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Microsoft Xbox One: Neues SDK soll Entwicklern bei 1.080p-Spielen unterstützen

Beide aktuellen Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft erfreuen sich großer Beliebtheit, wobei die PlayStation 4, vermutlich aufgrund ihrer stärkeren Hardware und des 100 Euro günstigeren Preises, bei den Verkaufszahlen die Nase leicht vorn hat. Die Xbox One ist mit Sicherheit keine schlechte Konsole, doch das Microsoft-Produkt hat mit einer großen Schwäche zu kämpfen: Aktuell verfügbare Games, die für beide Plattformen erscheinen, werden auf der PlayStation 4 in Full HD-Auflösung mit 60 FPS dargestellt, während die Xbox One meist nur 720p unterstützt und die Spiele hochskaliert. Mit dem neuem SDK, was Microsoft bald an die Entwickler verteilen wird, soll dieser Umstand der Vergangenheit angehören.

Xbox One

Noch ist das Rennen um die Krone im Konsolenmarkt nicht entschieden, auch wenn Sony mit der PlayStation 4 knapp vorne liegt; bisher griffen weltweit rund 4,2 Millionen User zu der Konsole, während die Xbox One auf ca. 3,2 Millionen verkaufte Exemplare kommt.

Einer der Gründe, warum sich die Microsoft-Lösung schlechter verkauft als das Sony-Pendant, ist sicherlich der höhere Preis, immerhin müssen Anwender für die Xbox One 499 Euro auf den Tisch legen; die PlayStation 4 ist für 399 Euro erhältlich, sofern sie lieferbar ist. Neben den Anschaffungskosten spielt aber vor allem auch die verbaute Hardware eine Rolle, denn wie bereits mehrfach berichtet wurde, muss sich die Microsoft-Konsole mit einer niedrigeren Auflösung begnügen, um flüssige Bilder darstellen zu können. Schuld daran ist der 32 MB große eSRAM-Speicher, der zwar schnell ist, aber aufgrund seiner Größe nicht für eine 1.080p-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) bei 60fps ausreichen soll.

In das gleiche Horn stößt auch Jean-Baptiste Bolcato, Senior Producer des kommenden Rebellion-Games-Titels "Sniper Elite 3" in einem Beitrag bei GamingBolt. Für ihn ist der eSRAM der Xbox One zwar einfach nutzbar, doch "die Größe für 1.080p-Input sei gerinfügig zu klein", so Bolcato. Daher müssen Entwickler auf einige Tricks zurückgreifen, um die ihren Quellcode entsprechend anzupassen. Zudem verrät der Senior Producer, dass sich das Xbox 360/PS3-Szenarion nun wiederhole, nun allerdings mit umgekehrten Vorzeichen, da die Xbox One schwerer zu programmieren ist. Dies bedeute allerdings nicht, dass die Microsoft-Konsole schwächer ist als die PlayStation 4, vor allem weil Microsoft alle Hebel in Bewegung setzt, um noch mehr Leistung aus dem Gerät herausholen zu können. Neben der Tatsache, dass Spiele zukünftig mehr GPU-Power erhalten sollen, verrät Bolcato zudem, dass es bald ein neues SDK geben wird. Die neuen Entwicklerwerkzeuge werden "deutlich schneller sein und komfortablen Betrieb in 1.080p-.Auflösung ermöglichen", so Bocato. Er ist sich daher sicher, dass die Xbox One zur PlayStation 4 aufschließen wird.

Quelle: GamingBolt

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