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OCZ: Hersteller ist zahlungsunfähig, Toshiba will Konkursmasse aufkaufen

Der bekannte SSD-Hersteller OCZ ist zahlungsunfähig, das hat das Unternehmen am späten Mittwochabend mitgeteilt. Man hat allerdings bereits mit Toshiba gesprochen, in der Hoffnung, dass "der Wert des Unternehmens" sowie alle aktuellen Arbeitsverträge beibehalten werden. Sehr positiv für die Mitarbeiter des Unternehmens, aber schlecht für Anwender, die eine aktuelle Vector-, Vertex- oder Agility-SSD besitzen. Denn sollte der Übernahme zugestimmt werden, wird Toshiba lediglich das Vermögen des insolventen Unternehmens aufkaufen, nicht die Gesellschaft selbst. Somit wird es keine Garantieansprüche mehr geben.

Vertex 450

Anwender, die im heimischen Desktop-Rechner oder Notebook eine SSD von OCZ verbaut haben, müssen bangen, dass ihre Flash-Lösung noch lange hält. Mit der Zustimmung der US-Behörden, dass Toshiba die Konkursmasse aufkaufen darf, wird OCZ Konkurs anmelden; damit entfallen jegliche Garantieansprüche.

Das japanische Unternehmen dürfte es vermutlich hauptsächlichauf die Technologie und die Produktionskapazitäten des mittlerweile insolventen Mitbewerbers abgesehen haben, denn zu OCZ gehört unter anderem auch der Controller-Entwickler Indilinx. Derzeit ist es noch ungewiss, ob Toshiba auch die Marke "OCZ" übernehmen und weiterführen wird.

Update:

Mittlerweile hat sich OCZ wohl auch bei ComputerBase gemeldet und teilt mit, dass "alle Garantieansprüche unter den jeweils mit dem Kunden vereinbarten Bedingungen aufrecht erhalten bleiben. Ohne Ausnahme!" Wie der insolvente SSD-Hersteller verrät, gilt das Kaufangebot für alle Aktiva, sodass das japanische Unternehmen auch für die Erfüllung von möglichen Garantieansprüchen zuständig ist.

Quelle: ComputerBase

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