PNY CS3250 1TB SSD Test  Bild © PCMasters.dePNY CS3250 1TB SSD Test (Bild © PCMasters.de)

PNY CS3250 im Detail

Die CS3250 von PNY positioniert sich im High-End-Segment und wird vor allem Enthusiasten und Gamer begeistern, die auch das entsprechende Budget parat haben. In unserem Test haben wir die das Solid-State-Modul gegen andere High-End-NVMe-SSDs verglichen. Hohe Bandbreite gewährleistet die CS3250, indem hier auf das derzeit schnellste PCI-Express-5.0-Interface aufgesetzt wird. Die Spezifikationen unterstreichen, dass die SSD sich gegen andere Flaggschiffmodelle wie der T705 von Crucial und der FireCuda 540 von Seagate sowie der Lexar Professional NM1090 weit oben konkurriert. Bei der Wahl der Kapazitäten sehen wir hier die üblichen Optionen: 1 TB, 2 TB und sogar 4 TB stehen zur Wahl. Bei der aktuellen Speicherknappheit wäre eine preiswerte 512-GB-Version wünschenswert. Außerdem ist die Verfügbarkeit zum Testzeitpunkt schlecht, denn die SSD ist bei keinem der angegebenen Partner zu finden. Wir haben bereits in der Vergangenheit die PNY CS2150 getestet und berücksichtigen diese SSD im Vergleich.

PNY CS3250 1TB LabelPNY CS3250 1TB Label (Bild © PCMasters.de)

Die Webseite des Herstellers hält sich mit Informationen zurück, denn hier findet man nur sehr wenige Details zu dem Produkt. Neben dem bereits erwähnten PCIe-Gen5-Interface mittels vier Lanes, gibt PNY auch an, dass die maximale sequenzielle Leseleistung bei 14.900 MB/s und die max seq. Schreibleistung bei 13.500 MB/s liegen. Dazu wird der Nutzer informiert, dass eine limitierte Herstellergarantie von PNY über 5 Jahre gilt oder das Erreichen der TBW. Die Lebensdauer in MTBF beträgt derweil 1.5 Millionen Stunden. Die Werte sind wenig überraschend und sind das Mindestmaß an Informationen, die man auf einer Herstellerseite bei den Spezifikationen erwarten würde. Oft findet man auch einen Temperaturbereich, in dem die SSD sicher betrieben werden kann, jedoch ist das hier nicht der Fall. Die Komponenten werden alle auf einem Modul im M.2 2280-Formfaktor verpackt, der am weitesten verbreitet ist.

PNY CS3250 1TB Phison PS5028 E28 86 ControllerPNY CS3250 1TB Phison PS5028 E28 86 Controller (Bild © PCMasters.de)

Phison PS5028 E28-Controller

Unter dem Aufkleber finden wir die eigentlichen Bestandteile, die die NVMe-SSD ausmachen und allen voran der PS5028-E28-Controller von Phison. Phison brüstet sich auf der eigenen Webseite damit, dass es der weltweit schnellste Controller ist und die Messwerte in unserem Test attestieren der CS3250-SSD auch genau das: Sie ist die schnellste SSD, die wir bisher getestet haben. Der Controller setzt sogar den PCIe Standard in Version 5.1 und nicht nur 5.0. Außerdem implementiert er den NVMe 2.0-Standard als Grundlage, wie die meisten von uns getesteten SSDs. Gefertigt wird er von TSMC im 6-nm-Prozess und basiert auf einem Quad-Core 32-Bit-Mikrocontroller, der nicht weiter namentlich genannt wird - meist ist es ein Arm Cortex-Vertreter. Die Spezifikationen listen weiterhin die folgenden Merkmale auf:

  • Up to 8 Channels with 32 Chip Enable (CE) counts
  • Flash transfer rate up to 4CH@4200MT/s; 8CH@3200MT/s
  • Capacity up to 32TB
  • Support 3D TLC and QLC NAND flash memory
  • Compliance with Toggle 5.2 and ONFi 5.2
  • Flash I/O operating voltage supply 1.2V

PNY CS3250 1TB Nanya ChipPNY CS3250 1TB Nanya Chip (Bild © PCMasters.de)

Häufig wird ein Controller auch mit einem Cache bzw. SRAM kombiniert. Die PS5028 E28 Spezifikation gibt an, dass der Controller sowohl mit LPDDR4/4X als auch mit LPDDR5/5X kombiniert werden kann, wobei dieser mit maximal 5.600 Mbp/s arbeiten darf. Auf dem PCB neben dem Controller finden wir einen passenden Chip, der von Nanya hergestellt ist und die Kennung NT6AN256T32AV-J1 trägt. Es gibt beim Hersteller zum Glück auch ein Datenblatt, falls jemand tiefer graben möchte. Der Chip fasst 1 GB an Kapazität (8 Gb) und arbeitet mit 4.267 Mbps. Es ist der schnellste Chip seiner Serie.

PNY CS3250 1TB NANDPNY CS3250 1TB NAND (Bild © PCMasters.de)

3D-NAND von Micron

Für die eigentliche Speicherung der Daten befinden sich zwei NAND-Flash-Speicher auf dem Modul. Diese tragen die Kennung T87HGB5A2V, jedoch wird sie nur bei PNY SSDs verwendet. Hergestellt wird dieser wohl laut Geizhals von Micron, der in den letzten Jahren auch direkter Konkurrent zu allen war, da dieser auch selbst SSDs verkauft hat. Die eigene Marke Crucial hat Micron inzwischen eingestellt. Die Chips fassen wohl bei unserer 1 TB-Variante jeweils 512 GB und basierten auf dem 218-Layer-BiCS8-NAND. Mehr konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

Die Phison-Spezifikation des PS5028-E28-Controllers sieht folgende Leistungsdaten vor:

  • Sequential Read von bis zu 14.900 MB/s
  • Sequential Write von bis zu 14.500 MB/s
  • 4K Random Read von bis zu 3.000K IOPS
  • 4K Random Write von bis zu 3.000K IOPS

Damit liegt PNY sehr nahe dieser Spezifikation.

PNY CS3250 1TB VerpackungPNY CS3250 1TB Verpackung (Bild © PCMasters.de)

PNY CS3250 Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung der CS3250 ist sehr simpel gehalten, denn sie ist grau-weiß und gibt die üblichen Spezifikationen wieder. Anstatt einer Abbildung sehen wir direkt die eigentliche SSD an der Front. Diese ist in einen Blister gefasst, der ihr Schutz vor Beschädigung bieten soll. Die Verpackung muss man aufreißen, um an die SSD zu kommen, da sie zwischen den beiden Pappschichten verklebt ist. Damit weiß man, dass niemand sie vorher geöffnet hat.

Neben der eigentlichen SSD befindet sich nichts mehr im Lieferumfang.

Testsystem

Als Testsystem haben wir unser altbewährtes System mit Ryzen 9 7950X genommen und dazu das Biostar X670E Valkyrie. Damit gehen wir sicher, dass die Leistung nicht durch PCIe 4 limitiert wird, da wir im PCie 5 Slot testen.

Ryzen 7000 Testaufbau

  • CPU: AMD Ryzen 9 7950X
  • Mainboard: Biostar X670E Valkyrie
  • Grafikkarte: MSI GeForce GT 730
  • RAM: Kingston FURY Beast DIMM Kit 32GB, DDR5-5200, CL40-40-40 (KF552C40BBK2-32)
  • Netzteil: be quiet Pure Power 11 FM 1.000 W
  • Gehäuse: HYTE Y60/Open Testbench
  • Betriebssystem: Windows 11 21H2

PNY CS3250 in Benchmarks

Für den NVMe-SSD-Vergleichstest haben wir unseren Benchmark-Parcours erweitert. Für einen realistischeren Test, der auch wiederholbare Ergebnisse liefert, nutzen wir neuerdings noch zusätzlich den 3DMark Storage Benchmark, der unterschiedliche Szenarien testet, wie Spieleverhalten und das Kopieren von Spieledaten.

Außerdem haben wir auch PCMark aufgenommen, der wiederum das System als Ganzes betrachtet und beim Kopieren die Durchschnittswerte ermittelt.

CrystalDiskMark Storage Benchmark

3DMark Storage Benchmark

PCMark Drive Performance Consistancy

PCMark setzt auf eine sehr lange Last beim Schreiben, die konstant und über längere Zeit ausgeübt wird. Darum sind die Peak-Werte einfach niedriger, weil die SSD und der Cache an die Grenzen gebracht werden. So soll der Einsatz bei einem Power-User simuliert werden.

ATTO Disk Benchmark (64 MB)

Benchmark-Rating

Die Ergebnisse im Durchschnitt attestieren der PNY CS3250 eine Bestleistung, denn sie ist im Ranking auf dem ersten Platz gelandet. Die SSD hat bei Last nicht gedrosselt und konnte konstante Leistung an den Tag legen. Auffällig ist, dass auch sie einen etwas geringeren Schreibdurchsatz aufweist, dieser ist aber um Durchschnitt dennoch besser als bei den Konkurrenten.

PNY CS3250 1TB AufbauPNY CS3250 1TB Aufbau (Bild © PCMasters.de)

PNY CS3250 Kühler und Temperaturmessungen

Die SSD wird ohne vorinstallierten Kühler verkauft, jedoch sollte man, wie bei allen PCIe-5-SSDs durch einen ordentlichen Kühler bedecken, wenn man auf Dauer eine konstant gute Leistung erhalten will. Die CS3250 wurde nicht übermäßig heiß, hielt sich für eine PCIe-Gen-5-SSD dennoch im Rahmen. Es empfiehlt sich durchaus dafür zu sorgen, dass genügen Airflow über das Mainboard geht, damit die Abwärme von den Komponenten abgezogen wird.

Für diesen Vergleichstest haben wir den großen Alu-Kühler des Biostar X670E Valkyrie Mainboards im NVMe Slot 2 verwendet. Dieser wird von der Grafikkarte nicht direkt blockiert und wird in diesem Test auch nicht aktiv gekühlt. Manche Modelle kamen mit einem vorinstallierten Kühler. In diesem Fall haben wir diesen auch direkt verwendet. In dem Diagramm haben wir entsprechende Hinweise plaziert: Falls ein integrierter Kühler zum Einsatz kam, ist nach dem Namen ein „IK“ (für integrierter Kühler) angehängt.

PNY CS3250 WärmebildaufnahmePNY CS3250 Wärmebildaufnahme (Bild © PCMasters.de)

PNY CS3250 Wärmebildaufnahmen

Auf den Wärmebildaufnahmen ist zu sehen, dass der Kühler über der SSD um die 55 °C erreicht hat und die SSD darunter nochmals heißer ist. Ein Hotspot wird von der Kamera mit 68 °C detektiert. Darum gilt eine generelle Empfehlung, auf einen Airflow im Gehäuse zu achten, vor allem, wenn man eine AIO-Wasserkühlung hat, weil dann die Lüfter auf dem Radiator sind - anstatt auf dem CPU-Kühler.

PNY CS3250 1TB FazitPNY CS3250 1TB Fazit (Bild © PCMasters.de)

Fazit zur PNY CS3250

In unserem Test hat die CS3250 von PNY enorm gute Leistung gezeigt bei den Schreibdurchsätzen und belegt sogar zum Testzeitpunkt den ersten Platz. Die SSD liefert dank des PS5028-E28-Controllers eine vorbildliche Leistung und ist dabei durchaus effizient, denn sie drosselte in dem Test nicht. Dennoch gilt auch hier, dass man auch die CS3250 kühlen sollte, wenn man konstant gute Werte erreichen will. Die Kombination mit Nanya-Cache und Micron-NAND scheint gut ausbalanciert.

Der Lieferumfang beschränkt sich nur auf die CS3250, eine fünfjährige Herstellergarantie erscheint angemessen. Das Gesamtpaket ist damit stimmig und für ein High-End-Produkt angemessen. Es gibt aber einen Haken, der seit 2025 de facto jeden Speicher betrifft: der Preis ist massiv hochgestiegen und im Falle der CS3250 ist die Verfügbarkeit schlecht. Ende 2025 wurde die 1-TB-Variante für 159,99 € vorgestellt, jedoch lag sie zuletzt bei 209 €.

Pro

  • PCIe-Gen-5-Schnittstelle
  • Effizienter und sehr leistungsstarker PS5028-E28-Controller von Phison
  • Spitzenleistung im Vergleichstest
  • Effizient und vergleichsweise kühl (drosselt die Leistung nicht)
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Minimalistische Verpackung mit wenig Müll
  • 5 Jahre Herstellergarantie

Contra

  • Schreibdurchsatz geringer als der Lesedurchsatz
  • Preis und Verfügbarkeit