ACEMAGIC RX16 Test Review (Bild © PCMasters.de)
ACEMAGIC RX16 im Detail
AceMagic pusht immer wieder neue Modelle in den Mini-PC-Markt, will sich aber auch mit Notebooks etablieren. Auch hier legt der Hersteller auf gute Preis-Leistung und dabei wird die Qualität und Leistung nicht geopfert, auch wenn es durchaus auch nicht optimale Konfigurationen in dem Portfolio gibt. Wir gehen wie gewohnt erst auf die inneren und dann die äußeren Werte in unserem Test ein.
Ryzen 7 H255 „Hawk Point“
ACEMAGIC RX16 CPUz (Bild © PCMasters.de)
Bei dem RX16-Notebook sieht die Grundkonfiguration des uns bereitgestellten Musters durchaus gut aus. Bei der Plattform setzt der Hersteller auf den Ryzen 7 H255, der eigentlich für den chinesischen Markt vorgesehen ist. Dabei handelt es sich um einen aufgewerteten Ryzen 7 8745H. Beim neuen AMD-Schema ist leider noch immer viel Chaos und so wanderten Modelle von einer Serie zur anderen, ohne gravierende Unterschiede aufzuweisen.
Wenn man den Ryzen 7 H255 mit dem Ryzen 7 250 vergleicht, gibt es nur einen 50 MHz-Unterschied beim Boost, der eh variabel ist. Konkrete NPU für AI-Beschleunigung fehlt, weshalb die Ryzen 200-Serie kein „AI“ im Namen trägt. Wenn man es genau nimmt, kann die CPU über die integrierte Grafikkarte auch KI-Modelle verarbeiten, wenn der Speicher das hergibt – also kleinere Modelle im RAM.
Der hier verwendete Hawk Point-H ist mit acht Zen-4-Kernen ausgestattet und kann dank SMT auch 16 Threads bieten. Die Taktung variiert, wie bereits erwähnt, liegt hier zwischen 3,8 und 4,9 GHz. In unserem Test erreichte die CPU kurzzeitig 65 Watt Verbrauch, wurde durch die hohe Temperatur aber dann immer weiter gesenkt auf ca. 45 Watt. Dies ist dann der Sweetspot für Dauerlast mit ca. 3,5 GHz. Mit mehr Kühlreserven könnte da mehr sein, aber wir sprechen hier von einem Notebook, weshalb die 45-65 Watt ordentlich sind.
Der CPU stehen insgesamt 8 MB an Level 2 Cache und weiteren 16 MB an Level 3 Cache. Gefertigt wird er bei TSMC in 4-nm. Die CPU ist wie gewohnt, fest verlötet auf dem Sockel FP7r2/FP8. Verbaut ist alles auf einem Motherboard von einem unbekannten Hersteller, im BIOS ist dies wohl nicht hinterlegt. Das Modell ist aber vermerkt. Das Standard-BIOS ist vom AMI und bietet wenig Spielraum für Anpassungen. Man findet zwar die übliche Security, CPU und TPM-Einstellungen sowie Boot-Konfigurationsmöglichkeiten, doch OC oder erweiterte Einstellungen fehlen. Man kann ein spezielles BIOS über einen speziellen USB-Stick laden, um an die ganzen anderen AMD-Features von AGESA zu kommen, jedoch ist das ein Workaround und wird hier nicht weiter betrachtet.
Radeon 780M iGPU
Der Grafikbeschleuniger kommt ebenfalls von AMD in Form einer iGPU. Genauer gesagt ist es die Radeon 780M, die keinen verlöteten Grafikpeicher hat und sich mit 1 GB am DDR5-Speicher bedient. Die GPU verfügt über 16 ROPs und 48 TMUs und bietet 768 Unified Shaders. Man kann damit durchaus Spiele spielen, jedoch sollte man nicht zu viel von ihr erwarten, denn 1 GB VRAM sind sehr mager.
16 GB DDR5-RAM
Das Speicherthema ist zum Testzeitpunkt etwas knifflig, weil in EU und USA die Speicherpreise explodiert sind und viele Hersteller die PC und Notebook-Preise hochziehen. AceMagic verkauft den RX16 Laptop mit 16 GB vorinstalliertem DDR5-Speicher. Bei Amazon ist der Preis für das Modell auf 799 € gesetzt. Bei AceMagic im Shop gibt es diese Config dagegen für 549 €.
Bei dem verbauten RAM handelt es sich um ein einziges Modul von HOGE mit der Kennung HJ5SAG7848A-32B. Damit verzichtet man hier auf die Dual-Channel-Leistung. Auf dem Modul sind insgesamt acht Speicherchips von HOGE verbaut, die die Bezeichnung HJD5T48TB2G08 tragen. Zu den Chips konnten wir im Internet keine weiteren Informationen finden und bei Aliexpress gibt es den RAM auch nicht. Wir gehen davon aus, dass der Speicher in China für den heimischen Markt gefertigt wird.
Laut AceMagic soll das Notebook bis zu 64 GB unterstützen, auch wenn AMD maximal 256 GB für die Plattform angibt. Mit 16 GB fährt man jedoch wunderbar, auch wenn dieser mit 4.800 MT/s arbeitet, wie in diesem System.
512 GB NVMe-SSD und weiterer NVMe-Slot
Wie gewohnt, setzt AceMagic auch bei der SSD-Wahl auf ein Produkt aus dem chinesischen Markt, weil die Verfügbarkeit sowie Preis im Fokus stehen. Bei einem Test mit CrystalDiskMark erreicht die verbaute SSD als Peak-Werte 3,5 GB/s beim Lesedurchsatz und 2,8 GB/s beim Schreibdurchsatz. Es handelt sich also nicht um eine einfache SATA-SSD sondern eine NVMe-SSD, die über vier PCI-Express 3.0-Lanes angebunden ist. Sie wird unter Last auch nicht sonderlich heiß und pendelte sich bei ca. 45 Grad Celsius ein. Bei den Mini-PCs verbaut AceMagic oft SATA-SSDs, was in diesem Fall eine bessere Wahl ist und zum Gesamtsystem besser passt.
Nach dem Öffnen des Notebooks können wir die SSD rechts lokalisieren. Der Aufkleber trägt die gleiche Kennung G932E1M 512G und als Hersteller wird Netac genannt. Auf der Herstellerseite finden wir nur eine G930E-NVMe-SSD, die deutlich langsamere Spezifikation aufweist.
Auf der linken Seite gibt es noch einen M.2 2280-Slot für eine weitere SSD. Laut AceMagic unterstützt der Slot PCIe 3.0 SSDs oder M.2 SATA SSDs mit bis zu 2 TB-Kapazität. Dies ist eine gute Nachrüstoption.
WLAN 6
Auf der linken Seite des PCBs finden wir die WLAN-Karte, die laut Hersteller Wi-Fi 6 nach 802.11ax unterstützt und außerdem auch noch für Bluetooth 5.2 unterstützt. Einen Treiber gibt es direkt von AceMagic. Windows 11 kann den Treiber nicht von selbst finden und wir gehen davon aus, dass es auch hier um ein China-marktspezifisches Produkt handelt.
Design und Äußeres
Kommen wir nun zu den äußeren Werten und dem Design. Hierbei hat sich AceMagic durchaus auf Schlichtheit konzentriert. Die Oberschale ist komplett silbergrau gehalten und nur das Logo ist in Schwarz eingraviert. Die Oberfläche fühlt sich nicht kalt an, weshalb wir auf Plastik als Material getippt haben, doch die Schale besteht aus Metall, auch wenn der Hersteller nicht genau sagt, welches und ob es die ganze Schale betrifft. Was wir auf jeden Fall merken konnten, ist, dass die Unterschale aus Metall ist, denn der Klang und die Robustheit bietet Plastik nicht. Die Unterschale ist mit Plastik kombiniert und sitzt sehr eng und fest, weshalb man wirklich Kraft aufwenden muss, um sie abzuziehen.
Auf der Unterseite sind außerdem diverse Schlitze zu sehen, die für die Kühlung gedacht sind. Auf der Innenseite gibt es Mesh, um grobe Teile aus dem Gehäuse fernzuhalten. Damit ist das Gehäuse aber keinesfalls wasserdicht. Die Gummifüße sind aber wirklich dick und robust, wodurch das Notebook auf so ziemlich allen Oberflächen gut fixiert.
Das Scharnier ist auf beiden Seiten angebracht und erscheint uns als sehr solide. Einen Langzeittest könnten wir aber nicht machen. Alles machte einen ordentlichen Eindruck.
Der untere Bereich wird für Kühlung verwendet, da die Lüfter in die Richtung die heiße Luft ausströmen. Insgesamt ist die Verarbeitung auf einem sehr hohen Niveau und es knarzt nichts. Die Abstände sind alle ordentlich und sind deutlich besser als wir erwartet haben. Das schlichte Design gefällt uns gut.
16"-Display
In der 16“-Notebook-Klasse ist das Display schon ordentlich groß, vor allem, wenn man eher 14“ bei Notebooks gewöhnt ist. Beim Panel handelt es sich um ein IPS-Panel, das mit 1920x1200px auflöst. Die Pixeldichte ist somit nicht überragend, aber im Alltag ist diese Kombination durchaus akzeptabel. Wir haben hier immerhin ein Gerät, dass 500-700 EUR kostet.
Das Seitenverhältnis ist mit 16:10 etwas höher, was durchaus positiv ist. Die integrierte Radeon 780M ist für die Auflösung auch passend und wird nicht überfordert. Man kann zwar auch einen externen Monitor für höhere Produktivität anschließen, aber das Notebook-Display ist auf jeden Fall auch brauchbar.
Die Oberfläche ist matt und das Panel erscheint uns im Alltag als hell auf voller Helligkeitsstufe. Informationen zum Panel gibt der Hersteller keine, auch nicht, dass es mit 60 Hz arbeitet und nicht mehr.
Anschlüsse
Auf beiden Seiten des Notebooks befinden sich Anschlüsse und die Ausstattung würden wir durchaus als gut bezeichnen. Auf der rechten Seite finden wir einen microSD-/TF-Kartensteckplatz, eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse sowie einen USB 3.2 Gen1- und einen USB 2.0-Port.
Die Anschlüsse haben ordentlichen Abstand zu einander, wodurch man sie meistens auch alle gleichzeitig nutzen können sollte – bei manchen Kabeln kann es eventuell zu Problemen führen, wenn sie zu breit sind.
Auf der linken Seite finden wir einen HDMI 2.0-Ausgang und direkt daneben einen USB 3.2 Gen1-Port. Ganz außen gibt es dann auch noch zwei USB 3,2 Typ-C-Ports. Beide sind nutzbar und sollen PD-Laden, DP1.4 bei 8K@60Hz und 20Gbps Datenübertragungen unterstützten.
Das kleine schwarze Loch neben dem letzten USB-C-Port ist eine LED, die anzeigt, ob das Gerät an ist, oder nicht.
Geladen wird das Notebook über einen mitgelieferten Stromadapter, der Typ-C-Stromversorgung bietet. Damit hat man ein ordentliches Netzteil, dass bis zu 100 W-Ladeleistung unterstützt. Das USB-Kabel ist fest verbaut und lässt sich nicht entfernen/austauschen.
Kameraabdeckung
Wie jedes Notebook, bietet auch das RX16 einige Features, die nennenswert sind. Wir haben uns einige ausgesucht, auf die wir eingehen werden.
Oben auf dem Display gibt es einen Schiebemechanismus, mit dem man die Kamera physikalisch abdecken kann. Wenn man den Schieber nach links bewegt, verdeckt eine orange Platte die Kamera und die Kamera kann nichts mehr anzeigen. Das ist ein cooles Privacy-Feature, weil man an sich nie weiß, wann eine Kamera aufnimmt oder nicht.
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Touchpad
Das Touchpad ist im Grunde zu einem Standard geworden. AceMagic setzt auf ein großes Touchpad unten auf der Innenseite. Es lässt sich gut bedienen, wobei der Widerstand beim Durchdrücken oben höher ist als unten. Man kann aber auch leicht tippen, um einen Click auszulösen. Das Pad nimmt die Eingaben genau auf und ist intuitiv nutzbar. Da es keine speziellen Tastenflächen gibt, muss man zwei Finger nutzen, um die den Rechtsklick einer Maus zu imitieren. Diese Eingaben sind ebenfalls Standard und es gibt hier auch nichts Negatives zu finden – ein ordentliches Touchpad.
Silikon-Tastenlayouts
Bei der Tastatur wird es dann aber etwas knifflig! Das eigentliche Layout der Tastatur ist Englisch, aber der Hersteller liefert diverse Silikonauflagen, die das Layout sozusagen portieren. Das wird manche Nutzer sicher zufriedenstellen, jedoch ist das nicht das gewohnte ISO-Layout, was man an der Eingabetaste flott merkt, wenn man die hohe Enter-Taste gewöhnt ist.
Die Tastatur an sich ist vollkommen in Ordnung und ist angenehm beim Tippen. Da wir das Layout mit dem NUMPAD und der kurzen ENTER-Taste nicht gewöhnt sind, ist die Fehlerrate beim Tippen hoch. Es kostet etwas Eingewöhnungszeit, um mit der Tastatur klarzukommen.
Ein positiver Nebeneffekt der Silikonauflagen ist, dass sie die Tastatur ganz bedeckt und Dreck nicht unter die Tasten kommt. Dazu findet der Verschleiß auf dem Silikonauflagen statt und man kann das Silikonauflagen dann einfach austauschen. Es ist also ein zweischneidiges Schwert.
Verpackung und Lieferumfang
Die Verpackung ist neutral und minimalistisch. Die Kartonage ist braun und lediglich das Logo ist darauf zu sehen. Dier Rückseite bietet einige Informationen zum Hersteller und dem Gerät im Inneren.
Das Notebook ist zentriert in der Mitte dirch Styropor fixiert und damit sicher beim Transport. Es ist außerdem in einer dicken Plastikhülle, die noch weiteren Schutz bieten soll.
Das Netzteil ist in einem separaten Karton an der Seite eingelassen. Auf der Innenseite ist außerdem ein Handbuch und ein weißer Karton, in dem die Silikonauflagen untergebracht sind. Der Lieferumfang ist damit nicht zu üppig, aber auch nicht schlecht.
Windows 11 vorinstalliert
Der AceMagic RX16 Mini PC wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert und bietet ein modernes Betriebssystem. Mit fortschrittlichen Funktionen, die auf professionelle Umgebungen zugeschnitten sind, können die Nutzer nahtloses Multitasking und einen robusten Schutz vor modernen Bedrohungen genießen, da die von Microsoft selbst gepflegte Antivirus-Lösung besser ist als viele der anderen Tools auf dem Markt. Wenn man regelmäßig patcht, ist man auch auf der sicheren Seite.
Die Pro Lizenz ist an den PC gebunden und der Windows 11 Key kann auch ausgelesen werden, ist jedoch im Geräte-BIOS hinterlegt, weshalb nach der Neu-Installation keine Aktivierung erforderlich war. Die Windows 11 Pro-Installation erlaubt eine schnelle Einrichtung und hat keinen Online-Konto-Zwang, den man sonst bei Microsoft hat. Es ist auch keine Bloatware installiert gewesen. Zur Sicherheit haben wir jedoch die SSD formatiert und Win 11 sauber darauf installiert. Die Treiber, die Windows 11 nicht findet, kann man bei AceMagic herunterladen. Die Antivirus-Software hat hier nicht alarmiert und wir haben nur die fehlenden Treiber genutzt.
AceMagic XR16 für Gaming?
Mit Hilfe von Benchmarks testen wir das Notebook auf seine Leistung in Arbeitslasten und Spielen. Da hier nur eine iGPU verwendet wird, kann man schon sagen, dass Spielen nur begrenzt möglich sein wird und die Stärken des Notebooks bei den Arbeitslasten liegen werden.
Hinweis zum Vergleichssystem
Beim Testen des AMD Ryzen 7 3700X nutzten wir das Standardsystem für Desktops.
- Mainboard: ASUS ROG Strix X570-I Gaming
- Grafikkarte: GeForce RTX 3090 Founders Edition
- SSD: Samsung SSD 840 PRO 256 GB, Samsung 850 EVO 500 GB
- m.2 SSD: Sabrent Rocket 4 Plus 1 TB
- RAM: G.SKILL Trident Z DDR4 F4-3600C14D-32GTZN bei DDR4-3600
- CPU-Kühler: MSI MEG CORELIQUID S360
- Netzteil: Corsair RM-750X - 750 W
- Lüfter: 0
- Gehäuse: Offener Aufbau
- Betriebssystem: Windows 11 21H2
AceMagic XR16 Benchmark (Synthetische)
In synthetischen Benchmarks kann man relativ gut Vergleiche zwischen den unterschiedlichen CPU-Architekturen ziehen. Je nach Benchmark liegt der Fokus auf bestimmten Work-Loads und darin kann dann die jeweilige CPU seine Leistung zeigen.
Cinebench R15
Cinebench R20
HandBrake
Geekbench 5 CPU-Benchmark
POV-Ray v3.7
7-Zip
WinRAR
Corona 1.3
3DMark CPU Benchmark
3DMark Time Spy
PCMark 10
Bei PCMark ist zu beachten, dass die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielt und beim Ryzen 7 3700X die RTX 3090 FE verwendet wurde. Der Vergleich ist also nicht direkt anwendbar. Später werden weitere MiniPCs verglichen, die einen besseren Vergleich ergeben, da hier das gesamte System bewertet wird.
Unigine Superposition (720p, Low)
AceMagic XR16 Spiele Benchmarks
Spiele konnten nur bedingt getestet werden. Die Spiele, die wir sonst verwenden, setzten eine potentere Grafikkarte voraus, die auch notfalls Raytracing packt. Es soll schließlich nur geschaut werden, inwieweit die CPU das Spiel limitiert. Hier kommt jedoch eine iGPU zum Einsatz, die in ihrer Leistung limitiert ist.
Final Fantasy XV Benchmark
Resident Evil VILLAGE
Shadow of The Tomb Raider
Kühlung
Bei der Kühlungssystem finden wir keine großen Überraschungen. Mittels zwei Heatpipes wird die Abwärme von CPU und iGPU nach außen zu den beiden Kühlern geführt. Die dickere Heatpipe verbindet beide Kühlsegmente und die dünnere nur den linken Kühler.
Die beiden dünnen Lüfter sind so aufgebaut, dass sie die Luft von unten einziehen und nach hinten Richtung Display drücken. Die Konstruktion sieht ordentlich verarbeitet aus.Die Lüfter drehen im normalen betrieb immer wieder auf. Dabei hört man ein leises Surren.
Wenn man die CPU richtig belastet, gehen die Temperaturen auf 84°C hoch und die Lüfter drehen ordentlich auf. Das ist aber bei fast allen Notebooks der Fall.
Bei den Messwerten handelt es sich um Delta-Werte, bei denen die Raumtemperatur raus gerechnet wurde.
Verbrauch und Leistungsaufnahme
Der RX16 ist offiziell auf 45 Watt Power Target bzw. TDP ausgelegt. In unserem Test konnte die CPU direkt zu Beginn auf 65 Watt aufdrehen und erreichte dabei einen Boost-Takt von 4.816 MHz. Die Temperatur schoss auch in die Höhe und so taktet die CPU niedriger, um unterhalb von 85 °C zu arbeiten. Nach 10-Minute Last lag die TDP der CPU bei 45 Watt und der Takt mit Last auf allen Threads/Kernen bei ca. 3.438 MHz.
Die Messung des Stromverbrauchs ist etwas schwierig, da der Akku wohl auch etwas bei den Spitzen kompensiert. Der Verbrauch des Stromadapters lag konstant bei 43 bis 44 Watt.
Leistung in Spielen, Multi- und Single-Thread-Anwendungen (Rating)
Bei der Betrachtung der Leistung in Single-Thread-Anwendungen, kann der RX16 ordentlich punkten. Er liefert bessere Leistung als der AM4-Desktop-Prozessor unserer Vergleichsplattform, kann aber mit größeren MiniPCs noch nicht mithalten.
Bei Multi-Thread-Anwendungen kommt dann die ganze Leistung des 8-Kernes hervor und er positioniert sich wirklich gut.
Der AceMagic RX16 ist für Spiele bedingt geeignet, weil er nur 1 GB Shared Memory hat. Die Radeon 780M ist nicht schlecht, aber kann mit kaum einer dedizierten Grafikkarte mithalten. In dem Preissegment wird es auch schwer eine dedizierte Grafikkarte zu finden. Wenn man der Grafikkarte 6-8 GB des RAMs abgeben kann, sollte sie deutlich mehr schaffen und ältere Spiele packen.
Fazit
AceMagic hat uns mit seinem RX16-Notebook etwas überrascht. Die Verarbeitungsqualität des Notebooks ist durchweg gut und die Konfiguration mit Ryzen 7 H255 „Hawk Point“-8-Kern-Zen-4-Prozessor und 16 GB an DDR5-Speicher sorgt für gute Leistung. Hinzu kommt, dass der Hersteller eine PCIe-3.0-NVMe-SSD mit 512 GB verbaut, was auch gut zu dem Rest passt. Man muss hierbei hervorheben, dass sowohl die CPU, als auch der RAM und die SSD für den chinesischen Markt ausgelegt ist und hier so eigentlich nicht zu bekommen ist. Die Leistung überzeugt dennoch.
Das 16“-IPS-Panel ist durchschnittlich und es gibt hier wenig zu sagen. Die 1920x1200-Auflösung ist ausreichend und die Helligkeit des matten Displays ist ebenfalls in Ordnung. Die Front-Kamera mit 720p-Auflösung ist nicht überragend und eher durchschnittlich. Es ist dennoch cool, dass man sie mit einem physikalischen Switch verstecken kann. Das Touchpad ist gut und das Scharnier des Displays ist ebenfalls robust.
Etwas schwierig ist es bei der Tastatur, denn das US-Layout mit NUMPAD ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt für das deutsche Layout eine Silikonauflage, die man über die Tastatur legt. Das Tippgefühl ist damit ganz akzeptabel, doch muss man mit diesem Layout mit kurzer ENTER-Taste etc. leben.
Der Preis des RX16 in der getesteten Konfiguration ist abhängig vom Shop. Bei Amazon wird das RX16 für 799 € ohne Rabatte (Affiliate) verkauft, wogegen man ihn beim Hersteller im Shop für 549 € bestellen kann. Der Preisunterschied ist damit groß und der Herstellerpreis gut ist. Für 799 € erscheint uns das Notebook als zu teuer, weil HP und ASUS ähnliche Konfigurationen (ASUS Vivobook 16 M1605YA 569 € (Affiliate), HP 17-cp3178ng 582 € (Affiliate)) mit etwas schwächeren Ryzen 7 77XX und gleicher RAM-Kapazität für ca. 600 EUR verkaufen.
Pro
- Sehr gute Single- und Multi-Thread-Leistung
- Leiser Betrieb, außer bei Volllast
- Integriertes WLAN und Bluetooth
- Robustes Gehäuse
- Schlichtes Design
- 16 GB DDR5-Speicher und 512 GB NVMe-SSD
- RAM und SSD erweiterbar
- Spielleistung ist passabel bei dem Preis
Contra
- US-Tastenlayout
- Preis schwankt stark
































