TeraMaster D1 SSD Plus Test Review  Bild © PCMasters.deTeraMaster D1 SSD Plus Test Review (Bild © PCMasters.de)

D1 SSD Plus-Gehäuse mit USB 4- und Thunderbolt 4-Support

TERRAMASTER wird dem einen oder anderen bekannt sein, da der Hersteller vor allem für externe Speicher- und NAS-Lösungen bekannt ist. Mit der D1 SSD Plus hat der Hersteller ein externes Gehäuse auf den Markt gebracht, dass eine Bandbreite von bis zu 40 Gbit/s liefern soll.

Im Inneren des Gehäuses können gewöhnliche NVMe-SSDs eingebaut werden, die mittels einer Schraube fixiert werden. Unterstützt werden dabei NVMe-SSDs mit dem weit verbreiteten M.2-2280-Formfaktor. Als kompatible Schnittstellen werden PCIe 3.0, PCIe 4.0 und sogar PCIe 5.0 angegeben. Wenn man die angepeilten 40 Gbit/s in Datentransferraten umrechnet, sollte das Gehäuse maximal sequenziell 5.000 MB/s übertragen können. Aufgrund der Tatsache, dass die M.2-NVMe-SSDs nur mit 4 Lanes angebunden sind, würden bei PCIe 3.0 maximal 3,9 GB/s erreichbar sein, bei PCIe 4.0 wären das 7,8 GB/s und bei PCIe 5.0 sogar 15,5 GB/s. Dadurch wird erkennbar, dass in das Gehäuse am besten eine PCIe-4.0-SSD passen würde, da sie nicht am Limit arbeiten würde und das Gehäuse der limitierende Faktor ist. Die Datentransferraten wären somit dennoch schnell, weil bei Random Access die Werte deutlich unter diesen sequenziellen Lese-/Schreibwerten liegen.

TeraMaster D1 SSD Plus InnenaufbauTeraMaster D1 SSD Plus Innenaufbau (Bild © PCMasters.de)

Das Design des D1 SSD Plus ist sehr auffällig und der Fokus auf passive Kühlung ist klar erkennbar. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist sehr hochwertig verarbeitet. Es besteht aus zwei Teilen, einer Ober- und einer Unterschale. Das PCB mit Controller ist an einer Schale eingeschraubt und das Gegenstück ist mit einem Wärmeleitpad versehen, damit die SSD die Abwärme an das Gehäuse übertragen kann. Die andere Seite der SSD hat keine Berührungspunkte zum Gehäuse oder PCB. Beidseitig bestückte SSDs könnten hier Probleme haben.

TeraMaster D1 SSD Plus USB PortTeraMaster D1 SSD Plus USB Port (Bild © PCMasters.de)

Das Gehäuse hat einen USB-Typ-C-Port, der sauber in der Mitte eingelassen ist. Als kompatible Standards werden USB 4, USB 3.2, USB 3.1, USB 3.0 und Schlusslicht USB 2.0 angegeben. USB 4 schafft außerdem Kompatibilität zum Thunderbolt-Standard, wobei Terramaster Thunderbolt 5, Thunderbolt 4 und Thunderbolt 3 als kompatibel listet.

Technische Daten

TerraMaster D1 SSD Plus - Technische Daten
Kompatible Laufwerke PCIe 3.0/4.0/5.0 NVMe M.2 2280 SSD
Dateisystem NTFS, APFS, Mac OS, FAT32, EXT4, exFAT
Maximale interne Kapazität 8 TB (8 TB SSD * 1)
Anschlüsse 1 x USB 4 40 Gbit/s
Lesegeschwindigkeit (max.) 3.641 MB/s (Samsung 990 Pro 4 TB)
Gewicht 246 kg
Schreibgeschwindigkeit (max.) 3.498 MB/s (Samsung 990 Pro 4 TB)
Stromversorgung USB 5 V
Maße 112,5 x 60,0 x 33,0 mm
Leistungsaufnahme 7,5 W lesend/schreibend,
5,5 W Ruhezustand
Garantier 2 Jahre
Preis 79,90 € (Affiliate)

TeraMaster D1 SSD Plus VerpackungTeraMaster D1 SSD Plus Verpackung (Bild © PCMasters.de)

Verpackung und Lieferumfang

TerraMaster setzt bei dem D1 SSD Plus Gehäuse auf eine bunt bedruckte Verpackung, die an der Front das Gehäuse auf einem dunklen Hintergrund zeigt. Die wichtigsten Features werden darunter in bunten Kästen angezeigt, um einen schnellen Überblick zu verschaffen. Die Außenverpackung ist nicht besonders dick, doch die darin enthaltene Schachtel besteht aus deutlich dickeren Kartonage.

In einer herausnehmbaren Box finden wir das USB-Kabel und den Schraubenzieher sowie eine Schutzhülle. Der Lieferumfang ist damit gut, auch wenn das USB-Kabel länger sein könnte.

TeraMaster D1 SSD Plus LieferumfangTeraMaster D1 SSD Plus Lieferumfang (Bild © PCMasters.de)

Lieferumfang:

  • D1 SSD Plus Gehäuse
  • USB4-Kabel C auf C, 0,3 m
  • Kurzanleitung
  • Tragetasche
  • Hinweis zur eingeschränkten Garantie

TeraMaster D1 SSD Plus GehäuseTeraMaster D1 SSD Plus Gehäuse (Bild © PCMasters.de)

Testaufbau

Wir haben das D1 SSD Plus Gehäuse an einem MacBook Air 13“ M4 getestet, das mit zwei Thunderbolt 4 (USB C)-Anschlüssen ausgestattet ist. Laut Spezifikation von intel erreicht Thunderbolt 4 genau die angepeilte Bandbreite von 40 Gbit/s, die das Gehäuse auch schaffen soll. Außerdem ist Thunderbolt 4 ein verbreiteter Standard, der nicht zu alt und nicht zu neu ist, außerdem ist er in der Mac-Welt weit verbreitet.

Wir haben für den Test zu einer schnelleren P510 PCIe 5.0 NVMe-SSD von Crucial gegriffen. Die SSD schafft bei sequenziellem Lesen einen Durchsatz von 11.000 MB/s und beim sequenziellen Schreiben 9.500 MB/s.

Unter macOS verwenden wir das Black Magic Disk Speed Test Tool, um die Leistung von SSDs zu testen. Nachfolgend ein Screenshot der Messungen der Crucial P510 1 TB im D1 SSD Plus Gehäuse:

Terramaster D1 SSD Plus mit Crucial P510 SSDTerramaster D1 SSD Plus mit Crucial P510 SSD (Bild © PCMasters.de)

Die erreichten 3,1 GB/s sind unterhalb der vom Hersteller angegebenen Werte, hängen aber wohl auch stark von der NVMe-SSD ab. Die vom Interface theoretisch möglichen 5 GB/s werden bei weitem nicht erreicht, doch damit ist TerraMaster nicht allein, da fast alle externen Gehäuse mit USB 4 einen zu erwarteten Wert von 3,6 bis 3,8 GB/s angeben. Demnach lohnt es sich eher eine bei NVMe-SSD mit PCIe Gen 3 oder PCIe Gen4 zu verwenden.

TeraMaster D1 SSD Plus KühleraufbauTeraMaster D1 SSD Plus Kühleraufbau (Bild © PCMasters.de)

Kühlung

Durch die massive Aluminium-Konstruktion ist das Gehäuse ein einziger Kühlkörper, auf den die Abwärme abgeleitet wird. Die vielen Lamellen tragen zur passiven Kühlung bei und vergrößern die Kühlfläche enorm. Das Wärmeleitpad auf der Innenseite sorgt für den nötigen Kontakt zur SSD.

Beim Belasten der SSD wärmt sie sich auf und das Gehäuse wird dadurch entsprechend warm/heiß. Das Gehäuse gibt keine Informationen per USB weiter, weshalb wir nicht die SSD-Temperatur auslesen können.

Terramaster D1 SSD Plus Infrarotaufnahme Seite 2Terramaster D1 SSD Plus Infrarotaufnahme Seite 2 (Bild © PCMasters.de)

Terramaster D1 SSD Plus Infrarotaufnahme 1Terramaster D1 SSD Plus Infrarotaufnahme 1 (Bild © PCMasters.de)

Die Wärmebildaufnahmen zeigen eine Temperatur von 39 bis 42 °C im Hotspot. Das Gehäuse kann somit noch ohne Bedenken angepackt werden, fühlt sich aber etwas heiß an. Die SSD-Temperatur wird erfahrungsgemäß 20 °C höher liegen, was noch immer akzeptabel ist, wenn man bedenkt, dass es eine PCIe-5-NVMe ist und sie nicht am Leistungslimit gefahren wird.

TeraMaster D1 SSD Plus FazitTeraMaster D1 SSD Plus Fazit (Bild © PCMasters.de)

Fazit

TerraMaster positioniert das D1 SSD Plus als leistungsstarkes externes Gehäuse für M.2-NVMe-SSDs mit USB 4 und Thunderbolt 4-Support. Nativ arbeitet es mit USB 4 und bietet nur Kompatibilität zu Thunderbolt Version 5, 4 und 3. Die beworbenen 40 Gbit/s sind ein Symbolwert, den auch viele andere Hersteller nennen, denn im Alltag erreichen die Gehäuse selbst mit einer PCIe Gen5-SSD keine 5 GB/s. Für höhere Datentransferraten braucht man native Thunderbolt 5-Gehäuse, wie das D1 SSD Pro von Terramaster (Affiliate). Diese kosten dann aber mit fast 242 € auch gleich mal mehr als das Dreifache, denn die D1 SSD Plus gibt es ab 79 € (Affiliate).

Positiv fällt die D1 SSD Plus vor allem durch das massive Alu-Gehäuse auf. Die Kühlung fällt damit für ein externes Gehäuse unserer Meinung nach gut aus. Der Lieferumfang beinhaltet außerdem eine weiche kleine Tasche, in der man das D1 SSD Plus Gehäuse sicher aufbewahren kann. Die gemessene Leistung ist mit ca. 3,1 GB/s etwas unter den Angaben des Herstellers, jedoch haben wir auch eine andere SSD verwendet.

Im Vergleich zur Konkurrenz positioniert sich das D1 SSD Plus durchaus gut und wir können es allen empfehlen, die ein robustes externes USB-4-Gehäuse suchen.

Pro

  • Schickes und solides Aluminium-Gehäuse
  • Gute Kühlung
  • M.2-NVMe-Support mit PCie Gen5 bis PCie Gen3
  • USB4 (40 Gbit/s) und Thunderbolt 4 kompatibel
  • Transporttasche im Lieferumfang
  • Passendes USB-4-Kabel und Schraubenzieher im Lieferumfang

Contra

  • Leistungsangabe kann irreführend erscheinen
  • Nimmt keine kleineren M.2-Formfaktor-SSDs auf
  • USB-C-Kabel mit 0,3 m sollte länger sein