackt. So soll das Produkt beim Transport unbeschädigt bleiben.
Das Zubehör ist in einem getrennten Karton enthalten und beinhaltet das USB-C-Netzteil. Dazu gibt es noch eine Bedienungsanleitung und die länderspezifischen Silikon-Tastaturauflagen in einer separaten weißen Schachtel. Das mitgelieferte Zubehör ist zwar bescheiden, doch die Gesamtpräsentation ist ausreichend und legt den Schwerpunkt eher auf Schutz als auf Ästhetik.
Windows 11 vorinstalliert
Der AceMagic RX16 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert und bietet ein modernes Betriebssystem. Mit fortschrittlichen Funktionen, die auf professionelle Umgebungen zugeschnitten sind, können die Nutzer nahtloses Multitasking und einen robusten Schutz vor modernen Bedrohungen genießen, da die von Microsoft selbst gepflegte Antivirus-Lösung besser ist als viele der anderen Tools auf dem Markt. Wenn man regelmäßig patcht, ist man auch auf der sicheren Seite.
Die Pro Lizenz ist an den PC gebunden und der Windows 11 Key kann auch ausgelesen werden, ist jedoch im Geräte-BIOS hinterlegt, weshalb nach der Neu-Installation keine Aktivierung erforderlich war.
Die Windows 11 Pro-Installation erlaubt eine schnelle Einrichtung und hat keinen Online-Konto-Zwang, den man sonst bei Microsoft hat. Es ist auch keine Bloatware installiert gewesen. Zur Sicherheit haben wir jedoch die SSD formatiert und Win 11 sauber darauf installiert. Die Treiber, die Windows 11 nicht findet, kann man bei AceMagic herunterladen. Die Antivirus-Software hat hier nicht alarmiert und wir haben nur die fehlenden Treiber genutzt.
AceMagic RX16 Laptop in Gaming- und Anwendungsbenchmarks
Mit Hilfe von Benchmarks testen wir das Notebook auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen. Da hier nur eine iGPU verwendet wird, kann man schon sagen, dass Spielen nur begrenzt möglich sein wird und die Stärken des Notebooks bei den Arbeitslasten liegen werden.
Details zu dem MSI MEG Vision X AI (2nd) sind im Test aufgeführt.
Hinweis zum Vergleichssystem
Beim Testen des AMD Ryzen 7 3700X nutzten wir das Standardsystem für Desktops.
- Mainboard: ASUS ROG Strix X570-I Gaming
- Grafikkarte: GeForce RTX 3090 Founders Edition
- SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
- m.2 SSD: Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB
- RAM: G.SKILL Trident Z DDR4 F4-3600C14D-32GTZN bei DDR4-3600
- CPU-Kühler: MSI MEG CORELIQUID S360
- Netzteil: Corsair RM-750X - 750 W
- Lüfter: 0
- Gehäuse: Offener Aufbau
- Betriebssystem: Windows 11 21H2
AceMagic RX16 Benchmark (Synthetische)
In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.
Cinebench R15
Cinebench R20
HandBrake
Geekbench 5 CPU-Benchmark
POV-Ray v3.7
7-Zip
WinRAR
Corona 1.3
3DMark CPU Benchmark
3DMark Time Spy
PCMark 10
Bei PCMark ist zu beachten, dass die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielt und beim Ryzen 7 3700X die RTX 3090 FE verwendet wurde. Der Vergleich ist also nicht direkt anwendbar. Später werden weitere MiniPCs verglichen, die einen besseren Vergleich ergeben, da hier das gesamte System bewertet wird.
Unigine Superposition (720p, Low)
AceMagic RX16 Spiele Benchmarks
Spiele liefen auf dem Laptop besser als erwartet. Die Spiele, die wir sonst verwenden, setzten eine potentere Grafikkarte voraus, die auch notfalls Raytracing packt. Es soll schließlich nur geschaut werden, inwieweit die CPU das Spiel limitiert. Hier kommt jedoch eine iGPU zum Einsatz, die in ihrer Leistung limitiert ist. Außerdem kommt es auch etwas auf die Speicherzuweisung an, die man im BIOS vornehmen kann.
Final Fantasy XV Benchmark
Resident Evil VILLAGE
Shadow of The Tomb Raider
Kühlung
Der RX16 Laptop wird mit einem Kühlsystem ausgestattet, das auf zwei getrennte Kühler basiert, die jeweils mittels einer Kupfer-Heatpipe mit der Base verbunden sind. Diese Konfiguration sorgt für eine ausgewogene Wärmeverteilung im Gehäuse, wobei die aktive Kühlung durch zwei kleine Blower-Fans gewährleistet wird. Diese können voneinander getrennt angesteuert werden, wie man im Bild sehen kann. Der rechte Kühler ist dabei größer und scheint der Primärkühler zu sein.
Der Luftstrom wird über ein Ansaug- und Abluftsystem von unten nach hinten gesteuert. Bei typischen Produktivitätsanwendungen sind die Lüfter zwar hörbar, aber unauffällig, auch wenn sie häufig an- und abschalten. Unter maximaler Auslastung erreicht die CPU eine Spitzentemperatur von 78 °C (DeltaT 57,10 K). Zwar werden die Lüfter an dieser Schwelle deutlich lauter, doch die Temperatur bleibt stabil und für diesen Formfaktor typisch, was eine konstante Leistung gewährleistet, ohne thermische Grenzwerte zu erreichen.
Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur raus gerechnet wurde.
Lautstärke und Geräuschkulisse
Bei konstanter Volllast wird der RX16 laut, jedoch liegen die Werte bei normaler Last etwas tiefer.
Verbrauch und Leistungsaufnahme
Der RX16 ist offiziell mit einer TDP von 45 W angegeben und hält sich auch daran, selbst beim Leistungsprofil. Die Temperaturen unter Last steigen rapide an, jedoch erreichte das Notebook die Obergrenze von 95 °C nicht, da die Lüfterkurve hier stark gegenwirkt und die Drehzahl hochzieht. Die Idle-Werte von ca. 4 Watt sind super. Nach etwa 10 Minuten anhaltender Belastung pendelt sich das System auf seine Langzeit-Leistungsgrenze (PL1) von 45 W ein.
Die gemessenen 72 Watt sind höher als bei dem Hawk Point-Modell, was wohl durch den Akku-Strom beeinflusst wird, da wir die Tests mit verbautem Akku durchführten.
Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)
Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen, kann der RX16 sich gut in der Mitte positionieren. Er liefert bessere Leistung als der AM4-Desktop-Prozessor unserer Vergleichsplattform, liegt aber hinter dem Ryzen 7 H255 der neuen AMD-Generation.
Auch bei der Multi-Thread-Leistung liegt das Notebook in der Mitte, kommt aber nicht an die Leistung des Ryzen 7 H255 heran. Die Leistung ist aber keinesfalls schlecht.
Der AceMagic RX16 sollte für Spiele nicht optimal gerüstet sein, weil er im Werkszustand nur 512 MB Shared Memory nutzt. Die Radeon 680M ist aber in der Lage 52 % bessere Leistung zu erreichen, was im Vergleich zur Radeon 780M überrascht. Die Erhöhung des Grafikspeichers auf 8 GB erwies sich als sehr kontraproduktiv, denn die Leistung der APU bricht einfach in allen Szenarien ein.
Fazit
Der AceMagic RX16 ist in beiden Konfigurationen durchaus als "überraschend gut" aufgefallen, jedoch gibt es auch Einschränkungen und Negativpunkte. Die reine Leistung bei Anwendungen liegt bei der Variante mit Ryzen 9 6900HX-Zen3+-APU zwar hinter der mit der Ryzen-7-„Hawk-Point“-Zen-4-APU, doch die Spieleleistung ist signifikant besser. Beide Modelle kommen mit 16 GB Arbeitsspeicher, wobei der Ryzen 9 6900HX mit nicht nachrüstbarem LPDDR5-RAM bestückt ist, den man nicht upgraden kann. Bei der 512-GB-NVMe-SSD hat AceMagic eine etwas schwache Option, die jedoch insgesamt ausreichend ist und über den zweiten M.2-NVMe-Slot auch leicht erweiterbar ist. Es ist erwähnenswert, dass es sich bei den Komponenten um regionsspezifische Versionen handelt, die in erster Linie für den chinesischen Markt bestimmt waren.
Was die Hardware angeht, ist das Erlebnis durchwachsen. Das 16-Zoll-IPS-Display ist brauchbar, denn es bietet eine Standardauflösung von 1920 x 1200 und ausreichende Helligkeit, sticht aber nicht besonders hervor. Ähnlich verhält es sich mit der 720p-Webcam, deren Qualität eher mittelmäßig ist, wobei die integrierte physische Sichtschutzklappe ein willkommenes Sicherheitsfeature ist. Während sich das Gehäuse robust anfühlt und das Touchpad reaktionsschnell ist, bleibt die Tastatur der größte Schwachpunkt des RX16 Laptops. Die Verwendung von Silikon-Auflegern zur Anpassung des US-ANSI-Layouts an andere Regionen ist ein Kompromiss, bei dem Nutzer sich mit der kürzeren „Enter“-Taste und einem anderen Tastgefühl abfinden müssen, was die Produktivität derjenigen beeinträchtigen kann, die an ISO-Standards gewöhnt sind.
Die letztendliche Attraktivität des RX16 hängt stark vom Preis ab. Zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen besteht ein krasser Unterschied: Während der Herstellerpreis von 579 € ein mittelmäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist der Aliexpress-Preis von 424,19 € verlockend. Weil viele der Hersteller die Preise angezogen haben, wird der RX16 zu einer attraktiven Option. Etablierten Marken wie ASUS und HP haben zum Teil noch Modelle in dieser Preisklasse, wie das ASUS Vivobook 16 M1605YA für 672 € (Affiliate) und das HP 17-cp2165ng für 525 € (Affiliate) mit einer vergleichbaren Konfiguration, doch die Auswahl hält sich in Grenzen. Die hier getestete Konfiguration bekommt eine bessere Wertung als die Ryzen 7 H255-Variante, weil die bessere Spieleleistung und das bessere Preis-/Leistungsverhältnis hier besser sind.
Pro
- Gute Single- und Multi-Thread-Leistung
- Leiser Betrieb, außer bei Volllast
- Integriertes WLAN 6 und Bluetooth 5/5.2
- Robustes Gehäuse
- Schickes Design
- Spielleistung durchaus gut bei dem Preis
- M.2-NVMe-SSD erweiterbar
- Vorinstallierte 512 GB PCIe-GEN 3 NVMe-SSD
- Preis (der Konfiguration)
- 16 GB Speicher...
Contra
- ... LPDDR5-RAM ist verlötet
- US-Tastenlayout
- Nicht so effizient, wie Ryzen 7 H255-Variante


























