UniFi OS Server 5 1 19  Bild © UbiquitiUniFi OS Server 5 1 19 (Bild © Ubiquiti)

Verbesserte WAN- und WLAN-Überwachung

Eine der wichtigsten Neuerungen des UniFi Network 10.4.57-Updates ist die Erweiterung des Dashboards. Nutzer haben nun Zugriff auf spezielle Aktivitätsdiagramme für WLAN-Airtime und Multicast-Verkehr. Die Seitenleisten für WAN und ISP wurden ebenfalls aktualisiert und bieten nun detaillierte Kennzahlen zu Service Level Agreements (SLA), Latenz, Paketverlust und Gesamtauslastung.

Für Nutzer, die Mobilfunk-Backups einsetzen, verbessert das Update die Transparenz bei der Diagnose von 5G- und Mobilfunkverbindungen. Diese Funktion erfordert die U5G-Firmware-Version 7.4.1 oder höher, um korrekt zu funktionieren. Zudem wurde eine neue Warnung zum Datenverbrauch für diejenigen implementiert, die Geschwindigkeitstests über 5G-WAN-Verbindungen durchführen, um unerwartete Datenkosten zu vermeiden.

Zentralisiertes Routing und FIB-Tabelle

Das Update führt eine neue zentralisierte Routing-Ansicht ein, mit der Administratoren statische, OSPF-, BGP-, verbundene und richtlinienbasierte Routen über eine einzige Oberfläche verwalten können. Dazu gehört eine einheitliche Forwarding Information Base (FIB)-Tabelle. Die FIB-Tabelle bietet technische Transparenz hinsichtlich Routenzielen, nächsten Hops, Schnittstellen und Metriken im gesamten Gateway und vereinfacht so die Fehlerbehebung bei komplexen Netzwerkpfaden.

Geräteverwaltung und Portkonfiguration

Die Oberfläche zur Geräteverwaltung wurde um neue Datenspalten erweitert, darunter Installationsdaten, Stromquellen und Tags. Im Port-Manager können Administratoren nun die Spalten „Pro AV“ und „Tagged VLAN“ einsehen. Um Konfigurationsfehler zu reduzieren, löst das System nun Warnungen aus, wenn Konflikte beim VLAN-Tagging erkannt werden.

Zu den weiteren Verbesserungen auf der Seite „Ports“ gehören das Hinzufügen einer STP-Spalte und zugehöriger Filter. In der Ansicht „Infrastruktur-Topologie“ wurde eine „Time Machine“-Funktion hinzugefügt, zusammen mit Vorschlägen, bestimmte Geräte als „Edge“ zu kennzeichnen, um die Konvergenz des Spanning-Tree-Protokolls (STP) zu optimieren.

WLAN-Optimierung und IoT-Anpassungen

Das WLAN-Management wurde umgestaltet und technisch erweitert. Der ehemalige „Roaming Assistant“ heißt nun „Handoff Suggestions“ (802.11v) und unterstützt nun auch das 6-GHz-Band. Für die Stabilität von IoT-Geräten führt das Update die Optionen „DTIM-Intervall-Sperre“ und „Kanal-Sperre“ ein. Außerdem wurde der alte IoT-Modus durch die Einstellung „WLAN 4 erzwingen“ ersetzt, um ältere Hardware besser zu unterstützen.

VPN und Systeminfrastruktur

Das Update erweitert die SD-WAN-Funktionen durch die Unterstützung des UXG-Fiber als SD-WAN-Hub. Auch die VPN-Verwaltung wurde verbessert, sodass Nutzer die Netzmaske des VPN-Gateways ändern können, selbst wenn Clients aktiv verbunden sind. Die technischen Validierungen für die WireGuard-IPv6-MTU- und MSS-Einstellungen wurden ebenfalls verschärft, um eine bessere Verbindungsstabilität zu gewährleisten. Für Nutzer von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) mit Version 1.4.30 oder neuer stehen neue Optionen zur Konfiguration des „Safe Shutdown Trigger Point“ und der Verzögerung beim Neustart im Rahmen der automatischen Wiederherstellung zur Verfügung.

Stabilität des UniFi OS Servers und Fehlerbehebungen

UniFi OS Server 5.1.19 konzentriert sich auf die Ausfallsicherheit des Backends, insbesondere auf die Verbesserung der Zuverlässigkeit von System-Updates und der Wiederherstellung von Backups. Der Entwickler empfiehlt, alle selbst gehosteten Bereitstellungen auf den UniFi OS Server zu migrieren, um eine vollständige Plattformintegration zu gewährleisten.

Das Release behebt mehrere kritische Fehler, darunter Ausfälle bei der SD-WAN-Synchronisation und Probleme, bei denen Einstellungen im Port Manager nicht gespeichert wurden. Zu den Korrekturen im Bereich Konnektivität gehören die Behebung von Port-Forwarding-Fehlern in L3-Netzwerken innerhalb von zonenbasierten Firewalls sowie die Behebung des Fehlens von Drittanbieter-Clients in der Infrastruktur-Topologiekarte. Zudem wurde eine Korrektur für das Captive Portal implementiert, wenn es mit dem UX7 im Mesh-Modus verwendet wird.